Simone Trieder

Autorin

Arbeitsstipendium
Juli – Dezember 2010
März – August 2012 

Wo wir nicht sind (Roman)

Während ihres Arbeitsstipendiums setzte die Autorin die Arbeit an ihrem Roman fort, der in seiner ersten Fassung „Chrzanszcz“ hieß. Im Mittelpunkt des Romans steht die deutsch-polnische Geschichte, die anhand einer Familiengeschichte erzählt wird. Die Autorin nimmt sich der problematischen Vergangenheit beider Länder an und verknüpft auf ihre Weise die schwierigen Facetten beider Seiten. Die Ambivalenz in der Beziehung zwischen Deutschland und Polen wird dabei auf die Spannungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Charakteren projiziert. Mit ungewöhnlichen Bildern und einem Gespür für landschaftliche Details wird die mitunter unfassbare Historizität im Text plastisch und erlebbar.
Erste Ergebnisse des Arbeitsstipendiums präsentierte die Autorin im Januar 2011 während einer Lesung in der Reihe “Salon Solang” in Halle (Saale).


Simone Trieder liest einen Auszug aus ihrem Roman "Wo wir nicht sind (Chrzanszcz)" (4:46 min)

 

Aufenthaltsstipendium
Ahrenshoop
August 2008

Reiseerlebnisse in Sarajevo (Erzählung)

Die Zeit ihres Stipendiums in Ahrenshoop nutzte die Autorin, um Reiseerlebnisse zu verarbeiten. Nach einem Poesiefestival in Sarajevo entstand so eine kleine literarische Studie, die ein besonderes Gespür für Sprache erkennen lässt. Erzählt wird die Geschichte des Fotografen Graf, der aus Entscheidungsschwierigkeiten heraus, beständig den Auslöser seiner Kamera drückt. Dialogische Passagen wechseln sich mit beschreibenden Textabschnitten ab und lassen die besonderen Facetten der Hauptfigur auf besondere Weise hervortreten.

Darüber hinaus entdeckte die Autorin während ihres Stipendiums die Form kleiner lyrischer Texte für sich. In ihnen sind die Erlebnisse der Zeit in Ahrenshoop eingeflochten: die Spaziergänge am Strand, das Drachensteigen lassen, die Gewitter über dem Meer.

 

Vita


 

1959 in Quedlinburg geboren | Studium der Sonderpädagogik in Rostock | ab 1980 Regieassistentin an den Theatern in Zwickau, Karl-Marx-Stadt und Halle | seit 1992 als Autorin tätig | 2004 Stipendium der Stiftung Kulturfonds und Stipendiatin des Baltic Centre for writers and translaters in Visby, Libretto für die Kantate „Barcode Zukunft“ | 2005 Stadtschreiberin von Halle, Landesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller Sachsen-Anhalt, Mitglied des Literaturrates Sachsen-Anhalt | seit 2006 Redaktion der Mitteldeutschen kulturhistorischen Hefte und Autorin einzelner Ausgaben, Mitinitiatorin der Leseaktion „Leander lesen!“ zum 1200 Jahre Stadtjubiläum Halle

 

Publikationen

  • Schönschön. Kinderbuch mit Robert Voss. Hasenverlag, 2011
  • Ich verbinde … Die ehemalige Hauptpost in Halle. Mitteldeutsche kulturhistorische Hefte Nr. 21. Hasenverlag, 2011
  • Im Prinzip lieb, Erzählung, gefördert durch die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, 2007
  • Die halbe Nachtigall!, Kurzprosa, 2001
  • Emil oder eine Maus wird gejagt, Kinderbuch mit Grita Götze, 1999