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Susanne Hopmann

Medienkünstlerin

Arbeitsstipendium
Oktober 2014März 2015




Medienübergreifende künstlerische Arbeiten

Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt und schließlich daran zugrunde geht, stand geistig Pate für das interdisziplinäre Kunstprojekt von Susanne Hofmann und Georg Lisek. Unter dem Titel „Narziss Narziss“ entsteht ein medienübergreifendes Gesamtkunstwerk, das sich aus Skulpturen, Installationen, Modellen von Filmsets, Filmfragmenten und verschiedenen Performances zusammensetzt. Im Fokus der einzelnen Bausteine steht die Auseinandersetzung mit der Frage nach Realität und Simulation und der Unterscheidbarkeit von Zeichen und Wirklichkeit. Die einzelnen Arbeiten leben dabei von der Umkehrung der Vorzeichen und dem bewussten Spiel mit dem Erwarteten und dessen Nichterfüllung: Aus der Wirklichkeit wird eine Simulation und umgekehrt. Während des Stipendiums haben Hopmann und Lisek drei Arbeiten realisiert: „Alice“, „Ekstase Ekstase Ekstase“ und „!shine bright!“ sind dabei jeweils als eigenständige künstlerische Werke zu betrachten und zugleich als Studien zu dem Großprojekt „Narziss Narziss“ zu verstehen.
„Alice“, eine dreiteilige Installation aus venezianischem Glas, greift das Thema des narzisstischen Spiegels am konkretesten auf. In den unterschiedlich großen Glasvitrinen, die von einem dunklen Raum umgeben sind, spiegeln sich die ausgestellten, künstlichen Objekte hundertfach, während der Betrachter sein Spiegelbild vergeblich sucht. In der Aktion „Ekstase Ekstase Ekstase“, die im wesentlichen aus drei Elementen besteht – einer Videoprojektion, einem Kammerchor und einer Hundedompteurin mit Pudeln –, agieren die Akteure parallel, aber unabhängig voneinander und zelebrieren damit eine Form von narzisstischer Ignoranz. Die Installation „!shine bright!“ setzt sich kritisch mit der Künstlichkeit bei offiziellen Empfängen und Cocktailparties auseinander. „Ekstase Ekstase Ekstase“ wurde im November 2014 bei der Filmnacht der Kunststiftung „wage-mutig“ aufgeführt. Susanne Hofmann und Georg Lisek betreiben ein Atelier in der ehemaligen Baumwollspinnerei in Leipzig.

 

Vita
1984 in Köln geboren | 2003- 2006 Lehre als Schreibendreherin an der Töpferei "Ars Vivendi" in Trier mit anschließenden Auslandssemester in den USA und in Istanbul|  2013 Diplom im Fachbereich Keramik, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle,| 2007 "Sticky situation aka happy streets", Jugenprojekt gefördert von der deutschen Kulturstiftung Hermannstadt | 2009 Auslandssemester an der Universität Athens Ohio, USA im Fachbereich Kunst, Keramik | 2011 Auslandsstipendium in Istanbul | lebt und arbeitet in Halle (Saale)