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Hagen Bäcker

Maler, Grafiker und Bildhauer

Arbeitsstipendium

Staubfänger / Emaillierte Wandobjekte

Der Metallbildhauer hat während seines Stipendiums an einer bewegten Skulptur sowie an einer Serie von emaillierten Wandobjekten gearbeitet. Die Skulptur „Staubfänger“ hat sich entwickelt durch die Arbeit an der davor entstandenen bewegten Skulptur „Lichtfänger“. Eine fast monströse archaische Maschine bewegt einen großen Staubwedel durch den Raum, Motorlärm und Maschinenbewegungen bilden einen Kontrast zur eigentlich sanften Bewegung des Staubwedels mit seiner grellbunten Farbigkeit. Ausgelöst wird die Bewegung mittels Ultraschallsensor, wenn ein oder mehrere Personen sich nähern. Die Dauer der „Aktion“ ist am Sensor einstellbar und endet nach wenigen Minuten, falls sich keine Personen in der Nähe befinden. Die Emaillearbeiten sind ebenfalls eine Fortführung bzw. Weiterentwicklung bereits entstandener Arbeiten. Konkrete bzw. technoide Formen bilden die Träger für klare Farbfelder. Es entstanden Objekte, welche zwischen flächiger und räumlicher Anmutung variieren.
Arbeitsstipendium
Juni – November 2009

Gesichte

Hagen Bäcker sammelt im Internet, dem Ort visueller Selbstvermarktung und geschönter bis kitschiger Bildwelten, Abbildungen von Gesichtern, die Glück verheißen. Auf den Seiten des World Wide Web, auf denen sich der Künstler auf die Suche begibt, findet er den unbedingten Willen der Abgebildeten, ihre einzigartige Attraktivität, ihr individuelles Lebensglück zur Schau zu stellen. Aber gerade durch diesen identischen Wunsch reproduzieren sie gleiche Schemata, ihre Gesichter gerinnen zu Stereotypen. Mindestens zwei solcher Fotografien montiert Hagen Bäcker übereinander, löst sie in Pixel auf, malt sie auf sich plastisch von der Wand abhebende, halbierte Ellipsoide. Für den Betrachter scheinen sich die chimärenhaft Lächelnden beim Vorübergehen zu verändern. Zwar erinnern die „Gesichte“ noch an die Bildwelten, denen sie entstammen, doch trotz ihrer Banalität umgibt sie der Schleier des Geheimnisses.

Vita
1963 in Halle (Saale) geboren │ 1980 – 1983 Schlosserlehre │ 1987 – 1992 Studium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle, Diplom als Metallbildhauer │ 2001 Stipendium im Schloss Wiepersdorf sowie 2002 an der Cité International des Arts Paris │ Einzelausstellungen, u. a. in 1999 im Kunstmuseum Unser Lieber Frauen, Magdeburg; 2001, 2002, 2004 und 2008 in Leipzig; 2005 im Kunstverein Talstraße in Halle; ebd. 2008 im Raum Hellrot sowie im Kunstverein Röderhof, Ausstellungsbeteiligungen u. a. in Wolfsburg, Halberstadt, Kassel, Gera, Coburg, Karlsruhe │ 2011 – 2018 Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Fachklasse Bild Raum Objekt Glas │ lebt als freischaffender Künstler in Halle (Saale)