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Montag,
18. Februar 2019

20:00 Uhr
Lesung
Kunstsiftung | Neuwerk 11

Die Einsamkeit des Kindes

Dr. Jutta Rittweger

Ein kleines Mädchen erkrankt schwer, kommt auf die Isolierstation und kämpft ums Überleben. Eine SED-Schuldirektorin kritisiert das Bildungssystem und muss während ihrer Haft am Fließband Karnickel töten. Ein obdachloser Trinker kann nicht ertragen, dass jemand freundlich zu ihm ist. Ein junger Mann ändert sein gesamtes Leben aufgrund einer Chemotherapie. Eine Schwangere unterwirft sich in der DDR einem Medikamententest und begehrt auf. Jutta Kranich-Rittweger erzählt von Frauen und Männern mit unterschiedlichen Erfahrungen von Einsamkeit. Wer nicht vor Einsamkeit flieht, erkennt sie als Teil seiner Seele.

Lesung mit Dr. Jutta Rittweger |Musik mit Bettine Keyser Flöte, Staatskapelle Halle | Moderation: Manon Bursian

Die Einsamkeit des Kindes
Dr. Jutta Rittweger
18. Februar 2019 um 20 Uhr
Eintritt frei
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)

Freitag,
08. März 2019

bis Sonntag,
24. März 2019
Ausstellung
Neuwerk 11 | Kunststiftung

COMING OFF THE WALL

Christian August | Ingo Albrecht | Mike Okay

Unter dem Titel COMING OFF THE WALL zeigen die drei Künstler Christian August, Mike Okay und Ingo Albrecht malerische Arbeiten, die die eigene Künstler-Identität, das Werk, die Motive und Techniken hinterfragen. Ihr gemeinsamer persönlicher und professioneller Hintergrund ist der Ausgangspunkt: Sie alle stammen aus Halle (Saale), haben dort in den 90er-Jahren Graffiti-Jugend gelebt und das Künstlerkollektiv KLUB7 mit begründet.

“Bemalung der rauen, dreckigen, besprühten Wand“
Im Rahmen des Arbeitsstipendiums der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Kloster Bergeschen Stiftung, konnten sich die drei Künstler mit dieser gemeinsamen Vergangenheit auseinandersetzen. In der Arbeit dient ihnen die Bemalung der rauen, dreckigen, besprühten Wand im öffentlichen Raum als Inspiration. Das Streben diesen unmittelbaren Ausdruck auf Leinwand zu bringen, wirkt sich auf ihr Denken und Arbeiten aus. Davon ausgehend untersuchen sie ihr Verständnis von Raum, wie Orte das eigene Schaffen beeinflussen und dadurch wiederum verändert werden. Dieser ständige Bezug zu Architektur bildet sich in allen drei Positionen ab, für Christian August ist sie einladende Malfläche für eigene Bilder, eine Haut zwischen Privatem und Öffentlichen, Mike Okay nutzt seine mit Orten verbundenen Erinnerungen als Motive und Ingo Albrecht bildet aus der Architektur-Mensch-Interaktion neue Bildgrundlagen.

“großformatige Leinwände, Publikationen, Installationen und
Interventionen im öffentlichen Raum“
In den durch spontanen Duktus und Experiment dominierten Arbeiten tauchen viele Leerflächen oder auch Buff-Effekte (Spuren, die bleiben, wenn Graffiti entfernt wurde) auf. Die mit diffusen Materialspuren versehenen Flächen, wirken ebenso inspirierend auf die drei Künstler. Auf diesen formalen und inhaltlichen Ruinen schaffen sie neue Bilder, die bestehende Ordnungen spielerisch überwinden, Grenzen verflüssigen und zu einer Auflockerung im Schaffensprozess führen. Entstanden sind drei eigenständige serielle Positionen, die aus großformatigen Leinwänden bestehen und von Publikationen, Installationen und Interventionen im öffentlichen Raum begleitet
werden.

