Stipendiat*innenausstellung Geschmeide ist geschlossen.

„Die schönste Jungfrau sitzet dort oben wunderbar; ihr goldnes Geschmeide blitzet, sie kämmt ihr goldenes Haar.“, wusste bereits der Dichter Heinrich Heine die Erscheinung der sagenumwobenen Loreley in Worte zu fassen, wenngleich mutmaßlich nicht recht zu deuten.

Das Wohlgefallen an Schmuck und Dekor ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Als Ausdruck von Individualität, Abgrenzung, Zugehörigkeit oder auch als Statussymbol bediente man sich dieses Stilmittels, zunächst in Form von schmückenden Elementen aus Knochen, Tierzähnen, Federn, Krallen und Malereien sei es auf Wänden, Gefäßen oder auch der Haut des Körpers. Im Verlauf der Evolution wurden nicht nur die Materialien edler und kostbarer, sondern die Fertigung von Geschmeiden avancierte in einem scheinbaren Wettstreit zur Meisterdisziplin.

Zunächst überwiegend den Männern vorbehalten, dekorierten in der Hochkultur der Antike beispielweise wohlhabende Römerinnen beinahe jedes Körperteil vom Scheitel bis zur Sohle mit schmückenden Elementen. Das eigene Heim war von Dekor in unterschiedlichster Weise nicht unbefleckt.

Ein Geschmeide ist jedoch weit mehr als die Summe seiner Teile. Es ist vielmehr eine Komposition verschiedener Zutaten – seien es nun kostbare Metalle, Edelsteine, Stoffe oder auch Materialien, die erst auf den zweiten Blick ihre Wertigkeit entfalten.

Durch die Hand des Gestalters gelangen sie in eine neue Daseinsform und werden zum Schmuck, zur Zierde, zu einer schönen Dekoration und Mode oder gar zum Spiegel des Zeitgeistes einer Epoche.

Geschmeide ist eine Ausstellung mit Arbeiten von 17 Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung Sachsen-Anhalt:
• Mareen Alburg Duncker
• Sawa Aso
• Theresa Bastek
• Nicole Bauer
• Sophie Baumgärtner
• Heike Becker
• Julia Bosch
• Bernhard Elsässer
• Linda Grüneberg
• Andreas Köppe
• Bettina Jungrichter
• Ulrike Mäder
• Nicole Lehmann
• Christine Matthias
• Annekathrin Pohle
• Luise von Rohden
• Luise de Villiers
Sie alle haben sich zu unterschiedlichen Themen mit der Gestaltung von Exponaten in ihren jeweiligen Genres auseinandergesetzt. Schmuckelemente sind im engeren oder auch weiteren Sinne entstanden, denn in der Ausstellung werden nicht nur Arbeiten von Schmuckkünstlerinnen und Künstlern präsentiert, sondern auch jene aus anderen Disziplinen, die vielleicht erst bei nochmaligem Hinsehen im Auge des Betrachters zu einem Geschmeide im herkömmlichen Sinn des Wortes gebracht werden. Geschmeide, sie funkeln und glänzen, sind zart und anschmiegsam zuweilen auch rau, kantig oder spröde, gewiss aber nicht bedeutungslos.

Ein exklusives Rahmenprogramm für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene findet am 21. März unter dem Motto „klein – fein – mein“ Upcycling-Schmuck mit der Schmuckdesignerin Mareen Alburg Duncker sowie am 28. März 2020 mit dem Mode- und Schmuckdesigner Bernhard Elsässer zum Thema „FlunkerKlunker“  Schmuckmachen aus Fundstücken jeweils um 15 Uhr statt, begleitet werden die Kinderkunstnachmittage für Interessierte von einer Kuratorenführung. Um Anmeldung zum Rahmenprogramm wird gebeten unter:
oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftungsachsen-anhalt.de

ACHTUNG: Die Kinderkunstnachmittage und Führungen finden derzeit aus gegebenen Anlass nicht statt.

Geschmeide
Die Ausstellung ist geschlossen.
Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
Eintritt 3€ | 1€
Teilnahmegebühr Rahmenprogramm: 5 € p. P.

 

 

 

Stellenausschreibung: Mitarbeiter (m/w/d)  im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement

Das Land Sachsen-Anhalt hat im Jahr 2004 eine eigene Kunststiftung gegründet, die ihren Sitz in Halle an der Saale hat. Die Stiftung fördert Kunstprojekte, vergibt Stipendien und initiiert eigene Projekte, die in besonderem Maße geeignet sind, das Kunstschaffen in Sachsen-Anhalt zu befördern und öffentlich zur Geltung zu bringen.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt sucht zum 1. April 2020 einen Mitarbeiter (m/w/d)  im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement.

Aufgabengebiete:

  • Management und Betreuung der gesamten Öffentlichkeitsarbeit der Kunststiftung: Verfassen von Pressetexten, Gastbeiträgen und Erstellen von Publikationen, Redaktion und Weiterentwicklung der Internetseite und der Social Media-Kanäle, strategische Medien- und Stakeholderbeobachtung sowie Konzeption, Planung und Durchführung von Kampagnen
  • Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen der Kunststiftung sowie Moderation von Gesprächsrunden und Veranstaltungen und Personaleinsatzplanung
  • Mitarbeit bei der Entwicklung und Durchführung von Sonderprojekten
  • Management und Betreuung von Einmietungen in die Veranstaltungsräume der Kunststiftung
  • Mitwirkung bei der Vor- und Nachbereitung der Gremiensitzungen
  • Abwesenheitsvertretung der Sekretariatsleitung

Vorausgesetzt werden ein Hochschulabschluss vorzugsweise in den Kommunikations- oder Medienwissenschaften, Journalismus oder einer vergleichbaren Fachrichtung und Berufserfahrung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungs- bzw. Projektmanagement.

Wir wünschen uns eine engagierte Persönlichkeit mit sicherem Auftreten, selbständigem, zielorientiertem und strukturiertem Arbeiten, mit ausgeprägten kommunikativen und organisatorischen Fähigkeiten, sehr guter Ausdrucksfähigkeit sowie einem sicheren und präzisen Schreibstil. Teamfähigkeit, ein hohes Maß an Eigeninitiative und Flexibilität, einen sicheren Umgang mit MS-Office-Programmen und dem CMS wordpress, sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie Führerscheinklasse 3 setzen wir voraus. Erfahrung in der Online-Kommunikation und mit weiteren Content-Management-Systemen sowie Kenntnisse in Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten und ein großes Interesse für zeitgenössische Kunst sind erwünscht.

Die Vergütung erfolgt nach Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen bis zu E 10 TV-L und ist auf zwei Jahre befristet. Eine Entfristung ist grundsätzlich möglich. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle, die grundsätzlich teilbar ist.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht.

Ihre Bewerbung senden Sie bitte bis zum 21.03.2020 an die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle. Bewerbungen per E-Mail werden nicht berücksichtigt.

 

 

 

Skulptur „Tatti mit der Puppe“ von Rebekka Rauschhardt findet dauerhaft eine Heimat im Freilichtmuseum Diesdorf

Sommer 2018 im Freilichtmuseum Diesdorf: Im nördlichsten der acht teilnehmenden Museen des HEIMATSTIPENDIUMs, einem Sonderförderprogramm der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, das vor allem kleinere, im ländlichen Raum gelegene Museen durch zeitgenössische Kunst mehr in die öffentliche Wahrnehmung , schuf die Bildhauerin Rebekka Rauschhardt (* 1978) fünf Sandsteinskulpturen. Mit ihrem innovativen Projekt „1 2 3 4 Eckstein … wir kommen“ entwickelte sie mit Diesdorfer Schulkindern und. Besucher*innen des Museums spielerisch Ideen für Figuren und Attribute, die dann die gestalterische Grundlage für die jeweils eine Tonne schweren Sandsteinskulpturen bildeten. Die Skulptur „Tatti mit der Puppe“ wird nun Teil der Sammlungen der Museen des Altmarkkreises Salzwedel. „Der Altmarkkreis Salzwedel stellt durch vielfältige Maßnahmen wichtige und richtige Weichen für die Zukunft des Freilichtmuseums und unterstreicht damit dessen Stellenwert als identitätsstiftender Kultureinrichtung, die als Leuchtturm über die Altmark hinausstrahlt“, bedankte sich Museumsleiter Dr. Jochen Alexander Hofmann. Der Ankaufspreis beträgt 5.000 Euro. Für den Ankauf wurden Fördermittel der Sparkasse Altmark West (1.000 Euro) und der Landeskunststiftung Sachsen-Anhalt (2.000 Euro) bewilligt. Zur Unterzeichnung des Kaufvertrages waren neben der Künstlerin auch Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, und Hans-Jürgen Behr, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Altmark West nach Diesdorf gekommen.

Manon Bursian dankt vor allem der Künstlerin Rebekka Rauschhardt für ihre mutige Idee, eines der ältesten Kinderspiele in einen kulturhistorischen Kontext einzubinden und vor Ort ein breites Netzwerk zu den Menschen und vor allem den Kindern aufgebaut zu haben. „Eine erstaunliche Leistung ohne Scheu und mit einer so wunderbar herzlichen Offenheit, die unglaublich viel zum Gelingen und Erfolg des HEIMATSTIPENDIUMS beigetragen hat.“, so Manon Bursian.

Der erste Auftakt des HEIMATSTIPENDIUMs war 2017 mit insgesamt acht Museen und neun Künstler*innen. Rebekka Rauschhardt erinnert sich: „Ich denke sehr gerne an meine Zeit in Diesdorf und die vielen freundlichen Menschen in der Altmark zurück“. Zudem freue sie sich, dass „Tatti“ nun dauerhaft eine Heimat im Freilichtmuseum Diesdorf bekomme. Auch die übrigen vier Sandsteinskulpturen verblieben als Dauerleihgaben im Freilichtmuseum Diesdorf, erläuterte Landrat Michael Ziche.

Die Tandems für das HEIMATSTIPENDIUM#2 werden am 3. April 2020 juriert und die Ergebnisse in 2021 voller Spannung erwartet. Auf dem Weg dahin wird an zehn Orten in zehn Museen in Sachsen-Anhalt eine Vielzahl von Veranstaltungen stattfinden.

 

10. März 2020

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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Einladung zum Presserundgang zur Stipendiatenausstellung in der Kunststiftung: Geschmeide.

Das Wohlgefallen an Schmuck und Dekor ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Als Ausdruck von Individualität, Abgrenzung, Zugehörigkeit oder auch als Statussymbol bediente man sich dieses Stilmittels, zunächst in Form von schmückenden Elementen aus Knochen, Tierzähnen, Federn, Krallen und Malereien sei es auf Wänden, Gefäßen oder auch der Haut des Körpers. Im Verlauf der Evolution wurden nicht nur die Materialien edler und kostbarer, sondern die Fertigung von Geschmeiden avancierte in einem scheinbaren Wettstreit zur Meisterdisziplin. Die kommende Stipendiatenausstellung Geschmeide zeigt  zeitgenössische künstlerische Positionen in den Räumen der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zum Thema Schmuck mit einem Blick über den Tellerrand. Geschmeide ist eine Ausstellung mit Arbeiten von 16 Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung Sachsen-Anhalt: Mareen Alburg Duncker | Sawa Aso | Theresa Bastek | Nicole Bauer | Sophie Baumgärtner | Heike Becker | Julia Bosch | Bernhard Elsässer | Linda Grüneberg | Andreas Köppe | Bettina Jungrichter | Ulrike Mäder  |  Nicole Lehmann | Christine Matthias | Annekathrin Pohle | Luise von Rohden | Luise de Villiers

Sie alle haben sich zu unterschiedlichen Themen mit der Gestaltung von Exponaten in ihren jeweiligen Genres auseinandergesetzt. Schmuckelemente sind im engeren oder auch weiteren Sinne entstanden, denn in der Ausstellung werden nicht nur Arbeiten von Schmuckkünstlerinnen und Künstlern präsentiert, sondern auch jene aus anderen Disziplinen, die vielleicht erst bei nochmaligem Hinsehen im Auge des Betrachters zu einem Geschmeide im herkömmlichen Sinn des Wortes gebracht werden. Geschmeide, sie funkeln und glänzen, sind zart und anschmiegsam zuweilen auch rau, kantig oder spröde, gewiss aber nicht bedeutungslos.

Wir laden Sie herzlich zum Presserundgang durch die Ausstellung Geschmeide am 10. März 2020 um 14 Uhr in die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, Halle (Saale) ein.

Ablauf:
14 Uhr Begrüßung durch Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
14:10 Uhr Rundgang mit der Kuratorin der Ausstellung Christin Irrgang

Danach beantworten die Beteiligten Ihnen gern weitere Fragen und stehen für Interviews zur Verfügung.

 

03. März 2020

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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UNSEEN / UNGESEHEN. BLICKE AUF EUROPA. VIER FOTOGRAFEN AUF REISEN

Während europäische Großstädte weiter wachsen, gibt es Regionen in Europa, die abgeschnitten sind vom Wachstum und der öffentlichen Wahrnehmung. Was bewegt Menschen in diesen Orten? Vier Fotograf*innen sind auf Einladung des Goethe-Instituts Mailand nach Albanien, Deutschland, Italien und Belarus gereist, um verschiedene Lebenswelten zu beleuchten. Die Ergebnisse sind ab dem 18. Januar 2020 in der Ausstellung „UNSEEN / UNGESEHEN“ in Halle zu sehen. Zur Eröffnung in den Ausstellungsräumen der Kunststiftung Sachsen-Anhalt sprechen u. a. Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, und Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts.

Die Fotograf*innen Jutta Benzenberg aus Albanien, Andrei Liankevich aus Belarus, Livio Senigalliesi aus Italien und Mila Teshaieva aus Deutschland haben sich für das Projekt „Im Schatten – Familien in Europa“ des Goethe-Instituts Mailand auf Reisen begeben, um das ungesehene, verborgene Europa mit der Kamera und in Gesprächen festzuhalten: In Dörfern und Kleinstädten Albaniens und Sachsen-Anhalts, im Sumpfgebiet Polesien in Belarus und den Kohleabbaugebieten Sardiniens in Italien blicken sie in das Leben der Menschen außerhalb der großen urbanen Zentren. Entstanden sind rund 120 Momentaufnahmen, die in der von Gabi Scardi kuratierten Wanderausstellung „UNSEEN / UNGESEHEN“ zusammengebracht wurden. Die Aufnahmen fokussieren – jeweils aus dem Blick des*r Fotografen*in – auf das Leben der Menschen, ob in ihrer Wohnung, auf der Straße oder in fast ungesehenen Momenten. Ergänzt werden die Fotografien von Videoaufnahmen und Texten, die die Fotograf*innen und ihre Begleiter*innen während ihrer Reise aufgezeichnet haben. Nach Stationen in Mailand, Rom, Tirana und Pahost wird die Ausstellung nun am 18. Januar 2020 in den Räumen der Kunststiftung Sachsen-Anhalt in Halle eröffnet. Die Station bildet gleichzeitig den Abschluss der Wanderausstellung. Zur feierlichen Eröffnung sprechen Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, und Katrin Oswald-Richter, Leiterin des Goethe-Instituts in Mailand.

Ausstellungseröffnung „UNSEEN / UNGESEHEN. Blicke auf Europa. Vier Fotografen auf Reisen“
Ort:
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale)
Eröffnung: 18. Januar 2020, 15 Uhr. Anschließend ist die Ausstellung bis zum 23. Februar 2020 von mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintritt: frei

Weitere Informationen sowie alle Reiseberichte und weitere Fotos der Fotograf*innen finden Sie unter: www.goethe.de/italien/imschatten

Die Ausstellung „Unseen / Ungesehen. Blicke auf Europa. Vier Fotografen auf Reisen“ ist das Endergebnis des Projekts „Im Schatten – Familien in Europa“ des Goethe-Instituts Mailand. Mit freundlicher Unterstützung von MiCamera Milano, Museo di Roma, Monat der Fotografie Minsk, Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Agentur Ostkreuz, Italienische Botschaft in Minsk, Deutsche Botschaft in Tirana, Honorarkonsul Belarus in Sardinien, Archivsbehörde von Sardinien, Unternehmen Carbosulcis, Gewerkschaft CGIL Cagliari und Sulcis-Iglesiente, IGEA SpA, Kommune Buggerru, Verein der Ex-Bergarbeiter, die Frauenbeauftragte und die Museen der Kommune Bitterfeld-Wolfen und lokalen Journalist*innen und Begleiter*innen.

 

Mit Künstlerblick ins Museum: Bewerbungsschluss für HEIMATSTIPENDIUM #2 – Frist endet am 3. Februar 2020

Nachdem im November 2019 zehn Museen aus allen Teilen Sachsen-Anhalts für die zweite Runde des von der Kunststiftung ausgeschriebenen HEIMATSTIPENDIUMs ausgewählt worden sind, geht nun die Bewerbung für Künstlerinnen und Künstler in die heiße Phase. Für sie endet die aktuelle Bewerbungsrunde am 3. Februar 2020.

Im Rahmen des einjährigen HEIMATSTIPENDIUMs können sich Künstlerinnen und Künstler aller Sparten mit den musealen Sammlungen der ausgewählten Museen befassen, die Bestände erkunden und in den Archiven verborgene Schätze entdecken, um davon inspiriert neue Werke zu schaffen, die das kulturelle Erbe reflektieren.

In Vorbereitung auf die Bewerbung haben in den vergangenen Wochen rund 40 interessierte Künstlerinnen und Künstler die Gelegenheit genutzt, an vier von der Kunststiftung organisierten Bustouren zu den Museumsstandorten teilzunehmen. In diesem Rahmen haben sie sich einen ersten Überblick über die Sammlungen sowie über potenzielle Arbeitsmöglichkeiten vor Ort verschafft. „Die Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aber auch der von ihnen besuchten Museen, war durchweg positiv. „Diese Reaktionen belegen einmal mehr das tief gehende inhaltliche Interesse am Heimatstipendium, aber auch an der vielfältigen Museumslandschaft unseres Bundeslandes“, sagt Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes-Sachsen-Anhalt.

Die Ausschreibung richtet sich an freischaffende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben. Es werden bis zu zehn Stipendien in Höhe von jeweils 12.000 Euro pro Künstler/in an zehn Museen vergeben. Das Stipendium startet im Mai 2020 und dauert bis einschließlich April 2021. Zum Abschluss des Programms gibt es im Frühjahr 2021 an allen Museen Präsentationen und Ausstellungen der künstlerischen Werke in Korrespondenz zu den Sammlungen.

Bewerbungen können noch bis zum 3. Februar 2020 per Post (es gilt der Poststempel) oder persönlich (es gilt der Eingangsstempel der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt) bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale) eingereicht werden.

Bei Anfragen zum HEIMATSTIPENDIUM senden Sie bitte eine Mail an heimat@kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

Alle Details zur Ausschreibung, das Antragsformular und eine Übersicht der ausgewählten Museen finden Sie hier

22. Januar 2020

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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UNSEEN / UNGESEHEN. BLICKE AUF EUROPA. VIER FOTOGRAFEN AUF REISEN

Während europäische Großstädte weiter wachsen, gibt es Regionen in Europa, die abgeschnitten sind vom Wachstum und der öffentlichen Wahrnehmung. Was bewegt Menschen in diesen Orten? Vier Fotograf*innen sind auf Einladung des Goethe-Instituts Mailand nach Albanien, Deutschland, Italien und Belarus gereist, um verschiedene Lebenswelten zu beleuchten. Die Ergebnisse sind ab dem 18. Januar 2020 in der Ausstellung „UNSEEN / UNGESEHEN“ in Halle zu sehen. Zur Eröffnung in den Ausstellungsräumen der Kunststiftung Sachsen-Anhalt sprechen u. a. Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, und Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts.

Die Fotograf*innen Jutta Benzenberg aus Albanien, Andrei Liankevich aus Belarus, Livio Senigalliesi aus Italien und Mila Teshaieva aus Deutschland haben sich für das Projekt „Im Schatten – Familien in Europa“ des Goethe-Instituts Mailand auf Reisen begeben, um das ungesehene, verborgene Europa mit der Kamera und in Gesprächen festzuhalten: In Dörfern und Kleinstädten Albaniens und Sachsen-Anhalts, im Sumpfgebiet Polesien in Belarus und den Kohleabbaugebieten Sardiniens in Italien blicken sie in das Leben der Menschen außerhalb der großen urbanen Zentren. Entstanden sind rund 120 Momentaufnahmen, die in der von Gabi Scardi kuratierten Wanderausstellung „UNSEEN / UNGESEHEN“ zusammengebracht wurden. Die Aufnahmen fokussieren – jeweils aus dem Blick des*r Fotografen*in – auf das Leben der Menschen, ob in ihrer Wohnung, auf der Straße oder in fast ungesehenen Momenten. Ergänzt werden die Fotografien von Videoaufnahmen und Texten, die die Fotograf*innen und ihre Begleiter*innen während ihrer Reise aufgezeichnet haben. Nach Stationen in Mailand, Rom, Tirana und Pahost wird die Ausstellung nun am 18. Januar 2020 in den Räumen der Kunststiftung Sachsen-Anhalt in Halle eröffnet. Die Station bildet gleichzeitig den Abschluss der Wanderausstellung. Zur feierlichen Eröffnung sprechen Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, und Katrin Oswald-Richter, Leiterin des Goethe-Instituts in Mailand.

Ausstellungseröffnung „UNSEEN / UNGESEHEN. Blicke auf Europa. Vier Fotografen auf Reisen“
Ort:
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale)
Eröffnung: 18. Januar 2020, 15 Uhr. Anschließend ist die Ausstellung bis zum 23. Februar 2020 von mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintritt: frei

Kontakte:

Björn Hermann
Kurator der Ausstellung in der
Kunststiftung Sachsen-Anhalt
oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de

Hannah Cuvalo
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 481
hannah.cuvalo@goethe.de

Chiara Sermoneta
Kulturprogramm
Goethe-Institut Mailand
Tel. +39 02 77691732
sermoneta.kultur@goethe.de

Weitere Informationen sowie alle Reiseberichte und weitere Fotos der Fotograf*innen finden Sie unter: www.goethe.de/italien/imschatten

Die Ausstellung „Unseen / Ungesehen. Blicke auf Europa. Vier Fotografen auf Reisen“ ist das Endergebnis des Projekts „Im Schatten – Familien in Europa“ des Goethe-Instituts Mailand. Mit freundlicher Unterstützung von MiCamera Milano, Museo di Roma, Monat der Fotografie Minsk, Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Agentur Ostkreuz, Italienische Botschaft in Minsk, Deutsche Botschaft in Tirana, Honorarkonsul Belarus in Sardinien, Archivsbehörde von Sardinien, Unternehmen Carbosulcis, Gewerkschaft CGIL Cagliari und Sulcis-Iglesiente, IGEA SpA, Kommune Buggerru, Verein der Ex-Bergarbeiter, die Frauenbeauftragte und die Museen der Kommune Bitterfeld-Wolfen und lokalen Journalist*innen und Begleiter*innen.

09. Januar 2020

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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Sehnsuchtsort Los Angeles: Kunststiftung schreibt Stipendium aus

Die „Stadt der Engel“ wird Los Angeles liebevoll genannt und steht für große Geschichten, Film und seit einigen Jahren für herausragende zeitgenössische Kunst. Mehr als 200 Galerien und Museen gibt es heute in Los Angeles und Umgebung. Viele große Künstler leben schon lange hier. Im September 2015 hat hier mit The Broad eines der größten Privatmuseen der Welt eröffnet. Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt hat seit vielen Jahren eine Kooperation mit der dortigen Villa Aurora und vergibt gemeinsam mit ihr Stipendien für Künstlerinnen und Künstler aus Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2020 ist es ein dreimonatiger Aufenthalt in der Künstlerresidenz, auf den sich Kunstschaffende bewerben können.

Die Ausschreibung richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aller Genres aus Sachsen-Anhalt, die an US-amerikanischer Geschichte und Kultur interessiert sind und sich von der Landschaft und der besonderen historischen wie zukunftsgewandten Aura des Ortes für ihre kreative Arbeit inspirieren lassen möchten. Der Aufenthalt soll Anregungen und Möglichkeiten bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen, ein Projekt zu realisieren und zum deutsch-amerikanischen Kulturaustausch beizutragen.

Die Villa Aurora in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles, ist ein Ort internationaler Kulturbegegnungen. Zur Zeit des nationalsozialistischen Regimes war das von Marta und Lion Feuchtwanger bewohnte Haus Treffpunkt vieler Künstler und Intellektueller, die im Exil lebten. Unter anderem gingen dort Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Albert Einstein, Fritz Lang und Charly Chaplin ein und aus. Um das Andenken an die Exilanten wachzuhalten, die aus Deutschland nach Kalifornien emigrierten und das Kulturleben an der amerikanischen Westküste nachhaltig beeinflussten, wurde die Villa Aurora 1995 als Begegnungsstätte für Künstler neu eröffnet. In der fruchtbaren Atmosphäre der Künstlerresidenz entstanden schon vielfältige Kunstwerke, zahlreiche Stipendiaten sind aus der heutigen internationalen Kunst- und Literaturszene nicht mehr wegzudenken.  

Bewerbungen können bis zum 22. Januar 2020 (Poststempel) bei der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale), eingereicht werden. Nähere Informationen zum aktuellen Bewerbungsverfahren erfahren Sie unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

15. Dezember 2019

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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Letzte Möglichkeit: Die Bauhaus-Medieninstallation TYPO UTOPIA ist noch bis 22. Dezember 18 Uhr zu sehen

»Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar.« (Paul Klee 1920)

Wer schon immer einmal wissen wollte, was man mit Buchstaben anstellen kann, sollte die Chance nutzen, sich die raumergreifende Installation TYPO UTOPIA in der Kunststiftung anzusehen. Die zwei Grafikerinnen Anja Krämer und Claudia Dölling gestalteten eine großflächige, umlaufende Projektion, die Buchstaben zeigt, welche sogar Städte und Flugzeuge grafisch entstehen lässt. Auch der Punkt und die Linie stehen hier als Symbol für das Erzeugen von Wörtern. Der komponierte Klangteppich von Alexander Nickmann und die bewegten Buchstaben verbinden sich zu einer animierten Welt, inmitten derer man sich treiben lassen kann.

Die Buchstaben in unserer 360°-Projektion fliegen und funkeln, sie wachsen in die Höhe, sie lösen sich auf und verbinden sich zu neuen Formen, sie gehen spazieren und schaffen neue, virtuelle Räume. Wir wollten eine Arbeit schaffen, die sich mit den vielfältigen Ideen der BauhäuslerInnen auseinandersetzt und die Besucher so verzaubert, dass die Zitate noch lange in einem nachklingen.“ (Claudia Dölling und Anja Krämer, 2019)

Anlass für diese Medieninstallation ist das Bauhausjubiläum: Zitate von Bauhäuslerinnen und Bauhäuslern waren nicht nur Inspiration für die Umsetzung von TYPO UTOPIA, sondern übermitteln dem Betrachter auch ein Stück Zeitgeschichte zur Typografie. Zu sehen ist die Installation noch bis zum 22. Dezember 2019 immer von Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr.

Herzlichen Dank: Auf diesem Wege möchten wir ein großes Dankeschön an alle Journalistinnen und Journalisten der regionale und der überregionale Presse senden, die uns mit ihren Veröffentlichungen über unsere Bauhausprojekte das ganze Jahr unterstützten. Durch viele Publikationen und Berichterstattungen konnte die Kunststiftung ein sehr breites Publikum erreichen und damit eine größere Öffentlichkeit über die Themen zum Bauhausjahr informiert werden. Wir wünschen Ihnen  allen ein besinnliches Weihnachten  und ein kunstvolles Neues Jahr.

15. Dezember 2019

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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Stiftungsrat beschloss rund 265 000 Euro zur Förderung zeitgenössischer Kunst in Sachsen-Anhalt – Stipendiaten aus Afrika zu Gast in Sachsen-Anhalt

Der Stiftungsrat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt hat am 9. Dezember 2019 die Förderung von 35 Künstlerinnen, Künstlern und Kunstprojekten beschlossen. Für die Umsetzung der Förderungen wird eine Geldsumme in Höhe von rund 265 000 Euro zur Verfügung gestellt. Bei der Finanzierung der Fördermaßnahmen wird die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Fördermittelvereinbarung unter anderem von der Kloster Bergesche Stiftung unterstützt. Insgesamt haben sich 90 Künstlerinnen/Künstler und Projektteams um die verschiedenen Fördermöglichkeiten beworben. Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt schreibt jährlich Stipendien und Förderungen aus, um Kunst und Kultur in Sachsen-Anhalt gezielt und nachhaltig zu unterstützen. Der nächste Termin für die Abgabe von Anträgen ist am 1. Juli  2020. Aktuell sind ein dreimonatiges Stipendium für Los Angeles sowie ein Aufenthaltsstipendium für Ahrenshoop im Jahr 2020 ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist für beide Stipendien endet am 22. Januar 2020. Das HEIMATSTIPENDIUM geht ab Mai 2020 in die zweite Runde: Der Antragsschluss ist der 3. Februar 2020. Künstlerinnen und Künstler können sich mit den Sammlungen der teilnehmenden Museen bzw. Gedenkstätten auseinandersetzen und dabei vorgefundene Objekte mit einer eigenen Arbeit neu interpretieren. Dabei sollen sie auch die Ideengeschichte Sachsen-Anhalts fortschreiben.

Maßgebend für eine Förderung sind Originalität und Realisierbarkeit der Antragsvorhaben. Die vom Stiftungsrat zur Förderung bestimmten künstlerischen Konzepte überzeugten durch die Aussicht auf konstruktive Impulsgebung und nachhaltige Wirkung für die Kunst- und Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt. So beschloss der Stiftungsrat beispielsweise die Förderung des Projektes „Augenblicke – Eine Stadt tanzt“, der letzte Teil einer Trilogie von zeitgenössischen Tanzstücken, das von der Bürgerstiftung Halle (Saale) realisiert wird. Die Berliner Choreografen Be und Mevlana van Vark erarbeiten mit 150 Hallenserinnen und Hallenser aller Altersgruppe ein Tanzstück, welches im Februar 2021 in der Oper in Halle Premiere feiern wird. Den ersten Teil der Trilogie „Das Fest-eine Stadt tanzt“ wurde bereits von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt unterstützt. Ebenso erhält das KünstlerInnentrio Hanna Müller-Kaempffer, Philipp Eichhorn und Danilo Halle eine Förderung. Sie haben eine Ateliergemeinschaft unter dem Namen „LadenAtelier“ in der Trifftstraße 19a gegründet. Dort soll zwischen April und August 2020 eine Ausstellungsreihe zu den Themen Bewegung, Konstruktion, Licht und Schatten entstehen. Räumliche Gegebenheiten der unmittelbaren Umgebung sollen dabei ebenso inspirieren wie der kommunikative Austausch mit PassantInnen und AnwohnerInnen. Das Ladenlokal wird so Teil des öffentlichen Lebens.

In den letzten zwei Jahren wurde das Stiftungsförderfeld beispielsweise durch das HEIMATSTIPENDIUM und das Kunstvermittlungsprogramm kinder-leicht erweitert, um eine interdisziplinäre Vernetzung mit regionalen und globalen Denkern, Künstlern und Institutionen auch jenseits der Kunstszene zu erreichen. Zur Ausweitung der internationalen Vernetzung werden im nächsten Jahr Gastkünstlerinnen und -künstler für einen zweimonatigen Aufenthalt nach Sachsen-Anhalt eingeladen und von der Kunststiftung betreut. Der Stiftungsrat hat deshalb den Aufenthalt von Johanna Bramble und Papa Mamadou Ndoye aus Dakar für das Frühjahr 2020 befürwortet. Die Textilkünstlerin Johanna Bramble überzeugte durch ihre künstlerisch, handwerklich und ästhetisch sehr hochwertigen Entwürfe. Papa Mamadou Ndoyes künstlerische Position überzeugte durch die Qualität des Designs seiner Arbeiten, die traditionelle Ansätze mit modernen verbinden. Beide Künstler sollen mit ansässigen Textilkünstlern und Designern sowie mit Verantwortlichen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die einen exzellenten Ausbildungszweig in beiden Bereichen aufweist, vernetzt werden. Unterstützt wird dieses Programm durch das Goethe Institut Dakar.

