Loading...

SIMULACRI

Multimedia-Projekt von Künstlerinnen und Künstlern aus Leipzig und Hannover

Inhaltliche Klammer des künstlerischen Austausches zwischen Leipzig und Hannover ist der als Ausstellungstitel gewählte Begriff Simulacri in all seinen Facetten, wie er sich auch als Intention in zeitgenössischen, konzeptuell-künstlerischen Strategien wiederfinden lässt. Ein Simulacrum rekonstruiert seinen Gegenstand neu durch Selektion und Neukombination. Es entsteht eine “Welt, die der ersten ähnelt, sie aber nicht kopieren, sondern einsehbar machen will” (Roland Barthes).

Das Projekt wird einen Bogen spannen vom zumeist negativ konnotierten Ersatz des “Echten” durch das Imitat eines Gegenstands oder – im Falle des Filmklassikers “Matrix” – einer ganzen Welt bis zum Einsatz von Surrogaten aus Kostenersparnis-Gründen in der industriellen Fertigung oder zur Analyse und modelhaften Beschreibung von Dingen und Prozessen.

Im öffentlichen urbanen Raum werden Simulacri, die dem unvoreingenommenen Blick eines zufällig vorrübergehenden Passanten ausgesetzt sind, ihre Kondition unter Beweis stellen können: beispielsweise als unerkanntes Mimikri oder irritierendes Surrogat von Wirklichkeit, wie beispielsweise bei Rüdiger Stankos geplanter Inszenierung einer scheinbar festgefrorenen Bewegung hinter einem Wohnungsfenster Lindens. Einen anderen Ansatz verfolgt Hanno Küblers Foto-Serie “Hamburger Hafen”, die als Collage montiert sich selbst einen Rahmen setzt. Der Wahl-Leipziger Norbert Meissner hingegen zeigt eine Multimedia-Arbeit mittels Einsatz von Laserstrahlen und mehrer in Kreuzform genagelter Smartphones als synonyme Anspielung auf die Herrschaft der Social Media-Welt.

Ein begleitendes Kunstvermittlungsprogramm bietet als Podiumsdiskussion ein “Künstlergespräch” sowie mehrere Workshops und Führungen, um die Besucherinnen und Besucher bei ihrer Erforschung des Simulierten zu unterstützen.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Leipzig:
Undine Bandelin | Marek Brandt | Carsten Busse | Hartmut Kiewert | Jens Pfuhler | Norbert Meissner 

Hannover:
Helmut Hennig | Magda Jarzabek | Hanno Kübler | Rüdiger Stanko

Vernissage: Samstag, 29. April, 19 Uhr

SIMULACRI
30. April – 28. Mai 2017
Öffnungszeiten: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr
1. Mai ebenfalls geöffnet
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2 Euro
Kunstverein Kunsthalle Hannover e.V.

Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
Tel. 0511 / 45 50 01
www.kunsthalle-hannover.de

Zurück zur Übersicht