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„gottgewollt – Die grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth“

Stipendiaten Tina Pruschmann & Marco Warmuth beleuchten das Leben der Ordensschwestern

Seit 125 Jahren prägen die Schwestern von der heiligen Elisabeth mit ihrem ordenstypischen Habit das Stadtbild von Halle. Die ersten drei Schwestern kamen 1891 in die Stadt. Sie wurden berufen, um zu helfen, wo die Not am größten war. Die Klosterfrauen bezogen eine Mietwohnung im Graseweg und begannen mit der Suppenausgabe für arme Schulkinder. Aus den Anfängen im Graseweg wuchs eine Schwesterngemeinschaft, zu der in ihren Hochzeiten mehr als 100 Ordensfrauen gehörten. Sie waren und sind in der Kranken-, Kinder- und Altenpflege, in der Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge tätig und versorgen Bedürftige am Elisabeth-Tisch.
Heute leben noch rund 30 Schwestern in Halle. Es ist die letzte Generation; die gesamte deutsche Ordensgemeinschaft hat keinen Nachwuchs. Mit ihnen wird die Gemeinschaft der Grauen Schwestern in Halle und in der deutschen Provinz zu Ende gehen.

Im Rahmen von Arbeitsstipendien der Kunststiftung Sachsen-Anhalt erarbeiteten der Fotograf Marco Warmuth und die Autorin Tina Pruschmann unter dem Titel „gottgewollt“ ein Bild- und Interviewband, der das Leben dieser letzten Hallenser Grauen Schwestern porträtiert und im Mitteldeutschen Verlag erschienen ist.

In „gottgewollt“ wird Leben und Alltag der Ordensfrauen gezeigt. Die Künstler spüren einer Lebensweise nach, die aus der Zeit gefallen scheint angesichts einer Gesellschaft, in der individuelle Freiheit und Wohlstand zur zentralen Lebensorientierung geworden sind.

 

„gottgewollt – Die grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth“
Ausstellung zum Bild- & Interviewband
27. September – 24. November 2019
geöffnet von 8–18 Uhr
Eröffnungsveranstaltung: 26.09., um 18 Uhr
Buchpräsentation im Foyer: 22.11., um 19 Uhr

 

Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara
Mauerstraße 5
06110 Halle (Saale)

Weiter Informationen zum Projekt unter: gottgewollt.info

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