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Beate Eismann

Schmuckkünstlerin

Arbeitsstipendium Oktober 2007 – März 2008

VERFAHREN

Beate Eismann ließ sich zur CNC-Fachkraft ausbilden. Ihre Kenntnisse über computergesteuerte Fertigungstechniken an CNC-Maschinen – wie Drehen, Fräsen, Rapid Prototyping – wendete sie bei der Herstellung von Schmuck an, den sie abschließend mit konventionellen Goldschmiedemethoden weiter veredelte. Er steht damit im Spannungsfeld zwischen industrieller Fertigung und künstlerischem Anspruch.

Im Projekt VERFAHREN widmet sie sich dem Problem der sogenannten Verfahrwege bei CNC-Maschinen. Das sind die Strecken, die ein Werkzeug zurücklegt, um alle gewünschten Bearbeitungen durchzuführen. Die Verfahrwege müssen genauestens geplant werden: Weder dürfen »verfahrene« Situation entstehen, indem Werkzeug und -stück aufeinanderprallen, noch Leerlaufstrecken, die länger als unbedingt notwendig sind. Jeder Verfahrweg wird minutiös in einer Programmiersoftware simuliert. Eine filigrane »Landkarte der Entstehung« wird sichtbar. Diese immateriellen Informationen, letztlich die verfließende Zeit, macht Beate Eismann in einer Serie von Schmuckstücken sichtbar.  

Umfassend dokumentiert ist das Projekt im Personalkatalog »RAPIDE PROTOTYPEN«

Vita
1969 geboren in Halle (Saale) | 1990–1995 Studium an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, Studienrichtung Schmuck | 1992–1993 Gastsemester an der Fachhochschule für Wirtschaft und Gestaltung Pforzheim | 1995–1997 Arbeitsstipendium der Carl Duisberg Gesellschaft, Aufenthalt in Mexiko-Stadt | 2000–2006 Künstlerische Assistentin im Fachgebiet Schmuck, Burg Giebichenstein | 2003 Master Artist in Jewelry, Pratt Fine Arts Centre, Seattle, USA | 2003–2004 Teilnahme an CORPORAL IDENTITY – KÖRPERSPRACHE. 9. Triennale für Form und Inhalte im Museum für angewandte Kunst Frankfurt am Main und im Museum of Arts & Design, New York | 2005 an der International Craft Exhibition »Jewellery«, Museum of Arts and Crafts ITAMI, Japan | 2006 Visiting Artist, Otago Polytechnic School of Art, Dunedin, Neuseeland | 2006-2007 Ausbildung zur CNC-Fachkraft | 2007 Artist in Residence der Jakok Bengel-Stiftung Idar-Oberstein | Teilnahme an mehreren Gruppen- und Einzelausstellungen u. a. 2008-2009 DER RING UTAS – Vom Schmuck des Mittelalters zum Schmuck der Moderne Schmuckprojekt der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz anlässlich des Jahres der Domschätze in Sachsen-Anhalt zusammen mit Anja Geiling im Naumburger Dom, 2010 Einzelausstellung in der Villa De Bondt, Gent, Belgien und in der Galerie Pilartz, Köln sowie 2011 an der Fachhochschule Düsseldorf | 2010 Artist in Residence am Institute for Research in Applied Arts Fachbereich Design, Fachhochschule Düsseldorf | mehrere Preise und Anerkennungen u. a. 2008 3. Preis beim 39. Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreis, Idar-Oberstein, 2009 3. Platz beim Wettbewerb zur Neugestaltung des Katharinenaltars im Dom zu Magdeburg, 2010 GRASSIPREIS der TOTAL DEUTSCHLAND, 2011 GRASSIPREIS der Galerie Slavik, Wien. GRASSI/Museum für Angewandte Kunst, Leipzig | 2015 2. Platz beim Wettbewerb "Beautiful Mind. Ein Schmuckstück für Cranach" und Kunstpreisträgerin der Stadt Halle (Saale) |  lebt als freischaffende Künstlerin in Halle (Saale) Publikationen: KNOPF HAUS BUCH. Beate Eismann, Katalog zur Personalausstellung in der Galerie Schmeerstraße, Halle, 1998 industries. Beate Eismann, Katalog zur Personalausstellung BAUWERKE in der Galerie Himmelreich, Magdeburg, 2002 Blauensteiner, Charlotte: Strukturen – Beate Eismann und die Burg Giebichenstein, in: Kunsthandwerk & Design, 3/2004, Köln GLIMMER, GLANZ UND GLORIA. Beate Eismann, Text von Sabine Epple (GRASSI, Leipzig), Publikation zur Ausstellung in der Galerie Schmuckwerk, Dresden, 2004 BLECHRISS, Personalkatalog, herausgegeben anlässlich der GRASSIMESSE im Grassimuseum / Museum für angewandte Kunst Leipzig, 2005 DER VORGANG BLEIBT RÄTSELHAFT. Beate Eismann, Katalog zur Ausstellung Kardinal Albrechts kostbarer Tresor – Schmuck, kleine Behältnisse und feines Gerät, Stadtmuseum Halle, Christian-Wolff-Haus, 2006 Neuer Schmuck nach altem Vorbild. Anja Geiling, Naumburg, und Beate Eismann, Halle / Saale, interpretieren mittelalterlichen Schmuck, in: Kunsthandwerk & Design, 3/2008, Köln RAPIDE PROTOTYPEN, Personalkatalog mit Arbeitsergebnissen des Stipendiums der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, 2008 Uta, die Stifterfiguren und ihr mittelalterlicher Schmuck – Eine zeitgemäße Interpretation, in: Goldschmiedezeitung, Juni 2008 Trimborn, Christel: Traditionelle Herkunft – innovative Umsetzung, in: Goldschmiedezeitung, November 2008 FRAGMENTARIUM. Beate Eismann, Katalog zur Präsentation von Papierarbeiten auf der Grassimesse 2009 UTA´S RING – CONNECTING MEDIEVAL JEWELLERY AND CONTEMPORARY JEWELLERY ART, Katalog zur Sonderausstellung auf der SIERAAD 2009 in Amsterdam Reif?, Personalkatalog zur Präsentation von Arbeiten auf der Grassimesse im Grassimuseum / Museum für angewandte Kunst Leipzig, 2010 PRINTED MATTER / DRUCKSACHE, Personalkatalog mit den Arbeitsergebnissen des A.I.R.-Aufenthaltes am Institute for Research in Applied Arts, Fachhochschule Düsseldorf, 2011   Arbeiten in öffentlichen Sammlungen: Stiftung Moritzburg Halle / Landeskunstmuseum Sachsen-Anhalt: 2001, 2008 Grassimuseum / Museum für angewandte Kunst Leipzig: 2004, 2009, 2010 Deutsches Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten: 2006 Städtische Sammlung Idar-Oberstein: 2007 Naumburger Dom: 2008 CODA Museum, Apeldoorn: 2009 Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg: 2011 Sammlung des Institute for Research in Applied Arts, Fachhochschule Düsseldorf, 2011