grandpa´s holiday
Die variabel präsentierbaren Glashelme entsprechen den
Wehrmachtshelmen des 2. Weltkrieges und stehen für gescheiterte
Verdrängungsmechanismen und ein generationsübergreifendes Trauma. Sie
symbolisieren die Mauer des Schweigens, die bei den Überlebenden mit
zunehmendem Alter immer brüchiger wurde und unreflektierte, meist
unzusammenhängende Erzählungen hervorbrachte, Reminiszenzen, die wie die an
große Ferienspiele klangen. Gräueltaten, erfahrene, wie begangene, Ängste und
Panikattacken wurden nie erwähnt. Die Arbeit thematisiert den
entindividualisierenden Helm, der die Soldaten schon während des Krieges nicht
schützen konnte und der sie metaphorisch ein Leben lang begleitet hat.
Ines Engelmann, Kuratorin
1978 in Dresden geboren | 2000 – 2009 Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Studiengang Malerei/Glas | 2004 Erasmus - Stipendium Rom, Einzelausstellung Villa Zozzi in Rom | 2005 Einzelausstellung in der Galerie "Blaue Fabrik", Dresden | 2009 Graduiertenstipendium der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen und mit Arbeiten vertreten in den Sammlungen Villa Tozzi/Rom, im Glasmuseum Wertheim, in der Kunstsammlung der Feste Coburg | lebt und arbeitet in Halle (Saale)