Folgende Vorhaben werden gefördert:

Projektförderungen

Bildende und Angewandte Kunst:

  • Dana Meyer, Publikationszuschuss
  • Silke Trekel, Publikationszuschuss
  • Matthias Ritzmann, Publikationszuschuss
  • Altmarkkreis Salzwedel, Kunstankauf „Tatti mit der Puppe“ von Rebekka Rauschhardt, entstanden während des HEIMATSTIPENDIUMS
  • Prof. Rolf Müller, Zuschuss zur Ausstellung „Harald Döring“

Darstellende Kunst und Film

  • Bürgerstiftung Halle, Zuschuss zum Tanzstück „Augenblicke – Eine Stadt tanzt
  • Sophie Bartels, Zuschuss zum Theaterstück „‚#LADY CLOWN oder Feministische Ansichten eines Clowns“

Literatur

  • Verein Literaturhaus Halle e. V., Zuschuss zur Lesereihe „Dramatische Realitäten 2.0 GLAUBE KLIMA PARADIS“

Interdisziplinäre Vorhaben und Medienkunst

  • Corax e. V., Zuschuss „Radio Art Residency – Import/ Export“
  • Raum für Kunst Halle e. V., Zuschuss für das Kunstprojekt „Statt Rand: Zukunft“
  • Wall & Space e. V., Zuschuss zum Kunstprojekt „ha:neo 2020“

wage-mutig Kurzfilmförderung

  • FilmVermoegen GmbH, Produktionskostenzuschuss „PAOLOS GLÜCK“
  • Tim Nowitzki, Produktionskostenzuschuss „le sacrifice“
  • Alisa Khaet, Drehbuchförderung „Feferle (AT)“

frei-raum

  • Hanna Müller-Kaempffer, Zuschuss zum Kunstprojekt „Fensterschau“

Arbeitsstipendien

Johanna Bartl (Installation/ Fotografie)
Michaela Benedan (Keramik)
Laura Bielau (Fotografie)
Angelina Bobb (Malerei)
Felicitas Fäßler (Glaskunst)
Katja Fedulova (Film)
Matthias Frahm (Film)
Robert Hahn (Objektkunst)
Sascha Henken (Industriedesign)
Alexej Hermann (Kunstvermittlung/ Film)
Manuela Homm (Keramik)
Susanne Hopmann (Konzeptkunst)
Nadine Kradorf  (Film)
Maria Mayer (Textildesign)
Judith Milz (Medienkunst)
Hilde Pank (Fotografie)
Martin Patze (Industriedesign)
Conni Trieder (Musik)
Lea Schweinfurth (Modedesign)
Lina Zacher (Film)

 

10. Dezember 2019

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
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Kathrin Westphal
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Stiftungsrat beschloss rund 265 000 Euro zur Förderung zeitgenössischer Kunst in Sachsen-Anhalt – Stipendiaten aus Afrika zu Gast in Sachsen-Anhalt

Der Stiftungsrat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt hat am 9. Dezember 2019 die Förderung von 35 Künstlerinnen, Künstlern und Kunstprojekten beschlossen. Für die Umsetzung der Förderungen wird eine Geldsumme in Höhe von rund 265 000 Euro zur Verfügung gestellt. Bei der Finanzierung der Fördermaßnahmen wird die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Fördermittelvereinbarung unter anderem von der Kloster Bergesche Stiftung unterstützt. Insgesamt haben sich 90 Künstlerinnen/Künstler und Projektteams um die verschiedenen Fördermöglichkeiten beworben. Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt schreibt jährlich Stipendien und Förderungen aus, um Kunst und Kultur in Sachsen-Anhalt gezielt und nachhaltig zu unterstützen. Der nächste Termin für die Abgabe von Anträgen ist am 1. Juli  2020. Aktuell sind ein dreimonatiges Stipendium für Los Angeles sowie ein Aufenthaltsstipendium für Ahrenshoop im Jahr 2020 ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist für beide Stipendien endet am 22. Januar 2020. Das HEIMATSTIPENDIUM geht ab Mai 2020 in die zweite Runde: Der Antragsschluss ist der 3. Februar 2020. Künstlerinnen und Künstler können sich mit den Sammlungen der teilnehmenden Museen bzw. Gedenkstätten auseinandersetzen und dabei vorgefundene Objekte mit einer eigenen Arbeit neu interpretieren. Dabei sollen sie auch die Ideengeschichte Sachsen-Anhalts fortschreiben.

Maßgebend für eine Förderung sind Originalität und Realisierbarkeit der Antragsvorhaben. Die vom Stiftungsrat zur Förderung bestimmten künstlerischen Konzepte überzeugten durch die Aussicht auf konstruktive Impulsgebung und nachhaltige Wirkung für die Kunst- und Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt. So beschloss der Stiftungsrat beispielsweise die Förderung des Projektes „Augenblicke – Eine Stadt tanzt“, der letzte Teil einer Trilogie von zeitgenössischen Tanzstücken, das von der Bürgerstiftung Halle (Saale) realisiert wird. Die Berliner Choreografen Be und Mevlana van Vark erarbeiten mit 150 Hallenserinnen und Hallenser aller Altersgruppe ein Tanzstück, welches im Februar 2021 in der Oper in Halle Premiere feiern wird. Den ersten Teil der Trilogie „Das Fest-eine Stadt tanzt“ wurde bereits von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt unterstützt. Ebenso erhält das KünstlerInnentrio Hanna Müller-Kaempffer, Philipp Eichhorn und Danilo Halle eine Förderung. Sie haben eine Ateliergemeinschaft unter dem Namen „LadenAtelier“ in der Trifftstraße 19a gegründet. Dort soll zwischen April und August 2020 eine Ausstellungsreihe zu den Themen Bewegung, Konstruktion, Licht und Schatten entstehen. Räumliche Gegebenheiten der unmittelbaren Umgebung sollen dabei ebenso inspirieren wie der kommunikative Austausch mit PassantInnen und AnwohnerInnen. Das Ladenlokal wird so Teil des öffentlichen Lebens.

In den letzten zwei Jahren wurde das Stiftungsförderfeld beispielsweise durch das HEIMATSTIPENDIUM und das Kunstvermittlungsprogramm kinder-leicht erweitert, um eine interdisziplinäre Vernetzung mit regionalen und globalen Denkern, Künstlern und Institutionen auch jenseits der Kunstszene zu erreichen. Zur Ausweitung der internationalen Vernetzung werden im nächsten Jahr Gastkünstlerinnen und -künstler für einen zweimonatigen Aufenthalt nach Sachsen-Anhalt eingeladen und von der Kunststiftung betreut. Der Stiftungsrat hat deshalb den Aufenthalt von Johanna Bramble und Papa Mamadou Ndoye aus Dakar für das Frühjahr 2020 befürwortet. Die Textilkünstlerin Johanna Bramble überzeugte durch ihre künstlerisch, handwerklich und ästhetisch sehr hochwertigen Entwürfe. Papa Mamadou Ndoyes künstlerische Position überzeugte durch die Qualität des Designs seiner Arbeiten, die traditionelle Ansätze mit modernen verbinden. Beide Künstler sollen mit ansässigen Textilkünstlern und Designern sowie mit Verantwortlichen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die einen exzellenten Ausbildungszweig in beiden Bereichen aufweist, vernetzt werden. Unterstützt wird dieses Programm durch das Goethe Institut Dakar.

Projektförderungen

Bildende und Angewandte Kunst:

  • Dana Meyer, Publikationszuschuss
  • Silke Trekel, Publikationszuschuss
  • Matthias Ritzmann, Publikationszuschuss
  • Altmarkkreis Salzwedel, Kunstankauf „Tatti mit der Puppe“ von Rebekka Rauschhardt, entstanden während des HEIMATSTIPENDIUMS
  • Prof. Rolf Müller, Zuschuss zur Ausstellung „Harald Döring“

Darstellende Kunst und Film

  • Bürgerstiftung Halle, Zuschuss zum Tanzstück „Augenblicke – Eine Stadt tanzt
  • Sophie Bartels, Zuschuss zum Theaterstück „‚#LADY CLOWN oder Feministische Ansichten eines Clowns“

Literatur

  • Verein Literaturhaus Halle e. V., Zuschuss zur Lesereihe „Dramatische Realitäten 2.0 GLAUBE KLIMA PARADIS“

Interdisziplinäre Vorhaben und Medienkunst

  • Corax e. V., Zuschuss „Radio Art Residency – Import/ Export“
  • Raum für Kunst Halle e. V., Zuschuss für das Kunstprojekt „Statt Rand: Zukunft“
  • Wall & Space e. V., Zuschuss zum Kunstprojekt „ha:neo 2020“

wage-mutig Kurzfilmförderung

  • FilmVermoegen GmbH, Produktionskostenzuschuss „PAOLOS GLÜCK“
  • Tim Nowitzki, Produktionskostenzuschuss „le sacrifice“
  • Alisa Khaet, Drehbuchförderung „Feferle (AT)“

frei-raum

  • Hanna Müller-Kaempffer, Zuschuss zum Kunstprojekt „Fensterschau“

Arbeitsstipendien

Johanna Bartl (Installation/ Fotografie)
Michaela Benedan (Keramik)
Laura Bielau (Fotografie)
Angelina Bobb (Malerei)
Felicitas Fäßler (Glaskunst)
Katja Fedulova (Film)
Matthias Frahm (Film)
Robert Hahn (Objektkunst)
Sascha Henken (Industriedesign)
Alexej Hermann (Kunstvermittlung/ Film)
Manuela Homm (Keramik)
Susanne Hopmann (Konzeptkunst)
Nadine Kradorf  (Film)
Maria Mayer (Textildesign)
Judith Milz (Medienkunst)
Hilde Pank (Fotografie)
Martin Patze (Industriedesign)
Conni Trieder (Musik)
Lea Schweinfurth (Modedesign)
Lina Zacher (Film)

 

10. Dezember 2019

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
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Kathrin Westphal
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2019

Projektförderungen:

Bildende und Angewandte Kunst:

  • Kulturhistorisches Museum Magdeburg: Ausstellungsförderung „Künstlerische Interventionen zu Stoffen und Kordeln des KHM – Juliane Laitzsch, Bärbel Schlüter (AT)“
  • Marco Warmuth: Förderung der Fotoausstellung „Gottgewollt“
  • Verein Kulturprojekt Stadtinsel Havelberg e. V.: Förderung des Ausstellungsprojektes „Kunstcampus Havelberg“
  • Franckesche Stiftungen: Förderung des Ausstellungsprojektes „Der Deutschlandschrank – Medium und Kulturgut des 21. Jahrhunderts“
  • Dana Meyer: Druckkostenzuschuss zum Künstlerkatalog
  • Silke Trekel: Druckkostenzuschuss zum Künstlerkatalog
  • Matthias Ritzmann: Druckkostenzuschuss „Spengler und Du. Zeig deine Sammlung der Welt“
  • Prof. Rolf Müller: Zuschuss zur Ausstellung „Harald Döring“

Darstellende Kunst und Film:

  • hug films GbR: Produktionsförderung für den Film „Hotel Astoria“ – Falk Schuster und Alina Cyranek
  • Kulturrevier Harz e. V.: Förderung der Theateraufführung „Die Legende von Sorge und Elend. Ein dramatisches Auftragswerk zur Aufarbeitung lokaler Vergangenheit“
  • Bürgerstiftung Halle: Zuschuss zum Tanzstück „Augenblicke – Eine Stadt tanzt“
  • Sophie Bartels: Zuschuss zum Theaterstück „‚#LADY CLOWN oder Feministische Ansichten eines Clowns“

Literatur:

  • Verein Literaturhaus Halle e. V.: Zuschuss zur Lesereihe „Dramatische Realitäten 2.0 GLAUBE KLIMA PARADIS“

Musik:

  • Magdeburger Musikverein e. V.: Förderung der Auftragskomposition „Die unendliche Feinheit des Raumes – Theatrum sonorum nach Otto von Guerickes Experimenta nova“
  • Hallenser Madrigalisten e. V.: Föderung der Auftragskomposition von Jens Margraf und deren Uraufführung „Spirit of Natur“
  • Hannes Lingens: Förderung der Konzertreihe“The Flop, The Turn and the River“

Interdisziplinäre Vorhaben und Medienkunst:

  • Corax e. V.: Zuschuss zum Projekt „Radio Art Residency – Import/ Export“
  • Raum für Kunst Halle e. V.: Zuschuss für das Kunstprojekt „Wir sind Pappstadt“
  • Wall & Space e. V.: Zuschuss zum Kunstprojekt „ha:neo 2020/2021“

Kunstankauf:

  • Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Kunstankauf von „The Most Perfect Thing“ von Friederike von Hellermann, entstanden während des HEIMATSTIPENDIUMS
  • Altmarkkreis Salzwedel: Kunstankauf „Tatti mit der Puppe“ von Rebekka Rauschhardt, entstanden während des HEIMATSTIPENDIUMS

wage-mutig Kurzfilmförderung:

  • Yves Paradis: Drehbuchstipendium für den Film: „Conversation from another world (AT)“
  • Felix Heklau: Produktionskostenzuschuss für das Video: „Blinded By Life“
  • FilmVermoegen GmbH: Produktionskostenzuschuss „PAOLOS GLÜCK“
  • Alisa Khaet: Drehbuchstipendium „Feferle (AT)“

frei-raum Ausstellungs- und Galerieförderung:

  • Philipp Eichhorn: Zuschuss zum Kunstprojekt „Fensterschau“

Stipendien:

Arbeitsstipendien:

  • Johanna Bartl (Installation/ Fotografie)
  • Nicole Bauer (Schmuckdesign)
  • Aurelia Becker (Modedesign)
  • Michaela Benedan (Keramik)
  • Laura Bielau (Fotografie)
  • Angelina Bobb (Malerei)
  • Felicitas Fäßler (Glaskunst)
  • Katja Fedulova (Film)
  • Matthias Frahm (Film)
  • Robert Hahn (Objektkunst)
  • Sascha Henken (Industriedesign)
  • Alexej Hermann (Kunstvermittlung/ Film)
  • Manuela Homm (Keramik)
  • Susanne Hopmann (Konzeptkunst)
  • Nadine Kradorf (Film)
  • Maria Mayer (Textildesign)
  • Valentin Moritz (Literatur)
  • Judith Milz (Medienkunst)
  • Hüseyin Özer (Modedesign)
  • Hilde Pank (Fotografie)
  • Martin Patze (Industriedesign)
  • Hanna Sass (Grafik/ Fotografie)
  • Lea Schweinfurth (Modedesign)
  • Mila Teshaieva (Fotografie)
  • Conni Trieder (Musik)
  • Cara Venzke (Malerei)
  • Sylvie Viain (Installation)
  • Anja Warzecha (Malerei/ Objektkunst)
  • Lina Zacher (Film)

Aufenthaltsstipendium Ahrenshoop 2019:

  • Luise de Villiers

Internationale Stipendien:

  • Dakar: Timm Höller
  • New York: Andrea Flemming
  • Salvador de Bahia: Jana Reinhardt und Friedrich Hanisch
  • Tharangambadi: Stefan Schwarzer und Christine Bergmann

Sonderstipendien zum Klingerjubiläum:

  • Mariechen Danz
  • Ilko Koestler
  • Georgios Sapountzis
  • Barbara Wege

 

 

In der Kunststiftung über „Die Buchstabenschubser“ mit Elke Blauert reden

Elke Blauert aus der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin kommt am Mittwoch, 11.12.2019, in die Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Der Anlass sind 100 Jahre Bauhaus und die raumfüllende Medieninstallation TYPO UTOPIA von Claudia Dölling und Anja Krämer. In der Kunststiftung Sachsen-Anhalt steht das Thema der Typografie derzeit im Mittelpunkt und so hat auch Elke Blauert ihren Vortrag ganz diesem Thema gewidmet.

Die Neue Typografie am Bauhaus ist Teil der europäischen Schrift- und Buchgeschichte. Die neue Typografie greift Gestaltungelemente der frühen Buchmalerei auf neuer Stufe auf. Der Vortrag zeigt kurz die technischen Grundlagen vor der Bauhauszeit. Das Ringen um neue Gestaltungsprinzipien des Bauhauses erfolgt auf allen Bereichen, auch auf dem Gebiet der Schriftkunst. Die Wurzeln fürs Bauhaus wurden in der Werkstatt von Peter Behrens gelegt, aus der eine große Zahl von Bauhäuslern und anderen Künstlern der Moderne, wie u.a. Walter Gropius, Hannes Meyer, Wilhelm Deffke, Max Hertwig, Mies van der Rohe, Carl Fieger, hervorgingen. Die Wurzeln und Parallelentwicklungen für die Neue Typografie werden mit Arbeiten von Peter Behrens, Emil Rudolf Weiss und dem Werkbund gezeigt. Wurde anfänglich Neue Gestaltung am Bauhaus mit den Möglichkeiten des Bleisatzes versucht, sind mit Etablierung des Offsetdruckes und neuer fotografischer Technik revolutionäre Möglichkeiten für die Gestaltung entstanden, wie an Filmplakaten von Jan Tschichold zu sehen ist. Die Loslösung vom Bleisatz ermöglichte neue Schrifttypen wie die Universialschrift von Herbert Bayer oder beispielsweise der Schablonenschrift von Josef Albert. Besonders Arbeiten von Moholy-Nagy, sind neben den bereits genannten an beiden Bauhäusern prägend. Erste theoretische Arbeiten von ihm sind schon 1923 entstanden, es folgten Überlegungen „Was ist Typografie“ (1924) von Walter Dexel und das „Typografische Manifest“ (1929) aus Anlass der Ausstellung von László Moholy-Nagy .

Reklame-Entwürfe von Walter Deffke, Direktor der Magdeburger Kunstgewerbeschule, („Pionier des modernen Logos“) und seines Lehrers Carl Ernst Hinkefuß (1871-1970 | Werbeprospekt für die Druckerei J.C.F. Pickenhain & Sohn, Chemnitz, 1928) erfreuten mit ihrer großflächigen, frischen, schnell erfassbaren Gestaltung.

Zwei Bauhauskünstler, die die Schrift- und Buchgestaltung mit ihren Arbeiten und Lehrtätigkeiten in beiden deutschen Staaten prägten, werden vorgestellt: Georg A. Neidenberger (1907-1964), bekannt durch seine Entwürfe für die „Interbau“ 1957 und die „Grüne Woche“ in Berlin sowie Walter Funkat (1906-2006 ), der in Halle an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein gearbeitet und gelehrt hat.

Die Buchstabenschubser. Neue Typografie am Bauhaus
Vortrag von Elker Blauert, Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin Mittwoch, 11.12.2019 um 19.00 Uhr / Eintritt 5 €
Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)

 

9. Dezember 2019

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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Ein Ort der Moderne im Spiegel der Gegenwart entdecken: Kunststiftung mit Bauhausprojekt in Elbingerode

Die feierlichen Übergabe der Metallskulptur „give me a shelter: Das Bauhaus im Spiegel der Pflege“ von Christiane Budig und Bert Hafermalz findet anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums am 4. Dezember 2019 im Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode statt.

