Die Stipendiaten:


Ausstellungsdauer: 26. April – 29. Juni 2008
Ort: ehemaliges Karstadtgebäude, Mansfelderstr. 15 in Halle
Öffnungszeiten: Di–Fr 12.00–19.00 Uhr, Sa–So 10.00–19.00 Uhr
Angebote: Begleitprogramm | Kunstpädagogisches Angebot | Die Edition (PDF)


48 KARAT – Die erste Stipendiatenausstellung der Kunststiftung

... verlängert bis 20. Juli 2008!


Hunderte Ideenskizzen und Projektentwürfe aus angewandter und bildender Kunst, aus Literatur, Musik, Theater, Film und Kunstvermittlung gingen in den letzten knapp drei Jahren bei der Kunststiftung Sachsen-Anhalt ein. Der künstlerische Beirat der Kunststiftung diskutierte, welche wirklich realisierbar und zugleich so brillant waren, dass sie einer Förderung würdig sind. Fast 200 Bewerber konnten sich über eine Förderung freuen.

Den nationalen und internationalen Dialog zu intensivieren, Kunstprojekte, Künstler und Kuratoren in einen weltoffenen Austausch treten zu lassen, ist erklärtes Ziel der Stiftung. Deshalb animierte sie immer wieder selbst zu Ideen, indem sie inspirierende, betreute Aufenthalte im In- und Ausland organisierte: So das Artist in Lab-Programm (Künstler arbeiteten in renommierten Forschungsinstituten in Sachsen-Anhalt), Auf den Spuren Theodor Wehles im Kaukasus (ein Armenienstipendium), Go Asia (bislang nach Tokio und Bangkok), Go West (nach New York und Paris), sowie Go East (nach Kaliningrad). Starthilfe für die Existenzgründung als Galerist gab und gibt es beim Rent-a-Gallery-Programm.

Die Ausstellung »48 Karat« im ehemaligen Karstadt-Kaufhaus in Halle zeigt nun erstmals eine große Überblicksschau über die Arbeitsergebnisse der Stipendiaten –
überwiegend aus der bildenden und angewandten Kunst. Formal und inhaltlich höchst heterogen, werden Werke aus so verschiedenen Bereichen wie Malerei und Grafik, Buch- und Medienkunst, Keramik, Fotografie und Design, darunter Mode, Schmuck, Tapeten, Fortbewegungshilfen für Behinderte, gezeigt – insgesamt 41 Positionen. Sieben weitere Projekte – aus Musik, Literatur, Film und Medienkunst – werden im Begleitprogramm präsentiert. Aus Anlass der Ausstellung erscheint eine Edition.


Die Stipendiaten


Eintritt
Ticket: 3 €, ermäßigt 1,50 € (Kombiticket mit »Einar Schleef«: 6 €, ermäßigt 4 €)
Gruppenticket ab 10 Personen: pro Person 1,50 €
Schulklassen: 1 € pro Schüler
Kinder bis 6 Jahre sowie Lehrerfortbildungen: Eintritt frei



  Begleitprogramm

Do 8. Mai | 19 Uhr
Uraufführung des Dokumentarfilms »A Taste of Home«

Die Regisseure Detlef Suske, Cosima Dannoritzer und Len Shelley präsentieren erstmals ihren 65-minütigen Film: Asiatische Gemüsehändler in Barcelona, Magdeburg und Hastings bringen ein wenig Geschmack aus ihrer alten in die neue Heimat – die Einwanderungs- und Integrationsthematik gezeigt im Alltag.

Do 29. Mai | 19 Uhr
»Käufer – Kunstmarkt – Kunst? Die neue Galerienlandschaft in Halle«

In einer flotten Dia-Präsentationsshow stellen sich in Halle neu entstandene Galerie- und Ausstellungsräume vor. In einem anschließenden Gespräch, moderiert von Dr. Joachim Penzel (Kunstwissenschaftler), berichten Galeristen über ihre Erfahrungen mit dem Halleschen Kunstmarkt und die Kunststiftungsinitiative »Rent-a-gallery«, die ihnen den Start in die Selbstständigkeit erleichterte.

Do 5. Juni | 19 Uhr
Buchpräsentation »BarCodes« von Simone Trieder und Susann Meyerhuber

Bar- oder Strichcodes erscheinen dem Nicht-Eingeweihten rätselhaft, sind aber optoelektronisch decodierbar – anders als die Windungen der Geschichten unseres Lebens. Die Texte und Collagen im Buch stellen den »Code des Individuellen« dar – einmalig, vielschichtig, poetisch und gesponnen.

Sa 7. Juni | 20 Uhr
Szenische Lesung und Musik

Die Autoren Elke Domhardt, Melanie Peter und Dirk Heidicke lesen aus ihren neuen Texten. Wie Undine ihren Schwanz los wird, wie eine Fehler-Analyse zwischen Kind und Karriere entscheiden kann und ob uns Luther heute angenehm wäre – darum soll es gehen. Dazu: Musik und Wein.

Do 19. Juni | 19 Uhr
Kurzfilmabend mit Matthias Vogel und Frank Kaminski

Nicht nur die von der Kunststiftung geförderte Horrorfilmkomödie »Herr Janssen«, die auf dem Magdeburger Arbeitsamt spielt, wird an diesem Abend gezeigt. Regisseur Matthias Vogel gibt zusammen mit seinem Produzenten Frank Kaminski eine kleine Werkschau.

