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Dana Meyer

Bildhauerin

Arbeitsstipendium
September 2012 – Februar 2013

Beleibte Röhren - Schweine/ Pigs

Die Redensart „in die Röhre gucken“ hat seinen Ursprung vermutlich in der Jägersprache, in der die Röhre für einen Dachsbau steht. Der Dachsbau ist sowohl für den Jäger als auch für den Jagdhund nicht zugänglich. Wer in die Röhre gucken muss, hat also das Nachsehen, weil die Beute, der Dachs, schon an einem sicheren Ort ist. Wenn in Dana Meyers Arbeit „Beleibte Röhren“ das Schwein „Manfred“ in die Röhre schaut, kann von leer ausgehen keine Rede sein. Meyer verwendet das Motiv des Schweins als metaphorischen Fingerzeig auf das Phänomen der Überfettung in Industrieländern. Manfreds Gier führt dem Betrachter seine eigenen Verfehlungen vor Augen. Darüber hinaus ist das Projekt als eine Materialstudie zu verstehen, in der mit Stauchung und Streckung gespielt werden soll. Die Tiere, neben „Manfred“ entstanden während des Stipendiums „Martha“ und „Hilde“, sind aus geschmiedeten Stahlplatten zusammengeschweißt. Die Oberflächenstruktur weist Brüche und Öffnungen auf, die Körper sind nicht ganz geschlossen. Fettwülste überlappen die Stahlrohre, die Körper breiten sich im Raum aus, sprengen ihn fast.
Vita
1982 in Halle (Saale) geboren │ 2006 – 2011 Studium an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design im Fachbereich Plastik – Metall – Diplom mit Auszeichnung │ 2009 Studienreisen durch Indien, Nepal, Vietnam│ 2011 Kunstpreis der Stiftung der Saalesparkasse (Anerkennung) │ 2012 Einzelausstellung bei der Galerie Rothamel auf der Art Karlsruhe | Ausstellungsbeteiligungen in Halle, Duisburg, Hof, Coburg, Altengrabow, Essen, Leipzig, Dresden, Katowice (Polen), Pecs (Ungarn), Schwarzenberg, Nürnberg und Erlangen | lebt und arbeitet in Leipzig