Heimatstipendium

das Museumsprogramm | Ausschreibung für die Künstlerinnen und Künstler


Mit dem neuen Sonderförderprogramm „Heimatstipendium“ will die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Künstlerinnen und Künstlern die Gelegenheit bieten, sich mit ausgewählten musealen Sammlungen des Bundeslandes auseinanderzusetzen und ihnen dort den Zugang und die künstlerische Arbeit ermöglichen. Sie sollen sich mit den Sammlungen und Schätzen der Häuser befassen und davon inspiriert, neue Arbeiten entwickeln, die das kulturelle Erbe reflektieren.
Besonders im ländlichen Raum lagern interessante Sammlungen, die bedauerlicher Weise weitgehend unbekannt sind, auch wenn sie zum nationalen Kulturgut gehören. Die Kunststiftung gibt diesen kleineren Sammlungen und Museen die Möglichkeit, sich der zeitgenössischen Kunst zu öffnen, um ein neues Publikum an diese spannenden Orte zu locken und öffentliches Interesse zu wecken.
Die Kunststiftung spricht mit diesem Stipendium Künstlerpersönlichkeiten an, die sich diesem Projekt mit hoher Kommunikationsfreude widmen und interaktive und partizipative Angebote gemeinsam mit den Museen entwickeln, um die Einmaligkeit der Einrichtungen sichtbar zu machen und die verborgenen Potenziale aufzudecken, die letztlich die Öffentlichkeit für die Schätze in der Nachbarschaft sensibilisieren sollen.

Die Ausschreibung richtet sich an freischaffende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben (vgl. Förderrichtlinie der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt). Sie sind gehalten, sich mit den Sammlungen der zur Auswahl stehenden Museen zu beschäftigen und die Orte und Wirkungsstätten zu erkunden. Die Künstlerinnen und Künstler sind dazu aufgefordert, auf ein Werk bzw. auf die Sammlung mit zeitgenössischen Mitteln zu reagieren, um dieses bzw. diese in die Gegenwart fortzuschreiben. In der Wahl der Mittel und der Bearbeitung der Thematik sind die Künstler frei. Genehmigungspflichtiges bzw. bestimmte Vorgaben/Einschränkungen des Museums sind jedoch ggf. in Einzelfällen zu beachten.

Den Stipendiaten steht es frei, während ihres Stipendiums in den ausgewählten Museen und Orten zu leben und zu arbeiten. Eine Anwesenheitspflicht im Museum besteht in diesem Sinne nicht. Jedoch ist ein regelmäßiger Besuch der Sammlungen wünschenswert, da für die Museen während des Stipendiums öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen im musealen Kontext von der Stipendiatin/dem Stipendiaten in Zusammenarbeit mit dem Museum erarbeitet werden müssen. Angedacht sind hier künstlerische Aktionen, Kinderkunstnachmittage, Podiumsdiskussionen, Führungen etc. Die Kuratoren des Programms stehen ihnen dabei beratend zur Seite. Die Kunststiftung wird für die acht ausgewählten Stipendiatinnen/Stipendiaten regelmäßig gemeinsame Treffen organisieren, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen. Zeitliche Verfügbarkeit für die monatlichen Treffen wird vorausgesetzt. Der interdisziplinäre Ansatz des Stipendiums ist dazu geeignet, zusammenzuarbeiten und im Rahmen des Stipendiums etwas Neues zu schaffen – entweder allein oder gemeinsam. So wichtig wie die Arbeit in den Museen vor Ort, ist auch der Austausch der Stipendiatinnen/Stipendiaten untereinander.

Die im Rahmen des Stipendiums entstandenen Werke bzw. das entstandene Werk bleiben Eigentum der Urheber. Sollte der beiderseitige Wunsch bestehen, dass das künstlerische Werk im Museum verbleiben soll, wird die Kunststiftung zu Leihverträgen oder Ankaufsvorhaben beratend tätig werden.

Die Stipendiatin/der Stipendiat erhält ein Stipendium von monatlich 1.000,00 € für den Zeitraum von 12 Monaten. Das Stipendium soll im Oktober 2017 angetreten werden, spätestens aber im November 2017. Die Kosten, die im Rahmen einer gemeinsamen Abschlusspräsentation, die für Oktober 2018 angestrebt wird, bzw. bei geforderten öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen entstehen, werden von der Kunststiftung getragen.

