Loading...
Mittwoch,
24. Juni 2020

bis Sonntag,
05. Juli 2020

Harald Döring: Problem Eltern. 1973/74; Öl auf Hartfaser; Kunstmuseum Moritzburg Halle (S.)
Ausstellung | Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Harald Döring (1941–1997)

Malerei und Zeichnung

Mit einer Gastausstellung in den Räumen der Kunststiftung würdigen Rolf Müller und Lutz Grumbach den Maler, Zeichner und Künstlerkollegen Harald Döring (1941–1997). Das Ausstellungsprojekt, welches Werke aller Schaffensphasen vereint, wird gefördert von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Es erscheint ein umfangreicher Katalog, der bei der Ausstellung erworben werden kann.

Der früh verstorbene Maler Harald Döring war lange Jahre Bürger der Stadt Halle. Er gehörte mit seiner ganz eigenen Sicht auf die Wirklichkeit zu den aussichtsreichsten Künstlern der 70-er und 80-er Jahre. Mit Erfolg wurden seine Stillleben, Landschaften, Porträts und Gruppenbilder im nationalen Rahmen, aber auch international mit Erfolg gezeigt und besonders geehrt. Sie sind auch heute noch aktuelle Zeugnisse künstlerischer Auseinandersetzung mit Spannungsfeldern im persönlichen und gesellschaftlichen Umfeld. In einer mehr und mehr gespaltenen Gesellschaft verdient Dörings Werk Dank seiner analytisch-psychologischen Sichtweise und Eigenständigkeit, ins aktuelle Bewusstsein gerückt zu werden. Die Ausstellung zeigt nicht nur ausgewählte Hauptwerke des Künstlers, sondern wegen ihrer besonderen Qualität auch das völlig unbekannte Frühwerk und die hohe Kunst der Zeichnung des Malers Harald Döring.

 

Harald Döring
24. Juni bis 5. Juli 2020
Mi–So von 14–18 Uhr

Sonderöffnungszeit am Mi., den 24. Juni von 10–18 Uhr.

Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
Eintritt 3€ | 1€

 

Harald Döring 1941 am 29. Mai in Neudorf (Pommern) geboren. Sohn eines Landwirts. 1946 Umsiedlung der Familie nach Löderburg im Kreis Staßfurt. 1947–1955 Besuch der Grundschule. 1955–1958 Lehre als Saatzüchter. 1958–1961 Besuch der Arbeiter- und Bauern-Fakultät in Rostock. 1961–1965 Studium am Institut für Kunsterziehung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1964 Einzelausstellung innerhalb des Institutes für Kunsterziehung. Antrag auf Hochschulwechsel mit Unterstützung durch Fritz Cremer und Willi Sitte. 1965–1969 Studium der Malerei an der Hochschule für Industrieelle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein bei Lothar Zitzmann und Willi Sitte. Es entstehen Gruppenbildnisse und Stillleben mit Kartoffelkraut und Gemüse. Einflüsse von Willi Sitte, daneben von Ronald Paris. 1969–1971 Freischaffend als Maler in Halle. Entwicklungsaufträge für die Chemische Industrie Buna/Leuna. Auseinandersetzung mit der Malerei Francis Bacons. 1971–1974 Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR bei Walter Womacka. 1972/1973 Studienaufenthalt in der Sowjetunion, Ausstellungen in Prag, Bratislava, Tallinn, Tbilissi, Wolgograd, Kiew, Leningrad und Moskau. Begegnung in den Museen von Moskau und Leningrad mit französischer Malerei der Moderne (Manet, Renoir). Ab 1975 lebt und arbeitet Döring auch in Langenstein (Harz). 1975/1976 Ausstellungen in St. Omer und Lille, Stockholm und Oslo. 1979 Einzelausstellung in der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle (34 Bilder, 4 Zeichnungen). Ausstellung „Kunst aus der DDR. Bezirk Halle“ im Kunstverein Hannover. 1981 Ausstellung „Malerei und Grafik aus der Deutschen Demokratischen Republik“ in der Wiener Secession. 1983 Ausstellung „Elf Maler aus der DDR“ in der Kunstakademie Stockholm. 1986 Ausstellung in der Burg-Galerie Halle. Am 21. Dezember 1997 in Halberstadt gestorben.

