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Sebastian Neitsch

 Medienkünstler

Internationales Arbeitsstipendium: Istanbul
Februar – März 2011
 



Toys

Sebastians Neitschs Installation Toys besteht aus einer Ansammlung von billigen Spielzeugautos aus Plastik sowie den dazu gehörigen Fernbedienungen. Sobald jemand den Ort der Installation betritt, fangen deren Steuerknöpfe an, sich zu bewegen und die dazugehörigen, im Raum verteilten Autos zu steuern. Die kleinen, blinkenden Autos sind darauf programmiert, permanent gegen die Füße des Besuchers zu fahren. Toys verweist damit zum einen auf die Spielzeugläden Istanbuls, die sich in den beiden Unterführungen der Galatabrücke in Eminönü befinden. Hier wird blinkendes, fahrendes, wackelndes Plastikspielzeug, zumeist aus asiatischer Billigproduktion, bei vollem Einsatz seiner Funktionen vorgeführt. Gelegen auf den Weg in das historische Zentrum Istanbuls mit seinen Sehenswürdigkeiten, können an diesem Ort allzu romantische Vorstellungen von der Stadt am Bosporus schnell ins Wanken geraten. Toys kehrt aber auch ein Prinzip der Medienkunst um, nachdem erst ein Benutzer die Interaktivität der Objekte ermöglicht: Hier sind es die Spielzeuge selbst, die sich dem Besucher nähern, ihn geradezu verfolgen.

Vita
1982 in Hamburg geboren | Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Studiengang Multimedia/Virtual-Reality Design | 2010 Diplom ebenda | 2007 Designpreis Halle; 2010 Künstlerförderpreis der Stadt Friedrichshafen; 2011 Arbeitsstipendium des Kunstfonds Bonns | zahlreiche Ausstellungen und Performances, darunter: 2008 Ars Electronica Festival Linz mit „Episureo“; 2009 Santralistanbul (Istanbul) mit der Projektionsperformance „Quadrature“, Paraflow Festival Wien mit dem „Kunstrasen Roboter“; 2010 Zeche Zollverein Essen, Fassadenprojektion „Quadrangle“ zur Extraschicht, Projektion für den Österreichischen Pavillon auf der Expo Shanghai; 2011 Circuito Electrovisiones, Mexiko City (Mexiko), Goethe-Institut Barcelona, Videomapping auf dem Arc de Triomf