Arbeitsstipendium
April – September 2011
Im Rahmen seines Projektes
domestic landscapes untersuchte Stephan Schulz die Nutzbarkeit von
Erdmaterialien im Wohnbereich. Ziel des Projektes war die Verbesserung des
Raumklimas durch die Übertragung funktionaler Eigenschaften von Böden und Erden
auf Möbelstücke und Raumobjekte – wie Wärmespeicherfähigkeit, schalldämmende
Eigenschaften oder der klimaregulierende Einfluss. Experimente mit
verschiedenen Materialkombinationen ergaben Baustoffe mit einem hohen Anteil an
Schwarzerde, Lehm oder Tonmineralien.
Entstanden sind unter anderem ein
Trennwand-Regalsystem mit beweglichen Erdplatten, ein Erdlampenschirm aus
gepressten Formhälften oder ein Erdtisch, der als Indoorgarden genutzt werden
kann. Das Projekt vernetzte sehr unterschiedliche Disziplinen und verband Know-How
aus den Bereichen Geologie, Botanik, Textilverarbeitung, Bautechnik und
keramischem Formenbau. Die Ergebnisse zeigen somit nicht rein designorientierte
Merkmale.
Vita:
1983 geboren in Schwerin | 2003–2010 Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Diplom im Bereich Industriedesign | 2007 Auslandssemester an der Design Academy Eindhoven | 2008 Praktikum bei Mario und Claudio Bellini, Mailand | 2013 Nominierung für den German Design Award 2013 für den Newcomerpreis | lebt und arbeitet in Halle
Ausstellungen (Auswahl):
Auszeichnungen: