Jetzt mit einem künstlerischen Vorhaben bewerben!

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt Arbeitsstipendien und Projektmittel für sämtliche Kunstsparten: für angewandte und bildende Kunst, Film, Fotografie, Literatur, Musik, Tanz, Theater und interdisziplinäre Projekte, sowie Kunstvermittlung. Darüber hinaus gibt es folgende Sonderförderprogramme: Film – wage-mutig, Messe – Art Affairs und Ausstellungen – frei-raum. Außerdem vergibt die Kunststiftung für das Jahr 2020 ein internationales Arbeitsstipendium für Los Angeles und ein Aufenthaltstipendium für Ahrenshoop.

Arbeitsstipendien, die mit 1000 Euro monatlich bedacht sind, können für drei oder sechs Monate beantragt werden und  dienen der Förderung künstlerischer Einzelleistungen. Durch die Vergabe von Arbeitsstipendien soll insbesondere das konzentrierte Arbeiten an einem neuen Vorhaben ermöglicht werden. Das Stipendium kann auch für Arbeitsaufenthalte außerhalb des Wohnsitzes (In- und Ausland) genutzt werden.

Förderanträge für Projekte können von einzelnen Personen, Institutionen und Vereinen eingereicht werden. Gefragt sind Originalität, Qualität und Realisierbarkeit des Projekts. Gefördert werden Vorhaben, die in Sachsen-Anhalt initiiert werden und innerhalb des Bundeslandes sowie überregional oder international wirksam sind.

 Mit dem Programm wage-mutig  werden Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme sowie experimentelle Formen des dokumentarischen und fiktionalen Films unterstützt. Antragsberechtigt sind Produzenten und Filmemacher, die ihren ersten Wohnsitz in Sachsen–Anhalt haben oder deren Filmthema sich auf Sachsen-Anhalt bezieht. Gefördert werden die Drehbuch- und Projektentwicklung mit einem Stipendium von bis zu 3.000 Euro, die Filmproduktion mit einem Zuschuss von bis zu 10.000 Euro sowie die Präsentation auf nationalen oder internationalen Festivals mit bis zu 2.000 Euro.

Die Kunststiftung vergibt 2020 ein internationales Arbeitsstipendium für Los Angeles. Die internationalen Arbeitsstipendien sind mit dem Ziel verbunden, KünstlerInnen aus Sachsen-Anhalt die Begegnung mit der Kunst und Kultur anderer Länder zu ermöglichen, um das eigene Landes- und Kunstprofil weltweit bekannt zu machen und zu vertiefen. Mit diesen Auslandsstipendien fördert die Kunststiftung KünstlerInnen in ihrer Entwicklung und erleichtert ihnen die Etablierung in Netzwerken der internationalen Kunstwelt.

Abgabeschluss für allgemeine Stipendienanträge und Projektvorhaben ist am 20. November 2019 | für das internationale Arbeitsstipendium in Los Angeles und für Ahrenshoop ist am 22. Januar 2020

Mehr zu den einzelnen Fördermöglichkeiten sowie Antragsunterlagen hier

18. November 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
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Kathrin Westphal
Tel.: 0345 29897297
Fax: 0345 29897295
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Pressemitteilung 44- 2018

Die Kunststiftung vergibt ein Aufenthaltsstipendium für Ahrenshoop. Bis zum 31. Januar 2019 (Poststempel) können sich Künstlerinnen und Künstler aller Sparten für einen Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas bewerben.

Mit ihren Aufenthaltsstipendien ermöglicht die Kunststiftung Künstlern aus Sachsen-Anhalt in besonderer Atmosphäre zu wohnen und zu arbeiten. Eingebunden in das Künstlerhhaus erhalten Kunstschaffende die Möglichkeit, die aktuelle Kunstszene kennenzulernen, Ideen mit anderen Stipendiaten vor Ort auszutauschen und eigene Projekte zu realisieren. Die Kunststiftung trägt die Unterbringungs- und Reisekosten sowie ein Stipendium von 1.000 Euro pro Monat.

Ahrenshoop gehört zu den wenigen Künstlerkolonien, in denen neben zahlreichen ganzjährig aktiven Ausstellungs- und Veranstaltungshäusern auch ein Stipendiatenhaus zu finden ist. Das Künstlerhaus Lukas nahm im Januar 2006 seine Tätigkeit als spartenübergreifende und international arbeitende Stätte am traditionsreichen Ort wieder auf. Im Künstlerhaus Lukas können Künstler und Künstlerinnen aus allen Bereichen zeitweise leben und arbeiten. Das von der Kunststiftung ausgeschriebene Stipendium in Ahrenshoop umfasst einen Aufenthalt im Oktober 2019.

„Den häufig etwas atemlos geschäftigen Alltag unterbrechend, lässt der Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas eine konzentrierte Ruhe zu. Eine Ruhe, die nicht ablenkt oder träge macht. Eine, die der ähnelt, die ich in meinen Bildern suche.“ Luise von Rohden, 2018

Bewerbungen für das Aufenthaltsstipendium können bis zum 31. Januar 2019 (Poststempel) bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale), eingereicht werden. Über die Bewerbungen entscheidet der Stiftungsrat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Mai 2019, Maßstab für eine Beurteilung ist die künstlerische Qualität des Vorhabens und ein aussagekräftiges Motivationsschreiben. Nähere Informationen zum aktuellen Bewerbungsverfahren erfahren Sie unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

13. Dezember 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 43- 2018

Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse eines zweimonatigen Aufenthaltsstipendium Nina Viktoria Naußeds im Beit Benyamini Contemporary Ceramics Center in Tel Aviv im Sommer 2017 und die daran anknüpfenden Arbeiten.

„Tel Aviv – die weiße Stadt. Der kubistische Charakter vieler Gebäude faszinierte mich sehr. Mit anderen Plänen angereist, wurde mir schnell klar, dass ich die Architektur Tel Avivs in meine Arbeit integrieren muss. So wurde, was als zielloses Entdecken der Stadt begann, zu einer gezielten Suche nach Bauhaus-Gebäuden und auffälligen Bauformen. Der Verbund von Ideen kollektiven Wohnens mit avantgardistischen Architekturkonzepten, „form follows function“, gekurvte Balkone, runde Ecken, Flachdächer, vertikale Lichtleisten, die Errichtung des Baukörpers auf Stützpfeilern, all das inspirierte mich sehr.“ so Nina Viktoria Naußed

Die Ausstellung vereint den Blick der Künstlerin auf die Orte Halle/Sachsen Anhalt und Tel Aviv, zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede und macht die Wirkung der Umgebung auf ihre künstlerische Arbeit sichtbar. In diesem Zusammenhang stehen die gezeigten keramischen Plastiken und Fotografien. Nina Viktoria Naußed möchte jedoch nicht nur über die Architektur der Orte Zusammenhänge und Verknüpfungen darstellen, sondern auch durch die Beschäftigung mit der Sprache Jiddisch. Jiddisch scheint dem Deutschen sehr nahe und oft verständlich. Gebrochen wird diese Verwandtschaft durch die für deutsche Muttersprachler vollkommen unbekannten hebräischen Schriftzeichen. Lernt man diese zu lesen, klingt das gesprochene Wort sehr vertraut. Der gegenteilige Effekt lässt sich bei vielen Menschen in Israel beobachten, welche die Schriftzeichen perfekt lesen, den Inhalt aber nicht verstehen können. Entstanden ist eine plastische Arbeit welche sich mit der Sprache Jiddisch befasst und eine Soundarbeit die vor allem Eindrücke der jiddischen Sprache und Musik und deren Nähe zur deutschen Sprache vermittelt.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am 13. Dezember 2018, um 20 Uhr.

Zur Eröffnung sprechen:
Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Marcelle Klein, Benyamini Contemporary Ceramics Center
special guest: Performer Mendy CAHAN, YUNG YiDiSH TLV

building connections – research about architecture and language
Nina Viktoria Naußed
13.12.2018 – 05.01.2019
Artspace Tel Aviv
Shvil ha-Merets 6
Tel Aviv-Yafo
Israel
Öffnungszeiten: Mo-Do 11-18 Uhr, Fr-Sa 10-14 Uhr

Nina Viktoria Naußed war Stipendiatin im Internationalen Stipendiatenprogramm der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt. Mit dem Stipendiatenprogramm entsendet die Kunststiftung Künstler Sachsen-Anhalts in die Welt, um das eigene Landes- und Kunstprofil weltweit bekannt zu machen und zu vertiefen. Das Programm hat sich zu einem der wichtigsten Stipendienprogramme der Stiftung entwickelt. Bisher wurden Arbeitsstipendien für folgende Städte vergeben: Istanbul, Paris, Tokio, Bangkok, Shanghai, Kaliningrad, Jerewan, Tel Aviv, Los Angeles, St. Petersburg, Salvador-Bahia, Armenien und New York. 2019 wird die Kunststiftung Künstlerinnen und Künstlern einen Aufenthalt in Dakar (Senegal), Tharangambadi (Indien) und Salvador-Bahia (Brasilien) ermöglichen.

Die Ausschreibungsfrist für Indien endet am 20. Januar 2019. Am 18. Dezember um 14.00 Uhr laden die Kunststiftung und die Franckeschen Stiftungen zu einer Informationsveranstaltung zum Stipendium in Indien in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen ein. Um Rückmeldung zur Teilnahme an diesem Gespräch wird bis zum 10. Dezember 2018 an oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de gebeten.

Die Informationen zur Ausschreibung für Brasilien folgen in Kürze.

 

7. Dezember 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 42- 2018

Das „fliegende Speisezimmer“ aus Sachsen-Anhalt soll im Jubiläumsjahr an verschiedenen Bauhausorten Station machen – Gemeinsame Initiative von Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, IMG – Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, KPM – Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin, Thonet GmbH und Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Halle. Mit einem sogenannten BAUHAUS DINNER will die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Jubiläumsjahr für die Ideen der weltberühmten Gestaltungsschule werben. Gemeinsam mit der IMG- Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH sowie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und den Firmen KPM und Thonet, die das Dinner mit Bauhaus-Produkten ausstatten, entstand die Idee, an mehreren signifikanten Bauhaus-Orten in ganz Deutschland Station zu machen. An einer festlichen wie kreativen Geburtstagstafel treffen sich Eingeweihte und Interessierte, Wissende und Neugierige, Liebhaber und Experten, um über das Bauhaus zu hören und zu sprechen. „Ursprünglich fand das Bauhaus-Dinner im historischen Dessauer Speisesaal statt, wir aber wollen dieses wunderbar geistreiche Format der Abendgesellschaft mit Vorträgen, Lesungen und Musik gern touren lassen und wir wollen diese Abende gern dem Werk von Bauhäuslerinnen und Bauhäuslern widmen, die nicht ganz so bekannt sind. Außerdem war uns wichtig, zu verdeutlichen, dass das Bauhaus nur mit Unterstützung der Industrie in der Lage war, Kunst und Technik wirklich miteinander zu verbinden“, sagt Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt. Auch Thomas Einsfelder, Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft mbH (IMG), erklärte: „Das Bauhaus in Dessau hat in seiner langen Geschichte und mit seinen innovativen Köpfen stets bewiesen, dass hier Kunst und Wirtschaft zusammenfließen, dass von diesem Standort richtungsweisende Ideen ihren Weg nehmen.“ Philipp Thonet untermauert dies und sagte: „Wir fühlen uns unserem Erbe verpflichtet und pflegen die Kollektion der Stahlrohr-Möbel aus der Bauhaus-Zeit.“

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Das BAUHAUS DINNER, das die Stiftung Preußischer Kulturbesitz inhaltlich unterstützt, ist ein ungewöhnliches Format, um an den wirkmächtigsten und erfolgreichsten kulturellen Exportartikel aus Deutschland im 20. Jahrhundert zu erinnern. Wer in der Welt unterwegs ist, wird, wenn es um das Kulturland Deutschland geht, meist mit den zwei großen B konfrontiert: Bach und Bauhaus. Für beides steht Sachsen-Anhalt.“ Für das Menü zur Premiere des BAUHAUS DINNERS war der Dessauer Koch und ehemalige Restaurantleiter Ulrich Heilmann zuständig, der schon die Reihe im Bauhausgebäude betreut hatte.