Godehard Schwethelm, nach dessen Entwürfen das Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode in den Jahren 1932 – 1934 gebaut wurde, stand unter dem geistigen Einfluss der weltbekannten Bauhaus-Hochschule. Das Bauhausjubiläum macht die Zeugnisse jener Epoche nicht nur in den großen Zentren des Bauhauses sichtbar, sondern führt die Besucherinnen und Besucher mit der „Grand Tour der Moderne“ durch die Geschichte der Moderne in Deutschland: Das Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode ist einer der 100 Orte dieser Tour.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt lud die Glaskünstlerin Christiane Budig und den Architekten Bert Hafermalz ein, anlässlich des Bauhausjubiläums eine künstlerische Intervention in Auseinandersetzung mit dem Bau des Diakonissen-Hauses zu entwickeln und umzusetzen. Entstanden ist eine Metallskulptur im Park direkt neben dem Diakonissen-Mutterhaus. Die runden Elemente der Bauhausarchitektur wie auch die Haube als Symbol für Würde, Nächstenliebe, Hingabe und berufliches Können der Pflege entsprechen hierbei der formalen Sprache dieser Skulptur: abstrakt und fragmental. Gleichzeitig beeinflussen Menschen, die den Platz passieren und jegliche andere Veränderungen, die Wahrnehmung der Skulptur durch ihre Spiegelung, so dass sich die Bauhausarchitektur mit der lebendigen Gegenwart vereint. „Bauhaus bedeutet für uns Klarheit, formal Strenge und die Reduzierung auf das Wesentliche mit einer bestechenden Einfachheit und Schönheit. In unserer Plastik greifen wir diese Attribute auf und verschmelzen diese mit der Funktion dieses Diakonissenmutterhauses in Form eines Symbols. Somit wird diese Skulptur also auch ein Symbolträger für die dort lebenden Schwestern.“ so Christiane Budig und Bert Hafermalz und sehen dies ganz im Sinne von Gropius, der im Vorwort der 1930 erschienen Ausgabe der Bauhausbuchreihe »bauhausbuch 12« schrieb: „das ziel des bauhauses ist eben kein ›stil‹, kein system, dogma oder kanon, kein rezept und keine mode! es wird lebendig sein, solange es nicht an der form hängt, sondern hinter der wandelbaren form das fluidum des lebens selbst sucht!“

Wir laden Sie herzlich zur Enthüllung des Kunstwerkes „give me a shelter: Das Bauhaus im Spiegel der Pflege“ von Christiane Budig und Bert Hafermalz am 4. Dezember 2019 in das Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode ein.

Ablauf

Standort des Projektes:
Wiese neben dem Parkplatz vor dem Diakonissen-Mutterhaus

15.00 Uhr

Kaffeetrinken Mutterhaus-Speisesaal
Grußwort des Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff an die Anwesenden

Grußwort Manon Bursian für die Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Im Anschluss Gespräch mit den Künstlern und Frau Angela Gorr (Stiftungsratsmitglied der Kunststiftung) zum Kunstwerk
Vorstellung „Hous of Shelter“ Pastor Reinhard Holmer

15.30 Uhr                                                                       

Enthüllung des Kunstobjektes durch Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff,

Dank von Christiane Budig und Bert Hafermalz

Biografie Christiane Budig
1969 in Luckenwalde geboren | 1994 – 1996 Studium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle, Studienrichtungen Glas / Keramik-Design | 1996 – 2002 ebd. Studium der freien Künste, Fachbereich Glas / Malerei und Grafik | 2003 Internationaler Glaskunstpreis Jutta Cuny- Franz-Award, Düsseldorf | Einzelausstellung in der Galerie Marktschlösschen, Halle, 2004 in der Stiftung Moritzburg Halle, 2006 in der Galerie Kunsthoken, Quedlinburg, 2007 ebd. in der Feiningergalerie, 2008 in der Galerie Terra Rossa, Leipzig, 2010 im Museum der Stadt Zerbst / Anhalt | Ausstellungsbeteiligungen u. a. 2003 im MAK – Museum für angewandte Kunst, Frankfurt/Main, 2004 im MAD – Museum of Arts and Design, New York, 2005 St’art, Straßburg/Frankreich, 2007–2008 in der Alexander Tutsek-Stiftung, München, 2008 in Bornholm/Dänemark, 2009 in der Manes Galerie, Prag/Tschechische Republik, 2010 im Musée Languedocien, Montpellier/Frankreich | lebt als freischaffende Künstlerin in Halle (Saale) und erhielt 2018 den Kunstpreis der Stadt Halle

Biografie Bert Hafermalz
Dipl.-Des. Innenarchitekt, Architekt AK LSA1995 Diplom Innenarchitektur und Design an der Burg Giebichenstein Halle seit 1995 freiberufliche Tätigkeit als Designer in Halle seit 1996 Architekt und Innenarchitekt im Büro Atelier Comtesse1999 Bürogründung KARO mit Antje Heuer, Stefan Rettich,2000 Gründung L21 mit KARO, kombinat4, mfs architekten, hobusch-kuppardt, seit 2005 Freier Architekt in der Architektenkammer Sachsen-Anhalt, lebt in Halle (Saale). Für das Partizipative Bauwerk „Lesezeichen Salbke“ erhielten KARO Architekten den bedeutenden europäischen Architekturpreis „European Prize for Urban Public Space 2010“.

Daten zur Geschichte des Diakonissen-Hauses

20.10.1899   Beginn der Schwesternschaft in Borken/ Ostpreußen
28.11.1900   Weiterführung in Vandsburg/Westpreußen
20.01.1920   Gründung der Schwesternschaft „Neuvandsburg“ in Berlin-Schlachtensee (als Vandsburg nach Ende des Krieges polnisches Gebiet wurde)
02.03 1921   Erwerb des ehemaligen Kurhotels „Bad Waldheim“ in Elbingerode
1932–1934   Neubau des Diakonissen-Mutterhauses
Juli 1945      Teilung der Schwesternschaft in „Neuvandsburg-Ost“ in Elbingerode und „Neuvandsburg-West“ in Velbert/Rheinland.
1949–1989   Mutterhaus und Tochterarbeiten unter dem Schutz der Evangelischen Kirche in der DDR
1961 durch Mauerbau in Berlin – endgültige Trennung von den westlichen DGD-Mutterhäusern
1991 Reintegration des Diakonissen-Mutterhauses „Neuvandsburg-Ost“ in den DGD mit der Bezeichnung „Neuvandsburg“
mehr Informationen: www.neuvandsburg.de

 

28. November 2019

Kunststiftung Sachsen-Anhalt

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HEIMATSTIPENDIUM #2 Bustouren zu den Museen

Zur Vorbereitung zum HEIMATSTIPENDIUM #2 , werden von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt für Künstlerinnen und Künstler kostenfreie Bustouren zu den zehn ausgewählten Museen angeboten, um die Einrichtungen kennenzulernen. Gegebenenfalls fallen Eintrittsgelder für die Museen an.

Im Rahmen von vier Touren wird jedes Museum einmal besucht.

Folgende Fahrten sind geplant:

  • Montag, 9. Dezember 2019
    Kunststiftung Sachsen-Anhalt Halle – Johann-Friedrich-Danneil Museum Salzwedel – Börde-Museum Burg Ummendorf – Kunststiftung Sachsen-Anhalt Halle
    Dauer: ca. 8,5 Stunden
  • Freitag, 13. Dezember 2019
    Kunststiftung Sachsen-Anhalt Halle – Museum Schloss Moritzburg Zeitz – Regionalgeschichtliche Sammlung der Lutherstadt Eisleben – ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode (Führung untertage im Schacht 12,-€ p.P.) – Kunststiftung Sachsen-Anhalt Halle
    Dauer: ca. 8 Stunden
  • Mittwoch, 8. Januar 2020
    Kunststiftung Sachsen-Anhalt Halle – KULTURQUADRAT Schloss Zörbig – Lichtenburg: Schloss und KZ Gedenkstätte Prettin – Kunststiftung Sachsen-Anhalt Halle
    Dauer: ca. 6,5 Stunden
  • Donnerstag, 9. Januar 2020
    Kunststiftung Sachsen-Anhalt Halle – Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau – Salzlandmuseum Schönebeck – Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg – Kunststiftung Sachsen-Anhalt Halle
    Dauer: ca. 7,5 Stunden

Treffpunkt ist vor der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, jeweils 8.30 Uhr.  Mit Künstlerinnen und Künstlern außerhalb von Halle kann ggf. ein anderer Zustieg passend zur Route vereinbart werden. In den einzelnen Museen werden Führungen von etwa 1 Stunde durch die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten.

Künstlerinnen und Künstler melden sich bitte unter Angabe des sie interessierenden Museums bis zum 4. Dezember 2019 an. Da die Plätze begrenzt sind und auch die Touren im Januar schon jetzt vorbereitet werden müssen, wird um eine schnelle Rückmeldung unter heimat@kunststiftung-sachsen-anhalt.de gebeten.

Künstlerinnen und Künstler haben bis zum 3. Februar 2020 die Möglichkeit, sich um eine Teilnahme am HEIMATSTIPENDIUM #2 bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale) zu bewerben. Details und das Antragsformular zur Ausschreibung sind auf der Website unter Sonderprogramme zu finden.

Auf Zeitreise zu Max Klinger: Stipendiaten der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und Villa Romana in Florenz starten ihr Klinger-Stipendium in Naumburg

Anlässlich des 100. Todestages von Max Klinger am 4. Juli 2020 hat die Kunststiftung Sachsen-Anhalt  in Kooperation mit der Villa Romana in Florenz vier Max-Klinger-Stipendien vergeben. Die Zusammenarbeit beider Institutionen an diesem Projekt ist darauf zurückzuführen, dass die Villa Romana 1905 von Max Klinger erworben wurde. Die Villa Romana wurde von Max Klinger und vom Künstlerbund zu einem Atelierhaus für junge Stipendiatinnen und Stipendiaten eingerichtet, um Künstlerinnen und Künstler zu fördern. Genau wie heute die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt. Die Kooperation soll u.a. dazu dienen, dass Stipendium international zu verorten. Die Künstlerinnen und Künstler bekommen mit diesem Arbeitsstipendium die Möglichkeit, auf den Spuren von Max Klingers Gedankenwelt zu wandeln und während dieser inspirierenden Reise mit eigener zeitgenössischer Kunst auf sein Werk zu reagieren. Das Max-Klinger-Stipendium soll dazu dienen, das Erbe des Künstlers wiederzubeleben und auf neue Weise in der heutigen Zeit fortzuschreiben.

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind ganz herzlich zu einem Pressegespräch mit Naumburgs Oberbürgermeister Bernward Küper am Dienstag, den 26.11.2019 um 16 Uhr ins Amtszimmer im Rathaus von Naumburg eingeladen.  Die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Max Klinger Stipendiums Ilko Koestler, Barbara Wege, Mariechen Danz und Yorgos Sapountzis sowie Manon Bursian, Stiftungsdirektorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, und Karen Lausch, Kuratorin des Max Klinger Stipendiums, werden über die künstlerischen Projekte sprechen sowie den Ablauf des Stipendiums  vorstellen.

Kurzbiografien der Künstlerinnen und Künstler:

Ilko Koestler wurde 1978 in Halle geboren. Er absolvierte 2016 sein Grafikstudium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle als Meisterschüler. Er lebt und arbeitet in Halle.

Barbara Wege wurde 1980 in Halle geboren und wuchs in Querfurt auf. Sie studierte von 2005-2010 Malerei und Grafik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit anschließendem Diplom in Bildender Kunst. Sie lebt und arbeitet in Halle.

Mariechen Danz wurde 1980 in Dublin geboren, arbeitet und lebt heute in Berlin. 2005 schloss sie ihr Studium als Meisterschülerin an der Universität der Künste in Berlin ab. 2008 folgte der Abschluss ihres Masters of Fine Arts am California Institute of the Arts in den USA. 2017 war sie mit einer Performance und Installation auf der Biennale in Venedig vertreten.

Yorgos Sapountzis wurde 1978 in Athen geboren, lebt und arbeitet heute in Berlin. Er schloss 2002 sein Studium der Bildenden Künste an der School of Fine Arts in Athen ab. 2006 folgt der Abschluss an der Universität der Künste in Berlin. Sein Werk umfasst Arbeiten auf Papier, Skulpturen und Installationen.

https://www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de/aufenthalt/max-klinger-stipendium/

25. November 2019

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Mit Künstlerblick ins Museum: Ab sofort Bewerbungen für HEIMATSTIPENDIUM #2

Nachdem in der vergangenen Woche zehn Museen aus allen Teilen Sachsen-Anhalts für die zweite Runde des HEIMATSTIPENDIUMs ausgewählt worden sind, startet nun die Bewerbungsphase für Künstlerinnen und Künstler. Sie sind eingeladen, sich ab Mai 2020 mit den Sammlungen der teilnehmenden Museen bzw. Gedenkstätten auseinanderzusetzen und dabei vorgefundene Objekte mit einer eigenen Arbeit neu zu interpretieren. Dabei sollen sie auch die Ideengeschichte Sachsen-Anhalts fortschreiben.

„Mit den in der zweiten Runde des HEIMATSTIPENDIUMs ausgewählten Museen und – erstmals – Gedenkstätten, sind erneut zehn eindrucksvolle und eindringliche Orte gefunden worden, die auch im ländlichen Raum von der kulturellen Vielfalt des Landes Sachsen-Anhalt zeugen. Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalts hat sich dabei für sehr verschiedene Einrichtungen entschieden und damit Mut und Offenheit gegenüber zukunftsorientierten und kreativen Ideen bewiesen“, sagt Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt.

„Das HEIMATSTIPENDIUM ist ein toller Input für die Museen des Landes und findet inzwischen internationale Beachtung. Ich bin davon überzeugt, dass auch die zweite Runde des Programms für Museen und Künstler  gleichermaßen eine Bereicherung sein wird.“, sagt Ulf Dräger, Vorstandsvorsitzender des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt.

Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 300.000 Euro und wird vollständig von der Kloster Bergesche Stiftung finanziert. Dabei wird das HEIMATSTIPENDIUM #2 im Lauf des Jahres von weiteren Aktionen flankiert. Mit einem umfangreichen Kunstvermittlungsprogramm und einer Vortragsreihe sollen immer wieder Anreize geschaffen werden, um ein breites Publikum in die Museen zu locken.

Die Ausschreibung richtet sich an in Sachsen-Anhalt lebende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten. Sie werden für ein Jahr mit einem Stipendium in Höhe von 12.000 Euro vor allem in kleineren und eher unbekannten Museen Sachsen-Anhalts arbeiten. Dort sollen sie die Bestände von Sammlungen und Archiven erkunden und können während dieser Zeit in den jeweiligen Orten leben. Ziel ist es, das vorgefundene kulturelle Erbe mit einer eigenen künstlerischen Arbeit zu reflektieren und zu interpretieren.

Folgende Museen sind für das Stipendiatenprogramm HEIMATSTIPENDIUM ausgewählt:

  • Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg
  • Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau
  • Regionalgeschichtliche Sammlung der Lutherstadt Eisleben (Mansfeld-Südharz)
  • Lichtenburg – Schloss und KZ Gedenkstätte Prettin (Landkreis Wittenberg
  • Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel (Altmarkkreis)
  • Salzlandmuseum Schönebeck (Salzlandkreis)
  • Bördemuseum Burg Ummendorf (Börde)
  • Erlebniszentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode (Mansfeld-Südharz)
  • Museum Schloss Moritzburg Zeitz – Deutsches Kinderwagenmuseum (Burgenlandkreis)
  • KULTURQUADRAT Schloss Zörbig – Museum (Anhalt Bitterfeld)

Künstlerinnen und Künstler haben bis zum 3. Februar 2020 die Möglichkeit, sich um eine Teilnahme am HEIMATSTIPENDIUM #2 bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale) zu bewerben. Details und das Antragsformular zur Ausschreibung sind auf der Website unter Sonderprogramme zu finden.

Mit Künstlerblick ins Museum: Ab sofort Bewerbungen für HEIMATSTIPENDIUM #2

Nachdem in der vergangenen Woche zehn Museen aus allen Teilen Sachsen-Anhalts für die zweite Runde des HEIMATSTIPENDIUMs ausgewählt worden sind, startet nun die Bewerbungsphase für Künstlerinnen und Künstler. Sie sind eingeladen, sich ab Mai 2020 mit den Sammlungen der teilnehmenden Museen bzw. Gedenkstätten auseinanderzusetzen und dabei vorgefundene Objekte mit einer eigenen Arbeit neu zu interpretieren. Dabei sollen sie auch die Ideengeschichte Sachsen-Anhalts fortschreiben.

„Mit den in der zweiten Runde des HEIMATSTIPENDIUMs ausgewählten Museen und – erstmals – Gedenkstätten, sind erneut zehn eindrucksvolle und eindringliche Orte gefunden worden, die auch im ländlichen Raum von der kulturellen Vielfalt des Landes Sachsen-Anhalt zeugen. Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalts hat sich dabei für sehr verschiedene Einrichtungen entschieden und damit Mut und Offenheit gegenüber zukunftsorientierten und kreativen Ideen bewiesen“, sagt Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt.

„Das HEIMATSTIPENDIUM ist ein toller Input für die Museen des Landes und findet inzwischen internationale Beachtung. Ich bin davon überzeugt, dass auch die zweite Runde des Programms für Museen und Künstler  gleichermaßen eine Bereicherung sein wird.“, sagt Ulf Dräger, Vorstandsvorsitzender des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt.

Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 300.000 Euro und wird vollständig von der Kloster Bergesche Stiftung finanziert. Dabei wird das HEIMATSTIPENDIUM #2 im Lauf des Jahres von weiteren Aktionen flankiert. Mit einem umfangreichen Kunstvermittlungsprogramm und einer Vortragsreihe sollen immer wieder Anreize geschaffen werden, um ein breites Publikum in die Museen zu locken.

Die Ausschreibung richtet sich an in Sachsen-Anhalt lebende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten. Sie werden für ein Jahr mit einem Stipendium in Höhe von 12.000 Euro vor allem in kleineren und eher unbekannten Museen Sachsen-Anhalts arbeiten. Dort sollen sie die Bestände von Sammlungen und Archiven erkunden und können während dieser Zeit in den jeweiligen Orten leben. Ziel ist es, das vorgefundene kulturelle Erbe mit einer eigenen künstlerischen Arbeit zu reflektieren und zu interpretieren.

Folgende Museen sind für das Stipendiatenprogramm HEIMATSTIPENDIUM ausgewählt:

  • Gedenkstätte für Opfer der NS-Euthanasie Bernburg
  • Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau
  • Regionalgeschichtliche Sammlung der Lutherstadt Eisleben (Mansfeld-Südharz)
  • Lichtenburg – Schloss und KZ Gedenkstätte Prettin (Landkreis Wittenberg
  • Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel (Altmarkkreis)
  • Salzlandmuseum Schönebeck (Salzlandkreis)
  • Bördemuseum Burg Ummendorf (Börde)
  • Erlebniszentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode (Mansfeld-Südharz)
  • Museum Schloss Moritzburg Zeitz – Deutsches Kinderwagenmuseum (Burgenlandkreis)
  • KULTURQUADRAT Schloss Zörbig – Museum (Anhalt Bitterfeld)

Künstlerinnen und Künstler haben bis zum 3. Februar 2020 die Möglichkeit, sich um eine Teilnahme am HEIMATSTIPENDIUM #2 bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale) zu bewerben. Details und das Antragsformular zur Ausschreibung sind auf der Website unter Sonderprogramme zu finden.

25. November 2019

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Drei Monate in Los Angeles mit einem Stipendium der Kunststiftung

In Kooperation mit der Villa Aurora vergibt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt ein Stipendium für einen dreimonatigen Aufenthalt in der Künstlerresidenz in Los Angeles im nächsten Jahr.

Das Programm richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aller Genres aus Sachsen-Anhalt, die an US-amerikanischer Geschichte und Kultur interessiert sind und sich von der Landschaft und der besonderen historischen Aura des Ortes für ihre kreative Arbeit inspirieren lassen möchten. Der Aufenthalt soll Anregungen und Möglichkeiten bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen, ein Projekt zu realisieren und zum deutsch-amerikanischen Kulturaustausch beizutragen.

Die Villa Aurora in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles, ist ein Ort internationaler Kulturbegegnungen. Zur Zeit des nationalsozialistischen Regimes war das von Marta und Lion Feuchtwanger bewohnte Haus Treffpunkt vieler Künstler und Intellektueller, die im Exil lebten. Unter anderem gingen dort Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Albert Einstein, Fritz Lang und Charly Chaplin ein und aus. Um das Andenken an die Exilanten wachzuhalten, die aus Deutschland nach Kalifornien emigrierten und das Kulturleben an der amerikanischen Westküste nachhaltig beeinflussten, wurde die Villa Aurora 1995 als Begegnungsstätte für Künstler neu eröffnet. In der fruchtbaren Atmosphäre der Künstlerresidenz entstanden schon vielfältige Kunstwerke, zahlreiche Stipendiaten sind aus der heutigen internationalen Kunst- und Literaturszene nicht mehr wegzudenken.

Bewerbungen können bis zum 22. Januar 2020 (Poststempel) bei der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale), eingereicht werden. Nähere Informationen zum aktuellen Bewerbungsverfahren erfahren Sie unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

18. November 2019

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Jetzt mit einem künstlerischen Vorhaben bewerben!

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt Arbeitsstipendien und Projektmittel für sämtliche Kunstsparten: für angewandte und bildende Kunst, Film, Fotografie, Literatur, Musik, Tanz, Theater und interdisziplinäre Projekte, sowie Kunstvermittlung. Darüber hinaus gibt es folgende Sonderförderprogramme: Film – wage-mutig, Messe – Art Affairs und Ausstellungen – frei-raum. Außerdem vergibt die Kunststiftung für das Jahr 2020 ein internationales Arbeitsstipendium für Los Angeles und ein Aufenthaltstipendium für Ahrenshoop.

Arbeitsstipendien, die mit 1000 Euro monatlich bedacht sind, können für drei oder sechs Monate beantragt werden und  dienen der Förderung künstlerischer Einzelleistungen. Durch die Vergabe von Arbeitsstipendien soll insbesondere das konzentrierte Arbeiten an einem neuen Vorhaben ermöglicht werden. Das Stipendium kann auch für Arbeitsaufenthalte außerhalb des Wohnsitzes (In- und Ausland) genutzt werden.

Förderanträge für Projekte können von einzelnen Personen, Institutionen und Vereinen eingereicht werden. Gefragt sind Originalität, Qualität und Realisierbarkeit des Projekts. Gefördert werden Vorhaben, die in Sachsen-Anhalt initiiert werden und innerhalb des Bundeslandes sowie überregional oder international wirksam sind.

 Mit dem Programm wage-mutig  werden Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme sowie experimentelle Formen des dokumentarischen und fiktionalen Films unterstützt. Antragsberechtigt sind Produzenten und Filmemacher, die ihren ersten Wohnsitz in Sachsen–Anhalt haben oder deren Filmthema sich auf Sachsen-Anhalt bezieht. Gefördert werden die Drehbuch- und Projektentwicklung mit einem Stipendium von bis zu 3.000 Euro, die Filmproduktion mit einem Zuschuss von bis zu 10.000 Euro sowie die Präsentation auf nationalen oder internationalen Festivals mit bis zu 2.000 Euro.

Die Kunststiftung vergibt 2020 ein internationales Arbeitsstipendium für Los Angeles. Die internationalen Arbeitsstipendien sind mit dem Ziel verbunden, KünstlerInnen aus Sachsen-Anhalt die Begegnung mit der Kunst und Kultur anderer Länder zu ermöglichen, um das eigene Landes- und Kunstprofil weltweit bekannt zu machen und zu vertiefen. Mit diesen Auslandsstipendien fördert die Kunststiftung KünstlerInnen in ihrer Entwicklung und erleichtert ihnen die Etablierung in Netzwerken der internationalen Kunstwelt.

Abgabeschluss für allgemeine Stipendienanträge und Projektvorhaben ist am 20. November 2019 | für das internationale Arbeitsstipendium in Los Angeles und für Ahrenshoop ist am 22. Januar 2020

Mehr zu den einzelnen Fördermöglichkeiten sowie Antragsunterlagen hier

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Drei Monate in Los Angeles mit einem Stipendium des Kunststiftung

In Kooperation mit der Villa Aurora vergibt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt ein Stipendium für einen dreimonatigen Aufenthalt in der Künstlerresidenz in Los Angeles im nächsten Jahr.

Das Programm richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aller Genres aus Sachsen-Anhalt, die an US-amerikanischer Geschichte und Kultur interessiert sind und sich von der Landschaft und der besonderen historischen Aura des Ortes für ihre kreative Arbeit inspirieren lassen möchten. Der Aufenthalt soll Anregungen und Möglichkeiten bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen, ein Projekt zu realisieren und zum deutsch-amerikanischen Kulturaustausch beizutragen.

Die Villa Aurora in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles, ist ein Ort internationaler Kulturbegegnungen. Zur Zeit des nationalsozialistischen Regimes war das von Marta und Lion Feuchtwanger bewohnte Haus Treffpunkt vieler Künstler und Intellektueller, die im Exil lebten. Unter anderem gingen dort Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Albert Einstein, Fritz Lang und Charly Chaplin ein und aus. Um das Andenken an die Exilanten wachzuhalten, die aus Deutschland nach Kalifornien emigrierten und das Kulturleben an der amerikanischen Westküste nachhaltig beeinflussten, wurde die Villa Aurora 1995 als Begegnungsstätte für Künstler neu eröffnet. In der fruchtbaren Atmosphäre der Künstlerresidenz entstanden schon vielfältige Kunstwerke, zahlreiche Stipendiaten sind aus der heutigen internationalen Kunst- und Literaturszene nicht mehr wegzudenken.

Bewerbungen können bis zum 22. Januar 2020 (Poststempel) bei der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale), eingereicht werden. Nähere Informationen zum aktuellen Bewerbungsverfahren erfahren Sie unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

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100 Jahre Bauhaus: Conrad Feininger kommt mit einem Koffer voller Erinnerungen nach Halle.

100 Jahre Bauhaus: Conrad Feininger kommt mit einem Koffer voller Erinnerungen nach Halle. Der Enkel von Lyonel Feininger spricht am Sonntag, den 17. November 2019 in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vor Kindern über seine berühmte Familie. Im Anschluss lädt die Stiftung zu einem American Bauhaus Diner ein.

Conrad Feininger ist der Enkel des Bauhausmeister Lyonel Feininger und der Sohn von T. Lux Feininger, der von 1926 bis 1929 am Bauhaus in Dessau studierte und mit seinen Eltern im Meisterhaus Nummer 2 wohnte. Der Enkel, der 1959 geboren wurde und als Schauspieler in den Vereinigten Staaten arbeitet, wird aus Anlass des 100. Bauhausjubiläums gemeinsam mit seiner Frau Kathy am 17. November nach Halle kommen. Eingeladen hat ihn die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zur Eröffnung der Medieninstallation TYPO UTOPIA von Claudia Doelling und Anja Krämer sowie zur Präsentation des Kinderbuches „Alles Bauhaus? Eine fantastische Zeitreise mit Mia und Lucas“ von Kitty Kahane, Ingolf Kern und Werner Möller, das gerade im Hanser Verlag erschienen ist.

In dem Buch freuen sich die Kinder Mia und Lucas Rosenstein über eine Einladung zum Geburtstag ihres Großvaters nach Chicago. Beim Stöbern in seiner Wohnung entdecken die Kinder einen alten Koffer mit merkwürdigen Utensilien. Zu jedem einzelnen Gegenstand erzählt ihnen der Großvater eine interessante Episode, die gleichzeitig mit ihrer eigenen Familiengeschichte verknüpft ist. Sie sind ein Teil der faszinierenden Welt des Bauhauses. Mias und Lucas‘ Begeisterung ist geweckt: Gemeinsam beschließen sie, die großen Bauhaus-Stätten in ihrer Heimat zu besuchen.

Dieses charmant illustrierte Buch zeigt Kindern wie Erwachsenen nicht nur die historischen Bauhausorte in Deutschland, sondern macht auch die Idee dahinter greifbar.

Conrad Feininger hat nun wiederum auch einen Koffer gepackt, den er mit nach Halle bringen wird. Darin viele Zeugnisse und Objekte aus der Familien- und Bauhausgeschichte, die zum ersten Mal zu sehen sein werden.

Sonntag, 17.11.2019 um 11.30 Uhr
Vorstellung des Buches „Alles Bauhaus? Eine fantastische Zeitreise mit Mia und Lucas“ mit Ingolf Kern und Werner Möller sowie einem Überraschungsbauhaus-Koffer von Conrad und Kathy Feininger. Im Anschluss laden wir zu einem American Bauhausdinner ein. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de wird gebeten.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Medieninstallation TYPO UTOPIA von Claudia Doelling und Anja Krämer (Sisters of Design) im Rahmen des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus in den Räumen der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. TYPO UTOPIA  ist sowohl eine Hommage an die Ideen der Bauhauskünstler als auch an die typografische Formensprache des Bauhauses an sich. Die Eröffnung ist am 16. November 2019 um 15 Uhr.

weiteres Begleitprogramm:

Sonnabend, 30.11.2019 um 15.00 Uhr
Kinderkunstnachmittag:
„Wir bauen ein Alphabet Memory“ mit Anne Deuter
ab 8 Jahren
Teilnahmegebühr 5 Euro

Mittwoch, 11.12.2019 um 19.00 Uhr
Vortrag von Elker Blauert, Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin: „Die Buchstabenschupser. Neue Typographie am Bauhaus“
Eintritt frei

Sonnabend, dem 14.12. 2019 um 15.00 Uhr
Kinderkunstnachmittag:
„Wir lassen die Buchstaben tanzen“
mit Anne Deuter
ab 6 Jahren
Teilnahmegebühr 5 Euro

Anmeldung zum Begleitprogramm unter oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de erbeten.

 

24. Oktober 2019

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Einladung für Medienvertreterinnen und Medienvertreter zur Presse-Preview der Medieninstallation TYPO UTOPIA

Die raumfüllende Medieninstallation TYPO UTOPIA, die sich ganz dem Thema Bauhaus und Typografie widmet, wurde von Claudia Dölling und Anja Krämer im Auftrag der Kunststiftung Sachsen-Anhalt anlässlich des 100jährigen Bauhausjubiläums gestaltet. Die beiden Grafikerinnen gingen dafür auf umfassende Spurensuche im typografischen Universum des Bauhauses. Den Sound dazu komponierte Alex Nickmann. Die Eröffnung von TYPO UTOPIA ist am Samstag, den 16. November, um 15 Uhr, zu der Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt, und Conrad Feininger Grußworte halten werden. Die Stiftungsdirektorin Manon Bursian wird die Medieninstallation TYPO UTOPIA eröffnen.

Wir laden Sie herzlich zur Preview und Präsentation der Medieninstallation TYPO UTOPIA am 14. November 2019 um 12 Uhr in die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, Halle (Saale) ein.

Ablauf:
12 Uhr Begrüßung durch Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
12:10 Uhr Präsentation des Projektes TYPO UTOPIA durch Claudia Dölling und Anja Krämer (Sisters of Design) sowie Alex Nickmann (Sound)
12:30 Uhr Presse-Preview
Danach beantworten die Beteiligten Ihnen gern weitere Fragen und stehen für Interviews zur Verfügung. Anschließend kleiner Snack und Getränk. Verabschiedung gegen 13:30 Uhr.

Hintergrund und Idee

Was kann Schrift heute? In den ersten vier Jahren nach der Gründung des Bauhauses spielte die Typografie eine eher untergeordnete  Rolle, auch wenn es den Kurs »Schriftformlehre« gab und man mit geometrisch gebauten Schriften experimentierte. Mit der Berufung von Laszlo Moholy-Nagy als Nachfolger von Johannes Itten änderte sich einiges, denn im Rahmen der Bauhaus-Ausstellung 1923 wird eine sogenannte »Reklamewerkstatt« unter der Leitung von Wassily Kandisky eingerichtet. Zudem hatte sich das Bauhaus durch die Bauhaussaustellung ein neues äußeres Erscheinungsbild gegeben, ganz im Sinne der „Neuen Typografie“. Letztlich entstanden so auch die Bauhausfarben Schwarz, Weiß und Rot. Die Ära einer intensiven Auseinandersetzung mit der Typografie mündete später als wichtiger Baustein in das Unterrichtsprogramm ein. So hat das Bauhaus in Sachen Typografie Pionierarbeit geleistet. Hervorzuheben ist hierbei die collageartige Gestaltung der Drucksachen des Bauhauses und der für damalige Verhältnisse radikale Umgang mit Typografie, das Ausbrechen der Buchstaben in die Weiten der Fläche, die verrückten, fast unlesbaren Experimente mit neuen Buchstabenformen und ihre Inszenierung mittels elementarer Typografie. Dieser Umgang mit typografischem Material ist heute völlig normal geworden. Alles ist digital, virtuell, multimedial und bewegt und man fragt sich, wie die Bauhauskünstlerinnen und -künstler mit Typografie umgegangen wären, hätten sie die heutigen technischen Möglichkeiten gehabt? Welche virtuellen Räume hätten sie erschaffen?

Der Ausstellungsraum der Kunststiftung wird mit der Medieninstallation TYPO UTOPIA von Claudia Dölling und Anja Krämer zu einem bewegt typografischen umgewandelt. Eine Rundumprojektion gewährt uns den direkten Zutritt in die Gedankenwelt der Bauhauskünstlerinnen und -künstler. Ausgewählte Zitate von Anni Albers, Gunta Stölzl, Hans Keßler, Herbert Bayer, Josef Albers, László Moholy-Nagy, Lilly Reich, Lucia Moholy, Ludwig Mies van der Rohe, Lyonel Feininger, Maguerite Friedländer, Max Gebhard, Max Krehan, Paul Klee, Walter Gropius, Wassily Kandinsky und Wilhelm Wagenfeld sind typografisch inszeniert, Wörter und Buchstaben in Bewegung versetzt. Es entsteht sowohl eine Hommage an die Ideen der Bauhauskünstlerinnen und -künstler als auch an die typografische Formensprache des Bauhauses.