Folgende Aufwendungen werden von der Kunststiftung nicht zusätzlich zum Stipendium übernommen: Materialkosten zur Herstellung der künstlerischen Reaktion auf das Museum, Reise- und Unterbringungs- sowie Versicherungskosten.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben je nach gewähltem Museum die Möglichkeit, Arbeitsräume und Unterkünfte vom Museum bzw. Unterstützung bei der Suche nach diesen zu erhalten. Ob diese kostenfrei zur Verfügung gestellt werden können, hängt vom Museum ab.

Interessierte können sich auf maximal zwei zur Auswahl stehende Museen bewerben, dabei ist vom Antragsteller eine Platzierung festzulegen.

Folgende Unterlagen sind dazu einzureichen:

  • Ausgefülltes und unterschriebenes Formular
  • Lebenslauf
  • Wohnsitznachweis in Form einer amtlichen Meldebescheinigung
  • Ideenskizze (Konzept im weitesten Sinne) max. 2 DIN A4 Seiten. Bei Bewerbungen auf ein weiteres Museum ist eine weitere Ideenskizze für diese Sammlung einzureichen.
  • Arbeitsproben in Form eines Portfolios (max. 10 Seiten, ungebunden, Bildmaterial im Hochformat DIN A4, max. 100 g-Papier, einseitig bedruckt/ CDs/ Notenmaterial/ max. 20 Seiten Textprobe bei literarischen Vorhaben/ audiovisuelle Arbeiten auf USB-Sticks oder DVDs). Links zu Webseiten oder zu audiovisuellen Arbeiten sowie die Einreichung von Katalogen oder anderen gebundenen Werken werden nicht berücksichtigt.
  • Ggf. Freistellung des Arbeitgebers oder Nachweis über die Exmatrikulation

Es ist geplant am 21. und 22. Juni 2017 zwei von der Kunststiftung organisierte Busreisen zu einer Auswahl der am Programm teilnehmenden Museen durchzuführen. Diese werden von den Kuratoren des Programmes begleitet. Alle interessierten Künstlerinnen und Künstler werden gebeten sich unter Angabe der für einen Besuch favorisierten Museen, unter oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de bis zum 15. Juni 2017 mit einer Interessensbekundung anzumelden. Die Busreisen und Routen werden abhänging von den Rückmeldungen der Interessenten geplant.

Über die Bewerbungen entscheidet der künstlerische Beirat der Kunststiftung. Maßstab für eine Beurteilung ist die künstlerische Qualität der vorgelegten Ideenskizze und der eingereichten Arbeitsproben.

Bewerbungen können bis zum 18. Juli 2017 (Poststempel) in der Landeskunststiftung, Neuwerk 11 in 06108 Halle (Saale) eingereicht werden.

Anfragen zum Programm beantworten die Kuratoren, Dr. Ines Janet Engelmann und Björn Hermann, unter heimat@kunststiftung-sachsen-anhalt.de. Die Kunststiftung bittet darum, Fragen zum Museum ebenfalls an diese E-Mailadresse zu senden und von einer direkten Kontaktaufnahme abzusehen.

Die Profile der ausgewählten Museen finden Sie hier:

Bildergalerie


Download des Antrages und weitere Informationen:

Antragsformular  
Förderrichtlinien

 

 
Börde-Museum Burg Ummendorf

Das 1924 gegründete Börde-Museum hat seinen Standort in der ländlich gelegenen Burg Ummendorf. Das Museum befindet sich in Trägerschaft des Landkreises Börde und teilt sich das Gelände mit der ebenfalls in der Burg ansässigen Grundschule.

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ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode

Der Kupferschieferbergbau prägte über 800 Jahre das Leben und die Landschaft um Sangerhausen, Eisleben und Hettstedt. Das ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode gehört heute zu den wichtigsten Zeugnissen der Industriekultur in Sachsen-Anhalt.

