Julia Schleicher

Bildhauerin

Arbeitsstipendium
Oktober 2016 – März 2017

Magic objects

Thematischer Ausgangspunkt der Arbeiten der Künstlerin war die Faszination des Menschen an funkelnden, glitzernden Gegenständen: Verführung der Sinne, Begehren “schöner“ Dinge. Das Naturphänomen des "sich prachtvoll schmückenden Tieres" wurde zum Leitmotive und daraus entstand eine Werkreihe von fünf Vögeln und einem Mischwesen aus Hirschkuh und Frau, die mit ihrer betörenden Oberfläche und kostümanmutenden Formen den Betrachter in seinen Bann ziehen. Die Figuren sind aus einem Aluminiumguss entstanden, dessen metallischer Glanz die Wirkung der „Prachtobjekte“ noch verstärkt. Für die Präsentation wurde der jeweilige Sockel der Figuren individuell mit dem Objekt konzeptionell verbunden. Dabei soll dieser den Trophäencharakter der Werke unterstreichen, ohne ihnen dabei weniger Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Mit der Arbeit wurde der Grundstein für eine Reise von Künstlerin und Betrachter in die unendliche Welt des Begehrens, des Reichtums und des Verführens, gebündelt in einem Gesamtkonzept von Vielfalt, Farben, verschiedensten Materialen und Wechselwirkungen der Kunstwerke untereinander, gelegt.

 

Vita


 

1983 in Köln geboren | 2003 – 2007 Studium der Theaterplastik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden | 2007 – 2012 Studium der Bildhauerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bei Prof. Bernd Göbel und Prof. Bruno Raetsch | seit 2012 als freischaffende Bildhauerin tätig | 2014 Kunstpreis Gustav-Seitz-Preis für zeitgenössische figürliche Bildhauerei | Teilnahme an diversen Ausstellungen seit 2012 u.a. in Halle, Leipzig, Brandenburg, Wismar, Gera | lebt und arbeitet in Halle (Saale)