Der Auftakt in Halle war der Keramikerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain gewidmet, die im Oktober 1919 ins Bauhaus Weimar eingetreten war und ein Jahr später einen Lehrvertrag für die Dornburger Töpferei erhielt. 1925 wechselte sie mit Gerhard Marcks an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein nach Halle, wo sie die keramische Werkstatt leitete. Seit 1929 arbeitete sie für die Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin (heute KPM). Von den Nazis entlasse, emigrierte sie mit ihrem Mann Franz Rudolf Wildenhain erst in die Niederlande und dann in die Vereinigten Staaten, wo sie mit Jane und Gordon Herr die Künstlerkolonie Pond Farm im kalifornischen Guerneville gründete. Mit Gerhard Marcks blieb sie bis zu ihrem Tod 1985 befreundet, die Bauhauszeit und Halle vergaß sie nie. Ihre Vase nach Hallescher Form gehört noch heute zu den Klassikern der KPM.

Die Kunsthistorikerin Katja Schneider hielt die Dinner Speech, die Schauspieler Jennifer Krannich und Florian Stauch lasen aus Marguerite Friedlaender`s Aufzeichnungen, die die Zeit in Weimar und in Halle beschreiben sowie aus dem Briefwechsel mit Gerhard Marcks und aus weiteren beachtenswerten Briefen. Die Pianistin Anja Kleinmichel gab eine musikalische Einführung und spielte verschiedene Klavierstücke, beispielsweise von Igor Stravinsky und Arnold Schönberg.

Das zweite Bauhaus-Dinner wird im Frühjahr 2019 im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin stattfinden.

5. Dezember 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Internationales Stipendium in Indien

Es ist das erste Mal, dass die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen in Halle und dem Ziegenbalghaus Tharangambadi ein internationales Arbeitsstipendium nach Indien vergibt. Anlässlich dieser gemeinsamen Ausschreibung in Tharangambadi sind Interessierte am 18. Dezember um 14.00 Uhr in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen zu einem Gespräch eingeladen. Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Manon Bursian und Jasmin Eppert (live aus Indien dazu geschaltet) werden gemeinsam in das Stipendiatenprogramm und den Ort einführen.

Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt über das Stipendium: „Im atemberaubenden Tempo entstand in Indien während der letzten beiden Jahrzehnte eine neue Struktur der zeitgenössischen Kunst aus Galerien, Stiftungen, Privatmuseen und Künstler-Gemeinschaften oder -Dörfern. Hauptaugenmerk dieses Stipendiums liegt auf dem Aufenthalt im ländlichen Raum von Tharangambadi und dem Einblick in die südindische Kunstszene in eine Künstler-Gemeinschaft in der tamilischen Landeshauptstadt Chennai. Der Kontrast zwischen dem ländlichen und urbanen Raum sowie das Verhältnis von Tradition und Umbruch bietet großen künstlerischen Stoff.“

Das verbindende Element zwischen den Kooperationspartnern ist Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719). Als Student hatte er August Hermann Franckes (1663–1727) Bildungsreformen am Halleschen Waisenhaus kennengelernt. In Tranquebar gründete er nach genau diesem Halleschen Vorbild Schulen für Jungen und Mädchen. Ziegenbalg war fasziniert von der Vielfalt und Historizität der tamilischen Kultur und ist mit der detaillierten Erforschung der tamilischen Sprache auch heute noch als Kulturvermittler und Initiator eines interkulturellen Dialogs anerkannt. Seine Erkenntnisse sind detailreich in Form von Briefen, Palmblättern und Sammlungsobjekten dokumentiert. Ein beachtlicher Teil dieser Originalzeugnisse ist in den Archiven der Franckeschen Stiftungen zu Halle erhalten und systematisch verfügbar gemacht. Gemeinsam mit seinem Kollegen Heinrich Plütschau (1667–1752) erreichte Bartholomäus Ziegenbalg die Küste von Tranquebar (die heutige Bezeichnung: Tharangambadi) am 9. Juli 1706. Die Stadt der singenden Wellen, vor den Ufern des Bengalischen Golfes, an der Ostküste Südindiens war seit dem frühen 17. Jahrhundert ein Handelsstützpunkt, der bis 1845 unter dänischer, und bis zu Indiens Unabhängigkeit, 1947, unter britischer Verwaltung stand. Heute liegt das 3.000 Einwohner Dorf im Bundesstaat Tamil Nadu. In dem originalen Wohnhaus Ziegenbalgs ist in Tharangambadi ein Museum für den interkulturellen Dialog zwischen Indien und Europa entstanden, welches seit dem 15. Juli 2017 für eine breite Besucherschaft geöffnet ist.

Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen, lädt zur Teilnahme an dem Projekt ein: „Das Museum in Tranquebar hat einen echten interkulturellen Dialog entstehen lassen. Zwischen den Franckeschen Stiftungen und den vielen an dem Projekt beteiligten indischen Partnern findet wieder wie vor 300 Jahren ein lebendiger und offener kultureller und wissenschaftlicher Austausch statt, der ein breites Interesse weckt.“

Aufgerufen sind Künstler und Künstlerinnen, die sich für Tradition und Moderne Indiens interessieren und ihre Kenntnisse über die v.a. südindische Kunst sowie über Trends in der zeitgenössischen Kunst erweitern möchten. Der Aufenthalt soll Anreiz und Inspiration sein und die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen und ein Projekt zu realisieren. Bewerben können sich Künstler und Künstlerinnen aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben und ausgewiesene künstlerische Erfahrung besitzen. Bewerbungen können bis zum 21. Januar 2019 (Poststempel) eingereicht werden.

14. November 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 41- 2018

Es ist das erste Mal, dass die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen in Halle und dem Ziegenbalghaus Tharangambadi ein internationales Arbeitsstipendium nach Indien vergibt. Anlässlich dieser gemeinsamen Ausschreibung in Tharangambadi sind Interessierte am 18. Dezember um 14.00 Uhr in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen zu einem Gespräch eingeladen. Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Manon Bursian und Jasmin Eppert (live aus Indien dazu geschaltet) werden gemeinsam in das Stipendiatenprogramm und den Ort einführen.

Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt über das Stipendium: „Im atemberaubenden Tempo entstand in Indien während der letzten beiden Jahrzehnte eine neue Struktur der zeitgenössischen Kunst aus Galerien, Stiftungen, Privatmuseen und Künstler-Gemeinschaften oder -Dörfern. Hauptaugenmerk dieses Stipendiums liegt auf dem Aufenthalt im ländlichen Raum von Tharangambadi und dem Einblick in die südindische Kunstszene in eine Künstler-Gemeinschaft in der tamilischen Landeshauptstadt Chennai. Der Kontrast zwischen dem ländlichen und urbanen Raum sowie das Verhältnis von Tradition und Umbruch bietet großen künstlerischen Stoff.“

Das verbindende Element zwischen den Kooperationspartnern ist Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719). Als Student hatte er August Hermann Franckes (1663–1727) Bildungsreformen am Halleschen Waisenhaus kennengelernt. In Tranquebar gründete er nach genau diesem Halleschen Vorbild Schulen für Jungen und Mädchen. Ziegenbalg war fasziniert von der Vielfalt und Historizität der tamilischen Kultur und ist mit der detaillierten Erforschung der tamilischen Sprache auch heute noch als Kulturvermittler und Initiator eines interkulturellen Dialogs anerkannt. Seine Erkenntnisse sind detailreich in Form von Briefen, Palmblättern und Sammlungsobjekten dokumentiert. Ein beachtlicher Teil dieser Originalzeugnisse ist in den Archiven der Franckeschen Stiftungen zu Halle erhalten und systematisch verfügbar gemacht. Gemeinsam mit seinem Kollegen Heinrich Plütschau (1667–1752) erreichte Bartholomäus Ziegenbalg die Küste von Tranquebar (die heutige Bezeichnung: Tharangambadi) am 9. Juli 1706. Die Stadt der singenden Wellen, vor den Ufern des Bengalischen Golfes, an der Ostküste Südindiens war seit dem frühen 17. Jahrhundert ein Handelsstützpunkt, der bis 1845 unter dänischer, und bis zu Indiens Unabhängigkeit, 1947, unter britischer Verwaltung stand. Heute liegt das 3.000 Einwohner Dorf im Bundesstaat Tamil Nadu. In dem originalen Wohnhaus Ziegenbalgs ist in Tharangambadi ein Museum für den interkulturellen Dialog zwischen Indien und Europa entstanden, welches seit dem 15. Juli 2017 für eine breite Besucherschaft geöffnet ist.

Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen, lädt zur Teilnahme an dem Projekt ein: „Das Museum in Tranquebar hat einen echten interkulturellen Dialog entstehen lassen. Zwischen den Franckeschen Stiftungen und den vielen an dem Projekt beteiligten indischen Partnern findet wieder wie vor 300 Jahren ein lebendiger und offener kultureller und wissenschaftlicher Austausch statt, der ein breites Interesse weckt.“

Aufgerufen sind Künstler und Künstlerinnen, die sich für Tradition und Moderne Indiens interessieren und ihre Kenntnisse über die v.a. südindische Kunst sowie über Trends in der zeitgenössischen Kunst erweitern möchten. Der Aufenthalt soll Anreiz und Inspiration sein und die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen und ein Projekt zu realisieren. Bewerben können sich Künstler und Künstlerinnen aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben und ausgewiesene künstlerische Erfahrung besitzen. Bewerbungen können bis zum 20. Januar 2019 (Poststempel) eingereicht werden.

14. November 2018

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Pressemitteilung 40- 2018

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt Arbeitsstipendien und Projektmittel für sämtliche Kunstsparten: für angewandte und bildende Kunst, Film, Fotografie, Literatur, Musik, Tanz, Theater und interdisziplinäre Projekte, sowie Kunstvermittlung. Darüber hinaus gibt es folgende Sonderförderprogramme: Film – wage-mutig, Messe – Art Affairs und Ausstellungen – frei-raum. Außerdem vergibt die Kunststiftung für das Jahr 2019 ein internationales Arbeitsstipendium für Dakar.

Arbeitsstipendien, die mit 1000 Euro monatlich bedacht sind, können für drei oder sechs Monate beantragt werden und  dienen der Förderung künstlerischer Einzelleistungen. Durch die Vergabe von Arbeitsstipendien soll insbesondere das konzentrierte Arbeiten an einem neuen Vorhaben ermöglicht werden. Das Stipendium kann auch für Arbeitsaufenthalte außerhalb des Wohnsitzes (In- und Ausland) genutzt werden.

