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Christoph Liedtke

Bildender Künstler

Internationales Arbeitsstipendium: Tokio
Mai Juni 2018

Aufenthalt bei der Arts Initiative Tokyo

Neben den kulturellen Streifzügen durch die Galerien- und Museenlandschaft Tokios, begann Christoph Liedtke in den ersten Wochen seines Aufenthaltes Fotos für ein Langzeitprojekt, Soundaufnahmen der Großstadtkulisse und Videomaterial zu sammeln und arbeitete sich in das Videoschnittprogramm Filmora und in das Audioschnittprogramm Audicity ein. Das fotografische Langzeitprojekt beinhaltet die Sammlung ausgesuchter Bilder, die eine „Arbeit der Formen“ und damit die Wahrnehmung des Künstlers für den natürlichen Verfall von Formen thematisiert. Entstanden sind ca. 70 Fotografien von Orten und Oberflächen in Tokio. Aus den Soundaufnahmen konzipierte Christoph Liedtke das Hörstück „Tokyo Diamonds Vehicle“, das von Radio Corax ausgestrahlt wurde. Des Weiteren entstanden aus dem Sound- und Videomaterial insgesamt elf kurze Musikvideos, Videosperformances und Stop-Motion-Filme zu unterschiedlichsten Themen. Zum Beispiel sind im Video „Ticket“ Nahaufnahmen von sich überlagernden, sich im Wind bewegenden Flaggen, die sich zahlreich in den Straßen Tokios befinden, zu sehen. Die Soundcollage ist eine Zusammenschnitt eines traditionellen Festzuges, eines pfeifenden Teekessels, Aufnahmen aus einem Glückspielhaus (Pachinko) und des Textes eines Mönchs, der aus dem tibetanischen Totenbuch (Bardo Thödrol) liest. Das Video ist eine Montage spiritueller Aspekte der japanischen Kultur und der Gegenwartskultur des Konsums.
Vita
1985 in Saalfeld (Saale) geboren │ 2007 – 2010 Ausbildung zum Holzbildhauer in Berchtesgaden │ 2010 – 2016 Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle │ 2016 – 2017 Graduiertenstipendium ebenda │2014 Aufenthaltsstipendium in Istanbul, Türkei │ lebt und arbeitet in Halle (Saale)