Das von der Stiftungsdirektorin Manon Bursian kuratierte Begleitprogramm zur Medieninstallation TYPO UTOPIA steht ganz im Fokus von Bauhaus. So können beipsielsweise Kinder – aber auch Erwachsener- erfahren, was ein Nudeldampfer ist und wie es sich anfühlt, aus dem Fenster eines Wolkenkratzers in Chicago zu schauen. Mit Conrad Feininger und den Autoren von „Alles Bauhaus? Eine fantastische Zeitreise mit Mia und Lucas“ werden diese und viele andere Fragen am 17. November 2019 um 11:30 Uhr beantwortet. Conrad Feininger wird an diesem Tag sogar einen Koffer mit Erinnerungsstücken seines Großvaters Lyonel Feininger auspacken und anschließend gibt es ein original American Bauhaus Dinner zusammen mit allen Gästen.

Begleitprogramm:

Sonntag, 17.11.2019 um 11.00 Uhr
Vorstellung des Buches „Alles Bauhaus? Eine fantastische Zeitreise mit Mia und Lucas“ mit Ingolf Kern und Werner Möller sowie einem Überraschungsbauhaus-Koffer von Conrad und Kathy Feininger. Im Anschluss laden wir zu einem American Bauhausdinner ein. Eintritt frei

Sonnabend, 30.11.2019 um 15.00 Uhr
Kinderkunstnachmittag:
„Wir bauen ein Alphabet Memory“
mit Anne Deuter
ab 8 Jahren / Teilnahmegebühr 5 Euro

Mittwoch, 11.12.2019 um 19.00 Uhr
Vortrag von Elker Blauert, Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin: „Die Buchstabenschupser. Neue Typographie am Bauhaus“
Eintritt frei

Sonnabend, dem 14.12. 2019 um 15.00 Uhr
Kinderkunstnachmittag:
„Wir lassen die Buchstaben tanzen“
mit Anne Deuter
ab 6 Jahren/ Teilnahmegebühr 5 Euro

Anmeldung zum Begleitprogramm unter oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de erbeten.

TYPO UTOPIA
von Claudia Dölling und Anja Krämer
(Sisters of Design)
Sound: Alexander Nickmann
Technische Produktion:
Oscar Loeser und Clemes Kowalski
Eröffnung am 16. November 2019 um 15 Uhr
20. November – 22. Dezember 2019
Mi–So sowie feiertags 14–18 Uhr
Eintritt: 5 Euro | 2 Euro
Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle

Kurzbiographien der Beteiligten:

CLAUDIA DÖLLING
1977 geboren in Berlin
1998–2004 Studium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle im Fachbereich Kommunikationsdesign (Diplom)
2002 Gastsemester an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der Fachklasse Typografie sowie Praktikum im Otto-Dorfner-Institut in Weimar
2004 Gründung des Designbüros „Sisters of Design“
2005 Besondere Anerkennung beim Lucky Strike Junior Designer Award
2005–2006 Lehrauftrag und Workshops für Typografie und Design an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
2011 Weiterbildung an der School of Visual Arts bei Ed Benguiat, New York City, USA
2012 Weiterbildung an der Cooper Union bei John Downer, New York City, USA
2014 Kuration von Ausstellungen und Messen in Deutschland und USA

Ausstellungsbeteiligungen:
2016 „100 BESTE PLAKATE DER BURG“ in der Galerie im Volkspark in Halle
2015 „Die neue Sinnlichkeit in der zeitgenössischen Kunst“, JVA, Magdeburg
2014 „Plötzlich 10!“, Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Halle
2002 „Nur Händel“ im Volkspark in Halle

Arbeiten in Sammlungen:
Klingspor-Museum in Offenbach, Buch- und Schriftmuseum in Leipzig

ANJA KRÄMER
1978 geboren in Karl-Marx-Stadt
1998–2004 Studium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle im Fachbereich Kommunikationsdesign (Diplom)
1999 Gründung der Internetagentur Netzprimel, Leipzig
2002 Auslandsaufenthalt mit Praktikum bei Leftfield Advertising, Fort Lauderdale, USA
2004 ADDY Awards der Advertising Federation of Greater Fort Lauderdale, USA
2004 Gründung des Designbüros „Sisters of Design“
2006–2008 Lehraufträge an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2013 unter den 100 besten Plakatmotiven beim internationaler Plakatwettbewerb „Mut zur Wut“

Ausstellungsbeteiligungen:
2015 „Die neue Sinnlichkeit in der zeitgenössischen Kunst“, JVA, Magdeburg
2014 „Plötzlich 10!“, Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Halle
2013 „Mut zur Wut“, Alte Feuerwache, Mannheim
2003 „Facetten“, Wasserschloss Klaffenbach, Chemnitz; „Overall“, Café diFranco, Chemnitz
2002 „Fotografien“, Café diFranco, Chemnitz
2000 „Fotografien“, Galerie Roter Turm, Chemnitz
1999 „Goetheplakate”, Neues Theater Halle sowie Schloss Wendgräben
1997 „Zeichnung und Malerei“, FA Chemnitz

ALEX NICKMANN
Alexander Nickmann geboren in Dresden, studierte er an der UdK Berlin, Sound Studies – akustische Kommunikation. Seither arbeitet er als freischaffender Musiker & Klangkünstler. Unter anderem war Alexander Nickmann als Musiker und Komponist für die ARS Electronica, Katarzyna Krakowiak – Halle am Berghain, Frank Willens, Tanzcompagnie Rubato, Penelope Wehrli, das Goethe Institut Moskau, sowie das Theater Greifswald, tätig und realisierte Klanginstallationen am HKW Berlin, Großer Wasserspeicher Berlin, CTM 2010 und Crelleklang Berlin. www.alexnickmann.com

5. November 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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100 Jahre Bauhaus: Conrad Feininger kommt mit einem Koffer voller Erinnerungen nach Halle.

100 Jahre Bauhaus: Conrad Feininger kommt mit einem Koffer voller Erinnerungen nach Halle. Der Enkel von Lyonel Feininger spricht am Sonntag, den 17. November 2019 in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vor Kindern über seine berühmte Familie. Im Anschluss lädt die Stiftung zu einem American Bauhaus Diner ein.

Conrad Feininger ist der Enkel des Bauhausmeister Lyonel Feininger und der Sohn von T. Lux Feininger, der von 1926 bis 1929 am Bauhaus in Dessau studierte und mit seinen Eltern im Meisterhaus Nummer 2 wohnte. Der Enkel, der 1959 geboren wurde und als Schauspieler in den Vereinigten Staaten arbeitet, wird aus Anlass des 100. Bauhausjubiläums gemeinsam mit seiner Frau Kathy am 17. November nach Halle kommen. Eingeladen hat ihn die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zur Eröffnung der Medieninstallation TYPO UTOPIA von Claudia Doelling und Anja Krämer sowie zur Präsentation des Kinderbuches „Alles Bauhaus? Eine fantastische Zeitreise mit Mia und Lucas“ von Kitty Kahane, Ingolf Kern und Werner Möller, das gerade im Hanser Verlag erschienen ist.

In dem Buch freuen sich die Kinder Mia und Lucas Rosenstein über eine Einladung zum Geburtstag ihres Großvaters nach Chicago. Beim Stöbern in seiner Wohnung entdecken die Kinder einen alten Koffer mit merkwürdigen Utensilien. Zu jedem einzelnen Gegenstand erzählt ihnen der Großvater eine interessante Episode, die gleichzeitig mit ihrer eigenen Familiengeschichte verknüpft ist. Sie sind ein Teil der faszinierenden Welt des Bauhauses. Mias und Lucas‘ Begeisterung ist geweckt: Gemeinsam beschließen sie, die großen Bauhaus-Stätten in ihrer Heimat zu besuchen.

Dieses charmant illustrierte Buch zeigt Kindern wie Erwachsenen nicht nur die historischen Bauhausorte in Deutschland, sondern macht auch die Idee dahinter greifbar.

Conrad Feininger hat nun wiederum auch einen Koffer gepackt, den er mit nach Halle bringen wird. Darin viele Zeugnisse und Objekte aus der Familien- und Bauhausgeschichte, die zum ersten Mal zu sehen sein werden.

Sonntag, 17.11.2019 um 11.30 Uhr
Vorstellung des Buches „Alles Bauhaus? Eine fantastische Zeitreise mit Mia und Lucas“ mit Ingolf Kern und Werner Möller sowie einem Überraschungsbauhaus-Koffer von Conrad und Kathy Feininger. Im Anschluss laden wir zu einem American Bauhausdinner ein. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de wird gebeten.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Medieninstallation TYPO UTOPIA von Claudia Doelling und Anja Krämer (Sisters of Design) im Rahmen des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus in den Räumen der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. TYPO UTOPIA  ist sowohl eine Hommage an die Ideen der Bauhauskünstler als auch an die typografische Formensprache des Bauhauses an sich. Die Eröffnung ist am 16. November 2019 um 15 Uhr.

weiteres Begleitprogramm:

Sonnabend, 30.11.2019 um 15.00 Uhr
Kinderkunstnachmittag:
„Wir bauen ein Alphabet Memory“ mit Anne Deuter
ab 8 Jahren
Teilnahmegebühr 5 Euro

Mittwoch, 11.12.2019 um 19.00 Uhr
Vortrag von Elker Blauert, Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin: „Die Buchstabenschupser. Neue Typographie am Bauhaus“
Eintritt frei

Sonnabend, dem 14.12. 2019 um 15.00 Uhr
Kinderkunstnachmittag:
„Wir lassen die Buchstaben tanzen“
mit Anne Deuter
ab 6 Jahren
Teilnahmegebühr 5 Euro

Anmeldung zum Begleitprogramm unter oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de erbeten.

 

24. Oktober 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Indische Künstlerin präsentiert Arbeitsstand am »Deutschlandschrank“ – ein Beitrag zur postkolonialen Debatte

  • Kunststiftung Sachsen-Anhalt vergibt in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen erstmals Stipendium nach Indien
  • Südindische Künstlerin erläutert ihr Konzept zum „Deutschlandschrank“
  •  Das Projekt gibt konkrete Antworten auf Fragen der Postkolonialismusdebatte und leistet einen Beitrag zur Förderung des interkulturellen Dialogs zwischen Indien und Deutschland

TeilnehmerInnen:
Asma Menon, Künstlerin
Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Freitag, 25. Oktober 2019 | 14.00 Uhr | Kunst- und Naturalienkammer, Historisches Waisenhaus

Die erste protestantische Mission der Geschichte führte vor 300 Jahren nach Südindien. Die Missionare der Dänisch-Halleschen Mission entwickelten einen Blick auf Indien, der damals prägend für ganz Deutschland war und heute noch sehr authentisch in Berichten und Gegenständen in der Kunst und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen nachvollzogen werden kann. Der „Indienschrank“ in der Kammer zeigt aber nur eine Seite: die Wahrnehmung Indiens aus Sicht der europäischen Missionare. Wie umgekehrt indische Reisende Europa bzw. Deutschland wahrnahmen, bleibt unbeantwortet. Dieses Projekt möchte dieser Einseitigkeit entgegentreten und kehrt deswegen die historische Blickrichtung diametral um.

Das Kunstprojekt „Deutschlandschrank“ der Franckeschen Stiftungen in Kooperation mit der Kunststiftung Sachsen-Anhalt soll mit den Stilmitteln historischer Wunderkammern den einseitigen europäischen Blick auf Indien zu einer gegenseitigen Wahrnehmung erweitern. Dafür will die südindische Künstlerin Asma Menon in einem dreimonatigen Besuch Halle als repräsentatives Zentrum einer mittelgroßen deutschen Stadt erkunden und aus ihren Beobachtungen eine Sammlung zusammentragen, die für sie „typisch deutsch“ ist. Als Gegenstück zu dem barocken Indienschrank in der Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen wir sie einen Deutschlandschrank für das Ziegenbalghaus in Tharangambadi entwickeln. Dort wird er dauerhaft im Museum für interkulturellen Dialog ausgestellt und soll anhand ausgewählter Objekte den indischen Museumsbesuchern ein Schaufenster von Deutschland bieten.

Was wird der „Deutschlandschrank“ enthalten? Welche Geschichte erzählen die Objekte und welches Bild von Deutschland entsteht daraus? Welche künstlerischen Entscheidungen wurden getroffen? Asma Menon stellt während des Pressetermins ihren Arbeitsprozess und die bisherigen Ergebnisse vor und steht zu Gesprächen zur Verfügung.

Hintergrund:

Asma Menons Kunstwerke sind vielschichtige Konzeptionen, die Mythos und Alltag verbinden. Die weniger religiöse als spirituelle Asma stammt aus dem muslimischen Hintergrund der Aga-Khan-Bewegung, einem internationalen Zweig des Islam, der für seine erzieherischen, reformerischen und egalitären Werte bekannt ist. Ihre Werke wurden in London (Großbritannien), Lyon (Franckreich) Barcelona (Spanien), Bologna (Italien), Toronto (Kanada), Kanagawa (Japan) und in vielen anderen Ländern in namhaften Galerien oder Ausstellungen gezeigt.

2018 erschienen ihre Arbeiten in einem Band über den muslimisch-christlichen Dialog in Indien: (Anand Amaladas (ed.). Lord! The Air Smells Good. ATC Books: Bangalore – A felicitation volume on contemporary Islam and Muslim-Christian Dialogue in India.

Das Ziegenbalg-Haus in Tharangambadi
wird nach seiner denkmalgerechten Sanierung seit 2017 als Museum und Studienzentrum für den interkulturellen Dialog betrieben. Es handelt sich um das Wohnhaus des ersten halleschen Missionars Bartholomäus Ziegenbalg. Seit zwei Jahren finden dort Ausstellungen, Workshops und Gespräche über die Wirkungen der Dänisch-Halleschen Mission und die gemeinsame Geschichte zwischen Südindien und Halle statt. Getragen wird das Zentrum als internationales Kooperationsprojekt von dem Evangelisch-Lutherischen Missionswerk in Niedersachsen, der Tamilisch Evangelisch-Lutherischen Kirche Südindiens sowie den Franckeschen Stiftungen, mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik sowie weiteren Partnern.

23. Oktober 2019

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Wie trübe Tage heiter werden können: Sonderpreis der Kunststiftung Rahmen des GiebichenStein Designpreises geht an die Studentin Anne Neumann

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergab in diesem Jahr zum dritten Mal einen Sonderpreis im Rahmen des GiebichenStein Designpreises. Der mit 500 Euro dotierte Sonderpreis wird an Nominierte vergeben, deren Projekte sich origineller Formen der Teilhabe im öffentlichen Raum und/oder des bürgerlichen Engagements, das weit in die Gesellschaft hineinreicht, widmen. Der Preis ist Ausdruck der Verbundenheit des Landes Sachsen-Anhalt mit den Absolventen des Fachbereichs Design der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und zollt das Format des Preises mit Anerkennung.

Die Verleihung dieses Sonderpreises ging in diesem Jahr an die Studentin Anna Neumann aus dem Bereich Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Illustration für ihr Buch „Trübe Tage“. Ihre bebilderte Geschichte erzählt uns, wie man es schafft mit der Traurigkeit umzugehen. Ausgehend von der Frage „Was macht man mit der Traurigkeit, wenn sie einmal da ist?“ führt Anna Neumann ihre Protagonistin Maja, die niedergeschlagen und trübsinnig die Schwermut im Bauch hat, behutsam an den Umgang mit dem unliebsamen schweren Gefühl heran. Ein Gefühl, dass Aufmerksamkeit verlangt. Der Rat einer alten Frau im Buch: „Da hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du lachst sie heraus, oder du weinst sie heraus. So einfach ist das.“ Besonders einfühlsam zeichnet und erzählt uns Anna Neumann eine faszinierende, zeitlose Reise über einfache Fragen mit großen Gefühlsabenteuern. Das Buch entstand im Rahmen des  Semesterprojektes „Bilderbücher“ im Wintersemester 2018/19 unter Leitung von Professor Georg Barber.

„Wir sind beindruckt von der gestalterischen Kraft des  Buchdebüts »Trübe Tage« von Anna Neumann. Der Künstlerin gelingt es, eine so ernstes Thema wie Angst, als Auslöser von Traurigkeit für ganz junge Leser zugänglich zu machen. Ein großartiges Kinderbuch, von dem man sich nur wünschen kann, dass es viele Leser findet.“, so Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.

Die Ausstellung »GiebichenStein Designpreis 2019« ist noch bis 31. Oktober 2019 im Neuwerk 11 in Halle (Saale) zu sehen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten der nominierten Studenten aus dem Fachbereich Design in den Kategorien Beste Kommunikation, Beste Idee/Bestes Konzept, Engagiertes Anliegen und Interessantestes Experiment. Mit ihren neuartigen Designkonzepten, den innovativen Materialien und ihren experimentellen Projekten geben die Studierenden faszinierende Einblicke und zeigen neue Herangehensweisen im Bereich Design. Dabei sind ihre Projekte oftmals unter gesellschaftlichen Fragestellungen entstanden.

