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Kreis mit Berg

Lesebühne

Das Thema der Lesebühne heißt „Russisch Brot“. Christian Kreis war als Stipendiat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zwei Monate in St. Petersburg unterwegs. „Dort musste er feststellen, dass russisches Brot nicht die Form von Buchstaben hat. Und kopftuchtragende Frauen, die man in der Mitte durchsägt und auseinanderklappt, haben keine weiteren Frauen in sich drin. Ein klarer Beweis dafür, dass wir uns über Russland meist völlig falsche Vorstellungen machen. Peter Berg war auch schon mal in Russland gewesen. Nämlich 1985 zu einem Schüleraustausch für vier Wochen in Moskau. Dort hatte er, nach einer Wartezeit von über zwei Stunden, Lenin gesehen und war enttäuscht. Lenin ist kein Riese von vier Metern, wie es alle Denkmäler nahelegen, sondern nur ein kleines Männchen. Von dieser Enttäuschung hat er sich bis heute dann doch erholt und liest einen Text über seine Audienz beim Revolutionsführer. Gastautor Jochen Schmidt war auch schon in Moskau, aber wo war Jochen Schmidt noch nicht. Als Reiseschriftsteller schrieb er Gebrauchsanweisungen für die Bretagne, Rumänien und Ostdeutschland. Als detailversessener Romanautor ist er der Marcel Proust des Ostens oder vielmehr Marcel Proust der Jochen Schmidt des Westens. Er war 16 Jahre lang Mitglied der Berliner Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“ und ist aktives Mitglied der deutschen Autorennationalmannschaft. Er hat den Kasseler Förderpreis für komische Literatur bekommen und beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gelesen, ohne den Humor zu verlieren. Andy M. spielt dazu auf seiner amerikanischen Balalaika, besser als Banjo bekannt, russische Weisen.“ (Ch. Kreis)

Lesebühne „Kreis mit Berg“.
Mittwoch, 27. Januar, 20 Uhr
Palais S bei den Kiebitzensteinern
Ankerstraße 3c
Halle

Eintritt: 5 Euro/ 3 Euro ermäßigt

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