Förderanträge für Projekte können von einzelnen Personen, Institutionen und Vereinen eingereicht werden. Gefragt sind Originalität, Qualität und Realisierbarkeit des Projekts. Gefördert werden Vorhaben, die in Sachsen-Anhalt initiiert werden und innerhalb des Bundeslandes sowie überregional oder international wirksam sind.

 Mit dem Programm wage-mutig  werden Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme sowie experimentelle Formen des dokumentarischen und fiktionalen Films unterstützt. Antragsberechtigt sind Produzenten und Filmemacher, die ihren ersten Wohnsitz in Sachsen–Anhalt haben oder deren Filmthema sich auf Sachsen-Anhalt bezieht. Gefördert werden die Drehbuch- und Projektentwicklung mit einem Stipendium von bis zu 3.000 Euro, die Filmproduktion mit einem Zuschuss von bis zu 10.000 Euro sowie die Präsentation auf nationalen oder internationalen Festivals mit bis zu 2.000 Euro.

Die Kunststiftung vergibt 2019 erstmals ein internationales Arbeitsstipendium in Dakar. Die internationalen Arbeitsstipendien sind mit dem Ziel verbunden, KünstlerInnen aus Sachsen-Anhalt die Begegnung mit der Kunst und Kultur anderer Länder zu ermöglichen, um das eigene Landes- und Kunstprofil weltweit bekannt zu machen und zu vertiefen. Mit diesen Auslandsstipendien fördert die Kunststiftung KünstlerInnen in ihrer Entwicklung und erleichtert ihnen die Etablierung in Netzwerken der internationalen Kunstwelt.

Abgabeschluss für allgemeine Stipendienanträge und Projektvorhaben ist am 22. November 2018 | für das internationale Arbeitsstipendium in Dakar ist am 5. November 2018

Mehr zu den einzelnen Fördermöglichkeiten sowie Antragsunterlagen hier

 

30. Oktober 2018

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Pressemitteilung 39- 2018

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt lädt am 5. November 2018 um 19 Uhr zur achten langen Kurzfilmnacht ins Studio Halle ein. Wie bereits bei den vergangenen Filmnächten, werden Filmproduktionen gezeigt, die mit Unterstützung der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Kurzfilmförderprogramms »wage-mutig« produziert wurden. Die Kunststiftung fördert mit diesem dreistufigen Programm die Drehbuchentwicklung, die Produktion und die Teilnahme an Festivals. In diesem Jahr werden zudem zwei Filme vertreten sein, die außerhalb dieses Programms entstanden sind: „Tokyo Diamonds Vehicle“ von Christoph Liedke und „Séance at Aurora (AT)“ von Florian Fischer. Die Künstler waren mit einem Internationalen Stipendium in Tokio und in Los Angeles.

Zur langen Filmnacht am 29. November 2016, um 18.30 Uhr im Studio Halle werden folgende Produktionen gezeigt:

  • Séance at Aurora (AT) Experimenteller Dokumentarfilm, 2018, 15 Minuten von Florian Fischer
  • NEMOPHELIA Experimentalfilm, 2018, 15 Minuten von Mirjam Dahl Pedersen
  • Jehn & John Spielfilm, 2018, 25 Minuten von Timo Hastenpflug
  • Bei Nacht erwacht Animationsfilm, 2018, 5 Minuten von Falk Schuster
  • Was?! Musikvideo der Band Schöne Jugend, 2018, 5 Minuten produziert von Maik Schuntermann
  • Tokyo Diamonds Vehicle Experimentelles Musikvideo, 2018, 6 Minuten von Christoph Liedtke
  • SPIN Experimenteller Dokumentarfilm, 2017, 80 Minuten von Ginan Seidl, produziert von Rosenpictures Filmproduktion GbR und Ginan Seidl

 Mehr Informationen zu den Filmen hier

Gemeinsam eröffnen der Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt Rainer Robra, die Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Manon Bursian sowie der Geschäftsführer der MotionWorks GmbH und Stiftungsratsmitglied Tony Loeser die diesjährige Filmnacht. Die FilmemacherInnen und weitere Beteiligte werden persönlich anwesend sein. Durch den Abend moderiert die Autorin Saskia Trebing und Musik gibt es von der Band Eta Swami. Der Eintritt ist kostenfrei.

wage-mutig – lange Kurzfilmnacht
05. November 2018, 19 Uhr
Studio Halle
Waisenhausring 8 / Ecke kleine Bauhausstraße
06108 Halle (Saale)

 

29. Oktober 2018

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Pressemitteilung 38- 2018

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergab in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Sonderpreis im Rahmen des GiebichenStein Designpreises. Der Sonderpreis wird an Nominierte vergeben, deren Projekte sich origineller Formen der Teilhabe im öffentlichen Raum und/oder des bürgerlichen Engagements, das weit in die Gesellschaft hineinreicht, widmen. Der Preis ist Ausdruck der Verbundenheit des Landes Sachsen-Anhalt mit den Absolventen des Fachbereichs Design der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und zollt das Format des Preises mit Anerkennung.

Die Verleihung dieses Sonderpreises ging in diesem Jahr mit großer Freude an das studentische Projektteam aus dem Spiel- und Lerndesign »rotieren, wirbeln, kreiseln … Phänomenologische Studien eines Spielklassikers«. Cleo Dölling (Piruetto), Caroline Donner (Funkel), 
Mascha Katrych (Wiwuwusch), Laura Klingele (Karelu), 
Pauline Knoll (PamPam), Nele Meier (Moirá), 
Hannah Neuß (Behütet), Fritz Rahne (Spielraum), 
Lilli Reindke (Dudeldopp) und Susanne Schlenther (Wirbelwald) untersuchten das Phänomen der Attraktivität des Kreiselns und Rotierens mit all seinen Aspekten. Sie fanden Assoziationen, experimentierten mit Materialien und Herstellungstechniken die Rotation zulassen und entwickelten eigene Interpretationen des Klassikers. Dazu gehörten das Drechseln in der Holzwerkstatt und das Drucken in der 3D-Werkstatt für die Einzelherstellung genauso, wie der Negativformbau in der Gipswerkstatt für die Kleinserie in Porzellan.

„Derartiges wie das Spiel ist wohl die häufigste Erscheinung, mit der der Mensch im Leben zu tun hat. Es begegnet uns dabei in der Rolle der absoluten Nutzlosigkeit bis hin zum elementaren Lebensbedürfnis. Spielend etwas bewältigen als ewig währender gesellschaftlicher Trend ist sowohl in der Entdeckung und Entwickeln brauchbarer Dinge wie auch im Finden von auszulotenden Grenzen eine Basis für die Gemeinschaft. Das Bedürfnis nach Spiel, die Bereicherung durch dieses, ist weitläufig und in seinem Ausmaß für Gesellschaft nicht auf eine Funktion hin zu definieren. Es ist vielmehr und das alte Spiel mit dem Kreisel, der die Faszination des Rotierens in den Fokus rückt, ist dafür beispielgebend. Die Suche und das Spiel mit Formen, Farben und Materialien, um die Attraktivität des Kreisels und sein Phänomen zu erkunden, zeichnet das Projekt aus. Aber auch die Rotation als Lebensthema und der Fokus auf sie mit all den Facetten der Veränderungen, des Glücks beim Gelingen und des Scheiterns spielen hier eine bedeutende Rolle.“, so Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, zur Begründung der Verleihung.

Die Ausstellung »GiebichenStein Designpreis 2018« ist noch bis 31. Oktober 2018 im Neuwerk 11 in Halle (Saale) zu sehen. Die Ausstellung zeigt 20 Arbeiten der nominierten Studenten aus dem Fachbereich Design in den Kategorien Beste Kommunikation, Beste Idee/Bestes Konzept, Engagiertes Anliegen und Interessantestes Experiment. Mit ihren neuartigen Designkonzepten, den innovativen Materialien und ihren experimentellen Projekten geben die Studierenden faszinierende Einblicke und zeigen neue Herangehensweisen im Bereich Design. Dabei sind ihre Projekte oftmals unter gesellschaftlichen Fragestellungen entstanden.

 

18. Oktober 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 37- 2018

Ist es die Revolution der Schale, welche die Ausstellung „Von A nach O“ scheinbar beherrscht?  Eine großartige Tafel, eine Reise in die Vergangenheit und die Empore der Zukunft sind Inseln im Meer von Porzellan. Dieser Umstand inkludiert ebenso das Thema Essen wie auch die Diskussion darüber.

Barbara Schmidt erhielt 2017 den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt und ist eine Designerin deren Anspruch es ist „Porzellan so zu gestalten, dass es zu unterschiedlichen Lebensentwürfen passt und zum freien Kombinieren einlädt.“

Noch bis zum 30. September 2018 präsentiert eine umfassende Ausstellung die lebens- und werkbiografischen Zusammenhänge der Porzellandesignerin Barbara Schmidt. Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 14 – 18 Uhr geöffnet.

Von „Aronda“ bis „O“. Von Barbara Schmidts allererstem Service „Aronda“ bis hin zum zuletzt gestalteten Geschirr „O“ können die BesucherInnen herausragende Einzelstücke aus allen Kollektionen bestaunen.

Eine Reise in die Vergangenheit. Ergänzend zu den zeitgenössischen Objekten werden von Barbara Schmidt ausgewählte prähistorische Keramikfunde von Schüsseln und Schalen aus dem Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg gezeigt. Das Gestalten von Aufbewahrungs-, Koch- und Essgeschirr aus keramischen Werkstoffen hat eine lange kulturgeschichtliche Entwicklung, die sich in einer bis ca. 6000 Jahre v. Chr. zurückreichenden Geschichte in Vorderasien und Europa belegten Tradition ausdrückt.

Auf der Empore in die Zukunft. Barbara Schmidt ist seit 2013 Professorin für Entwurf mit dem Schwerpunkt Experimentelles Design im Fachgebiet Produkt-Design an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Ein Ausstellungsteil ist der Zukunft gewidmet: gezeigt werden die experimentellen Projekte Carte Blanche – Porzellan und Code sowie House of Glass von Studierenden der Weißensee Kunsthochschule Berlin.

Kulinarische Begleitung für die Sinne. Begleitend zur Ausstellung ist ein KunstKochbuch entstanden, welches die Entwürfe anhand von Kochrezepten vorstellt.

