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Max Baumann

Fotograf

Aufenthaltsstipendium
Ahrenshoop
Februar – April 2014

inwendig

Die Strukturen unscheinbarer Gewächse entlang der Küste hat Max Baumann in analogen Schwarzweißfotografien festgehalten.  Seine Motive, die wenigstens zeitweise vom Zugriff des Menschens verschont wurden, hat er am Steilufer von Nierhagen und dem Ahrenshoopener Holz, gefunden. Die Fotografien wurden in Ahrenshoop im Neuen Kunsthaus Ahhrenshoop im Rahmen der Ausstellung "BLEIBEN" von Dezember 2014 bis Februar 2015 gezeigt.  
Aufenthaltsstipendium
Wiepersdorf
September – November 2010

blindlings

Max Baumanns OEuvre war bislang vor allem durch Landschafts- und Naturaufnahmen geprägt. Erstmals in seiner 20 Jahre währenden Arbeit als Fotograf sind Porträts in schwarz/weiß entstanden – die Idee dazu reifte bereits während seines Studiums. In Vorbereitung auf sein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf las der Fotograf Texte deutscher Romantiker, v.a. die zu Ideen und Vorstellungen vom Antlitz des Menschen. Entstanden sind so intime, überscharf wirkende Fotografien, die bis ins kleinste Detail jede Spur des Lebens wiedergeben, die sich in die Gesichter eingeprägt hat. Jegliche aktive Einflussnahme der Porträtierten durch Blick, Pose, Attribute fehlt – sie sind ganz bei sich, geben sich dem Blick des Betrachters so preis, wie sie sich selbst noch nie sahen, in ihrer Fragilität aber auch ihrer Stärke. Dass die Personen, die er nur flüchtig kannte, ihm blindlings vertrauten und für diese ungewöhnliche Serie Modell saßen, überraschte den Fotografen. Entstanden sind zeitlose Bilder, die über die Abgelichteten hinausweisen. Die Arbeit „blindlings“ wurde erstmals im Oktober 2011 im Sprengel Museum Hannover in der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! präsentiert sowie in der Stipendiatenausstellung der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt „Verweile doch!“ im Juli/ August 2012.


Arbeitsstipendium
März – August 2008

Zeitwinkel

In den Fotografien Max Baumanns spielt die Pflanzenwelt eine wesentliche Rolle, zur Motivsuche zieht er aufs Feld: Auf Feldrainen, Äckern und Brachen errichtet er sein Stativ, um verwilderte, außer Acht gelassene Natur zu studieren. In ihrer ungeordneten Natürlichkeit bieten gerade diese Randgebiete kultivierter Landstriche dem Fotografen eine besondere, durchwachsene Dichte an Struktur und Farbigkeit, die er behutsam einfängt und fotografisch interpretiert. Für Max Baumann bilden diese wilden Wiesen gewissermaßen die Vorreiter blühender Landschaften, in denen nur scheinbar Stillstand herrscht. Zur Bearbeitung seiner Bilder greift er bewusst auf die analoge Fotografie zurück, entzieht seine Motive der technischen Perfektion digitaler Fotografie und kennzeichnet sie so als Zeitdokumente. Im eigenen Labor entstehen die selbst entwickelten Dias, die er schließlich auf transparentem Material vergrößert präsentiert. Durch den Einsatz echter Farbpigmente erscheinen die Bilder in unverwechselbarer, reiner Farbqualität. Baumanns Bilder entstehen nicht im schnellen Aufschnappen von Eindrücken und stehen daher im Gegensatz zur gängigen Alltagsfotografie. Der Titel „Zeitwinkel“ meint in diesem Sinne den Moment des ruhigen Findens der Motive und das Einfangen eines Augenblicks. Ein Zeitwinkel ist auch der Ort des Künstlers, an den er sich zurückzieht, eine Art Refugium der Langsamkeit, aus dem er seine fotografischen Blicke sendet. Die Arbeitsergebnisse dieses Stipendiums wurden im Februar 2009 in der Galerie Raum HELLROT präsentiert.
Vita
1961 in Meißen geboren │1984 – 1994 Studium der Architektur an der TU Dresden, danach Studienrichtung Möbel/Ausbau an der Hochschule für industrielle Formgestaltung in Halle, sowie Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst │ 1995 Nachwuchsförderpreis für Dokumentarfotografie der Wüstenrot Stiftung │ 1998 Moskaustipendiat des Senats von Berlin │ 2002 Stipendiat der Akademie der Künste Berlin │ 2008 Arbeitsstipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt │ Teilnahme an mehreren Gruppen- und Einzelausstellungen, darunter 2009 die Ausstellung Zeitwinkel in der Galerie Raum Hellrot, Halle (Saale) │ lebt und arbeitet in Schortewitz