Emanuel Schulze

Maler und Bühnenbildner

Arbeitsstipendium
November 2016 – April 2017

Virtualität und Reflexionen

Glasfassaden, Selfies, Computerbildschirme: Der moderne Mensch ist von Reflexionen und Spiegelungen umgeben. Der Künstler hat sich während seines Stipendiums mit der Virtualität von Spiegelungen auseinandergesetzt. Dabei wurden Motive entwickelt, in denen komplexe Spiegelungen Teil der Komposition sind. Gleichzeitig blieb es bei einer minimalistischen Bildsprache mit nur wenigen Bildelementen. Die Komplexität der Reflexion soll so die Klarheit der Bilder nicht beeinflussen. Entstanden sind vier Ölmalereien, die sich mit dem Phänomen der Spiegelung/ des Spiegeln auseinandersetzten ("noosphere", "der Apparat", "Waldinneren und "revue"), und deren Motive sich wie folgt zusammenfassen lassen: Spiegelung als tragender Teil der kompositorischen Einheit des Bildes, Bild im Bild, Spiegelung und Rekursion/ Gegenüberstellung von virtuell abstraktem Raum und Landschaftsraum, Grenzen der Lesbarkeit und der Übergang der Spiegelung zur freien Form. Die Werke verhandeln das konträre Verhältnis zwischen der malerisch poetischen Freiheit und technischer Genauigkeit. Dabei steht der semantischen Unbestimmtheit die optische Klarheit der Gemälde gegenüber.

 

Vita


 

1974 in Bad Saarow geboren | 1999 – 2001 Theatermaler am Gorki-Theater und freie Malereischule in Berlin Weißensee | 2001 – 2008 Studium der Theatermalerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | 2008 – 2009 freiberuflicher Maler, Bühnenbildner und Installationskünstler | 2009 – 2011 Bühnenbildner und Assistent für das Centraltheater Leipzig | lebt und arbeitet freiberuflich in Halle (Saale)