Von A nach O
Eine Ausstellung der Landeskunstpreisträgerin Barbara Schmidt mit kulinarischen Experimenten zum Mitmachen.
1. – 30. September 2018
geöffnet Mi-So 14-18 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11, 06108 Halle/Saale
Eintritt 3€ | ermäßigt 1 €

Mit freundlicher Unterstützung der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH und des Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg

25. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
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Pressemitteilung 36- 2018

Es gibt sie vielerorts: Galionsfiguren aus der Geschichte, Religion, Politik, Popkultur und den Medien. Unabhängig davon, ob sie real oder fiktiv sind, eint sie oftmals die Tatsache, dass deren jeweiliges Konterfei in einer Vielzahl von plastischen und bildhaften Umsetzungen mit mehr oder weniger hoher Wiedererkennbarkeit und Qualität reproduziert ist. Eine solche regionale Galionsfigur ist es, die das Interesse der Künstlerin Marie-Luise Meyer (* 1970) auf sich gezogen hat: der Kamerad Martin. Ein kniender Bergmann in einer Tracht mit markanter Halskrause. In der rechten Hand hält er eine Keilhaue. Mit der linken Hand stützt er sich auf das Wappen des Mansfelder Grafenhauses. Den Kameraden Martin gibt es als mannshohe Plastiken und Skulpturen, als Drucke, Prägung auf Münzen, auf Reliefplatten zur Auszeichnung von Arbeitern, auf Wappen, Siegeln und Kartenspielen. Anhand dieser Figur – einem Sinnbild des Bergbaus – und ihrer künstlerischen Veränderung durch Museumsbesucher*innen erforschte Meyer, was an identitätsstiftenden Momenten bei den Hettstedter*innen vorhanden ist. Gemeinsam mit Oliver Scharfbier (* 1967) arbeitete sie im Mansfeld-Museum im barocken Humboldt-Schloss in Hettstedt, einem Ort, wo 1199 der Mansfelder Kupferschieferbergbau begründet, Kupfer gefördert, verhüttet und weiterverarbeitet wurde. Eine führende Rolle nahm die Stadt während der Frühindustrialisierung ein. Der Bergbau wurde im Mansfelder Revier in den 1960er Jahren eingestellt, die Verhüttung ab 1990. Das Museum wurde noch im Jahr 1989 als Betriebsmuseum des VEB Mansfeld Kombinats gegründet und befasst sich heute mit Industriekultur, der Humboldt’schen Familie und der Stadtgeschichte. Auf dem Gutsgelände befinden sich weitläufige Parkanlagen mit Sachzeugen der Industriegeschichte. Meyer und Scharfbier setzten sich mit der vom Bergbau geprägten Sammlung und dem geschichtsträchtigen Haus auseinander. Marie-Luise Meyer lud Museumsbesucher*innen zum Modellieren der Symbolfigur des Mansfelder Kupferschieferbergbaus ein. An einem kleinen Kameraden Martin aus Ton konnte jeder seine Gedanken zur eigenen Herkunft, Prägung, Zugehörigkeit oder auch über zukünftige Visionen ausdrücken. Oliver Scharfbier befasste sich dokumentarisch mit der fulminanten Schlosstreppe im Humboldt’schen Haus und erstellte ein Konzept für eine Plastik, die – für das Museumsgelände entwickelt – die Treppe thematisiert und später realisiert werden soll. Außerdem schuf er eine Arbeit zum Hauptexponat des Mansfeld-Museums: dem Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Watt’scher Bauart im Maßstab 1:1. Er realisierte ein Video, das in Schwarz-Weiß-Aufnahmen die rhythmischen Elemente der Dampfmaschine mit seinem Schlagzeugspiel vereint.

Eröffnung ist am Tag der Regionen 2018,
Sonntag, den 30. September 2018, um 15 Uhr.

Zur Begrüßung sprechen:
Christina Kosiol, stellvertretende Bürgermeisterin Stadt Hettstedt
Sebastian Görtz, Geschäftsführer Erlebniswelt Museen e. V.
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen, Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt, Mitglied des Stiftungsrats der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Björn Hermann, Kurator
Marie-Luise Meyer & Oliver Scharfbier, Künstler

Bei Kaffee und Kuchen laden wir Sie im Anschluss zu Gesprächen und zum Verweilen ein.

ORTUNG UND IDENTITÄT
MARIE-LUISE MEYER & OLIVER SCHARFBIER

01.–28. Oktober 2018
51° 37’ 33’’ N – 11° 30’ 46’’ O
Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss
Schloßstraße 7, 06333 Hettstedt
Mi bis So 11–17 Uhr

Museum:      www.mansfeld-museum.hettstedt.de
Künstler:      www.marieluisemeyer.de | www.scharfbier.de
Programm:  www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

25. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Ein neuer Kontinent im Förderprogramm der Kunststiftung: internationales Stipendium im Senegal

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt 2019 zum ersten Mal ein internationales Arbeitsstipendium nach Afrika, welches einem Künstler aus Sachsen-Anhalt einen sechswöchigen Arbeitsaufenthalt in Dakar (Senegal) ermöglicht.

Das Programm richtet sich an bildende und angewandte Künstler sowie Designer, die sich für Tradition und Moderne des afrikanischen Kontinents, insbesondere Senegals, interessieren und ihre Kenntnisse über die senegalesische Kunst sowie über die zeitgenössischen Trends in den Bereichen Design und Kunsthandwerk erweitern möchten.

Die Künstler sind eingeladen, die verschiedenen Aspekte der senegalesischen Kultur und Gesellschaft zu erleben. Der Aufenthalt soll Anreiz und Inspiration sein und die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen und ein Projekt sowie eine Ausstellung zu realisieren.

Dakar ist heute durch die Dak’Art – La Biennale de l’Art africain contemporain einer der bedeutendsten Orte für zeitgenössische Kunst in ganz Afrika geworden.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt seit ihrer Gründung im Jahr 2004 Stipendien für Künstleraufenthalte im Ausland. Das internationale Stipendiatenprogramm sieht langfristig vor, Künstler aus Sachsen-Anhalt in die Welt zu entsenden, um das eigene Landes- und Kunstprofil dort bekannt zu machen und Künstlern aus aller Welt in langfristige Verbindung mit Sachsen-Anhalt zu bringen. Die Auslandsstipendien sind dazu bestimmt, Künstler in ihrer weiteren Entwicklung zu fördern und ihnen die Schaffung von Netzwerken zur internationalen Kunstwelt zu erleichtern.

Das sechswöchige Arbeitsstipendium wird für die Zeit vom 1. Mai bis zum 15. Juni 2019 ausgeschrieben. Bewerbungen können bis zum 5. November 2018 (Poststempel) eingereicht werden.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de oder direkt bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle oder telefonisch unter 0345-29897294.

Pressemitteilung 34- 2018

Wer einmal im Spengler-Haus war, weiß, was Sammelleidenschaft heißt. In der jetzigen Außenstelle des Museums lebte dessen Namensgeber, Gustav Adolf Spengler (1865–1961), und füllte es bis unter die Decke mit den unterschiedlichsten Objekten. Ihn interessierte eigentlich alles: merkwürdig gewachsene Hölzer, aus denen der Tischlermeister interessante Gegenstände schnitzte, Mineralien, Uniformen, Knochen … Seine Sammlung ist der Grundstock des heutigen Spengler-Museums, darunter auch das von ihm geborgene Skelett des Steppenelefanten von Edersleben – Deutschlands einziges vollständig montiertes Skelett eines Altmammuts. Heute ist das Spengler-Museum das Regionalmuseum für Sangerhausen und Umgebung mit Objekten zu Geologie, Naturkunde, Ur-, Früh- und Stadtgeschichte. Auch das Einar-Schleef-Zentrum ist hier beheimatet.

Die Sammelwut des Begründers hat es Matthias Ritzmann, Fotograf (* 1981), angetan. Er stellte sich die Frage: Wie viel Spengler steckt in Jedem? und richtete sie an Menschen der Region Sangerhausen, z. B. während des wöchentlichen Markttags. Über das Projekt wurde in den lokalen Zeitungen berichtet und der mehrfach ausgezeichnete Fotograf lud zu einem Casting ein. Dazu fanden sich im März 2018 viele Menschen im Spengler-Museum ein und präsentierten ihre sonst verborgenen Schätze. Es zeigte sich, dass Sammeln eine Passion ist, die Jung und Alt verbindet. Matthias Ritzmann wählte die ihn am meisten Interessierenden aus, besuchte die Sammler, interviewte sie über ihr Jagdfieber nach immer neuen Objekten und fotografierte sie. In der Ausstellung im Spengler-Museum sind neben den Texten und Schwarzweißfotografien auch Teile der jeweiligen Kollektionen zu sehen. Diese drei Aspekte vereinen sich zu faszinierenden Porträts der Sammler, die oft mit großem Zeitaufwand ihr Hobby betreiben. Wie bereits in einem früheren Projekt, in dem Matthias Ritzmann sich unterschiedlichsten Vereinen und deren Mitgliedern widmete, entdeckt er auch hier eine leidenschaftlich betriebene Freizeitbeschäftigung. Die Sammler berichteten mit leuchtenden Augen und Kennerschaft von ihren Kollektionen, die auch Dinge umfassen, auf die die meisten gar nicht achten – seien es Kugelschreiber oder Kaffeesahneortionsdeckel, alte Radiotechnik oder Postkarten. Matthias Ritzmann hat mit seinem Projekt, ein Stück zeitgenössischer Alltagskultur sichtbar gemacht: Das Glück des Sammelns.

Eröffnung am Samstag, den 22. September 2018, um 14 Uhr

Zur Begrüßung sprechen:
Sven Strauß, Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen
Monika Frohriep, M. A., Museumsleiterin
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
André Schröder, Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, Mitglied des Stiftungsrats der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin
Matthias Ritzmann, Künstler

Anschließend laden wir zu gemeinsamen Gesprächen über Sammelleidenschaften und anderes ein. Die Bar Czech aus Halle wird am mobilen Tresen Kaffee und Getränke ausschenken. Und Kuchen gibt’s auch.

SPENGLER UND DU. ZEIG DEINE SAMMLUNG DER WELT
von Matthias Ritzmann

23. September 2018–20. Januar 2019
Di bis So 13–17 Uhr
51° 28’ 42’’ N – 11° 17’ 39’’ O
Spengler-Museum Sangerhausen
Bahnhofstr. 33, 06526 Sangerhausen

Museum:        www.spenglermuseum.de
Künstler:        www.matthiasritzmann.de
Programm:    www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

18. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 33- 2018

Als die Zeichnerin und Installationskünstlerin Xenia Fink (* 1979) nach Haldensleben aufbrach, interessierte sie der Teilnachlass der Sprachwissenschaftler und Volkskundler Jacob und Wilhelm Grimm. Wie viele andere war auch sie überrascht, dass sich dieser in Haldensleben befindet, dort, wo die beiden nie gelebt haben. Das Museum der Kreisstadt konzentriert sich in Teilen der Ausstellung auf diesen Teilnachlass, ergänzt um verschiedene Schätze der Biedermeierzeit bis ca. 1875. Auch Zimmerpflanzen, die in dieser Epoche Mode waren, werden dort liebevoll gehegt und gepflegt, es gibt einen Garten im Stil der Zeit, Seidenraupen werden hingebungsvoll von den (wenigen) Museumsmitarbeitern gezüchtet, vom Aussterben bedrohte Handwerke den Besuchern nahegebracht. Außerdem zeigt das Museum die Stadtgeschichte Haldenslebens sowie Objekte zur Ur- und Frühgeschichte der Region.

Bei ihrer Arbeit im Archiv der Grimms, verlagerte sich schließlich das Interesse Xenia Finks. Mehr und mehr zogen sie die Schriften, die Bücher- und Grafiksammlung von Herman Grimm, ältester Sohn Wilhelm Grimms, in ihren Bann. Aufgewachsen in einer Familie von Sprachforschern und im Kreis der Familie von Arnim wollte er eigentlich Dramatiker werden, schrieb einige Novellen und Gedichte, war jedoch vor allem Essayist. Unter anderem wegen seiner Michelangelo-Biografie wurde er zum Professor für Neue Kunstgeschichte berufen. Dennoch widmen sich seine Forschungen ausschließlich der Vergangenheit, nicht den damals rasanten Entwicklungen in der bildenden Kunst. Seine Texte sowie weitere aus seiner Bibliothek führten Xenia Fink zu Fragen wie: Was las man früher aus einem Bild, was heute? Wie hat sich das Bild vom Künstler gewandelt? Sind Genies ausschließlich männlich? Gibt es überhaupt Genies?