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Freilichtmuseum Diesdorf

Das Freilichtmuseum Diesdorf/Altmark ist eines der ältesten volkskundlichen Freilichtmuseen Deutschlands. Die für Sachsen-Anhalt einmalige Anlage geht auf eine Initiative des Diesdorfer Landarztes Dr. Georg Schulze (1866–1955) zurück.

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Harzmuseum Wernigerode

Das Harzmuseum Wernigerode ist Teil einer kulturellen Verdichtung auf dem Gründungshügel der Stadt, dem „Klint“. Hier bilden die historischen Gebäude von Harzmuseum, Stadtbibliothek und Harzbücherei, Kinderbibliothek und Stadtarchiv in unmittelbarer Nähe der mittelalterlichen St. Silvestrikirche ein einzigartiges architektonisches Ensemble.

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Johann-Friedrich-Danneil Museum Salzwedel

Das nach Johann Friedrich Danneil benannte Regionalmuseum zeigt interessante Exponate aus der Geschichte der westlichen Altmark und der Hansestadt Salzwedel. Ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher ist die Salzwedeler Madonna.

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Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg

Rund 50.000 Objekte und Konvolute aus den Bereichen Ur- und Frühgeschichte der Region, Stadt- und Regionalgeschichte bis zur Gegenwart sowie allgemeiner Kulturgeschichte beherbergt und präsentiert das kulturhistorische Schloss Merseburg in den verschiedenen Abteilungen der Dauerausstellung.

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Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss Hettstedt

Das Mansfeld-Museum befindet sich im barocken Humboldt-Schloss des Gutes Burgörner. Im 18. Jahrhundert war es Wohnsitz der Familie von Dacheröden.

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Museum Aschersleben

Im Museum werden Objekte der Stadt- und Regionalgeschichte bewahrt und ausgestellt. Der Sammlungsbestand umfasst ca. 30.000 Objekte, von denen jedoch nur ein Bruchteil ausgestellt ist.

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Museum Schloss Haldensleben

Das Museum hat ca. 850 m2 Ausstellungsfläche, ist ein Ort der Authentizität und liegt im Herzen der Kreisstadt Haldensleben. Es hat zwei Außenstellen in original erhaltenen Fachwerkhäusern: das Schulmuseum im dörflichen Stadtteil Hundisburg und den ehemaligen israelitischen Tempel, das „Haus der anderen Nachbarn“, in einer der städtischen Seitenstraßen.

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Museum Schloss Bernburg

Das Museum Schloss Bernburg ist ein Regionalmuseum mit umfangreichen, bedeutenden Sammlungen. Dabei handelt es sich um kultur- und naturhistorische Sammlungen, die in ihren Ursprüngen meist auf das Ende des 19. bzw. auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückgehen.

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Schachmuseum Ströbeck

Die über 1000-jährige Schachtradition Ströbecks ist seit 2016 Immaterielles Kulturerbe Deutschlands. Die Schachtradition hat verschiedene Facetten wie Schachbräuche (z.B. Hochzeitsbrauch), das Lebendschachensemble, Schulschach seit 1823, Schachturniere und -feste, natürlich einen Schachverein seit 1883, Aufführung eines Schachmusicals und schließlich das Schachmuseum.

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Schuhmuseum Weißenfels

Das Historische Museum Weißenfels verfügt über eine der traditionsreichsten stadt- und regionalgeschichtlichen Sammlungen in Deutschland. Heute ist das Museum international führend in der Sammlung und Beforschung von Schuherzeugnissen vom Barock über die DDR-Zeit bis zur Gegenwart.

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Spengler-Museum Sangerhausen

Das Spengler-Museum ist vielfältigen Themen gewidmet. Anhand von zumeist regionalen Beispielen werden Geologie, Naturkunde, Mittelalter, Steinzeit und Eiszeit dargestellt, sodass sich die thematische Breite stets mit einem regionalhistorischen Ansatz verbindet.

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Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen – Universität Halle

Das Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen beherbergt ca. 5,3 Millionen naturwissenschaftlicher Objekte an sechs Standorten der Universität u. a. aus den Disziplinen Zoologie, Haustierkunde, Paläontologie, Physik sowie Didaktik (Lehrmodelle, Wandtafeln).

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