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Gerhild Ebel

Grafikerin

Arbeitsstipendium
April – September 2006

Konzeptionelle Blattserien

Gerhild Ebel ist eine Grenzgängerin: Sie arbeitet zwischen Wissenschaft, Wort und Kunst. Alle drei Gebiete befruchten sich gegenseitig aufs Glücklichste: Die Sorgfalt der Wissenschaftlerin, der frei spielende Humor der Wortakrobatin, die formale Ausdruckskraft der Bildkünstlerin. Die konzeptionellen Arbeiten von schlüssiger Aussagedichte mit hoher ästhetischer Kraft haben über Europa hinaus bereits breite Anerkennung gefunden. In der Blattserie »the labyrinth connection« thematisiert sie die engen, kaum durchschaubaren Beziehungen zwischen der Bin-Laden-Family und dem Bush-Clan. Auf Transparentpapier gedruckte sprachliche Collagen aus Texten und verschiedene Grafiken mit labyrinthischen Strukturen sind übereinandergelegt und damit bewusst nur fragmentarisch decodierbar. Außerdem realisierte Gerhild Ebel während der Laufzeit des Stipendiums weitere konzeptionelle Serien, so »portraits«, Psychogramme in Acryl auf Leinwand, »skandinavische reise«, eine Arbeit in Digitaldruck, bei der sie Buchstaben durch Farben ersetzte, sowie »fragment«, ebenfalls in Digitaldruck, bei der die Künstlerin Text durch Grafik substituierte.

Vita
1965 in Halle geboren | 1985–1990 Studium der Phytopathologie an der Martin-Luther-Universität Halle | 1991–2007 Herausgeberin der Künstlerzeitschrift »miniature obscure« gemeinsam mit C. Ahnert I seit 1990 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland | seit 1993 Stipendien und Preise | seit 1998 Lehraufträge im In- und Ausland | seit 2008 Herausgeberin der Zeitschrift für experimentelle Literatur und Kunst „quartett“ | zahlreiche Buchveröffentlichungen in verschiedenen Verlagen | Arbeiten in internationalen Museen, u. a. im Museum of Modern Art, New York; im Centre Pompidou, Paris; in der Tate Gallery, London; im San Francisco Museum of Modern I lebt als freiberufliche Künstlerin, Autorin, Herausgeberin in Halle und Berlin