Ihre Zeichnungen für „Grimm – ein Archiv“ zitieren Fragmente alter Meisterwerke aus der Stichsammlung Grimms, z. B. Faltenwürfe und Körperfragmente. Sie werden kombiniert mit Motiven aus Finks eigener Bilderwelt und -sammlung. Außerdem kontrastieren in ihren Arbeiten feine Linienführung mit Leerstellen und schwarzen Silhouetten. Sie werfen die Frage auf, ob sie Zensur oder Hervorhebung sind. Xenia Fink verschmilzt in ihren Zeichnungen ihr Archiv mit dem Grimmschen.

Mit Zeichnungen und Objekten greift die Künstlerin subtil in die Dauerausstellung des Museums zur Familie Grimm ein. In einem eigenen Raum vereint sie außerdem Zeichnungen, eigens Gesammeltes und Objekte aus Herman Grimms Besitz zu einer großen Installation, die scheinbar immer wiederkehrende Bilder und Posen neu lesen lassen.

Eröffnung am Freitag, den 21. September 2018, um 19 Uhr

Zur Begrüßung sprechen:
Judith Vater, Museumsleiterin
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin
Xenia Fink, Künstlerin

Anschließend mixt für Sie Oli Czech, Chef der gleichnamigen Bar in Halle, an seinem mobilen Tresen – bei schönem Wetter im Biedermeiergärtchen! Und ein paar Häppchen gibt’s dazu.

GRIMM – EIN ARCHIV
Xenia Fink

22. September–18. November 2018
Di bis Fr 9–12 und 14–17 Uhr
So 10–12 und 14–17 Uhr
52° 17’ 22’’ N – 11° 24’ 40’’
Museum Haldensleben
Breiter Gang, 39340 Haldensleben

Museum:         www.museumhaldensleben.de
Künstlerin:      www.xeniafink.de
Programm:      www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

20. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 32- 2018

2017 bereisten die beiden Künstlerinnen Annette Funke und Josefine Cyranka im Rahmen eines internationalen Stipendiums der Landeskunststiftung Armenien. Über Wochen sammelten sie Impressionen und erforschten die Reichtümer des Landes. Entstanden sind vielfältige Kunstwerke wie Zeichnungen, Installationen und Bilder. Die Textilkünstlerin Josefine Cyranka legte den Fokus ihrer Reise auf die Suche nach der Herstellung von handgeschöpften Papier und dessen Umsetzung ins Zeitgenössische. Annette Funke suchte als Grafikerin nach der Produktion von Scherenschnitten im Spannungsverhältnis zwischen Ornamentik und modernen Strukturen.

Im September 2018 reisten beide Künstlerinnen noch einmal nach Armenien, um den zweiten Teil ihres Stipendiums umzusetzen. Hier stand die Kunstvermittlung im Zentrum: Annette Funke und Josefine Cyranka hatten dafür bereits in der Vorbereitung mit Kindern aus Halle gearbeitet und nahmen diese Ergebnisse mit nach Armenien zu den Kindern dort vor Ort. „Wir schlagen sieben Fliegen auf einen Streich!  Mit Grimms Märchen vom tapferen Schneiderlein, Pflaumenmus und Graubrot im Gepäck werden wir in ein armenisches Dorf reisen. Dort erwartet uns schon der Künstler Hakob Hovhannisyan mit seinen Schülern die uns bereits aus einer Kunstaktion kennen und die wie viele Armenier Grimms Märchen lieben. Wir freuen uns auf die Kinder, die Begegnungen und die Landschaft, die uns wieder für eine lange Zeit künstlerisch in Bann ziehen werden!“ so Josefine Cyranka.

Das Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ ist ein Teil unseres tradierten Kulturgutes. In Armenien ist dieses Märchen allseits bekannt und steht als verbindendes Element für die Basis der Kunstvermittlung sagen beide Künstlerinnen. Alles in allem bietet dieses Märchen Stoff für eine vielseitige sinnliche Kunstaktion. Beide Künstlerinnen ließen die armenische Übersetzung des Märchens „Das tapfere Schneiderlein“ von den Kindern vorlesen, um dann gemeinsam eine Kochperformances in Verbindung mit einer freien Zeichenaktion zu inszenieren. Es entstanden Scherenschnitte von Fliegen und Insekten. Alle entstandenen Werke der armenischen und deutschen Kinder werden in einer gemeinsamen Ausstellung mit den Arbeiten von Annette Funke und Josefine Cyranka im Arthotel Gjumri gezeigt.

Die Partnerin für die Ausstellung und den Workshop in Armenien ist die Kunstklasse von Hakob Hovhannisyan in Gjumri. Der deutsche Botschafter in Armenien, Matthias Kiesler, hat die Ausstellung am 14. September 2018 eröffnet und sprach ein Grußwort.

Das Projekt wird durch das Auswärtige Amt gefördert.

Die Künstlerinnen Annette Funke und Josefine Cyranka stehen den Medienvertretern für Interviews gern zur Verfügung.

Fotos in der Galerie: Workshop unter Leitung von Annette Funke und Josefine Cyranka sowie Ausstellungseröffnung mit dem deutschen Botschafter Matthias Kiesler in Gjumri mit der Kunstklasse von Hakob Hovhannisyan.
© Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

Fotomaterial gern auf Anfrage.

 

17. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 31- 2018

Betritt man die historischen Schaumagazine im Ambiente des späten 19. Jahrhunderts des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen, fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Im konservatorisch notwendigen Dämmerlicht lagern in alten Schränken Schätze aus der Natur – Tierpräparate, Skelette, Eier. Insgesamt beherbergt die Mitte des 18. Jahrhunderts begonnene Sammlung ca. 5,3 Millionen naturwissenschaftliche Objekte an sechs Standorten der Universität, darunter auch in modernen Magazinen. Fünf der Sammlungen werden als national wertvolles Kulturgut geführt, viele der Objekte sind Unikate.

Die Buchkünstlerin und Grafikerin Friederike von Hellermann (* 1984) faszinierte besonders die meist unzugängliche Sammlung von Vogeleiern des Max Schönwetter. Geordnet nach Vogelart und Herkunft liegen sie in zahlreichen Schachteln und diese wiederum in Schubladen. Ein Eldorado für die Künstlerin, die stundenlang in ihnen stöberte und immer wieder beeindruckt war von der Vielfältigkeit, Einzigartigkeit und Vollkommenheit. Viele Eier sehen aus, als wären sie mit Aquarellfarben bemalt, andere wie mit Bleistiftlinien übersät, wieder andere erinnern an die Malerei von Jackson Pollock. Naturobjekte, die Kunstobjekten ähneln, obgleich ihr Aussehen niemals unter ästhetischen Gesichtspunkten geplant war.

Wie in jeder naturwissenschaftlichen Sammlung sind im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen die Eier nach einer bestimmten Systematik geordnet – z. B. nach Vogelarten und Herkunft, um wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu machen. Sie sind Informations- und Datenträger. Ein Sammler ohne dieses spezifische Interesse würde sie anders sortieren – nach Farben oder Mustern, um die ästhetische Anmutung in den Vordergrund zu stellen und neue assoziative Verbindungen zu schaffen. So auch Friederike von Hellermann, die u. a. bereits Gedichte der Romantiker mit Pflanzen, Blättern, Vögel und Insekten illustrierte. Ihre von den Eiern inspirierten Arbeiten entstanden in der Pochoir-Technik, dem Schablonendruck, und ehren jedes der Naturobjekte als Unikat. Jeweils ein Ei ist im Großformat auf den insgesamt 25 Blättern der Grafikserie zu sehen. Die einzelnen Arbeiten werden in einer großen Installation im Hörsaal des Zentralmagazins gezeigt, angeordnet nach ästhetischen Gesichtspunkten. Entstanden sind noch weitere Grafiken und Bücher.

Die Eröffnung ist am Dienstag, den 18. September 2018, um 18 Uhr.

Zur Begrüßung sprechen:
Dr. Frank D. Steinheimer, Sammlungsleiter
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Nathalie Wappler Hagen, Programmdirektorin des MDR in Halle und Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission, Mitglied des Stiftungsrats der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Tony Loeser, Geschäftsführer und Produzent bei MotionWorks GmbH, Mitglied des Stiftungsrats der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin
Friederike von Hellermann, Künstlerin

Die Bar Czech aus Halle wird Getränke ausschenken.

Angebot für Kinder ab 6 Jahren am Montag, den 24. September 2018 um 15.30 Uhr: Ein Kinderkunstnachmittag im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther Universität

Auf der Suche nach Allerlei mit Friederike von Hellermann
Ausgestopfte und präparierte Tiere verschiedenster Arten im Dämmerlicht – die können die Kinder auf einem Rundgang durch das Zentralmagazin entdecken. Ein jedes scheint seine eigene Persönlichkeit zu haben – da sind der bunte Paradiesvogel, der aufmerksame Falke, der skeptisch dreinschauende Papagei, der entrüstet schauende Frankolin und noch viele andere Vögel und Tiere zu entdecken. Einige von ihnen hat Friederike von Hellermann, die mit den Kindern durch die Sammlung gehen wird und ganz viel erzählen kann, in einem Malbuch zusammengestellt. Wo sie in der Sammlung sind? Das müssen die Kinder selbst erforschen. Denn dann wissen sie, wie sie im Malheft ausmalen können– falls sie es naturgetreu machen wollen. Der Eintritt ist frei.

Um eine Anmeldung zum Kinderkunstnachmittag wird wegen der begrenzten Plätze unter mitarbeiter@kunststiftung-sachsen-anhalt.de oder 0345 – 29897297 gebeten.

ALLERLEI
Friederike von Hellermann
19.–23. September 2018
täglich 10–18 Uhr
51° 29’ 04’’ N – 11° 57’ 54’’ O
Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Domplatz 4, 06108 Halle (Saale)

Museum:       www.naturkundemuseum.uni-halle.de
Künstlerin:   http://friederike-von-hellermann.com/
Programm:    www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

13. September 2018

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Pressemitteilung 30- 2018

Tick, Tick, Tock. Ein helles, metallisch klingendes Klackern mischte sich im Sommer 2018 unter das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Blätter im Freilichtmuseum Diesdorf. Im nördlichsten der acht teilnehmenden Museen des HEIMATSTIPENDIUMs hatte sich Rebekka Rauschhardt (* 1978) einen Fleck auf dem sechs Hektar großen Gelände gesucht, um sich dort einen Arbeitsplatz im Freien einzurichten. In ihrem Freiluftatelier mit Blick auf ein Feld, die Bockwindmühle und eines der dort vorhandenen, über 20 historischen Wohn- und Wirtschaftsgebäude, schuf sie mit Hammer und Meißel Steinskulpturen. Gestört fühlte sich hier niemand durch das klopfende Geräusch, denn das „Dorf“ in dem sie wirkte, ist unbewohnt und in Wirklichkeit gab es die Siedlung nie in dieser Form! Die Häuser des Freilichtmuseums sind allesamt andernorts abgebaut und an dieser Stelle wiedererrichtet worden – hier werden Häuser aufbewahrt. Mit seinen regionaltypischen Fachwerkbauten, die mit historischen Einrichtungs- und Arbeitsgegenständen ausgestattet sind, zeigt es die Kultur und Lebensweise der Menschen in der Altmark zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert. Die Vielfältigkeit der altmärkischen Haus- und Hoflandschaft wird repräsentiert durch Bauernhäuser, Speicher, Schmiede, Bockwindmühle, Taubenturm, Backhaus und Dorfschule.

