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Die Birnen von Ribbeck

von Friedrich Christian Delius

Die Kammerspiele Magdeburg führen ein Vierteljahrhundert nach der deutschen Wiedervereinigung die 1991 erschienene Erzählung des Büchner-Preis-Trägers, in der Fontanes berühmte Ballade klug und kenntnisreich repliziert wird, in dramatisierter Form auf und versuchen dabei eine Bestandsaufnahme der Deutschen Einheit.  Ein Ribbecker Bauer wird bei einem Fest, das Besucher aus Westberlin aus Anlass der Pflanzung eines neuen Birnbaums geben, zu einem geradezu südamerikanischen Geschichtenerzähler, der die Historie seines Dorfes vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Fall der Mauer erzählt. Angesichts des Festes, bei dem die Gäste zu Gastgebern und die Einheimischen zu Gästen werden, entzaubert er nicht nur die Legende vom Birnbaum und der „guten alten Zeit“, sondern fragt sich und die Festteilnehmer, ob mit dem Beginn der neuen Zeit nun tatsächlich alles besser werden wird. In einer großartigen Suada erzählt der „Festredner“, zunehmend betrunken werdend, intensiv und mit Witz gegen Geschichts- und Gedächtnisverlust an.

Was ist aus seinen Ahnungen und Ängsten ein Vierteljahrhundert später geworden? Wie ist der Stand der Dinge? 

Darsteller:            Michael Günther
Regie:                   Wolf Bunge
Bearbeitung:        Dirk Heidicke

Gefördert durch: Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Die Birnen von Ribbeck
von Friedrich Christian Delius
8. + 9. April 2016 jeweils um 19:30 Uhr
Feuerwache Magdeburg (Café Hirsch)
Halberstädter Strasse 140
39112 Magdeburg
Premiere war am 26.02.15 – Café Hirsch
Kartentelefon: 0391 / 602 809
www.feuerwachemd.de

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