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Einfach prächtig!

Gespräch mit Dr. Renate Luckner-Bien und Dr. Katja Schneider

Die Kuratorin der Ausstellung „Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach“ und die Co-Kuratorin der Landesausstellung Sachsen-Anhalt „Lucas Cranach der Jüngere – Entdeckung eines Meisters“ sprechen über Divergenzen und Konvergenzen im Schmucktragen und Schmuckmachen der Renaissance und der Gegenwart. Die in der Ausstellung präsentierten Schmuckstücke belegen, dass es für die Schmuckkünstler offenbar ein anregender Gedanke ist, das Grundthema des Schmucktragens zwischen Selbstdarstellung und sozialer Disktinktion in der Renaissance zeitgenössisch zu interpretieren. Die Menschheitsgeschichte kennt unendlich viele Formen des Schmückens. Auch die Motivation der Herstellung von Schmuck hat sich immer wieder gewandelt. Die Konstante dabei ist die immer auch als Bekenntnis aufzufassende Selbstdarstellung des Menschen in Beziehung zu seinem sozialen Umfeld und als Ausdruck seiner individuellen Überzeugungen. Vor diesem Hintergrund schlägt die Ausstellung eine Brücke von der Kunst der Renaissance in die der Gegenwart.
Wie sich diese Zusammenhänge auf vielfältige, originelle und mitunter überraschende Weise am einzelnen Stück manifestieren, soll im Gespräch erläutert werden. Die beiden Kuratorinnen finden es „einfach prächtig“, wenn es Schmuckkünstlern gelingt, aus billigem Material ein prächtiges Collier zu entwerfen – nicht zuletzt deshalb, weil sich dann der Wert eines Schmuckstücks an seinem ideellen und nicht an seinem materiellen Wert bemisst.

Einfach prächtig!
Gespräch mit Dr. Renate Luckner-Bien und Dr. Katja Schneider
Freitag, 24. Juli 2015, 17 bis 18 Uhr
Eingangshalle Augusteum │ Lutherhaus
Collegienstraße 54, 06886 Lutherstadt Wittenberg

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