In diesem Ambiente lud Rebekka Rauschhardt im Namen der Kunst zum Verstecken spielen ein. Das Museumsgelände erwies sich als bestens geeignet für das Spiel, das ohne Hilfsmittel, ohne viele Regeln und Erklärungen weltweit funktioniert und die Zeiten überdauert hat. Gemeinsam mit den Hort-Kindern der Grundschule „Dr. Georg Schulze“ wurden beim Versteckspiel die Haltungen, Gestik und Mimik untersucht, um diese in die künstlerische Arbeit einzubringen.

Die Erkenntnisse wurden bildhauerisch umgesetzt in fünf Tonnen sächsischem Sandstein – er wurde  eigens dafür in die Altmark gebracht. Rebekka Rauschhardt schuf fünf steinerne Figuren, bei denen sie ihre Beobachtungen während des Versteckspiels einfließen ließ. Jede der Skulpturen von Kindern trägt ein Objekt mit sich, welches im Freilichtmuseum zu finden ist und eine Zeitreise hinter sich hat. So wird aus dem Reisigbesen von 1753 ein Staubsauger als Zeichen der Moderne. Die fertigen Figuren „verstecken“ sich nun auf dem Museumsgelände und werden dort verbleiben. Das Freilichtmuseum Diesdorf wird so zu einem Spielfeld für Entdecker und die Gäste werden als Sucher zu Mitspielern.

„Eins, zwei, drei, vier Eckstein,
alles muss versteckt sein.
Hinter mir und vor mir gilt es nicht
und an beiden Seiten nicht!
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn – ich komme!“

Die Einweihung der Werke von Rebekka Rauschhardt ist am 9. September 2018 um 14 Uhr. Der Festakt findet in der Hilmsener Scheune statt.

Zur Begrüßung sprechen:

Michael Ziche, Landrat des Altmarkkreises Salzwedel/
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt/
Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt/
Björn Hermann, Kurator/
Rebekka Rauschhardt, Künstlerin

Die Band „Schöne Jugend“ wird den Festakt musikalisch umrahmen.

Im Anschluss an den Festakt wird zur Begehung des Museums und zur Besichtigung der Skulpturen geladen, um sich dann gemeinsam zu Musik und Kuchen in der Scheune wiederzufinden.

 

REBEKKA RAUSCHHARDT | FREILICHTMUSEUM DIESDORF
1 2 3 4 ECKSTEIN … WIR KOMMEN!
dauerhaft ab 10. September 2018
52° 44’ 40’’ N – 10° 53’ 05’’ O
Freilichtmuseum Diesdorf
Molmker Straße 23, 29413 Diesdorf

Museum:  www.museen-altmarkkreis.de/freilichtmuseum-diesdorf

Künstlerin: www.rebekkarauschhardtkunst.blogspot.com

Programm:   www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

6. September 2018

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Pressemitteilung 29- 2018

Bei der Arbeit an den Museen stöberte Christine Bergmann in den Archiven und erforschte die Depots. Die Sichtung von Beständen in Kellerräumen, auf Dachböden und in Kammern ist mit mehr oder weniger Staub und oftmals dem Ausschluss von Tageslicht verbunden. Bevor es jedoch in das Depot des Harzmuseums ging, hieß es bei Christine Bergmann: Raus in die Natur und auf zum Wandern! Diese Erfahrung gemacht zu haben, gilt als Grundvoraussetzung, Notwendigkeit und auch Selbstverständlichkeit, wenn man als HEIMAT-Stipendiatin am Harzmuseum in Wernigerode forscht und arbeitet. Unabhängig davon, ob sie die Wanderlust auch nach ihrer Zeit am Harzmuseum begleiten wird, hat Christine Bergmann so auf alle Fälle ein Gefühl für die Bildwelt der regionalen Maler früherer Zeiten bekommen, deren Werke zum Schwerpunkt ihrer Auseinandersetzung am Museum wurden.

Das Harzmuseum Wernigerode befindet sich auf dem Gründungshügel der Stadt, dem „Klint“. Hier bilden die historischen Gebäude von Harzmuseum, Stadtbibliothek und Harzbücherei, Kinderbibliothek und Stadtarchiv in unmittelbarer Nähe der mittelalterlichen St. Sylvestrikirche ein einzigartiges architektonisches Ensemble. Das Museum bietet einen naturkundlichen, geschichtlichen und kunsthistorischen Einblick in die Region Harz und verfügt über einen umfangreichen Bestand an Heimat- und Landschaftsmalerei. Vertreten sind regionale, deutsche Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts, für die der Harz eine besondere Rolle als Inspiration, Motiv aber auch Zufluchtsort gespielt hat. Letzteres insbesondere für Akteure innerhalb der sogenannten Wernigeröder Künstlerkolonie zwischen 1945 und 1949.

Die Kunst der „Harzmaler“ – vor allem der Nachlass des Künstlers Hanns Beatus Pürschel (1899 – 1946) sowie die Arbeiten des Künstlers Otto Illies – und viele Gespräche mit Menschen vor Ort bildeten die Grundlage für die Arbeit von Christine Bergmann. „Das Heimatstipendium war für mich ein sehr fruchtbares Jahr. Neben der wirklich interessanten Zusammenarbeit mit dem Harzmuseum und seinen angegliederten Bereichen, wie dem Stadtarchiv, der Harzbibliothek etc.  habe ich viele neue Menschen und Orte kennen gelernt. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen sich rund um ihre Heimat in Vereinen oder privaten Klein- und Kleinst-Initiativen herzlichst engagieren. Ich habe während des Heimatstipendiums Stoff gesammelt für Jahre und dabei ganz neue Themen gefunden.“so Christine Bergmann. Angeregt durch die Harzmaler und deren Werke, Biografien sowie von Dokumenten wie Fotos, Vorlagen und Skizzenbüchern schuf sie Bilder, die das Leben und Werk der Harzmaler thematisieren und im 21. Jahrhundert reflektieren. Ihre Arbeiten – Malereien mit einem Duktus aus lockeren Tupfen und tanzenden Strichen – sind geprägt von leuchtenden Farben und in Bezug auf die Motive manches Mal in Fehlfarbigkeit gesetzt.

Erstmals wird 2018 im Rahmen einer Kooperation des Harzmuseums und dem Wernigeröder Kunst- & Kulturverein die zu großen Teilen im Museumsdepot befindliche Gemäldesammlung in einem großen Umfang öffentlich gezeigt. Zum Abschluss des HEIMATSTIPENDIUMs knüpft die Ausstellung von Christine Bergmanns Bildern unweit des Harzmuseums, im Schiefen Haus,  als zeitgenössische Position an zwei Präsentationen des 19. und 20. Jahrhunderts an. So gibt es zeitgleich im Harzmuseum die Schau über die Harzmaler im 19. Jahrhundert und in der Galerie 1530 die Präsentation der Harzmaler des 20. Jahrhunderts.

CHRISTINE BERGMANN | MUSEUM SCHIEFES HAUS WERNIGERODE
DIE HARZMALER – IM 21. JAHRHUNDERT NEU GESEHEN
08. September–24. November 2018
51° 49’ 57’’ N – 10° 47’ 04’’ O
Museum Schiefes Haus
Klintgasse 5, 38855 Wernigerode

Museum:          www.museum-schiefes-haus.de | www.harzmuseum.de
Künstlerin:      www.christinebergmann.com
Programm:      www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

parallel finden korrespondierende Ausstellungen statt:
Harzmuseum Wernigerode, Klint 10, 38855 Wernigerode | www.harzmuseum.de  Galerie 1530, Marktstraße 1, 38855 Wernigerode | www.galerie1530.de

5. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 28- 2018

Ist es die Revolution der Schale, welche die Ausstellung „Von A nach O“ scheinbar beherrscht?  Eine großartige Tafel, eine Reise in die Vergangenheit und die Empore der Zukunft sind Inseln im Meer von Porzellan. Dieser Umstand inkludiert ebenso das Thema Essen wie auch die Diskussion darüber.

Barbara Schmidt erhielt 2017 den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt und ist eine Designerin deren Anspruch es ist „Porzellan so zu gestalten, dass es zu unterschiedlichen Lebensentwürfen passt und zum freien Kombinieren einlädt.“ Ab dem 1. September 2018 präsentiert eine umfassende Ausstellung die lebens- und werkbiografischen Zusammenhänge der Porzellandesignerin Barbara Schmidt.

Aus diesem Anlass lädt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt alle interessierten Medienvertreterinnen und Medienvertreter herzlich zu einem Presserundgang durch die Ausstellung „Von A nach O“

am Freitag, den 31. August 2018
um 11 Uhr
ins Neuwerk 11
06108 Halle

ein. Der Presserundgang findet in Anwesenheit von Barbara Schmidt statt.

Schwindelerregende 25 Millionen Tassen sind weltweit unterwegs. Mit ihren in über zwei Jahrzehnten entstandenen Arbeiten, die heutige Lebens- und Essgewohnheiten respektieren und einen vielfältigen, zeitgemäßen Umgang mit Porzellan ermöglichen, hat sie das Gesicht der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH neu geprägt und Denkanstöße für eine ganze Branche geliefert. Barbara Schmidt hat im Bereich Porzellan und Keramik Werke geschaffen, die in der Designgeschichte Weichen gestellt haben und gehört zur mittleren Generation heute erfolgreicher DesignerInnen, die ihre ethische und gestalterisch-künstlerische Prägung an der Burg Giebichenstein erfahren haben. Ihre Arbeit als Porzellan-Designerin -vor allem für die Firma Kahla – wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Designpreisen ausgezeichnet. Auch als Professorin an den Kunsthochschulen in Halle, Berlin und Hamburg ist sie seit Jahren erfolgreich. In einem Interview erzählte sie einmal, dass eine schwindelerregende Anzahl ihrer Tassen weltweit unterwegs sind: 25 Millionen.

Von „Aronda“ bis „O“. Von Barbara Schmidts allererstem Service „Aronda“ bis hin zum zuletzt gestalteten Geschirr „O“ können die BesucherInnen herausragende Einzelstücke aus allen Kollektionen bestaunen. Das Thema der Ausstellung basiert auf verschiedenen Fragestellungen: Wie entsteht eine Form? Wie verhält sie sich zum Material? Wie kann das Verhalten eines Materials in ein anderes übersetzt werden? In welcher Beziehung stehen Porzellan und essbares Material zueinander? Wie nehmen wir beides wahr? Im Mittelpunkt steht die Serie „O“. Namensgebend für diese Porzellanserie ist die Origami-Technik (Origami – Oru = Falte). Das Prinzip der Faltung – wie es auch vielfach in der Natur vorkommt- ermöglicht es, die für Geschirr optimale runde Form spannungsvoll zu gliedern. Auf den beiden so entstandenen Flächen entfaltet sich ein Spiel von Licht und Schatten und ein großer Freiraum für das Anrichten der Speisen. Die Serie „O“ ist sowohl für den Haushalts- als auch für den Gastronomie-Gebrauch gedacht. Die Porzellanserie „O“ wird sowohl mit ihrem Entwicklungsprozess und ihrer Verwendung gezeigt werden. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Papier und mit dem Anrichten von Speisen.

