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Die Weite suchen

Falk Schuster

Es ist der Sommer 1987, Familie Schuster aus dem Bezirk Leipzig fährt in den Urlaub. Mit dem Trabant und einem Anhänger macht sie sich auf den Weg zu einer kleinen Privatunterkunft an der Ostsee. Ihr Zielort Klütz liegt in unmittelbarer Nähe zur damaligen Innerdeutschen Grenze. Hier ticken die Uhren anders als irgendwo sonst in der DDR. Volkspolizei, Grenzbrigaden und die Helfer in Zivil haben Augen und Ohren überall und sind ständige Begleiter. Die fleißigen und etwas paranoiden Staatsorgane spähen und sehen überall potentielle Fluchtgefahren.
Die Familie kann sich diesen Privaturlaub nur leisten, weil sie in ihrem  Anhänger alle nötigen Lebensmittel für 14 Tage Urlaub unterbringen konnte und des Weiteren begehrte Tauschwaren an Bord hat. Vaters Beruf macht es möglich. Als Kfz-Schlosser setzt er kostbare Trabi-Ersatzteile ein als Tausch für die Unterkunft in einer umgebauten Garage in einem Hinterhof. Das ist die Eintrittskarte für 2 Wochen Strandurlaub, für unbeschwerte Tage voller Sonnenschein und Meer.

Der teils autobiografische Anima-Dok-Film begleitet die Familie in knapp 30 Minuten durch ihren damaligen Urlaubsalltag. Ein ehemaliger Grenzer berichtet von seiner Arbeit, Einheimische erläutern die „Invasion“ der Sachsen in den großen Ferien und die Familie selbst kommt im Film ebenfalls zu Wort. Persönliche Erinnerungen, Interviews und dokumentarisch aufbereitete Fakten verschmelzen in Falk Schusters Film zu einem im Zeichentrick animierten Reisetagebuch. Die längst vergangene Fahrt erwacht durch einen skizzenhaften Strich wieder zum Leben und lässt Familie Schuster noch einmal nach der Weite suchen.

DIE WEITE SUCHEN feiert seine Weltpremiere auf dem DOK LEIPZIG 2015.

„HALLEPREMIERE“ feiert der Film
DIE WEITE SUCHEN von Falk Schuster
am 15. November 2015 um 17 Uhr
LUCHS KINO AM ZOO
Seebener Straße 172 
Halle 


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