Marlen Pelny

Autorin

Arbeitsstipendium
Juli – Dezember 2016

Schatten

Die Autorin hat während ihres Stipendiums ihren fiktiven Roman, der zu großen Teilen in Halle (Saale) spielt, fertiggestellt. Die Geschichte handelt vom Kampf mit einer traumatischen Vergangenheit: Sascha, die Ich-Erzählerin, wird vom Vater missbraucht. Ihre psychisch labile Mutter missdeutet die Signale und der Missbrauch wird zur Normalität. Als die Situation endlich ans Licht kommt, lebt Sascha ab sofort bei ihrem Großvater, wo sie zur Ruhe kommt und ein liebevolles Zuhause findet. Sie lernt Charlie kennen, die das gleiche Schicksal teilt und die beiden werden unzertrennlich. Einige Jahre sieht Sascha ihre Eltern nicht, bis die Mutter erkrankt und schließlich stirbt. Bei der Beerdigung kommt auch der Vater durch Saschas Hund ums Leben, woraufhin sie ins Ausland flüchtet und gemeinsam mit dem Großvater und ihrer Freundin in großer Zurückgezogenheit lebt. Eines Tages wird sie jedoch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie wie ein Schatten begleitet. Insbesondere bei den Ortsbeschreibungen schöpft die Autorin aus Kindheitserinnerungen und autobiografischen Sequenzen. Das Arbeitsvorhaben umfasste die Fertigstellung des Romans sowie einen längeren Rechercheaufenthalt in Sachsen-Anhalt. "Schatten" ist ein Coming of Age-Roman über die Schönheit und Verletzlichkeit der Kindheit. Erzählt wird von der viel zu kurzen Zeit, in der man lernt Auto zu fahren, von Freundschaft, Liebe und dem Gefühl, zuhause zu sein.

 

Vita


 

1981 in Nordhausen geboren | 2007 Lyrikband "Auftakt" | 2013 Gedichtband "Wir müssen nur die Tiere erschlagen" -  Nominierung für den Leonce & Lena Preis und den Münchner Lyrikpreis und Stipendiatin der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in Wiepersdorf | 2012  – 2015 Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig | lebt und arbeitet in Berlin