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Nora Mona Bach

Grafikerin

Arbeitsstipendium
Januar – Juni 2016

GLIMMEN - Unland-Triptychon

Ein zartes Gift liegt in der Luft. Aus Kohlestaub und Erinnerungslücken wuchern großformatige Zeichnungen von Tatorten nicht zu rekonstruierender Ereignisse: Naturszenerien, Ödland, Moore, flimmernde Gewässer. Die Künstlerin hat die Geschichte beiläufiger Orte in einem Triptychon festhalten (drei großformatige Kohle-Zeichnungen auf Papier, Pedrella). Zentrales Thema ist die Überwucherung dieser „Unorte“ durch Pflanzen und Wurzeln, mit der auch eine geschichtliche Überschreibung der Plätze einhergeht. Nora Mona Bach entfernte sich dabei experimentell von der klassischen Technik der Kohlezeichnung. Durch lavurartige Spuren und hauchzarte Schichtungen mit Kohlenstaub hat sie eine Detailfülle der großformatigen Werke erzielt, die auch auf die Entfernung sichtbar bleibt – und die Orte glimmen lassen.
Vita
1988 in der Karl-Marx-Stadt geboren │ 2006 – 2012 Studium in der Graphikklasse von Prof. Thomas Rug an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle │ 2012 – 2014 Aufbaustudium ebenda │ 2009 Stipendium der Wilhelm and Lotte Neufeld Stiftung am Klingspor Museum Offenbach │ 2012 Artist in Residence ‘Bodensee Art Fund’, Wasserburg (Bodensee) │ 2014 Artist in Residence Künstlerhaus Hohenossig – Preis der Neuen Sächsischen Galerie – Museum für zeitgenössische Kunst │ Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn │ lebt und arbeitet in Halle (Saale)