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HIMMELSLEITER

eine Uraufführung

„Als der erste Weltkrieg vorbei war, brach die gewohnte Ordnung in sich zusammen. Wo war nun oben, wo unten? Der Akteur meines Oratoriums findet sich nicht mehr zurecht. Zwei Diktaturen, noch ein Krieg, die Bilanz dieses gelebten Lebens ist verheerend. Wie kann ich da Mensch bleiben?“ Im Oratorium erzählt der Großvater seinem Enkel sein Leben, in der Hoffnung, dass dieser ihm nun mit der Grabrede die Himmelsleiter baue für dieses Jahrhundertleben, das er weder als Täter noch als Widerstandskämpfer verbracht hatte. „Ein Oratorium für ein ganz normales Leben“, meint Schumann, der Librettist, „weil ich meine, dass der Mensch geboren ist zum Überleben und nicht verpflichtet ist, zu widerstehen. Es ist auch die Verantwortung der Politik, für Verhältnisse zu sorgen, die Widerstand nicht nötig machen“, meint Schumann. Mit dem Harmoniker Jens Naumilkat, dem Improvisateur Prof. Günter Baby Sommer und dem Chorleiter Michael Scholl fand er drei Komponisten, die, dem ziehenden Jahrhundert entsprechend eine Musik schufen, die sehr emotional dieses sehr emotional besetzte Thema angehen.
Gefördert wurden Komposition und Uraufführung durch die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, das Kulturbüro der Stadt Magdeburg, das Kompetenzzentrum für Musik Magdeburg, die Landeszentrale für politische Bildung, die Stadtsparkasse Magdeburg und die Städtischen Werke Magdeburg sowie durch die Katholische Gemeinde St. Andreas.

Besetzung
Ludwig Schumann – Text + Sprecher
Jens Naumilkat – Musik + Cello
Günter „Baby“ Sommer – Musik + Perc
Kantor Michael Scholl – Musik + Leitung
Kammerchor der Biederitzer Kantorei

HIMMELSLEITER
So, 22.11.2015, 17 Uhr
St.-Andreas-Kirche Magdeburg
Eintritt: 10|9 €

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