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Eva Mahn ― „theatrum mundi“

Fotografien 1981–2000

Erstmals werden in dieser Schau inszenierte Fotografien aus einem größeren Zeitraum vorgestellt. Die Darsteller agieren in moderner Kleidung oder historischen Kostümen auf schmalen Bühnen. Sie schweben auf Sockeln wie Heilige und allegorische Gestalten aus der Vergangenheit und lassen unschwer erkennen, dass die Fotografin auch Kunstwissenschaftlerin ist. Was sie beeindruckt, sitzt fest im Speicher: die altniederländische Malerei, die Italienische Renaissance und die Kunst der Dürerzeit. Vielleicht hat ihre Dissertation zur deutschen Glasmalerei der Romantik überhaupt erst ihr Interesse an der Farbfotografie geweckt, denn bis 1999 waren ausschließlich Schwarz-Weiß-Fotografien von ihr bekannt. Diese Vermutung beruht auf den leuchtenden Farben ihrer neueren Serien „Heilige Familie“ 2000 – 2002, „Paradies: Rot“ 2009 – 2011 und „Strawberry Hill“ 2013.
Der ewige Kreislauf von Geburt und Tod, Werden und Vergehen und die sich immer wiederholenden Menschheitsdramen, die aus der Sehnsucht nach Schönheit, Wohlstand und Vollkommenheit entstehen und zu Verführung und Abhängigkeit, Eifersucht, Neid, Missgunst, Hass und am Ende zu Einsamkeit, Trauer und Verzweiflung führen, haben es ihr angetan: Es ist, wie es ist, es war niemals anders, es wird immer so sein.

 

Eva Mahn ― „theatrum mundi“
Fotografien 1981–2000
14. Januar – 7. Februar 2020
Öffnungszeiten: Di–Fr von 12–18 Uhr | Sa von 10–13 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Eröffnung: Di., den 14. Januar 2020, um 19 Uhr
es spricht: Prof. Alena Fürnberg, Halle (Saale)

 

Galerie Himmelreich
Breiter Weg 213b, Ecke Danzstraße,
39104 Magdeburg
www.galerie-himmelreich.de

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