Pressemitteilung 32 - 2017

Einladung zur Pressekonferenz Neue Musik: »Luther-Ein Oratorium« von Oscar Strasnoy und Christoph Hein  

Donnerstag,
28. September 2017
 

Anlässlich der anstehenden Uraufführung des Konzerts »Luther-Ein Oratorium« von Oscar Strasnoy (Komposition) und Christoph Hein (Libretto) am 22. Oktober 2017 in Halle (Saale) laden das Land Sachsen-Anhalt, die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, die Staatskapelle Halle und die Arthaus Musik GmbH am 11. Oktober 2017 um 11 Uhr interessierte Medienvertreter*innen herzlich zur Pressekonferenz nach Berlin ein. Die Pressekonferenz findet in der Landesvertretung des Landes Sachsen-Anhalts beim Bund in der Luisenstraße 18 in Berlin statt. Wir bitten die Vertreter*innen der Medien um vorherige Anmeldungen unter info@kunststiftung-sachsen-anhalt.de oder telefonisch unter +49 (0) 345 29 89 72 94.

Die Pressekonferenz  wird vom Kultur- und Staatsminister des Landes Sachsen-Anhalt Rainer Robra eröffnet. Im Weiteren werden in einer von Ingolf Kern moderierten Gesprächsrunde u.a. mit dem Komponisten Oscar Strasnoy, dem Librettisten Christoph Hein und dem Regisseur Andreas Morell Hintergründe zum Produktionsprozess erzählt sowie Raum für Fragen zum Oratorium gelassen.

Oscar Strasnoy (Argentinien), komponierte die Musik auf Grundlage des von Christoph Hein, einer der wichtigsten deutschsprachigen Schriftsteller der Gegenwart, geschriebenen Werkes »Luther. Acht Libretti.«. Beide Künstler arbeiteten bereits im vergangenen Jahr an der Staatsoper Berlin zusammen, dort setzten sie sich im Musiktheater »Comeback« mit zwei großen Schauspielerbiografien auseinander. Das Musikwerk »Luther-Ein Oratorium« brachte beide Künstler wieder zusammen, um in ihrem Werk einen wichtigen Zeitraum deutscher Geschichte zu thematisieren und einen Anstoß zu geben, die Verfasstheit von Gesellschaft neu zu denken.

»Luther-Ein Oratorium« wurde von Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt initiiert und befasst sich mit dem Leben und Wirken von Martin Luther. Andreas Morell wird das Oratorium durch eine feste Lichtinstallation in Szene setzten. Das große zeitgenössische Musikprojekt ist einer der Höhepunkt in der Lutherdekade. „In Zeiten einer merklich nachlassenden Aufmerksamkeit für Neue Musik und einer Tendenz zur gefälligen Kuschelklassik ist das Oratorium von Christoph Hein und Oscar Strasnoy vor allem ein Statement für die Kunst. Es ist eine Ermutigung für interessante Projekte der Neuen Musik, für künstlerischen Mut. Diesen Mut gilt es zu unterstützen.“ so Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Die musikalische Leitung der beiden Aufführungen am 22. und am 23. Oktober 2017 übernimmt mit Michael Wendeberg ein ausgewiesener Spezialist für zeitgenössische Musik. Als Solisten treten auf u. a. Josephine Renelt (Sopran), Nadia Steinhardt (Alt) und Johannes Euler (Countertenor) auf. Den anspruchsvollen Chorpart übernimmt der Ernst Senff Chor Berlin. Weitere Informationen finden Sie unter www.buehnen-halle.de

Kurzbiographien

Christoph Hein
Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien als Pfarrersohns geboren. Aufgewachsen in Döbeln/Sachsen konnte er aufgrund des Berufes seines Vaters kein Abitur in der DDR ablegen, weshalb er 1958 nach Westberlin zog, um dort als Internatsschüler auf ein humanistisches Gymnasium zu gehen.
Seit 1979 arbeitet er als freier Autor. Mit der Novelle Der Fremde Freund (in Westdeutschland aufgrund des Titelschutz als Drachenblut veröffentlich) gelang ihm der Durchbruch. Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (u.a. der Uwe-Johnson-Preis, Stefan-Heym-Preis) und war der erste Präsident der Schriftstellervereinigung PEN. Als Übersetzer bearbeitete Christoph Hein langjährig verschiedenste Literatur, darunter auch Werke von Jean Racine und Molière.

Oscar Strasnoy
Oscar Strasnoy (geb. 1970 in Buenos Aires) studierte Klavier und Komposition am Conservatorio Nacional seiner Geburtsstadt, am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris (Premier Prix im Fach Komposition) und an der Musikhochschule Frankfurt. Seine Kompositionslehrer waren unter anderem Gérard Grisey und Hans Zender.
In den Jahren von 1996 bis 1998 war er Musikdirektor des Orchestre du CROUS in Paris und wurde 1999 mit dem Orpheus-Preis beim Spoleto-Festival in Italien für die Oper „Midea“ geehrt. Nach einer Einladung von Peter Eötvös als Komponist am Herrenhaus Edenkoben fand die Uraufführung zu „Hochzeitsvorbereitungen“ und anschließend eine Ausstellung in der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart statt. Bis zum Jahre 2009 feierte er weitere Erfolge mit seinen Kompositionen und veröffentlichte anschließend das Buch „Oscar Strasnoy: La stratification de la mémoire“.
Beim Festival Présences wurden seine Werke als Retrospektive in 14 Konzerten gespielt. Im gleichen Jahr folgte im November die Uraufführung von Slutchai (Fälle) in Bordeaux – diese Oper wurde im Mai 2015 in einer neuen deutscher Fassung in der Oper Zürich uraufgeführt. Zuletzt wurde Oscar Strasnoys Oper Requiem, nach William Faulkner, im Juni 2014 am Teatro Colón uraufgeführt.

Andreas Morell
Der in Köln geborene Andreas Morell wuchs in Stuttgart und auf der Insel Juist auf. 1979 begann er sein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und am Royal College of Art in London.
Seine ersten praktischen Arbeiten begann er als Regieassistent an der Oper bei den Regisseuren Peter Werhahn und Peter Mussbach. Seit 1986 dreht Morell Filme für Kino und TV in vielen Genres. 1995 begann er zusätzlich mit Theater- und Operninszenierungen. Außerdem übernimmt er die Regie auch bei Aufzeichnungen von Theater-, Tanz- und Opernproduktionen sowie klassischen Konzerten.
Er bewegt sich bei seiner Studioarbeit ebenso sicher wie im ganz andersartigen Theaterbetrieb. Er nutzt jede Technik, 3D bis 4k, die geeignet ist, um die Geschichten zu erzählen, ob für die Leinwand, den TV-Zuschauer oder ein Live-Publikum.

 

28. September 2017

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