Künstlerischer Beirat

 

Gemäß § 9 des Gesetzes über die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt besteht der Künstlerische Beirat aus fünf Fachvertretern verschiedener Kunst- und Kulturbereiche.

Er berät den Stiftungsrat und den Vorstand bei der Erfüllung seiner Aufgaben in allen den Stiftungszweck betreffenden Fragen, insbesondere bei der Festlegung von Förderschwerpunkten für die Arbeit der Stiftung und bei den einzelnen Fördermaßnahmen auf der Grundlage der Förderrichtlinien. Der künstlerische Beirat kann im Einzelfall bis zu vier weitere externe Sachverständige hinzuziehen. Die Mitglieder des Beirats werden vom Stiftungsrat mit Zweidrittelmehrheit für fünf Jahre berufen. Eine wiederholte Berufung ist zulässig.

Die Tätigkeit im Künstlerischen Beirat ist ehrenamtlich.

 

 
Michael Freitag, Halle

Michael Freitag wurde 1954 geboren und studierte Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Zwischen 1986 und 1988 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ästhetik und Kunstwissenschaften an der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und arbeitete danach als freier Kurator und Publizist. Von 1991 bis Ende 1999 war er Mitherausgeber und stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „neue bildende kunst“, danach freier Kritiker. Seit 2007 betreut er den Bildernachlass Einar Schleef in der Stiftung Moritzburg, wo er seit 2009 als Kustos des Grafischen Kabinetts, seit 2010 als Leiter der Sammlungen Moritzburg beschäftigt ist. Michael Freitag hat zahlreiche Publikationen zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts veröffentlicht und ist Mitglied der Internationalen Kritikerorganisation AICA. Seit 2005 ist er Mitglied im Künstlerischen Beirat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.


 
Dr. Annabelle Görgen-Lammers, Hamburg

Dr. phil. Annabelle Görgen-Lammers M.A. Dipl.-Des. studierte Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und Kunstwissenschaft an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. Zusätzlich dazu schloss sie ein Designstudium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg ab. Diverse Studien- und Arbeitsaufenthalte in Paris folgten. 2003 schloss sie mit summa cum laude ihre kunstwissenschaftliche Dissertation mit dem Thema: „Exposition internationale du surréalisme, Paris 1938. Die Ausstellung als Werk und Einflüsse aus dem 19. Jahrhundert“ ab. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. In diesem Bereich hat sie vielfältige Ausstellungsprojekte für verschiedene Museen erdacht und realisiert, besonders für die Hamburger Kunsthalle. Dort war sie ab 1999 zunächst als wissenschaftliche Volontärin tätig. Seit 2001 ist sie in der Hamburger Kunsthalle als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin fest angestellt. Annabelle Görgen-Lammers hat große, teils international wandernde Ausstellungsprojekte u.a. zu Max Liebermann, Helene Schjerfbeck, zum Surrealismus und zur Popart kuratiert. Daneben ist sie seit Jahren international als Vermittlerin und Vortragende tätig, seit 2001 auch im Rahmen einer Vielzahl von Lehraufträgen sowie 2003 als Gastprofessorin an der HbK Braunschweig. Ehrenamtlich ist sie in diversen Beiräten und Jurys tätig. Annabelle Görgen-Lammers ist seit 2009 Mitglied im Künstlerischen Beirat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.


 
Andrea Korzecka, Leipzig

Andrea Korzecka wurde 1955 geboren und absolvierte zwischen 1974 und 1979 ein Studium an der Hochschule für Film- und Fernsehen „Friedrich Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Danach arbeitete sie zwischen 1981 bis 1991 als Redakteurin und Regisseurin im VEB Dokumentarfilmstudio Babelsberg. Nach der Wende konzentrierte sie sich auf die Fortbildung im Umgang mit modernster professioneller Videoschnitttechnik. 1993 gründete sie ein eigenes Unternehmen mit bis zu 15 Mitarbeitern und arbeitete in diesem selbst als Produzentin, Autorin, Regisseurin und Cutterin im Auftrag von ARTE, ARD, MDR, SFB und weiteren Auftraggebern. Dazu kamen Verpflichtungen als Dozentin, u.a. an der Hochschule Mittweida, an der Film- und Fernsehakademie Mitteldeutschlands und innerhalb der Volontärsausbildung des MDR, wo sie Lehraufträge sowohl in journalistischen und künstlerischen Fächern, aber auch speziell bezogen auf professionellen Filmschnitt übernahm. Sie ist seit 2010 Mitglied im Künstlerischen Beirat der Kunststiftung.


 
Henry Mex, Berlin

Der Komponist, Klangkünstler und Musiker Henry Mex wurde 1962 geboren und absolvierte eine Schlosserlehre, während er als Bassist in Jazz- und Rockbands mitwirkte. Zwischen 1989 und 1993 studierte er an der Musikhochschule Hanns-Eisler Berlin. Schon früh wendete er sich der freien Improvisation und experimentellen Musik zu und Werke für Filme und Tanztheater entstanden. 1992 begründete er die „Kryptonale“, ein Projekt, das die Erschließung der Wasserspeicher in Berlin-Prenzlauer Berg für die Öffentlichkeit mittels Kunstprojekten und Konzerten einleitete, und arbeitete dort als künstlerischer Leiter bis 2004. Henry Mex ist seit 2005 Mitglied im Deutschen Komponistenverband. In jüngster Zeit erarbeitet er mit einem neuartigen Raumkompositionskonzept Projekte zur klanglichen Umsetzung von Raumdaten und landschaftlichen Parametern sowie darin enthaltenen Bewegungssubjektiven. Seit 2010 ist er Mitglied im Künstlerischen Beirat der Kunststiftung.


 
Susan Pietzsch, Glashagen

Susan Pietzsch wurde 1969 geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Goldschmiedin und Korpusgürtlerin. Zwischen 1991 und 1996 studierte sie Schmuckdesign bei Frau Prof. Neumayer an der Fachhochschule Heiligendamm und war u. a. Assistentin bei Kim Bass (Santa Fe/USA) und bei Mecky van den Brink (Amsterdam/Niederlande). Seit 1996 ist sie freiberuflich als Künstlerin und Schmuckgestalterin tätig. 1997 gründete sie Schmuck2 e.V., einen Verein der seitdem ein kontinuierliches internationales Ausstellungsprogramm mit Fokus auf außergewöhnliche und vielfältige Themen im Bereich der zeitgenössischen Schmuckkunst hervorgebracht hat. Susan Pietzsch hat an mehreren nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen. Sie ist seit 2010 Mitglied im Künstlerischen Beirat der Kunststiftung.