Andreas Köppe: Fruchtbarer Irrtum

Fruchtbarer Irrtum – Das Fragment als Katalysator der Fantasie – Die Ruine als Inspirationsquelle
Eigentlich ist Andreas Köppe Maler und Textilkünstler, sein Repertoire hat er allerdings im vergangenen Jahr im Rahmen des Winckelmann-Stipendiums erweitert und sich dafür mit Wirkung und Bedeutung der architektonischen Fragmente, der Ruinen und archäologischen Stätten der griechischen Antike auf unsere Aktualität und Wahrnehmung auseinandergesetzt. Fragmente, so empfindet es der Künstler, regen die Fantasie an und lassen Raum für Irrtümer. Die Thematik untersuchte Andreas Köppe auf vielerlei Weise: zeichnerisch, malerisch, plastisch, experimentell-bauend und an zeitgenössischen Werken reflektiert.Besonders die griechische vorhellenistische Antike hat es Andreas Köppe angetan. Neben dem mythologischen Stoff, der griechischen Plastik, der Architektur und Stadtplanung haben ihn die Art der griechisch-antiken Raumplanung im Zusammenspiel mit der natürlichen Umgebung fasziniert.

Entstanden sind während des Stipendiums 18 Plastiken aus Beton und Gips unter Verwendung von Schalungsformen aus Bau- und Verpackungsresten mit Bezug auf die Deutung archäologischer, antiker Funde und Ruinen oder architektonischer Fragmente.

Das Stipendium richtete sich an Künstlerinnen und Künstler aller Genres, die sich mit dem Werk von Johann Joachim Winckelmann, seiner Sicht auf die Antike sowie mit der antiken Kunst selbst beschäftigen wollten und beinhaltete Aufenthalte im Winckelmann-Museum Stendal, im Archäologischen Museum der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg, im Wörlitzer Park und in der Villa Romana in Florenz.

Livestream aus der Kunststiftung

Über die URL:

livestream.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

können Sie am 9. April unseren Livestream mitverfolgen.

 

Als erste Kultureinrichtung in Halle (Saale) bietet die Kunststiftung Sachsen-Anhalt eine Live-Führung durch ihre aktuelle Ausstellung an, die im Internet besucht werden kann. Die Stipendiatenausstellung „Geschmeide“  kann  aufgrund der aktuellen Coronasituation derzeit nicht besichtigt werden.

Die Leiterin der Kunststiftung, Manon Bursian, wird gemeinsam mit Georg Dobler, einem der renommiertesten deutschen Schmuckkünstler, während des virtuellen Rundgangs jedes einzelne der Ausstellungsstücke vorstellen. Darunter sind nicht nur Schmuckstücke, sondern auch Bilder und Plastiken. Zuschauer, die sich während der Führung über die Seite www.livestream.kunststiftung-sachsen-anhalt.de zugeschaltet haben, können live Fragen stellen. Die Führung findet am Donnerstag, dem 9. April, um 19 Uhr statt.

Beteiligt an der Schau sind 18 Stipendiaten der Kunststiftung, kuratiert wurde sie von Christin Irrgang.