Iris Brosch

Fotografin, Video- und Performancekünstlerin

Arbeitsstipendium
Mai – Oktober 2009

Erotic Enlightenment

Iris Broschs Arbeiten sind beeinflusst vom Studium der Alten Meister – besonders der italienischen Renaissance und der Präraffaeliten. Inspiriert von den Werken Lucas Cranachs in der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau inszenierte sie während ihres Stipendiums einige seiner Bilder neu und verwandelte sie in fotografische Tableaux vivants.

Aus der Ambivalenz der idealtypischen Erscheinung der Madonnen von Cranach und der irdischen Sinnlichkeit der Modelle – die alle aus dem privaten Umfeld der Fotografin stammen – entsteht eine besondere Eindringlichkeit: Die theatralischen Inszenierungen leben von einer spätromantischen Sentimentalität, einer Schönheit, die die Jahrhunderte durchschreitet. In ihren Bildern von Frauen als Heilige, Madonnen oder Heldinnen spiegelt sich neben den Idealen weiblicher Tugend vor allem die unmittelbare Schönheit und Natürlichkeit. Beim Shooting ist die Fotografin an der Persönlichkeit interessiert, geht nah an das Modell heran und konzentriert sich auf ein Gesicht oder kleine Szenen. Dabei geht es ihr um das harmonische Miteinander von Äußerem und Innerem – von Körper, Seele, Intellekt. Die Fotoperformance und Videoprojektion wurde 2009 im Rahmen der 53. Biennale Venedig im Centro Italiano de Arte et Cultura gezeigt.

 

Vita


 

1964 geboren in Fallersleben | arbeitet als Mode-, Akt- und Kunstfotografin, Video- und Performancekünstlerin in Paris und New York

Ausstellungen (Auswahl)

  • 54. Biennale di Venezia, Performance, 2011
  • Art Basel, Miami art museum & XXXXMAG, Video, 2010
  • Venice Biennale, Performance, 2009
  • Cannes, Festival International de la Photographie de Mode, 2008
  • New York, ICP, exhibition and auction, 2006
  • 51. Biennale di Venezia, Ausstellung, Performance, Video, 2005
  • „Different Views“, Ausstellung in Wien, 2002