Eine Reise in die Vergangenheit. Ergänzend zu den zeitgenössischen Objekten werden von Barbara Schmidt ausgewählte prähistorische Keramikfunde von Schüsseln und Schalen aus dem Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg gezeigt. Das Gestalten von Aufbewahrungs-, Koch- und Essgeschirr aus keramischen Werkstoffen hat eine lange kulturgeschichtliche Entwicklung, die sich in einer bis ca. 6000 Jahre v. Chr. zurückreichenden Geschichte in Vorderasien und Europa belegten Tradition ausdrückt. Und auch wenn die Formgebung von keramischen Objekten immer freier wird, so sind es DesignerInnen wie Barbara Schmidt, die den schöpferischen Gedanken der Vergangenheit aufspüren und im Fokus ihres geistigen Schaffens tragen.

Auf der Empore in die Zukunft. Barbara Schmidt ist seit 2013 Professorin für Entwurf mit dem Schwerpunkt Experimentelles Design im Fachgebiet Produkt-Design an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Ergänzend zu den im Zentrum der Ausstellung stehenden zeitgenössischen Arbeiten der Designerin und des prähistorischen Exkurses, wird ein Ausstellungsteil der Zukunft gewidmet sein: gezeigt werden die experimentellen Projekte Carte Blanche – Porzellan und Code sowie House of Glass von Studierenden der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Sie befassten sich mit Keramik als Wahrnehmungswerkzeug für Essen. So geht es in der Arbeit „Sensorium“ von Laura Görs um die Verkostung von fermentierter Nahrung, bei „Fume“ von May Kukula um das Räuchern und Qianyu Zhu hat Objekte zum Probieren von Schokolade entwickelt.

Kulinarische Begleitung für die Sinne. Begleitend zur Ausstellung ist ein KunstKochbuch entstanden, welches die Entwürfe anhand von Kochrezepten vorstellt. Ein Eintauchen mit allen Sinnen eröffnet die Welt des Genusses, in den auch Schulklassen kommen können. So besteht die Möglichkeit für Schulklassen an Workshops inklusive einer Einführung in die Ausstellung teilzunehmen. Es gibt noch freie Termine. Anmelden kann man sich unter 0345-29897297 oder per Mail oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

Die Landeskunststiftung hatte bereits in den vergangenen Jahren die KunstpreisträgerInnen des Landes Sachsen-Anhalt Thomas Rug (2012), Franca Bartholomäi (2014) und Marc Fromm (2016) in Einzelausstellungen präsentiert.

Die Eröffnung ist am Samstag, den 1. September 2018 um 15.00 Uhr. Zur Begrüßung sprechen: Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur, Dieter Hofmann, Rektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Ursula Kollritsch, Autorin.

Von A nach O
Eine Ausstellung der Landeskunstpreisträgerin Barbara Schmidt mit kulinarischen Experimenten zum Mitmachen.
1. – 30. September 2018
geöffnet Mi-So 14-18 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11, 06108 Halle/Saale
Eintritt 3€ | ermäßigt 1 €

Mit freundlicher Unterstützung der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH und des Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg

23. August 2018

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Pressemitteilung 27- 2018

Mit dem HEIMATSTIPENDIUM gab die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Künstlerinnen und Künstlern die Gelegenheit, sich mit acht ausgewählten musealen Sammlungen des Bundeslandes auseinanderzusetzen und ermöglichte ihnen dort umfassenden Zugang und künstlerische Arbeit. Sie befassten sich für die Dauer eines Jahres mit den Sammlungen und Schätzen der Häuser und entwickelten, davon inspiriert, neue Arbeiten, die das kulturelle Erbe reflektieren. Die Kunststiftung gab mit diesem Programm auch den Museen die Möglichkeit, sich der zeitgenössischen Kunst zu öffnen, um ein neues Publikum an diese spannenden Orte zu locken und öffentliches Interesse zu wecken.

In der Zeit vom 31. August bis 30. September 2018 wird es für die neun künstlerischen Positionen an den acht Museen feierliche Eröffnungen und Einweihungen geben. Ab diesem Zeitpunkt präsentieren die Museen nicht nur den „Blick zurück“, sondern auch Positionen aus der Gegenwart. Aus diesem Anlass lädt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt alle interessierten Medienvertreterinnen und Medienvertreter herzlich zu einem Pressegespräch

am Mittwoch, den 29. August 2018
um 11 Uhr
im Großen Hörsaal des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen
der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, 

Domplatz 4
06108 Halle (Saale)

ein. Das Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg ist einer der Orte des Förderprogramms HEIMATSTIPENDIUM.

Das Pressegespräch findet in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler, Museumsleiterinnen und Museumsleiter sowie der Kuratorin Dr. Ines Engelmann und des Kurators Björn Herrmann statt.

Der Stiftungsratsvorsitzende Rainer Robra (Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und Chef der Staatskanzlei) und Susanne Kopp-Sievers (Geschäftsführerin Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.) sprechen jeweils ein Grußwort zum Heimatstipendium.

Manon Bursian (Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt) erläutert die Idee und den Weg zum neuen Förderprogramm.

Ablauf
11.00 Uhr – 12.00 Uhr

Begrüßung durch die Kuratoren Dr. Ines Janet Engelmann und Björn Hermann

Grußwort: Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und Chef der Staatskanzlei

Einführung in das Förderprogramm: Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Grußwort: Susanne Kopp-Sievers, Geschäftsführerin Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.

acht Orte, neun Künstler/innen und acht Museumsleiter/innen: Präsentation der Museen und der künstlerischen Werke

Es besteht die Möglichkeit zur Aufnahme eines Gruppenfotos sowie für Interviews. Im Anschluss lädt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zum Heimatfrühstück ein.

10. August 2018

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Pressemitteilung 26- 2018

Mit dem Projekt HEIMATSTIPENDIUM zählt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zu den vier innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2018 aus Sachsen-Anhalt. Anlässlich eines Empfangs in der Staatskanzlei in Magdeburg begrüßte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff am 09.08.2018 die vier Preisträger und sprach ihnen für das beispielhafte Engagement und die vorbildlichen Leistungen seine Glückwünsche aus: „Auch in diesem Jahr zeigen die Preisträger aus Sachsen-Anhalt, dass unser Heimatland für die Zukunft gut aufgestellt ist. Ob es um die Nutzung der Digitalisierung, die Gestaltung der demografischen Entwicklung oder um kulturelle Herausforderungen geht, wir haben ideenreiche Lösungen parat. Ich gratuliere unseren Preisträgern und hoffe, dass die Auszeichnung Ansporn ist, die Anstrengungen fortzusetzen.“

Eine hochkarätig besetzte Jury wählte das HEIMATSTIPENDIUM aus knapp 1.500 eingereichten Bewerbungen als eines von 100 herausragenden Projekten zum Jahresmotto „Welten verbinden – Zusammenhalt stärken“ in Deutschland aus. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten den Innovationswettbewerb seit 13 Jahren gemeinsam aus.

Ein Jahr lang erhielten neun Kunstschaffende durch das neue Förderprojekt HEIMATSTIPENDIUM der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt den Zugang zu Museen und deren Archiven, befassten sich mit den Sammlungen, erkundeten die Bestände, um schließlich das kulturelle Erbe in ihrer eigenen künstlerischen Arbeiten zu reflektieren. Die Stipendiat*innen entdeckten nicht nur so manche Kostbarkeit in den Depots, sondern lernten auch Land und Leute kennen. Sie luden zu Gesprächen, Führungen und zum Mitmachen ein. Im Kontakt mit den Menschen vor Ort und vor allem bei der Arbeit in den Museen wurden die Künstler*innen zu „Heimatforschern“. Heimat meint hierbei nicht nur die Herkunft oder den Ort des Zuhauses, sondern eben auch die verborgenen Schätze in den Sammlungen – ein kulturelles Erbe, das oftmals in den Archiven schlummert. Zum Abschluss des Förderprogramms wird zeitgenössische Kunst aus Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur mit den Schätzen der verschieden ausgerichteten Sammlungen zusammengebracht. So gibt es in den Präsentationen nicht nur den „Blick zurück“, sondern auch Positionen aus der Gegenwart.

Die Stiftungsdirektorin Manon Bursian, die das HEIMATSTIPENDIUM ins Leben rief freut sich über die besondere Würdigung: Altes, Verborgenes, zu Unrecht Vergessenes aufzudecken war ein nicht unerheblicher Teil für die künstlerische Produktion während dieser Arbeitsstipendien. In den acht Stipendiatenausstellungen, die von Ende August bis Ende September 2018 feierlich eröffnet werden, werden nun Erinnerungen und neue Kunst gezeigt. Ich freue mich, dass das HEIMATSTIPENDIUM durch den Preis eine überregionale Beachtung und damit Anerkennung erhält. Damit verbunden bleibt der Wunsch, dass die Besucherinnen und Besucher nunmehr viel Freude bei einer Entdeckungsreise durch das Land Sachsen-Anhalt erleben werden.“

Engagierte Partner: „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Die Deutsche Bank ist seit 2006 Partner und Nationaler Förderer des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken.

Foto: Deutschland – Land der Ideen / Andreas Lander

09. August 2018

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Pressemitteilung 25- 2018

Das Sonderförderprogramm frei-raum unterstützt Ausstellungsprojekte und die Idee, Orte mit zeitgenössischer Kunst – sei es temporär oder langfristig – zu besetzen. Mit dem von der Kunststiftung geförderten Projekt Black Horses – Association for Speculative Architecture schaffen die Künstler Charlotte Erckrath und Maik Ronz einen identitätsstiftenden Kunstraum in der Triftstraße 19A in Halle (Saale), der zugleich eine verbindende Kraft über die Stadt Halle hinaus entwickelt. Der ursprünglich als Wächterhaus mit einer Vielzahl von Künstlerateliers etablierte Ort hat in Halles Kunstszene bereits eine Position als Off-Space. Ziel des Projektes Black Horses – Association for Speculative Architecture ist es, darauf aufzubauen und mit einem anspruchsvollen und reichhaltigen kuratorischen Konzept eine neue Facette in Halles lebhafter Kunst- und Kulturlandschaft aufzuschlagen. Schwerpunkt der aktuellen Ausstellungsreihe ist es – ausgehend vom Hintergrund der Initiatoren – Bereiche aus der Architektur zu beleuchten, die in künstlerische Disziplinen übergreifen und dabei Raum und Raumproduktion sowie den Dialog mit Produktionsprozessen in den Vordergrund rücken.

Der Künstler Edouard Cabay (ES) bildet den Abschluss der Ausstellungsreihe des Projektes Black Horses – Association for Speculative Architecture mit

WHILE I DRAW
am Samstag, den 11. August 2018
um 18 Uhr in der Triftstraße 19A.

