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Susanne Ostwald

Modedesignerin

Arbeitsstipendium
November 2005 – April 2006

Kollektion zu Les Ballets Russes

Als Inspiration für ihre Kollektionen entdeckte Susanne Ostwald für sich die Kostüme der Ballets Russes. Grandiose Künstler wirkten bei den legendären Inszenierungen im Paris der 1920er mit: Serge Diaghilew choreographierte, Vaslav Nijinsky und Anna Pawlowa tanzten, Jean Cocteau, das dem Surrealismus verschriebene Allround-Talent, schrieb Szenarien. Je nach dem Flair der einzelnen Ballette wurden ganz unterschiedliche Künstler für Kostüme und Bühnenbild gewonnen: So entwarf Léon Bakst in seiner überbordenden Manier die Kostüme für verschiedene Ballett-Produktionen, unter anderem für Scheherazade und Carnaval (beide 1910) – wahre Feuerwerke aus glühenden Farben, edlen Stoffen, üppigen Drapierungen und Dekorationen Dekorationen. Davon ließ sich Susanne Ostwald zu ihrer von der Kunststiftung geförderten Herbst/Winter-Kollektion 2006/07 anregen, für die das Ballett Petruschka von Igor Strawinsky Pate stand.
Arbeitsstipendium
April – September 2013

Kollektion Frühjahr/ Sommer 2014 - Frauen im Bauhaus

Durch ihr persönliches Interesse an Farben, Texturen und Textildruck ist Susanne Ostwald immer wieder auf die Mode-, Teppich- und Textildesigns der Bauhäuslerinnen Anni Albers, Otti Berger, Lis Beyer-Volger und Gunta Stölzl gestoßen. Sie war fasziniert von deren Stoffen mit vitalen, geometrischen Mustern, von den eingesetzten Webtechniken und kontrastierenden Materialkombinationen. Als sie die Arbeiten erstmals in London im Original sah, war sie von ihrer Aktualität beeindruckt – zum einen wegen des künstlerischen und dekorativen Reizes, zum anderen weil natürliche Fasern und industriell gefertigte Materialien verbunden wurden. Susanne Ostwald hatte selbst bereits einige Zeit mit ähnlichen Materialkombinationen gearbeitet, bei denen sie manuell und industriell Gefertigtes verquickte. Das Arbeitsstipendium gab ihr die Möglichkeit, sich der weiteren Entwicklung und Herstellung außergewöhnlicher Stoffe zu widmen sowie eine Reise nach Dessau ins Bauhausarchiv zu unternehmen. Es entstand eine Serie handgewebter Stoffe aus ungewöhnlichen Materialien, die die Modedesignerin in die bauhausinspirierte Kollektion integrierte.
Vita
1979 in Leipzig geboren | 1999–2006 Studium und Aufbaustudium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle, Studiengang Mode-Design | 2005 Gründung des Labels Ostwald Helgason | seit 2006 regelmäßige Präsentation zur Paris Fashion Week und ebd. im Showroom Rendez-Vous | 2008 Teilnahme an der Beck’s Fashion Experience als eine von sieben ausgewählten deutschen Jungdesignern | lebt und arbeitet seit 2008 in London, ihre Kollektionen sind von den USA bis Asien vertreten