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Maria Mayer

Textildesignerin

Arbeitsstipendium
Februar – Juli 2020

MATERIAL FLÄCHE FARBE

Die Textildesignerin hat sich im Rahmen des Stipendiums mit dem Thema Erfahrbarkeit von Ressourcen anhand von Material-, Flächen- und Farbstudien befasst. Es wurde eine Materialstudie ausgearbeitet, deren Fokus auf „einfachen“, alltäglichen Rohstoffen liegt. In einem eigens entwickelten Verfahren werden aus Maisstärke und Algenmehl Flächenkonstrukte geformt, die in lebendigen Strukturen erscheinen, und die der Betrachter sinnlich erfahren kann. Die Rohstoffe werden zu einer flüssigen Masse aufgekocht und mit Zusätzen versetzt, um Oberflächen zu schaffen. Um zu einem festen Konstrukt zu kommen, werden textile Techniken bei der Formgebung angewandt, wie z. B. Gießverfahren, Pressverfahren und anschließend Oberflächenmanipulation durch Laserverfahren, Sticken, Weben und Stanzen. Die Farbigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle, denn in ihr wird die Verbindung des Materials zu seinem Ursprung, dem Rohstoff, nochmal verdeutlicht. Die Arbeit stellt zwei elementare Rohstoffe als Ressource vor, ohne eine gezielte Formgebung, hinführend auf Produktentwicklung oder Benutzbarkeit vorzugeben. Im Ergebnis ist eine für den Betrachter begehbare Installation entstanden. Er kann hierbei in sinnlichen Austausch treten und die Rohstoffe in ihrer ganz eigenen Sprache erleben. Die Flächen und Textilien sind modular hängbar. Es entsteht so für jeden Ausstellungsraum neue Möglichkeiten der Hängung und Präsentation. Stahlmodule werden teilweise als Unterkonstruktion benutzt, um die künstlerische Arbeit vom Raum hervorzuheben. Die Größe der einzelnen Flächenmodule variieren zwischen ein und zwei Metern; die der Textilien ebenso.
Vita
1991 in München geboren | 2010 – 2013 Ausbildung zur Herrenmaßschneiderin in München | 2013 – 2019 Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle im Bereich Textildesign – Bachelorabschluss | 2017 – 2018 Gaststudentin der Fachklasse Mode und der Fachklasse BILD RAUM OBJEKT GLAS ebenda | 2015 – 2017 Mitarbeiterin der Siebdruckwerkstatt ebenda | 2012/13 Teilnahme am Avantgardwettbewerb für Kostüm und Kleidung der Landesinnung Bayern, Gewinn der Bronze- und Goldmedaille| 2016 Nominierung für den Giebichensteindesignpreis in der Kategorie Interessantestes Experiment |2017 Artist in Residence „Säulenprojekt“ , Académie Galan e. V., Frankreich | lebt und arbeitet in Dießen und Halle (Saale)