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Place_ment

Objekte und Schmuck als Verweis auf Herkunft und kulturelle Identität 

Vom 17. bis 19. Oktober 2013 stellen die Schmuckkünstlerinnen Alessandra Pizzini, Johanna Zellmer und Beate Eismann in der Schule für Zeitgenössischen Schmuck und Design Alchimia in Florenz die Resultate einer zweijährigen Zusammenarbeit vor.

Drei Menschen, drei Lebenswege und drei künstlerische Handschriften finden in einem interkulturellen Ausstellungsprojekt zusammen. Das Gemeinschaftsprojekt Place_ment – Objekte und Schmuck als Verweis auf Herkunft und kulturelle Identität befasst sich mit national, sozial und ethnisch geprägten Anwendungsmöglichkeiten von Schmuck als öffentlichem Symbol und persönlichem Gegenstand. Ziel der Künstlerinnen unterschiedlicher Herkunft ist es, Verbindungen ihrer verschiedenen Erfahrungshorizonte zu finden, das Gemeinsame im Verschiedenen und das Einzigartige im Allgemeinen zu ergründen.

Ausstellungseröffnung und Symposium: 17. Oktober 2013, 18 Uhr
Vorträge der Künstlerinnen: 17. Oktober 2013 , 17.00 Uhr

Lieblingsdinge und Erinnerungsstücke sind häufig Besitztümer, die einer Person lieb gewonnen hat, besonders pflegt und an speziellen Orten aufbewahrt. Alessandra Pizzini, in Italien geboren und in Deutschland lebend, setzt sich mit persönlichen Gegenständen als Trägern und Vermittlern von Identität auseinander. Ausgehend von der Sammlung erinnerungs- und bedeutungsgeladener Gegenstände ihrer Wohnung, untersucht sie die konkreten Anlässe für die Bindung an solche Objekte.

Als deutsche Staatsbürgerin die in Neuseeland lebt, beschäftigt sich Johanna Zellmer in ihrer künstlerischen Arbeit mit der Frage nach der Entstehung nationaler Identitäten. Dabei richtet sie ihr Augenmerk auf den Gebrauch und die Identifikation mit ikonografischen nationalen Symbolen. Sie transkribiert Interviews, rahmt Portraits und bearbeitet Münzen, die durch die Verwendung von fast unsichtbaren kleinen Plastikschläuchen zu tragbarem Schmuck werden.

In der Arbeit der deutschen Künstlerin Beate Eismann, die zeitweise in Mexiko gelebt hat, geht es um aktuelle Reproduktionsmöglichkeiten und die Beziehung zwischen Original und Kopie. Sie scannt analoge Druckvorlagen und nutzt die gewonnenen digitalen Daten als Basis für dreidimensionale „Re-Materialisierungen“, die sie auch unter Benutzung von Originalklischees in Schmuck und größere Objekte umsetzt.

Das Projekt wird unterstützt durch das Ausstellungs- und Galerieförderprogramm frei-raum der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen zum Projekt und zu den Künstlerinnen unter:
www.klimt02.net/exhibitions

18. – 19. Oktober 2013
Place_ment
Alchimia Schule für Zeitgenössischen Schmuck und Design
Piazza Piattellina 3/r , 50124 Florenz, Italien

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