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Paul Evermann

Designer

Arbeitsstipendium Januar – Juni 2012

REPARIEREN

Ausgemustert, weggeworfen, verschrottet werden Dinge, weil sie Neuem Platz machen mussten, sich in der Wohlstandsgesellschaft die Reparatur nicht mehr lohnt oder ihr früherer Besitzer sie schlicht „nicht mehr sehen“ konnte. Auf Schrottplätzen oder im Müll entdeckt, sind aber eben das die Ausgangsobjekte für Paul Evermanns veredelndes Recycling. Sie wurden nicht einfach repariert: Neu gestaltete, mit computergesteuerten Technologien wie Laserschneiden oder Schneidplotten hergestellte (Ersatz-)Teile ergänzen das Gefundene, und geben manchem, wie den Kutterkisten oder dem Aluminiumgussstück mit Hammerschlagoptik, eine neue Funktion. Schrank, Regal, Stühle und Lampe, letztlich alles Unikate, funktionieren durch die vereinheitlichende Farbgebung als Gruppe. Die „ästhetische Reparatur“ – ein Ausweg aus der Wegwerfgesellschaft.
Vita
1982 in Schwerin geboren | 2003–2010 Industriedesignstudium an der Burg Giebichenstein – Kunsthochschule Halle, 2008 Erasmusstipendium für die Academy of Arts, Architecture and Design, Prag, seit 2012 Lehrauftrag an der Hochschule Wismar | 2006 IVM-Award for Innovation gemeinsam mit Stephan Schulz, 2010 Anerkennung beim Internationalen Marianne-Brandt-Wettbewerb The Poetry of the Functional, 2010: Nominierung für den Bayerischen Staatspreis | Ausstellungsbeteiligungen: 2010 Milano: Zona Tortona, Kortrijk (Belgien): Interieur Design Bienale, Łódź: Design Festival, Leipzig: Designers Open; 2011: Köln: imm, Milano: Salone Satellite | lebt und arbeitet in Halle (Saale) und Wismar