Edouard Cabay (ES) arbeitet mit den sich ändernden Lichtverhältnissen in der Triftstraße 19A. Seine Zeichnung nimmt eine ganze Wandfläche ein, welche gleichzeitig auch das Subjekt der Lichtbeobachtung ist. Im Verlauf des Tages wandeln sich die Schattierungen auf der Wand in nicht vorherzusehender Weise während das Licht durch die Fenster einfällt und von verschiedenen Materialien und Flächen des Raumes gegen die Wand reflektiert wird. Die Zeichnung ist eine Verwebung von vielen Momenten, welche in einen numerischen Code aus Grauwerten transformiert wird. Edouard Cabay interessiert sich dabei nicht nur für den meditativen Prozess der Ausführung einer Zeichnung als gegebene Reihe von Parametern – jeder Bildpunkt ist in eine Zeitspanne zwischen 0 für Weiß und 30 Sekunden für den dunkelsten Ton übersetzt – sondern auch für die Idee, menschlicher Ausführender eines maschinellen Codes zu sein oder ungeschönt, zu einem der Drucker zu werden, welcher von präziser Zeittaktung gesteuert repetitive Bewegungen des Bleistiftes auf der Zeichenfläche ausführt. Sobald der Algorithmus ausgeführt ist, führt die Zeichnung den Dialog mit ihren generierenden Parametern weiter – den täglichen Licht- und Schattenverläufen auf ihrer Oberfläche.

Edouard Cabay ist Architekt und Absolvent der Architectural Association School of Architecture in London. Er gründete 2011das Büro Appareil in Barcelona, welches die Entwicklung vielseitiger Architektur- und Forschungsprojekte zum Programm hat. Parallel dazu unterrichtet er am Institute for Advanced Architecture of Catalonia und leitet das AA Visiting Program in Barcelona. Seine experimentellen Zeichnungsprojekte wurden bereits in Kunstmuseen, bei Architekturbiennalen und anderen Kulturveranstaltung europaweit ausgestellt. www.appareil.org

WHILE I DRAW von Edouard Cabay
Eröffnung: Samstag, 11.8.2018, 18 Uhr
12.8. – 9.9. 2018 – Ausstellung offen nach Voranmeldung
BLACK HORSES
Triftstraße 19A
D-06114 Halle
www.facebook.com/blackhorseshalle

 

08. August 2018

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Pressemitteilung 24 – 2018

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergab 2018 zum dritten Mal mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes internationale Arbeitsstipendien nach Armenien, die den zwei Künstlern Wibke Wilm und Ralph Hinterkeuser eine Expedition vom 16. Juli bis 12. August 2018 zum Thema „Vischaps (Drachensteine)“ in Armenien ermöglicht. Jenseits der üblichen Grenzziehungen zwischen Archäologie und Kunst können die Künstler auf Spurensuche der Vischaps, steinerne Stelen mit zoomorphen Reliefdarstellungen, gehen. Die Vischaps sind bedeutende Vertreter der frühen Monumentalplastik im Hochland von Armenien auf großen Höhenlagen (bis 3200 m ü. d. M.) und stehen mit dem Wasser- bzw. Tierfellkult im Zusammenhang. Sie kommen an den Hochgebirgsseen und Quellen vor. Seit 2012 untersucht ein deutsch-armenisches Archäologenteam diese Steine.

Zentrale Fragestellung des Aufenthaltes ist, wie jene Steine und ihre Schauplätze heute auf Künstler wirken. In der Auseinandersetzung mit diesen einzigartigen historischen Artefakten sollen neue Kunstwerke entstehen. Eine Ausstellung in Jerewan und in Halle wird die entstanden Arbeiten präsentieren.

Zudem wurde ein Künstlerworkshop zum Thema „Erinnerung“ umgesetzt, in dem sich die Teilnehmenden selbst zur Geschichte in Bezug setzten. Geschichte bedeutet dabei sowohl die ferne Vergangenheit, als auch Erzählungen über die Familiengeschichte, oder relevante persönliche Ereignisse der jüngsten Zeit. Wiebke Wilms und Thomas Kirchner – ein weiterer Künstler aus Sachsen-Anhalt, der zur sich derzeit ebenfalls in Armenien aufhält – gaben den teilnehmenden Menschen die Möglichkeit, einen Ausdruck für ihre individuelle Geschichte zu finden. So baten sie die Teilnehmenden, ihre Ereignisse in Modelle von Denkmälern zu überführen. Diese wurden dann beispielsweise als Papierstück, Geste, oder Zeichnung durch einfache Inszenierungen vor Ort per Foto mit dem eigenen Smartphone sichtbar. Die jeweils entstandenen Bilder waren dann Ausgangspunkt für weitere Gespräche innerhalb des Workshops sein.

„Armenien erleben wir als ein Land mit beeindruckender Natur und offener Herzlichkeit der Menschen, denen wir begegnen. Die Auseinandersetzung mit den außergewöhnlichen Drachensteinen – Vishaps – lässt uns hier eine Verbindung suchen zwischen jenen jahrtausendealten kulturellen Hinterlassenschaften und dem Armenien, wie wir es heute erleben. Hierin verbirgt sich eine leise Ahnung was Zeit bedeutet und lässt uns fragen, was bei allem Wandel bestand hat. Dieses Stipendium ist ein inspirierendes und befreiendes Erlebnis, welches wir weiterhin mit allen Sinnen aufnehmen möchten.“ Wiebke Wilm, Stipendiatin in Armenien und Thomas Kirchner, reisender Künstler aus Sachsen-Anhalt.

Die Stipendiaten Wiebke Wilms und Ralph Hinterkeuser sowie Thomas Kirchner stehen für Interviews zur Verfügung.

02. August 2018

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Pressemitteilung 23 – 2018

Eingebunden in das angesehene International Studio and Curatorial Program (ISCP) in New York können Künstler und Kuratoren aus Sachsen-Anhalt in die New Yorker Kunstszene eintauchen, Kontakte knüpfen, Projekte realisieren sowie Arbeitsergebnisse präsentieren.

Seit 2006 vergibt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des internationalen Stipendiatenprogramms jährlich ein Stipendium an Künstler und Kuratoren aus Sachsen-Anhalt für einen dreimonatigen Aufenthalt im renommierten International Studio and Curatorial Program (ISCP) in New York. Hier treffen Künstler aus aller Welt aufeinander und lassen sich von New York, dem Schmelztiegel verschiedenster Nationalitäten, Rassen, Kulturen und Mentalitäten inspirieren und spüren das weltweit einzigartige Klima der Freiheit und Toleranz.

Das Team des ISCP organisiert Kontakte zu Kuratoren, Museen, Galerien und Presse. Regelmäßig werden „Guest Critics“ (Fachleute aus der New Yorker Szene sowie aus großen, international renommierten Kunstinstitutionen) eingeladen, um anwesende Künstler kennenzulernen. Öffentlichkeitswirksam organisiert das ISCP die „Open Studio Days“, an denen die Stipendiaten zum Besuch ihrer Ateliers einladen.

„Wem Berlin als Großstadt zu klein und provinziell ist, der findet im Big Apple einen verrückten Ort mit den Superlativen – auch in der Kunstszene, die man zu kennen meint und die sich in meinem Erleben wunderbar anders zeigten. Dank ihrem Charme wurde diese Stadt zu einem meiner Lieblingsorte.“ (Ilko Koestler, Stipendiat in New York 2016)

Die Kunststiftung trägt die Kosten für ein dreimonatiges Arbeitsstipendium am ISCP, die Miete des Ateliers und des Apartments für 3 Monate, sowie Reise- und Auslandsversicherungskosten. Außerdem erhält der Künstler bzw. Kurator ein Stipendium in Höhe von 1.000 Euro pro Monat.

Gefördert werden Kunstschaffende der bildendenden und angewandten Kunst sowie Kuratorinnen und Kuratoren, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben und berufliche Erfolge nachweisen können. Studierende können sich nicht bewerben. Die zeitliche Verfügbarkeit in der Zeit des beantragten Stipendiums wird vorausgesetzt.

Bewerbungen können bis zum 6. August 2018 (es gilt der Poststempel) eingereicht werden.

Weitere Informationen unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

19. Juni 2018

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Pressemitteilung 01- 2019

Anlässlich des 100. Bauhausjubiläums lobt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt einen Wettbewerb für Bauschmuck an der Großgarage Halle-Süd aus.

Die Großgarage wurde als ein Ort von hundert für die „Grand Tour der Moderne“ auserkoren, die unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Prof. Monika Grütters steht. Anliegen des Wettbewerbes ist es, ein temporäres Kunstwerk im Geist des Bauhaus-Manifestes von Walter Gropius zu schaffen. So schrieb Gropius im Jahr 1919: „Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau! Ihn zu schmücken war einst die vornehmste Aufgabe der bildenden Künste, sie waren unablösliche Bestandteile der großen Baukunst. Heute stehen sie in selbstgenügsamer Eigenheit, aus der sie erst wieder erlöst werden können durch bewusstes Mit- und Ineinanderwirken aller Werkleute untereinander.“
In diesem Sinne fragt das von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und Schmuck2 initiierte und konzipierte Projekt THINK BAUHAUS. BUILDING JEWELLERY IN ARCHITECTURE nach dem aktuellen Verhältnis zwischen Schmuck und Architektur.

Die Großgarage Halle-Süd ist eines der ältesten Parkhäuser Deutschlands und ein bedeutender Sachzeuge der Technikgeschichte. Errichtet wurde das straßenbildprägende Parkhaus nach amerikanischem Vorbild auf Initiative des halleschen Bauingenieurs und Bauunternehmers Walter Tutenberg am Rand der Luthersiedlung im Süden Halles. Das Gebäude, in Stil und Funktion des Neuen Bauens errichtet, war seinerzeit der Architektur weit voraus. Die eindrucksvolle Eisen-Glas-Konstruktion von neun Metern Breite und 15 Metern Höhe erstreckt sich über vier Geschosse. Das fast vollständig verglaste Dach belichtet die Halle zusätzlich. Beidseitig befinden sich in vier Ebenen die Parkboxen, die durch eiserne Rolltore geschlossen werden konnten.  Die Garage bot seit ihrer Eröffnung im Februar 1929 neben der Möglichkeit, Kraftfahrzeuge äußerst platzsparend auf vier Ebenen zu parken, zudem Dienstleistungen wie Autowäsche, Reparatur sowie Kurier- und Lotsendienste für die automobile Kundschaft an. Es befanden sich außerdem ein Frisiersalon, eine Tankstelle und ein Aufenthaltsraum mit Schlafgelegenheiten für die Chauffeure auf dem Gelände. Um die Wünsche der Kundschaft bemühten sich 28 Angestellte. Im Jahr 2009 sanierte der Bauverein Denkmal GmbH das Objekt.

THINK BAUHAUS. BUILDING JEWELLERY IN ARCHITECTURE soll Architektur mit anderen Künsten im Sinne des Gesamtkunstwerks verbinden und auf das großartige wie spannende Bauwerk der Großgarage verstärkt zum 100. Jubiläum des Bauhauses aufmerksam machen und einen neuen Blick auf dieses Gebäude eröffnen.

Für die Realisierung des Kunstwerks einschließlich der Honorare stehen insgesamt 15.000 Euro zur Verfügung. Bis zum 3. Mai 2019 (Poststempel) können bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Bewerberinnen und Bewerber ihre Unterlagen einreichen. Zur Teilnahme berechtigt sind Architektinnen/Architekten und Künstlerinnen/Künstler aus allen bildkünstlerischen Genres, die ihren Wohnsitz in Sachsen-Anhalt haben. Die Wettbewerbsunterlagen zur Auslobung sind zu finden unter: www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

10. Januar 2019

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