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Paula Wolber

Nein. Doch. Nein. Doch. Wer hat ein solches Streitgespräch noch nie geführt? Die Bildhauerin Paula Wolber hat eine typografische Installation mit dem Titel „NEINDOCH: Ein Streitgespräch“ auf dem Dach eines 120 Meter langen Garagenkomplexes aus den 1980er Jahren angebracht. Dafür hat sie in ihrem Leipziger Atelier zahlreiche Buchstaben aus leuchtendem Plexiglas geklebt und geschraubt. Am Ende sind es 184 Buchstaben und 40 Meter Schrift geworden, die das lange Garagendach schmücken. Die Worte Nein und Doch wechseln sich ab und werden wiederholt – ein scheinbar endloses Streitgespräch ohne Aussicht auf Einigung.

Die Künstlerin saß zu Beginn des Projektes lange vor den Garagen in Allstedt, nahm Kontakt zu den Garagenbesitzern auf: „Ich wollte sie von Beginn an einbeziehen und irgendwann wusste ich: Es wird Schrift und es geht um die Frage, wie definiert man gerecht?“ Ursprünglich wollte Paula Wolber mit Metall arbeiten, entdeckte dann aber schnell das Plexiglas für sich, das in der Sonne und im Licht eine besondere Leuchtkraft entfaltet.

Offen lässt die Künstlerin, ob es sich bei ihrem Streitgespräch um einen inneren Monolog oder um einen Dialog handelt. Wird am Ende ein Nein stehen oder ein Doch? Mit dem Kunstwerk thematisiert Paula Wolber Streit und Einigung, auch mit Humor, denn die ständige Wiederholung im Streitgespräch droht oftmals ins Lächerliche zu kippen.

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