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Murat Haschu

Filmemacher und Medienkünstler

Arbeitsstipendium im Rahmen des wage-mutig Kurzfilmprogramms
November 2007 – Januar 2008

Muttermal - Animationsfilm

Murat Haschu hat während seines Stipendiums das Drehbuch für einen Animationsfilm entwickelt, der sich mit dem Thema Gewalt im Elternhaus beschäftigt. Metaphorisch wird die Geschichte eines Muttermals erzählt, welches eine Reise durch den Kopf eines Menschen unternimmt und dabei Zeuge von befremdlichen Ereignissen wird. Das Gehirn verarbeitet verstörende Erinnerungen an elterliche Gewalt und Missachtung. In den Reminiszenzen wird von Empfängnis und Geburt, von der Abgrenzung der Menschen gegenüber anderen, ihrer Gleichgültigkeit und vom Werteverfall in der Gesellschaft erzählt. Der Film wurde im Rahmen des wage-mutig Kurzfilmprogramms realisiert und konnte im November 2009 bei der ersten wage-mutigen Filmnacht der Kunststiftung im studio halle präsentiert werden.
Arbeitsstipendium
Juli – Dezember 2016
Februar – Juli 2018

FilmStoff

Ziel war es, mit Hilfe des Arbeitsstipendiums eine Video- und Rauminstallation mit textilen Stoffen auszuarbeiten und vorzubereiten. Der Titel des Vorhabens „FilmStoff“ war absichtlich zweideutig gewählt: Im direkten Sinne verkörpert er die Symbiose zwischen Film und Stoff (Textil) in dieser Video- und Rauminstallation. Er symbolisiert aber auch das gefundene Film-Material, das im Film verarbeitet wird und im wahrsten Sinne des Wortes „Stoff für den Film“, d. h. Material für den Inhalt liefert. Als Inspiration dienten die Experimente mit den sogenannten Pawlowschen Hunden Anfang des 20. Jahrhunderts, aus der die Lerntheorie der Klassischen Konditionierung entstand, und die den Ausgangspunkt für den Animationsfilm „FilmStoff“ gab: Die Pawlowschen Hunde stehen als Metapher für den Menschen, der vor dem Fernseher sitzt und bei dem bestimmte Werbung und Nachrichten,  d.h. bestimmte Bilder in Verbindung mit bestimmten Aussagen immer eine bestimmte Reaktion hervorrufen. Es geht um die Beeinflussbarkeit des Menschen durch die Medien. Die ersten Monate des Stipendiums wurden für die Stoffentwicklung, Recherche und das Storyboard benötigt. In den restlichen fünf Monaten fand die Produktion von Zeichnungen, Animation und Montage statt. Parallel hierzu wurden die Entwürfe für die Installation produziert, von denen 3 in der Jacaquard-Technik gewebt wurden. Neben der Modified-Base-Technik wurde u. a. mit Zeitungspapier experimentiert. Entstanden ist ein mit Tusche auf einer Fliese gezeichneter Animationsfilm, der direkt im Dialog mit den Textiltapeten an den Wänden steht. Thematisch spiegelt sich der Filmstoff in der Stofftapete wider. Zusätzlich wird eine zweite Projektion direkt auf die Tapete projiziert. Diese Doppelprojektion wird hier in Anspielung auf die Bilderflut des Fernsehens/ der Medien verwendet bzw. eingesetzt. Die Raum/Videoinstallation aus der Textiltapete und dem ca. 5-minütigem Animationsfilm wurde in der Ausstellung "Körperwelten" in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig erstmals öffentlich präsentiert.
Arbeitsstipendium im Rahmen des wage-mutig Kurzfilmprogramms
Februar – April 2011

Pinocchios pubertäre Träume - Animationsfilm

Im Mittelpunkt des Animationsfilmes steht ein einsamer und in der heutigen Zeit lebender Pinocchio, der erwachsen wird und beginnt, sich für das andere Geschlecht zu interessieren. Allerdings steht ihm dabei immer wieder seine Nase im Weg. Pinocchio verkörpert einen Verlierertyp. In witzigen und überspitzten Episoden werden die Geschichten eines pubertierenden Jugendlichen erzählt, der sich mitten im Selbstfindungsprozess befindet und mit sich und seiner Umwelt hadert.
Vita
1969 in Naltschik, Russland geboren | 1990–1995 Studium an der Kunsthochschule Vladikavkaz | 1995–2005 freischaffend in Berlin | 2005 Studium an der Burg Giebichenstein für Kunst und Design Studienrichtung: Textildesign | 2006 und 2007 Videokurs an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle in der Fachrichtung Medienkunst sowie Teilnahme an mehrerer Ausstellungen | 2007 Vakuum, Videofilm, 2:50 min. (Regie / Drehbuch / Kamera) und Herzensbrecher, Animationsfilm, 2:35 min. (Regie / Drehbuch / Animation) sowie Preis für den Kinotrailer zum Themenjahr der Stadt Halle mitteilenswert. Ein Jahr der Kommunikation, ausgeschrieben durch die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle zusammen mit der Stadtmarketing Halle GmbH und den Franckeschen Stiftungen | seit 2006 Mitglied des Russischen Künstlerverbandes | 2010 Teilnahme mit dem Beitrag Muttermal an den Filmfestivals kurzsuechtig in Leipzig und Festival of Festivals in St. Petersburg | lebt und arbeitet freischaffend in Halle (Saale)