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Michiko Yamawaki – Eine Japanerin am Bauhaus

bebilderter Vortrag von Prof. Mariko Takagi

Die 20-jährige Japanerin Michiko Yamawaki begleitete ihren Mann, Iwao Yamawaki, 1930 ans Bauhaus in Dessau. Sie hatte zuvor keinerlei Vorausbildung im Bereich Kunst oder Design. Sie folgte ihrem Mann, der bereits ein ausgebildeter Architekt war, nicht nur in ein fremdes Land, sondern in ein gänzlich neues Umfeld, an eine der modernsten Kreativ-Schmieden jener Zeit. Michiko Yamawaki stammte aus einer Familie in der die Tradition und Kultur des Tees noch gelebt wurde. Die junge Frau suchte und fand Parallelen zwischen dem Bauhaus und der Tee-Zeremonie: „(…) Das Bauhaus und die japanische Tee-Zeremonie haben viele Gemeinsamkeiten. (…) In beiden Welten wird das Minimalistische und Funktionale als positiv empfunden. Es ist die Haltung, möglichst die Eigenschaften des Materials zu bewahren. Als ich dies bemerkte, sah ich zum ersten Mal meinen Platz am Bauhaus.“ (Michiko Yamawaki, 1995)

Michiko Yamawaki studierte bei Josef Albers und Wassily Kandinsky, in der Webwerkstatt lernte sie von Otti Berger und Anni Albers. Als das Bauhaus in Dessau 1932 geschlossen wurde, kehrten die Yamawakis zurück nach Japan und verbreiteten dort den Geist des Bauhauses.

 

Mariko Takagi, Professorin in Kyoto (Japan), Buchgestalterin und Autorin zahlreicher Bücher zur japanischen Kultur, wird ihr neuestes Buchprojekt zur japanischen Bauhäuslerin Michiko Yamawaki in einem bebilderten Vortrag vorstellen. Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, moderiert.

Der Vortrag findet im Rahmen der Bauhaus-Ausstellung „Tasting Tomorrow – Porzellan, Bauhaus und Kulinarik“ mit freundlicher Unterstützung des Mies van der Rohe Haus statt.

 

Michiko Yamawaki – Eine Japanerin am Bauhaus
bebilderter Vortrag von Prof. Mariko Takagi
am Sonntag, den 12. Mai 2019, um 15 Uhr
Eintritt frei

Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11 | 06108 Halle
www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

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