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FANTITASTISCH Kunst und Design nicht nur für Kinder

Das Goethe-Institut Hanoi hörte von dem enormen Erfolg der Ausstellung FANTITASTISCH#2 in Halle und lud die Kunststiftung Sachsen-Anhalt ein, mit ihren Stipendiaten und der Ausstellung  „FANTITASTISCH#2“ auf Reisen zu gehen. Dafür wurden Arbeiten aus der Ausstellung FANTITASTISCH#2 folgender StipendiatInnen ausgewählt: Julia Kaupitwa, Carolin Malur, Ines Schmiegel, Anne Sommer, Gunther Schuhmann, Juri Spetter und Maria Taebling.

Julia Kaupitwa und Carolin Malur arbeiten gemeinsam unter dem Label JulicaDesign. Die beiden Designerinnen entwerfen Möbel und Accessoires für Kinder, mit denen auch gespielt werden kann.

Mit dem textilen Baukasten von Ines Schmiegel kann sich jeder ganz ohne Nähmaschine ein individuelles Stofftier basteln. Teile aus Stoff lassen sich mit Klettbändern verbinden und immer wieder neu zusammensetzen.

Anne Sommer, die ein Aufenthaltsstipendium in New York hatte, ließ sich von der Stadt inspirieren: Durch die vielen verschiedenen Menschen, die sie dort traf im Bus, in der U-Bahn, auf der Straße, überall. Ihre Eindrücke verdichtete sie zu verschiedenen Charakteren, aus denen sie textile Figuren entstehen ließ, die einerseits Marionette und andererseits auch Rucksack sind. Dieses Spielmode-Accessoire können Kinder immer zum Spielen dabei haben.

Witzige Laufräder für Kinder entwickelte Juri Spetter. Das Besondere daran: sie werden aus Weggeworfenem gebaut. Denn verschrottet werden Dinge, weil sie Neuem Platz machen mussten, sich in der Wohlstandsgesellschaft die Reparatur nicht mehr lohnt oder ihr früherer Besitzer sie schlicht „nicht mehr sehen“ konnte. Auf Schrottplätzen oder auf der Straße entdeckt, sind es Ausgangsmaterialien für Juri Spetter.

Für das iPhone entwickelte Maria Taebling eine App, die Farben in Töne verwandelt. SLOOM ist ein Sound-Art-Projekt, bei dem jeder zum Klangkünstler wird und ganz unterschiedliche Klangwelten aus der Umgebung hervorlocken kann. Die Farben sind bestimmten Klängen zugeordnet.

Kaum ein Mensch hat heute noch Zeit. Wie kann das sein, wo wir doch alle unzählige Hilfsmittel benutzen, um genau diese einzusparen? Gunther Schumann fand Antworten auf diese Fragen im Kinderbuch „Momo“ von Michael Ende. Dort sind die grauen Herren Agenten der Zeitsparkasse. Sie stehlen unsere Zeit, indem sie uns von der Notwendigkeit der Zeitökonomie überzeugen. Letztendlich machen sie uns damit zu ihren Sklaven. In Kombination aus Rap, Kinderbuch und einer lebensgroßen Comicwelt entstand ein Musikvideo, welches das Ideenuniversum von Michael Ende neu interpretiert.

Die Stipendiaten Juri Spetter und Anne Sommer werden zudem auf Einladung des Goethe-Instituts Kunstvermittlungsworkshops mit Kindern in Hanoi durchführen.

Die Eröffnung wird am 4. Juni 2017 gefeiert und bis 30. Juni 2017 ist dann die Ausstellung für Kinder und Erwachsene geöffnet.

FANTITASTISCH
Kunst und Design nicht nur für Kinder
Eröffnung am 04.06.2017 um 10 Uhr
4. – 30. Juni 2017 täglich von  09-19 Uhr
Goethe-Institut Hanoi
56-58 Nguyen Thai Hoc
Ba Dinh, Hanoi

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