In der Ausstellung sollen diese kontrastreichen Ergebnisse in einen Dialog treten,
der einerseits die Individuelle Formensprache und anderseits die Verwandtschaft der Werke hervorheben soll. Die neuen Erkenntnisse, die technischen und malerischen Experimente und der daraus entstehende Diskurs werden schließlich wieder in Inspirationen für das Schaffen im Künstlerkollektiv münden. Die entstandenen Arbeiten zeugen dadurch vor allem von der Schöpfungskraft eines gemeinschaftlichen künstlerischen Wegs.

COMING OFF THE WALL
8. – 24. März 2019
Christian August, Ingo Albrecht,Mike Okay
Vernissage:  7. März 2019, 19 Uhr
Öffnungszeiten:
immer Mi-So von 14 bis 18 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
Halle (Saale)
www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

Donnerstag,
24. Januar 2019

bis Sonntag,
24. Februar 2019
Stipendiatenausstellung
Neuwerk 11

field trips

Exkursionen, Feldforschungen führen manches Mal in die Ferne, manches Mal in die Nähe. Stets werden ausgetretene Pfade verlassen, um Neues zu erkunden oder Bekanntes unter neuen Perspektiven zu vertiefen.

Die Künstler*innen schweiften in die Ferne, so Christoph Liedtke nach Tokio (Installation), Ilko Koestler nach New York (Holzschnitt), erforschten bereits bekannte Städte und Landschaften, so Jens Günther (Malerei), Sebastian Harwardt (Grafik) und Sara Möbius (Grafik/Installation), entdeckten, wie Sebastian Gerstengarbe (Grafik) und Jana Mertens (Plastik), befrem­dend-erhellende Kombinationen, vertieften sich in den Zusammenhang von äußerer und innerer Welt, so Andrey Bobb (Malerei/ Grafik), testeten neue handwerkliche Verfahren, wie Lisa Elze (Porzellan), oder die Verräumlichung von Collagen, wie Wiebke Wilms (Objektkunst).

Zur Ausstellungseröffnung sprechen Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung und Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin der Ausstellung. Im Zeitraum der Ausstellung findet ebenfalls eine Lesung von Simone Trieder statt: Unsere russischen Jahre, als auch ein Kinderkunstnachmittag mit Jana Mertens.

field trips
Eine Stipendiatenausstellung der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
25. Januar bis 24. Februar 2019
Eröffnung am 24. Januar 2019 um 19 Uhr
Mi-So, 14 bis 18 Uhr
Eintritt 3€ | ermäßigt 1€
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)

Montag,
28. Januar 2019

bis Montag,
28. Januar 2019
Lesung
Neuwerk 11

Unsere russischen Jahre

Die verschleppten Spezialistenfamilien

In der Nacht vom 22. Oktober 1946 wird das Leben von ca. zweieinhalb tausend Familien in der Besatzungszone der UdSSR schlagartig verändert. Sie werden aus ihrem Schlaf von Soldaten der Sowjetunion gerissen und müssen ihr altes Leben hinter sich lassen für ein neues in einem fremden Land. Ingenieure und Techniker der Flugzeug- und Maschinenindustrie dienen als lebende Reparation. Zusammen mit ihren Familien werden sie in die Sowjetunion verschleppt, eine neue Zwangs-Heimat.

Unter ihnen befindet sich die 22-jährige Studentin Ida, welche anfangs mit Optimismus der neuen Heimat entgegen blickt. Basierend auf Idas Tagebuch schrieb Simone Trieder, die Tochter dieses Russlandkindes, einen neuen Einblick in die kalte Zeit der Nachkriegsjahre. Durch Befragung von Zeitzeugen entstand so ein Werk, welches die unbelichteten Jahre dieser Spezialistenfamilien aufgreift.

Gefördert durch die Kunststiftung präsentiert sie ihr aktuelles Werk im neuen Jahr und gibt zu diesem Anlass eine Lesung in den Ausstellungsräumen der Stiftung.

Für Verpflegung an diesem Abend ist gesorgt.

Unsere russischen Jahre
Die verschleppten Spezialistenfamilien
am 28. Januar 2018 um 19 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
mitteldeutscherverlag.de