Viola Lippmann

Spielmitteldesignerin

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Arbeitsstipendium
Juni – November 2011

Neue Lebensformen

Nicht das Fertige, von Erwachsenen eindeutig mit Zweck und Funktion versehene begeistert Kinder. Sie lieben es, eigene Welten zu kreieren, Dinge nach Lust und Laune zu schaffen, zu zerstören und aus den Trümmern Neues entstehen zu lassen. Ob das Entstandene gemeinhin als sinn-, zweckvoll oder schön empfunden wird, spielt für sie keine Rolle. Urteile, die sich an Bekanntem orientieren, sind nicht zugelassen. Kinder sind in ihrer eigenen Welt die schöpfenden Götter von Außerirdischen, menschen-, tier- und pflanzenartigen Wesen. Aus diesen Beobachtungen entstand Viola Lippmanns Spielzeug-Kollektion aus einem werden viele. Den Kindern werden abstrakte Formen – Dreieck, Rechteck und Oval – angeboten: Farbig leuchtender, sehr weicher Baumwoll-Nickistoff für den Körper, grauer Filz für Mantel und Panzer – Stoffe, die in der Haptik wunderbar kontrastieren. Daraus entstehen Fantasiewesen, die kein beschränktes „Leben“ als Kuscheltier, Finger- oder Handpuppe führen. Sie können mehr sein, weil sie sich verwandeln und anpassen können. Spielzeug, so die Designerin, sollte eine Bühne, ein Angebot zur Entfaltung der Fantasie von Kindern sein. Die kreierten Figuren haben keine starre, festgelegte Form, sondern sind durch ihre Wandelbarkeit eine Projektionsfläche für viele verschiedene Lebensformen und Gebrauchs-möglichkeiten. 

 

Vita


 

1979 in Freiberg geboren | 1998–2000
Ausbildung zur Grafik-Designerin in der media Akademie, Dresden; 2003–2010 Produkt- und Spielzeugdesignstudium an der Burg Giebichenstein – Kunsthochschule Halle, 2008
 Erasmus Stipendium an der 
Royal Academy of Fine Arts Gent (Belgien) | seit 2010 
freiberufliche Designerin und Illustratorin | lebt und arbeitet mittlerweile in Dresden