Mittwoch,
06. Mai 2020

bis Sonntag,
31. Mai 2020
Stipendiatenausstellung
Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Geschmeide

[Wiedereröffnung!]

Wiedereröffnung vom 6. bis 31. Mai 2020, nachdem die Ausstellung im März aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig geschlossen werden musste!

360 ° - Rundgang durch die Ausstellung

 

„Die schönste Jungfrau sitzet dort oben wunderbar; ihr goldnes Geschmeide blitzet, sie kämmt ihr goldenes Haar.“, wusste bereits der Dichter Heinrich Heine die Erscheinung der sagenumwobenen Loreley in Worte zu fassen, wenngleich mutmaßlich nicht recht zu deuten.

Das Wohlgefallen an Schmuck und Dekor ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Als Ausdruck von Individualität, Abgrenzung, Zugehörigkeit oder auch als Statussymbol bediente man sich dieses Stilmittels, zunächst in Form von schmückenden Elementen aus Knochen, Tierzähnen, Federn, Krallen und Malereien sei es auf Wänden, Gefäßen oder auch der Haut des Körpers. Im Verlauf der Evolution wurden nicht nur die Materialien edler und kostbarer, sondern die Fertigung von Geschmeiden avancierte in einem scheinbaren Wettstreit zur Meisterdisziplin.

Zunächst überwiegend den Männern vorbehalten, dekorierten in der Hochkultur der Antike beispielweise wohlhabende Römerinnen beinahe jedes Körperteil vom Scheitel bis zur Sohle mit schmückenden Elementen. Das eigene Heim war von Dekor in unterschiedlichster Weise nicht unbefleckt.

Ein Geschmeide ist jedoch weit mehr als die Summe seiner Teile. Es ist vielmehr eine Komposition verschiedener Zutaten – seien es nun kostbare Metalle, Edelsteine, Stoffe oder auch Materialien, die erst auf den zweiten Blick ihre Wertigkeit entfalten.

Durch die Hand des Gestalters gelangen sie in eine neue Daseinsform und werden zum Schmuck, zur Zierde, zu einer schönen Dekoration und Mode oder gar zum Spiegel des Zeitgeistes einer Epoche.

Geschmeide ist eine Ausstellung mit Arbeiten von 17 Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung Sachsen-Anhalt:

• Mareen Alburg Duncker
• Sawa Aso
• Theresa Bastek • Nicole Bauer
• Sophie Baumgärtner • Heike Becker
• Julia Bosch
• Bernhard Elsässer
• Linda Grüneberg
• Andreas Köppe
• Bettina Jungrichter
• Ulrike Mäder
• Nicole Lehmann
• Christine Matthias
• Annekathrin Pohle
• Luise von Rohden
• Luise de Villiers

Sie alle haben sich zu unterschiedlichen Themen mit der Gestaltung von Exponaten in ihren jeweiligen Genres auseinandergesetzt. Schmuckelemente sind im engeren oder auch weiteren Sinne entstanden, denn in der Ausstellung werden nicht nur Arbeiten von Schmuckkünstlerinnen und Künstlern präsentiert, sondern auch jene aus anderen Disziplinen, die vielleicht erst bei nochmaligem Hinsehen im Auge des Betrachters zu einem Geschmeide im herkömmlichen Sinn des Wortes gebracht werden. Geschmeide, sie funkeln und glänzen, sind zart und anschmiegsam zuweilen auch rau, kantig oder spröde, gewiss aber nicht bedeutungslos.

 

Geschmeide
6. bis 31. Mai 2020
Mi – So von 14 – 18 Uhr

Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
Eintritt 3€ | 1€