Alim Pascht-Han

Medienkünstler

 

 

Arbeitsstipendium im Rahmen des wage-mutig Kurzfilmprogramms
Juli – September 2016

ARURA – Spiegel des Kosmos

Während des Stipendiums arbeitete der Künstler an dem Drehbuch bzw. Storyboard für den Kurzfilm "ARURA". Der Film befasst sich mit einer alten slawischen Sage. Im Kern der Erzählung geht es um die Wanderung der Seele, die in Form eines leuchtenden, mikroskopisch kleinen Teilchens dargestellt wird und vielfältige Verwandlungen durchläuft. Auf seiner Reise durchläuft Jivatma, wie das Teilchen genannt wird, die anorganische Welt in Form kleinster Teilchen und Mineralien, sowie die organische Welt in Form von Zellen, Bakterien, Pflanzen und Tieren, bevor es die Form des Menschen erreicht. Wird der Mensch sich dieser ganzen Erfahrungen bewusst und erkennt sich selbst, kann sich seine Seele in Form des Jivatma von der materiellen, körperlichen Substanz befreien und schwebt zu den Sternen und Planeten. Der Sage nach werden auf jeder Station dieser Verwandlung Informationen gesammelt und in einem aus Hexagonen zusammengesetzten, wabenartigen Turm gespeichert. Diese Fülle an Informationen bildet ein unerschöpfliches Wissen, dessen sich der Mensch in der heutigen, technologisierten Welt jedoch nicht mehr bewusst ist. Das Storyboard für den Film besteht aus mehreren Kapiteln, die sowohl reale Aufnahmen, als auch Animationen miteinander verknüpfen. Das erste Kapitel zeigt die Entwicklung des Jivatma bis hin zum Menschen in Form von gezeichneten Bildern. Im zweiten Kapitel werden reale Aufnahmen aus einer Porzellanmanufaktur gezeigt, in der die hexagonen Zellen des Turms entstehen. Im dritten Kapitel verbinden sich die ersten zwei Kapitel, indem sich die gesammelten Informationen des Jivatma auf den gefertigten Porzellanzellen anordnen und sich langsam zu einem Turm, mit goldener Spitze zusammensetzen. Hier nimmt der Künstler Bezug auf seine bereits im Jahr 2015 entstandene Arbeit Porzellanarbeit "ARURA". Im übertragenen Sinn will der Film den existenziellen Fragen des Lebens nachgehen: Woher kommen wir und was kommt nach dem Tod?

 

Arbeitsstipendium
Dezember 2009 – Mai 2010

Repository for Germinal Choice

Der Künstler hat sich während seines Stipendiums mit dem Thema Samenbanken auseinandergesetzt und eine Installation aus Porzellan geschaffen. Meterhohe, bipolare Aufbewahrungsgefäße füllen einen Raum aus. Eine Seite enthält die Information zum Spender, die andere die Information zu einer imaginären Person mit der der Samen gezielt gekreuzt werden soll. Ziel der Arbeit war es, diese neue Form von manipulierter Evolution zu hinterfragen.

 

 Arbeitsstipendium
Oktober 2005 – März 2006


Mutare, 2006

Mutare, 2006

Mutare, 2006

Mutare, 2006