Do 26. Juni | 19 Uhr
Medienkunstpräsentation von Ute Hörner und Mathias Antlfinger

Das Künstlerteam stellt seine Arbeit »Non Chat Chat – Meditationsraum für Avatare« vor – einen virtuellen Raum im World Wide Web, in dem man sich zur Meditation einfinden kann.

Sa 28. Juni | 20 Uhr
Lange Nacht. Ein Fest der Sinne

Eingebettet in ein Programm mit Performances, Führungen und Live-Musik präsentieren die Modedesignerinnen Gabriele Wiegand und Kristin Hensel ihre Kollektion in einem feinen Defilee. Eine gemeinsame Veranstaltung der Kunststiftung und der Stiftung Moritzburg.



Künstlergespräche

Jeden Samstag 15.00 Uhr gibt es die Gelegenheit, die Menschen »hinter den Kunstwerken« kennen zu lernen, mehr über ihre Entwicklung und Intentionen zu erfahren, Fragen zu stellen.

03. 05. | Anne Rose Bekker, eine Künstlerin, die in unterschiedlichsten Medien arbeitet, erzählt über ihren »Sachsen-Anhalt-Zyklus«: Persönliche Erinnerungen an historische Ereignisse.
10. 05. | Florian Bielefeldt berichtet über die Entstehung seiner Zeichnungen, die von einer Armenienreise, organisiert durch die Kunststiftung, inspiriert wurden.
17. 05. | Anette Groschopp stellt ihre Kastenräume vor, die sie mit verschiedensten Techniken und Materialien ausfüllt.
24. 05. | Franca Bartholomäi spricht über Arbeiten, die während ihres New York-Stipendiums entstanden und die Holzschnitttechnik, die sie in heute seltener Perfektion beherrscht.
31. 05. | Margit Jäschke spricht über ihre Faszination von Haikus und wie sie diese in Schmuck und Objekte umsetzte.
07. 06. | Silke Trekel erzählt, wie sie für ihren Schmuck ein neues Material erschloss und daraus auch größere Objekte baut.
14. 06. | Kristin Hensel, Modedesignerein, berichtet über ihr Thailand-Stipendium und welche Eindrücke sich in ihren Arbeiten widerspiegeln.
21. 06. | Nikolai Burger, Industriedesigner, über seine Suche nach einem Fortbewegungsmittel, das Behinderte nicht stigmatisiert und an Fun-Sport-Artikel erinnert.

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  Kunstpädagogisches Angebot

Lehrerinformationsveranstaltung
48 zeitgenössische Positionen aus so verschiedenen Bereichen wie Malerei und Grafik, Buch- und Medienkunst, Fotografie, Industrie-, Mode- und Schmuckdesign. Wir geben Ihnen einen Einblick hinter die Kulissen: Wie sind die Werke entstanden? Mit welchen Intentionen? In Kooperation mit der Stiftung Moritzburg, die zur gleichen Zeit an gleicher Stelle die Werkschau »Einar Schleef. Der Maler« zeigt, informieren wir Sie über das Angebot für Schulklassen in den Ausstellungen und geben Tipps für die Einbindung in den Unterricht. Gern erarbeiten wir mit Ihnen ein individuelles Programm für einen Besuch mit Ihren Schülern.
30. April um 17.00 Uhr, 17. Mai um 12.00 Uhr, 3. Juni um 17.00 Uhr

Seminar »Wege zur zeitgenössischen Kunst«
Dieses Angebot richtet sich speziell an Lehrer und Studenten des Faches Kunst. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung »48 Karat« machen wir Sie mit Vermittlungsmethoden zeitgenössischer Kunst vertraut, um Hemmungen beim Umgang mit ihr abzubauen.
8. Mai, 23. Mai, 10. Juni jeweils um 16.00 Uhr



Themen für Schulklassen

Ich sehe was, was du nicht siehst!
Wahrnehmen, Empfinden und Kommunizieren sind Grundlagen der Kunstrezeption. Wir erzählen Geschichten zu den Kunstwerken, stellen Fragen –
bis ein Gespräch mit den Schülern in Gang kommt, damit sie ein sinnliches Gespür durch Beobachten, Beschreiben und Einfühlen entwickeln.

Gestalte deine Welt, so wie sie dir gefällt!
Wahrnehmung und sinnlicher Eindruck sind verbunden mit dem eigenen Empfinden, Erleben, Erfahren und Handeln. Kleine praktische Übungen schulen die Wahrnehmung, erweitern das Kunstverständnis und regen die eigene Kreativität an.

Alles Schwarz-Weiß. Das kann doch jeder!
Comic, Manga und Co. sind allen bekannt. In unserer Ausstellung gibt es Künstler, die daran anknüpfen. Anhand ausgewählter Werke soll davon ausgehend die gestalterische Vielfalt von Grafiken gezeigt werden. Eigene Versuche im Anschluss!

Neue Welten!
Foto und Film als Ausdrucksformen der Kunst sind nicht neu, aber noch immer bereitet ihre Rezeption oft Schwierigkeiten. Liegt es daran, dass unser Umgang mit Medien zu selbstverständlich geworden ist, Kunst hingegen etwas Elitäres zu sein scheint? Im Gespräch über unsere Ausstellungsstücke werden wir diesen und anderen Fragen nachgehen.

Die Führungen für Schulklassen dauern jeweils etwa 1,5 Stunden. Gern gehen wir darauf ein, was Sie aktuell im Unterricht behandeln. Zur Absprache wenden Sie sich bitte an unsere Kunstpädagogin Lysann Vahrenhold unter der Telefonnummer: (0345) 2 12 59-0.

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Kunststiftung Sachsen-Anhalt