Monika Oechsler

Medienkünstlerin

Arbeitsstipendium
April – September 2006

There is only one life

Die Videoarbeit der Künstlerin thematisiert unsere moderne Lebenswelt in der Reflektion von spirituellen und philosophischen Ideen, indem sie die gegenwärtig zu beobachtende „Wiederverzauberung“ durch religiöse und mythische Konzepte als Ausgangspunkt nimmt. Angelegt als filmische Assemblage, wird die spirituelle Sinnsuche der Konsumgesellschaft jenseits von traditioneller Konfession und Doktrin beleuchtet. Vergleichbar mit populärer Psychologie fungieren alternative Glaubenssysteme auch als Methoden der Selbstaufwertung und sind als solche gefragt. Monika Oechsler nimmt Rückgriff auf die Mythen der kabbalistischen Lehren, einer Glaubenstradition, die ihre Ursprünge in den Schriften des Judentums besitzt, sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts über okkulte Kreise, esoterische Strömungen und New Age Bewegungen verbreitete. Im Zentrum der künstlerischen Arbeit steht der Bild-Roman „Promethea“ von Alan Moore. Der Roman in Form eines Science Fiction-Comics verbindet die wissenschaftlich-dominierte Perspektive mit den Mythen der Kabbala.

Der Film „There is only one life“ wurde während der 7. Werkleitz Bienale "Happy Believers" in Halle (Saale) uraufgeführt.

 

 Vita


 

in München geboren │ 1987 – 1996 Fine Art am Goldsmiths College, University of London │ seit Anfang der 90’er Jahre künstlerische Arbeit mit Video und Videoinstallationen │ lebt und arbeitet in London