Arbeitsstipendium
Januar – Juni 2008
In ihrem Roman „Wie König Heinrich seine Frau loswerden wollte und dann doch froh war, sie behalten zu haben“ behandelt Mandel das dramatische private wie politische Dasein Bertas von Susa und ihres Ehemanns, des deutschen Königs Heinrich IV., und damit ein starkes Stück Kampf zwischen den Geschlechtern. Der Versuch und das letztliche Scheitern Heinrichs, sich von dem Schatten seines übermächtigen Vaters zu befreien, sowie die Klugheit und das Durchsetzungsvermögen Bertas, die Zeit ihres Lebens von ihrem Mann verschmäht wird und doch seine eigentliche Stütze ist, bilden die wesentlichen Eckpunkte des Romans, der auf historisierende Sprache verzichtet und neben den gründlich recherchierten Fakten das Allgemeinmenschliche in der Partnerbeziehung hervorhebt.
Vita
1951 geboren in Merseburg | Studium der Germanistik, Schulmusik und Pädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, diplomierte Philologin | 1975–1978 Forschungsstudium im Fach Literatursoziologie | 1978–1991 Arbeit als freiberufliche Schriftstellerin, Journalistin und Chorleiterin, 1991 Gründerin und Chefredakteurin einer Wochenzeitschrift in Merseburg | 1994–1997 Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit am Künstlerhaus in Halle (Saale) | 2002–2003 Stadtschreiberin von Halle (Saale) | 2004 Stipendiatin des Landes Sachsen-Anhalt im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf | 2008 zweite Preisträgerin beim Landespreis für Volkstheaterstücke Baden-Württemberg
Publikationen (Auswahl):