Tokio

 

Zeitraum:
Mai - Juni 2018

Bewerbungen bis:
16. Oktober 2017

 

Die  Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt schreibt in Kooperation mit  Arts Initiative Tokyo (AIT) ein zweimonatiges Aufenthaltsstipendium nach Tokio im Jahr 2018 aus. Das Stipendium soll die interdisziplinäre Arbeit des ausgewählten Künstlers sowohl auf konzeptioneller, als auch auf praktischer Ebene unterstützen und fördern. Vor allem steht der internationale Austausch mit japanischen Künstlern im Vordergrund, der neue Anregungen und Ideen hervorbringen soll. Neben dem Kontakt zu einheimischen Künstlern und der zeitgenössischen Kunstszene in Japan, soll der Stipendiat sich dazu ermuntert fühlen sich auf eigene Art und Weise mit dem Land, seiner Geschichte, seinen Traditionen und der Kultur auseinandersetzen, um neue künstlerischen Perspektiven zu entwickeln.
Mit ca. 13 Millionen Einwohnern ist Tokio die größte Metropole Japans und zeichnet sich vor allem durch seine kulturelle Vielfalt auf verschiedensten Gebieten aus. Davon inspiriert wird der Künstler während seinem Aufenthalt die Möglichkeit haben, sowohl traditionelles japanisches Kunsthandwerk, als auch zeitgenössische japanische Handwerkstechniken kennenzulernen und zu erproben, um damit einen ganz eigenen Bezug zur japanischen Kunst zu entwickeln.
Die Arts Initiative Tokyo (AIT) ist eine gemeinnützige künstlerische Organisation, die in Tokio ihren Sitz hat. Gegründet wurde die AIT von sechs Kuratoren und Kunstenthusiasten, die bereits seit vielen Jahren im Bereich der zeitgenössischen Kunst in Japan tätig waren. Das Anliegen der Organisation ist es so genannte bottom-up Programme zu fördern und zu animieren Kunst auf ganz neuen Wegen einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Erreicht wird dies durch ein eigenständiges Bildungsprogramm, Aufenthaltsprogramme sowie durch in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bestehende kuratorische Projekte u. a. Hara Museum und Beratungsprojekte. Das gemeinsame Interesse der Kunststiftung und der Arts Initiative Tokyo ist, Künstler zu gewinnen, die traditionelles Material und Handwerk mit zeitgenössischen Perspektiven verbinden. Das Programm richtet sich dabei vor allem an Künstler aus den Sparten Kunstgewerbe, Design und Architektur.

Art und Umfang des Stipendiums
Der Stipendiat wird über die Dauer des zweimonatigen Aufenthaltes in einem voll ausgestatteten Apartment untergebracht. Die Kunststiftung finanziert zudem die Reisekosten und die Auslandskrankenversicherungskosten des Künstlers sowie ein Stipendium in Höhe von 1800 Euro. Der Stipendiat wird während des Zeitraums seines Aufenthalts von den Mitarbeitern des AIT betreut.

Voraussetzungen und Bedingungen
Bewerben können sich Künstler und Künstlerinnen aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben und ausgewiesene künstlerische Erfahrung besitzen. Kein Antragsrecht haben Schülerinnen und Schüler sowie an einer Hochschule eingeschriebene Studierende und in einer Ausbildung stehende Personen. Die Bewerbung muss einen Lebenslauf, Abbildungen aus der künstlerischen Arbeit (max. 5 Abbildungen, A4 max. 100g-Papier, kopierfähig), Beschreibung des eigenen künstlerischen Profils und ein Motivationsschreiben beinhalten, aus dem die Gründe für die Bewerbung und Erwartungen an den Aufenthalt in Tokio hervorgehen. Desweiteren muss eine detaillierte Beschreibung des Arbeitsvorhabens in Tokio beigelegt werden. Die Verfügbarkeit in der Zeit des beantragten Stipendiums wird vorausgesetzt. Familienmitglieder und Freunde können aus räumlichen Gründen nicht mit in das Apartment in Tokio aufgenommen werden.

Zeitraum des Stipendiums
Mai - Juni 2018

Auswahlverfahren
Über die Bewerbungen entscheidet der Stiftungsrat der Landeskunststiftung mit Unterstützung des künstlerischen Beirates. Maßstab für eine Beurteilung ist die künstlerische Qualität des Vorhabens und der eingereichten Arbeitsproben sowie die Aussagekraft des Motivationsschreibens.

Bewerbungsfrist
Die Bewerbungsfrist endet am 16. Oktober 2017 (es gilt der Poststempel).

 

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Ausschreibung zum internationalen Arbeitsstipendium in Tokio im Jahr 2007 (abgelaufen)

Im Rahmen des internationalen Stipendiatenprogramms hatte die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Jahr 2007 ein zweimonatiges Arbeitsstipendium für Schmuckkünstler in Japan ausgeschrieben.

Schmuckkünstler aus Sachsen-Anhalt waren eingeladen, die verschiedenen Aspekte japanischer Kultur und Gesellschaft kennen zu lernen. Der Aufenthalt bot Anreiz neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen und ein Projekt zu realisieren. Während des Aufenthaltes hatte der Stipendiat die Möglichkeit, mit Galeristen und Kuratoren aus der japanischen Kulturszene zusammenzutreffen. Betreut wurde der Stipendiat von der Paul-Klee Stiftung und der Künstlerin Susan Pietzsch, die den deutsch-japanischen Austausch auf dem Gebiet des zeitgenössischen Schmucks fördert.

Über die Dauer des Aufenthaltes stand dem Stipendiaten ein klassischer Goldschmiede-Arbeitsplatz am "Hiko Mizuno College for Jewellery" im Zentrum der Stadt zur Verfügung. Eine Präsentation in Form einer Ausstellung begleitete den Aufenthalt, wobei aktuell und bereits vorhandene Arbeiten präsentiert wurden.

 

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