GiebichenStein Designpreis 2019
17. bis 31. Oktober 2019
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale)
täglich von 14–19 Uhr
Der Eintritt ist kostenfrei
Weitere Informationen: www.burg-halle.de/hochschule/hochschulkultur/giebichenstein-designpreis/

17. Oktober 2019

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Stiftungsdirektorin Manon Bursian zum Anschlag in Halle – Finissage zu THINK BAUHAUS in der Großgarage Süd findet statt

Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, sagt zu den Ereignissen von Mittwoch: „Wir sind bestürzt und in tiefer Trauer ob des abscheulichen Anschlages am Mittwoch in Halle (Saale). Als Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt stehen wir für eine offene demokratische Gesellschaft, Vielfalt und Toleranz.“  Die geplante Finissage für kommenden Sonntag zu THINK BAUHAUS in der Großgarage Süd soll aber stattfinden. „Die Veranstaltung möchten wir gern als Raum für Gespräche anbieten, um über die furchtbaren Geschehnisse in Halle zu reden und zugleich zeigen, dass wir eine offene Gesellschaft leben und die Angst uns nicht in eine Starre versetzen darf. Durch ein gemeinsames Innehalten wollen wir der Opfer gedenken.“ sagt Manon Bursian weiter. Dr. Tamara Zieschang, Staatsekretärin des Innenminsteriums Sachsen-Anhalt und Prof. Dieter Hofmann, Rektor der Kunsthochschule Burg Giebichenstein haben ihr Kommen ebenfalls zugesagt. „Wir sind froh, dass wir in solchen Momenten zusammenstehen. Ich lade alle ein, um gemeinsam zu trauern, um zugleich aber auch die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander zu stärken und Solidarität auszudrücken.“

Die Finissage findet am Sonntag, 13. Oktober 2019 um 15 Uhr, in der Großgarage Süd statt.

THINK BAUHAUS
CarChandelier100
Birgit Bublak |Thomas Purgand
Großgarage Süd
Pfännerhöhe 70
06110 Halle

11. Oktober 2019

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THINK BAUHAUS: 100 Bobbycars werden verschenkt

Anlässlich des Bauhausjubiläums lobte die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Schmuck2 den Wettbewerb THINK BAUHAUS an der Großgarage Halle-Süd aus. Am Wettbewerb beteiligten sich 19 Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlerduos. Die Jury kürte CarChandelier100 von  Birgit Bublak und Thomas Purgand zum Siegerentwurf.

CarChandelier100 besteht aus 99 leuch­tend roten Bobbycars und korrespondiert mit der heutigen und im Besonderen der historischen Funktion Großgarage Süd. Die Installation verweist zum einem auf den Zeitgeist jener Jahre, auf die beginnende Standardisierung des Bauens mit dem Ziel der Optimierung, zum anderen aber auf das quirlige Leben innerhalb dieses Komplexes. So war das Haus, anders als heute, nicht nur ein Ort zum Abstellen von Fahrzeugen, sondern ein Ort der Begegnung und der Arbeit. Es gab hier eine Tankstelle und Autowaschanlage, Werkstätten, Gemeinschaftsräume für die Fahrer und vieles mehr.

Das 100. BobbyCar befindet sich in einer Infobox. Die 100 Bobbycars stehen für 100 Jahre Bauhaus und die Orte der „Grand Tour der Moderne“, die Wegweisendes in der Moderne der Architektur von 1900 bis 2000 aufzeigt.

Nachgenutzt! CarChandelier100 wird am 13. Oktober 2019 ab 15 Uhr in seine Bestandteile aufgelöst und die 100 Bobbycars werden dann an Kindereinrichtungen, die sich um die Bobbycars beworben hatten, vom Künstlerduo Birgit Bublak und Thomas Purgand persönlich verschenkt. Fast 100 Einrichtungen hatten sich beworben und können nun mit einem Abholschein ihren Bobbycar am Sonntag, den 13. Oktober 2019 entgegennehmen.

Zur Finissage mit Kuchen von Kathi und roter Brause spielt die Band TUYALA aus Stuttgart.

9. Oktober 2019

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Das Mädchen Kiều: Stipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt Franca Bartholomäi zeigt neue Werke in Hanoi

Das Goethe-Institut in Hanoi (Vietnam) hat in Kooperation mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt die Ausstellung „Das Mädchen K.“ von Franca Bartholomäi initiiert und die Künstlerin nach Vietnam eingeladen.

Die Ausstellung zeigt im Goethe-Institut in Hanoi eine große Wandinstallation aus Holz- und Papierschnitten, die inspiriert durch die Lektüre des vietnamesischen Nationalepos Truyện Kiều – Das Mädchen Kiều entstanden und eine Hommage an das vietnamesische Nationalepos Truyện Kiều sowie dessen deutsche Übersetzung ist.

In Scheren- und Holzschnitten nähert sich Franca Bartholomäi dem wohl gehüteten Schatz der vietnamesischen Sprachkunst und der kulturellen Identität. Inspirationsquelle war die im Thế Giới Verlag erschienene deutsche Übersetzung von Irene und Franz Faber.

Franz Faber berichtete damals für das Neue Deutschland über den Befreiungskampf und traf auf Ho Chi Minh als das Ende des französischen Kolonialreiches in Indochina besiegelt wurde. Bei der Begegnung soll Ho Chi Minh das Nationalepos Truyện Kiều Franz Faber in die Hand gedrückt haben, mit dem Auftrag, es als Schlüssel zum Verständnis der vietnamesischen Kultur und dem Glauben an die bevorstehende Befreiung Vietnams ins Deutsche zu übersetzen. Franz Faber und seine Frau taten dies. Heute ist die deutsche Nachdichtung das literarische Fundament für eine kulturelle Annäherung an die Kultur Vietnams.

60 Jahre nach der denkwürdigen Begegnung zwischen Franz Faber und Ho Chi Minh ist Vietnam befreit. Wer heute die Truyện Kiều in die Hand nimmt, wird sie wahrscheinlich nicht mehr als Metapher für die Unterdrückung Vietnams durch brutale äußere Mächte und das Versprechen auf eine Wiedergeburt lesen. Heute liest man das Epos eher als Geschichte eines menschlichen Schicksals. Leiden und Hoffnung auf Rettung einer jungen Frau stehen im Vordergrund. Die Geschichte der Kiều in der Gegenwart zu lesen heißt auch, das aktuelle Rollenverständnis und Bild der Frau im Kontext dieses tiefgreifenden Versepos zu reflektieren. Die Künstlerin Franca Bartholomäi hat das getan und zeigt uns ihre Sicht auf das Mädchen Kiều. Die Ausstellung lädt das vietnamesische Publikum ein, Kiều mit anderen Augen zu sehen, als man bisher gewohnt ist. Franca Bartholomäi hat sich unvoreingenommen aber sensibel und feinfühlig auf das Mädchen Kiều eingelassen. Ihre künstlerischen Arbeiten zeigen einen Blick auf das Mädchen selbst, und darauf, wie sie Gewalt und Herrschaft ausgesetzt ist. Franca Bartholomäis Blick gilt dem Leiden dieses Mädchens. Um keinem Leser und Verehrer von Truyện Kiều, und keiner anderen Deutung dieser Erzählung zu nahe zu treten, nennt Franca Bartholomäi ihre Hommage: „Das Mädchen K.“. Über ihre Arbeit sagt die Künstlerin: „Das Buch „Das Mädchen Kieu“, das im Zentrum dieser Ausstellung steht, hat für den europäischen Leser des 21. Jahrhunderts auf den ersten Blick eine etwas gewöhnungsbedürftige Form. Es ist ein Versepos, und die Sprache ist sehr artifiziell, man möchte fast sagen „blumig“. Doch der Inhalt ist es nicht. Das Frauenschicksal, welches dort beschrieben wird, ist hart. Aber es liest sich leicht, richtiggehend spannend, mit vielen überraschenden Wendungen – und nicht zuletzt mit vielen intensiven, einprägsamen Bildern. Das alles kam meiner eigenen metaphorisch aufgeladenen Bildsprache, deren Spannung sich ebenfalls aus Brüchen und unerwarteten Verwerfungen speist, sehr entgegen. Ich habe die Lektüre als wirklich große Bereicherung und Anregung empfunden.“

Biografie Franca Bartholomäi
1975 in Hohenmölsen (Ostdeutschland) geboren,
1994 – 2003 Studium und Aufbaustudium an der Kunsthochschule „Burg Giebichenstein“ Halle, Fachrichtung Malerei/Grafik bei Prof. Thomas Rug
seit 2003 freischaffend in Halle
seit 2010 Lehrauftrag für Holzschnitt an der Kunsthochschule „Burg Giebichenstein“ Halle

Zahlreiche Stipendien und Preise, z.B. den Mainzer Stadtdruckerpreis (2016/17), den Landeskunstpreis Sachsen-Anhalt (2013) und den 1.Preis der Grafik-Triennale Frechen (2011). Regelmäßige Ausstellungen im In- und Ausland wie z.B. „100 Jahre Frauenwahlrecht“ im Deutschen Bundestag (2019) und Teilnahme an der Internationalen Grafik-Triennale Krakau (2015)

www.francabartholomaei.de

Das Mädchen K
von Franca Bartholomäi
8. – 25. Oktober 2019
Goethe-Institut Hanoi
56-58-60 Phố Nguyễn Thái Học,
Điện Bàn, Ba Đình, Hà Nội 100000
Vietnam
geöffnet täglich 9 bis 18 Uhr
www.goethe.de

7. Oktober 2019

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Deutsche Bank Stiftung unterstützt das Format kinder-leicht: Auftakt mit 100 Kindern, Künstlern, Pädagogen, Förderern und der Landtagspräsidentin Brakebusch

Mit dem Kunstvermittlungsprogramm »kinder-leicht« geben Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt der jüngeren Generation Antworten auf Fragen zur zeitgenössischen Kunst. Basierend auf den Arbeitsergebnissen ihrer Stipendien entwickeln sie Formate verschiedenster Struktur, die sie zumeist in Kindergärten, Schulen und eigenen Ateliers erfolgreich umsetzen. Den Kindern und Jugendlichen wird dadurch eine Welt eröffnet, die sie ermutigt eigenständig und individuell Kunst zu interpretieren, da sie eigene Erfahrungen im künstlerischen Prozess machen können. Der Stiftungsrat hatte in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass »kinder-leicht« als eine wichtige Fördersäule im Bereich der Kunstvermittlung ausgebaut werden soll.

Die Deutsche Bank Stiftung unterstützt das Programm seit 2019: Junge Menschen ermutigen, ihre Potenziale zu entdecken und Talente zu entfalten – Diesen Leitgedanken verfolgt die Deutsche Bank Stiftung bei der Umsetzung ihrer Förderschwerpunkte, die sie gemeinsam mit starken Partnern ermöglicht.

Das ist ein Anlass zum Feiern: Am 30. September 2019 in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt mit 100 Kindern, Künstlerinnen und Künstlern, Pädagoginnen und Pädagogen, Förderern und der Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch.

Ablauf:
9.00 Uhr
Begrüßung
Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch im Gespräch mit Manon Bursian, Stiftungsdirektorin (Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt)
Im Anschluss stellen die Kinder Fragen an beide.
Startschuss im Garten: Alle Kinder lassen ihren Ballon starten.

9.30 -11.30 Uhr
Die Kinder arbeiten unter professioneller Anleitung der Künstlerinnen: Wiebke Kirchner,  Mareen Alburg-Duncker,  Lucie Göpfert,  Judith Runge,  Anne Sommer,  Annette Funke und Ines Schmiegel

11.30 – 12.00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

12.00 Uhr
Abschied

Das Programm »kinder-leicht« richtet sich an Bildungsinstitutionen, Gruppen oder Initiativen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die Angebote haben unterschiedliche Zeitrahmen und können zum Teil in Schulen, aber auch in den Ateliers oder an weiteren idealen Orten umgesetzt werden. Eine Auflistung der Angebote findet sich unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de. Ab dem 30. September 2019 gibt es dort 16 neue Konzepte von folgenden Künstlerinnen und Künstlern:

Josefine Cyranka (Grafik / Objekt /Kochkunst)
Sarah Deibele (Grafik/ Malerei)
Bernd Elsässer (Schmuck)
Andrea Flemming (Bildende Kunst)
Lucie Göpfert (Illustration)
Simon Horn (Bildhauerei)
Timm Höller (Graffiti)
Rahel Hutter(Musik)
Katja Jaroschewski (Objektkunst)
Wiebke Kirchner (Collagen/ Fotografie)
Ilko Koestler (Holzschnitt/ Grafik)
Christoph Liedtke (Malerei)
Friederike Nottrott (Keramik)
Jenny Rempel (Plastik/ Relief)
Judith Runge (Plastisches Gestalten)
Ulrike Zabel (Grafik)

Das Sonderförderprogramm »kinder-leicht« erweitert die künstlerische Arbeit der Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung um eine pädagogische Dimension: Sie vermitteln ihren künstlerischen Ansatz, spezifische handwerkliche Techniken, Kenntnisse und Erfahrungen an die jüngere Generation. Der direkte Zugang zu Kunst über die Künstlerinnen und Künstler selbst als erster Schritt zum Kunstverständnis ist bei dieser Vermittlungsform das Herzstück und prägt die nachwachsende Generation: Sie wird für zeitgenössische Kunst sensibilisiert, indem ihr individuelle Ausdrucksformen und Freude an der intensiven Beschäftigung mit Kunst vermittelt werden.

Die Deutsche Bank Stiftung zielt mit ihren Aktivitäten auf die Entwicklung und nachhaltige Stärkung von Potentialen insbesondere junger Menschen. Sie initiiert und unterstützt Projekte, die diesen neue Erfahrungsräume eröffnen und sie dazu befähigen, ihre individuellen Begabungen zu entfalten. Ebenso ermutigt sie den künstlerischen Nachwuchs, neue Wege auszuprobieren und professionelle Fähigkeiten weiter auszubauen. Sie trägt mit zahlreichen Projekten zur Integration von Immigranten bei und stärkt die Chancengerechtigkeit für benachteiligte Gesellschaftsgruppen. Nicht zuletzt engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung für eine lebendige Kulturlandschaft und macht sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Weltweit engagiert sie sich gemeinsam mit starken Partnern in der Katastrophenprävention.

Ansprechpartner Deutsche Bank Stiftung:
Jennifer Endro
Tel.: 069-2 47 52 59-33
jennifer.endro@deutsche-bank-stiftung.de
www.deutsche-bank-stiftung.de

 

26. September 2019

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Kunststiftung bringt „Beautiful Mind. Ein Schmuckstück für Cranach“ in die Finnische Nationalgalerie nach Helsinki

Vom 26. September 2019 bis zum 5. Januar 2020 wird eine Auswahl der Schmuckstücke, die im von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt initiierten bundesweiten Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« entstanden sind, in der Finnischen Nationalgalerie in Helsinki im Rahmen der Ausstellung »LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties « gezeigt. Damit wird einmal mehr die Vielseitigkeit des Einflusses von Lucas Cranach auf zeitgenössische Künstler deutlich. Die meisten der 17 ausgewählten Schmuckarbeiten sind Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus Sachsen-Anhalt. Kein Zufall, denn die renommierte Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit ihrer international bekannten Schmuckklasse hat hier ihren Standort.

Teilnehmende Schmuckkünstlerinnen und Schmuckkünstler sind Mareen Alburg Duncker, Antje Bräuer, Bettina Dittlmann, Georg Dobler, Beate Eismann, Anne Fischer, Kirsten Garzareck, Franzizka Höhne, Svenja John, Jutta Kallfelz, Melanie Kölsch, Christine Matthias, Kerstin Mayer, Dorothea Prühl, Theo Smeets, Silke Trekel und Andrea Wippermann.

Der 2014 national ausgeschriebene Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« wurde anlässlich des Cranach-Jahres 2015 von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt ausgelobt. Von den 146 Teilnehmern aus allen Bundesländern gewannen Bettina Dittlmann aus Bayern, Beate Eismann aus Sachsen-Anhalt und Svenja John aus Berlin den ersten bis dritten Preis. Zusammen mit 48 weiteren ausgewählten Arbeiten waren ihre Schmuckstücke zunächst im Rahmen der Landesausstellung »Lucas Cranach der Jüngere — Entdeckung eines Meisters« 2015 in Lutherstadt Wittenberg, 2016 im Schmuckmuseum Pforzheim und Kunstgewerbemuseum in Berlin ausgestellt.

Zu Cranachs Lebzeiten waren aufwendig aus kostbaren Metallen, Perlen und Edelsteinen gefertigte Schmuckstücke Ausdruck für den Reichtum und sozialen Status ihrer Träger und Trägerinnen. Der Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« fragte nach zeitgenössischen künstlerischen Interpretationen von Renaissanceschmuck. Gemeint war hier im Besonderen der Schmuck, den Cranach der Jüngere, seine Frauen, Söhne und Töchter und die von ihm porträtierten Zeitgenossen getragen haben. Die große Zahl eingereichter Arbeiten macht deutlich, dass es für die Schmuckkünstlerinnen und -künstler offenbar ein anregender Gedanke ist, das Grundthema des Schmucktragens zwischen Selbstdarstellung und sozialer Disktinktion zeitgenössisch zu verorten. Die Menschheitsgeschichte kennt unendlich viele Formen des Schmückens. Auch die Motivation der Herstellung von Schmuck hat sich immer wieder gewandelt. Die Konstante dabei ist die immer auch als Bekenntnis aufzufassende Selbstdarstellung des Menschen in Beziehung zu seinem sozialen Umfeld und als Ausdruck seiner individuellen Überzeugungen. Vor diesem Hintergrund schlagen die Schmuckstücke aus der Ausstellung »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« eine Brücke von der Kunst der Renaissance in die der Gegenwart und stehen zugleich für das breite Spektrum zeitgenössischer Schmuckkunst.

»LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties « wird durch eine Publikation mit Beiträgen auch aus Deutschland und Dänemark sowie durch ein breites museumspädagogisches Rahmenprogramm begleitet.

»LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties«
Sinebrychoff Art Museum
Bulevardi 40
00120 Helsinki
www.siff.fi
Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr 11−18
Mi 11−20
Sa -So 10−17
montags geschlossen

 

23. September 2019

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Gottgewollt – Stipendiaten der Kunststiftung beleuchten das Leben der Ordensschwestern

Sie stellen ihr Leben in den Dienst des Ordens, geloben Armut, Gehorsamkeit und Keuschheit. Seit 125 Jahren prägen die Schwestern von der heiligen Elisabeth mit ihrem ordenstypischen Habit das Stadtbild von Halle. Mit der Ausstellung „gottgewollt – Die grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth“ und einem Bild- und Interviewband haben der Fotograf Marco Warmuth und die Autorin Tina Pruschmann das Leben dieser letzten Hallenser Elisabethschwestern porträtiert und spürten einer Lebensweise nach, die aus der Zeit gefallen scheint, sind doch individuelle Freiheit und Wohlstand heute zur zentralen Lebensorientierung geworden. Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt förderte das Projekt.

1842 gründen vier Frauen in der schlesischen Stadt Neisse einen Schwesternverein. Sie pflegen unentgeltlich bedürftige Kranke in ihren Wohnungen. Die Tätigkeit der Frauen trifft zunächst auf Skepsis, der Hausbesuch gilt als unschicklich. Als die Schwestern nach langem Ringen die päpstliche und staatliche Anerkennung bekommen, wächst der Orden schnell. Im Laufe seiner Geschichte sind die Ordensfrauen in siebzehn Ländern aktiv; allein in Halle sind es zu ihren Hochzeiten mehr als einhundert Schwestern. Doch seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges schwindet die Gemeinschaft im westlichen Europa. Die ehemals fünf deutschen Provinzen des Ordens werden zu einer Provinz für Gesamtdeutschland zusammengelegt. Im Hallenser Ordenshaus leben noch knapp 30 Schwestern. Es ist die letzte Generation. Mit ihnen wird die Gemeinschaft des Ordens hierzulande zu Ende gehen.

Die Vernissage findet am 26.09.2019 im Foyer ab 18 Uhr statt.

„gottgewollt – Die grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth“
Ausstellung zum Bild- & Interviewband
27. September – 24. November 2019
geöffnet von 8–18 Uhr
Eröffnungsveranstaltung: 26.09.2019, um 18 Uhr
Buchpräsentation im Foyer: 22.11.2019, um 19 Uhr
Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara
Mauerstraße 5
06110 Halle (Saale)

Weiter Informationen zum Projekt unter: gottgewollt.info

Die Autoren

Marco Warmuth – geboren 1980, Fotograf, lebt und arbeitet in Halle, lehrt an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein. Studierte Kommunikationsdesign in Dessau und an der HfKuD Halle, absolvierte den Master in der Fotoklasse von Ute Mahler und Vincent Kohlbecher.

Tina Pruschmann – geboren 1975, Autorin, Soziologin, saß in Juravorlesungen, arbeitete in einer psychiatrischen Klinik, an einer Förderschule, an einer Berufsschule. 2017 erschien ihr Debütroman „Lostage“ im Residenz Verlag. Lebt in Leipzig.

Das Buch erschien am 24.7.19 im Mitteldeutschen Verlag.

23. September 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Kunststiftung bringt „Beautiful Mind. Ein Schmuckstück für Cranach“ in die Finnische Nationalgalerie nach Helsinki

Vom 26. September 2019 bis zum 5. Januar 2020 wird eine Auswahl der Schmuckstücke, die im von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt initiierten bundesweiten Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« entstanden sind, in der Finnischen Nationalgalerie in Helsinki im Rahmen der Ausstellung »LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties « gezeigt. Damit wird einmal mehr die Vielseitigkeit des Einflusses von Lucas Cranach auf zeitgenössische Künstler deutlich. Die meisten der 17 ausgewählten Schmuckarbeiten sind Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus Sachsen-Anhalt. Kein Zufall, denn die renommierte Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit ihrer international bekannten Schmuckklasse hat hier ihren Standort.

Teilnehmende Schmuckkünstlerinnen und Schmuckkünstler sind Mareen Alburg Duncker, Antje Bräuer, Bettina Dittlmann, Georg Dobler, Beate Eismann, Anne Fischer, Kirsten Garzareck, Franzizka Höhne, Svenja John, Jutta Kallfelz, Melanie Kölsch, Christine Matthias, Kerstin Mayer, Dorothea Prühl, Theo Smeets, Silke Trekel und Andrea Wippermann.

Der 2014 national ausgeschriebene Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« wurde anlässlich des Cranach-Jahres 2015 von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt ausgelobt. Von den 146 Teilnehmern aus allen Bundesländern gewannen Bettina Dittlmann aus Bayern, Beate Eismann aus Sachsen-Anhalt und Svenja John aus Berlin den ersten bis dritten Preis. Zusammen mit 48 weiteren ausgewählten Arbeiten waren ihre Schmuckstücke zunächst im Rahmen der Landesausstellung »Lucas Cranach der Jüngere — Entdeckung eines Meisters« 2015 in Lutherstadt Wittenberg, 2016 im Schmuckmuseum Pforzheim und Kunstgewerbemuseum in Berlin ausgestellt.

Zu Cranachs Lebzeiten waren aufwendig aus kostbaren Metallen, Perlen und Edelsteinen gefertigte Schmuckstücke Ausdruck für den Reichtum und sozialen Status ihrer Träger und Trägerinnen. Der Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« fragte nach zeitgenössischen künstlerischen Interpretationen von Renaissanceschmuck. Gemeint war hier im Besonderen der Schmuck, den Cranach der Jüngere, seine Frauen, Söhne und Töchter und die von ihm porträtierten Zeitgenossen getragen haben. Die große Zahl eingereichter Arbeiten macht deutlich, dass es für die Schmuckkünstlerinnen und -künstler offenbar ein anregender Gedanke ist, das Grundthema des Schmucktragens zwischen Selbstdarstellung und sozialer Disktinktion zeitgenössisch zu verorten. Die Menschheitsgeschichte kennt unendlich viele Formen des Schmückens. Auch die Motivation der Herstellung von Schmuck hat sich immer wieder gewandelt. Die Konstante dabei ist die immer auch als Bekenntnis aufzufassende Selbstdarstellung des Menschen in Beziehung zu seinem sozialen Umfeld und als Ausdruck seiner individuellen Überzeugungen. Vor diesem Hintergrund schlagen die Schmuckstücke aus der Ausstellung »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« eine Brücke von der Kunst der Renaissance in die der Gegenwart und stehen zugleich für das breite Spektrum zeitgenössischer Schmuckkunst.

»LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties « wird durch eine Publikation mit Beiträgen auch aus Deutschland und Dänemark sowie durch ein breites museumspädagogisches Rahmenprogramm begleitet.

»LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties«
Sinebrychoff Art Museum
Bulevardi 40
00120 Helsinki
www.siff.fi
Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr 11−18
Mi 11−20
Sa -So 10−17
montags geschlossen

 

23. September 2019

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Aufbruch ins Museum: Das HEIMATSTIPENDIUM startet in eine neue Runde

Mit eindrucksvollen Abschlussausstellungen der Heimatstipendiatinnen und -stipendiaten im letzten Jahr und einem großen Auftritt auf der POSITIONS Berlin Art Fair im September 2019 ist die erste Förderrunde des HEIMATSTIPENDIUMS der Kunststiftung erfolgreich zu Ende gegangen. Aufgrund der großen Resonanz startet das Programm nun unter dem Titel HEIMATSTIPENDIUM#2 in eine Neuauflage. Museen können sich bis zum 11. November 2019 bewerben. Die Ausschreibung für Künstlerinnen und Künstler folgt im Anschluss.

Der Stiftungsrat der Kunststiftung hat in seiner jüngsten Sitzung die Fortführung des HEIMATSTIPENDIUMS beschlossen. An der Neuauflage des Programms können sich zehn Museen beteiligen. „Das Heimatstipendium der Kunststiftung ist sowohl bei Künstlern und Künstlerinnen als auch bei Museumsschaffenden sowie in der Bevölkerung auf breite Resonanz gestoßen und hat viel Anerkennung bekommen. Deshalb halte ich es für ein überaus zukunftsorientiertes und erfolgreiches Förderinstrument für die Kunst- und Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt.“ sagt Rainer Robra, Vorsitzender des Stiftungsrats.

Die Künstlerinnen und Künstler werden für ein Jahr mit einem Stipendium in Höhe von 12.000 Euro vor allem in kleineren, unbekannten Museen Sachsen-Anhalts arbeiten. Dort sollen sie die Bestände von Sammlungen und Archiven erkunden. Ziel ist es,dass sie das vorgefundene kulturelle Erbe mit einer eigenen künstlerischen Arbeit reflektieren und interpretieren.

„Das Programm soll Künstlerinnen und Künstler anregen und unterstützen, sich mit dem seit Jahrhunderten Aufbewahrten zu befassen, um dann, davon inspiriert, neue Arbeiten zu entwickeln. Es ging und geht uns dabei vor allem um die Stärkung der Museen als Institutionen unseres kulturellen und künstlerischen Gedächtnisses.“, so Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Das Gesamtbudget des Sonderprogramms beläuft sich auf rund 300.000 Euro und wird vollständig von der Kloster Bergesche Stiftung finanziert. Dabei wird das HEIMATSTIPENDIUM #2 von weiteren Aktionen flankiert. So sollen im Laufe des Jahres mit einem umfangreichen Kunstvermittlungsprogramm und einer Vortragsreihe immer wieder Anreize geschaffen werden, um ein breites Publikum in die Museen zu locken.

Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt geht mit dem HEIMATSTIPENDIUM#2 erneut die bewährte Kooperation mit dem Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. ein: „Die Auseinandersetzung von Künstlerinnen und Künstlern mit den aufbewahrten Relikten vergangener HEIMATEN ist für die Stadt- und Regionalmuseen und die Bevölkerung vor Ort eine wunderbare Chance, manche Objekte oder Sammlungen aus einem anderen Blickwinkel neu zu entdecken, und somit HEIMAT neu zu sehen.“, so Susanne Kopp-Sievers, Geschäftsführerin vom Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.

Eine erste Ausschreibung richtet sich nun zunächst an die Museen in Sachsen-Anhalt. Sie haben bis zum 11. November 2019 die Möglichkeit, sich um eine Teilnahme am HEIMATSTIPENDIUM #2 entweder per Mail unter info@kunststiftung-sachsen-anhalt.de oder per Post an Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale) zu bewerben. Details und das Antragsformular zur Ausschreibung sind auf der Website unter Sonderprogramme zu finden.

Eine zweite Ausschreibung, die sich nach Auswahl der Museen an die Künstlerinnen und Künstler in Sachsen-Anhalt richtet, folgt im November 2019.

20. September 2019

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100 Kinder und Künstlerinnen feiern den Start von »kinder-leicht« mit Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch

Mit dem Kunstvermittlungsprogramm »kinder-leicht« geben Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt der jüngeren Generation Antworten auf Fragen zur zeitgenössischen Kunst. Basierend auf den Arbeitsergebnissen ihrer Stipendien entwickeln sie Formate verschiedenster Struktur, die sie zumeist in Kindergärten, Schulen und eigenen Ateliers erfolgreich umsetzen. Den Kindern und Jugendlichen wird dadurch eine Welt eröffnet, die sie ermutigt eigenständig und individuell Kunst zu interpretieren, da sie eigene Erfahrungen im künstlerischen Prozess machen können. Der Stiftungsrat hatte in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass »kinder-leicht« als eine wichtige Fördersäule im Bereich der Kunstvermittlung ausgebaut werden soll.

Ein Anlass zum Feiern am 30. September 2019! In der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11 in Halle. Von 9 bis 12 Uhr mit 100 Kindern, Künstlerinnen und der Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch.

100 Kinder arbeiten unter professioneller Anleitung der Künstlerinnen: Wiebke Kirchner | Mareen Alburg-Duncker | Lucie Göpfert | Judith Runge | Anne Sommer | Annette Funke | Ines Schmiegel.

Das Programm »kinder-leicht« richtet sich an Bildungsinstitutionen, Gruppen oder Initiativen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die Angebote haben unterschiedliche Zeitrahmen und können zum Teil in Schulen, aber auch in den Ateliers oder an weiteren idealen Orten umgesetzt werden.
Eine Auflistung der Angebote unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de. Ab dem 30. September 2019 gibt es dort 16 neue Konzepte bei »kinder-leicht« von folgenden Künstlerinnen und Künstlern:

Josefine Cyranka (Grafik / Objekt /Kochkunst)
Sarah Deibele (Grafik/ Malerei)
Bernd Elsässer (Schmuck)
Andrea Flemming (Bildende Kunst)
Lucie Göpfert (Illustration)
Simon Horn (Bildhauerei)
Timm Höller (Graffiti)
Rahel Hutter(Musik)
Katja Jaroschewski (Objektkunst)
Wiebke Kirchner (Collagen/ Fotografie)
Ilko Koestler (Holzschnitt/ Grafik)
Christoph Liedtke (Malerei)
Friederike Nottrott (Keramik)
Jenny Rempel (Plastik/ Relief)
Judith Runge (Plastisches Gestalten)
Ulrike Zabel (Grafik)

Das Sonderförderprogramm »kinder-leicht« erweitert die künstlerische Arbeit der Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung um eine pädagogische Dimension: Sie vermitteln ihren künstlerischen Ansatz, spezifische handwerkliche Techniken, Kenntnisse und Erfahrungen an die jüngere Generation. Der direkte Zugang zu Kunst über die Künstlerinnen und Künstler selbst als erster Schritt zum Kunstverständnis ist bei dieser Vermittlungsform das Herzstück und prägt die nachwachsende Generation: Sie wird für zeitgenössische Kunst sensibilisiert, indem ihr individuelle Ausdrucksformen und Freude an der intensiven Beschäftigung mit Kunst vermittelt werden.

PRESSEEINLADUNG: 100 Kinder und Künstlerinnen feiern »kinder-leicht« mit Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Medien,

Sie sind herzlich zur Auftaktveranstaltung des Kunstvermittlungsprogramm »kinder-leicht« am 30. September 2019 eingeladen.
Mit dem Kunstvermittlungsprogramm »kinder-leicht« geben Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt der jüngeren Generation Antworten auf Fragen zur zeitgenössischen Kunst. Basierend auf den Arbeitsergebnissen ihrer Stipendien entwickeln sie Formate verschiedenster Struktur, die sie zumeist in Kindergärten, Schulen und eigenen Ateliers erfolgreich umsetzen. Den Kindern und Jugendlichen wird dadurch eine Welt eröffnet, die sie ermutigt eigenständig und individuell Kunst zu interpretieren, da sie eigene Erfahrungen im künstlerischen Prozess machen können. Der Stiftungsrat hatte in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass »kinder-leicht« als eine wichtige Fördersäule im Bereich der Kunstvermittlung ausgebaut werden soll.

Ein Anlass zum Feiern am 30. September 2019! In der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11 in Halle. Von 9 bis 12 Uhr mit 100 Kindern, Künstlerinnen und der Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch.

Ablauf:

9.00 Uhr
Begrüßung
Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch im Gespräch mit Manon Bursian, Stiftungsdirektorin
Im Anschluss stellen die Kinder Fragen an beide.
Startschuss im Garten: alle Kinder lassen ihren Ballon starten

9.30 -11.30 Uhr
Die Kinder arbeiten unter professioneller Anleitung der Künstlerinnen: Wiebke Kirchner | Mareen Alburg-Duncker | Lucie Göpfert | Judith Runge | Anne Sommer | Annette Funke | Ines Schmiegel

11.30 – 12.00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

12.00 Uhr
Abschied

Das Programm »kinder-leicht« richtet sich an Bildungsinstitutionen, Gruppen oder Initiativen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die Angebote haben unterschiedliche Zeitrahmen und können zum Teil in Schulen, aber auch in den Ateliers oder an weiteren idealen Orten umgesetzt werden.
Eine Auflistung der Angebote unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de. Ab dem 30. September 2019 gibt es dort 16 neue Konzepte bei »kinder-leicht« von folgenden Künstlerinnen und Künstlern:

Josefine Cyranka (Grafik / Objekt /Kochkunst)
Sarah Deibele (Grafik/ Malerei)
Bernd Elsässer (Schmuck)
Andrea Flemming (Bildende Kunst)
Lucie Göpfert (Illustration)
Simon Horn (Bildhauerei)
Timm Höller (Graffiti)
Rahel Hutter(Musik)
Katja Jaroschewski (Objektkunst)
Wiebke Kirchner (Collagen/ Fotografie)
Ilko Koestler (Holzschnitt/ Grafik)
Christoph Liedtke (Malerei)
Friederike Nottrott (Keramik)
Jenny Rempel (Plastik/ Relief)
Judith Runge (Plastisches Gestalten)
Ulrike Zabel (Grafik)

Das Sonderförderprogramm »kinder-leicht« erweitert die künstlerische Arbeit der Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung um eine pädagogische Dimension: Sie vermitteln ihren künstlerischen Ansatz, spezifische handwerkliche Techniken, Kenntnisse und Erfahrungen an die jüngere Generation. Der direkte Zugang zu Kunst über die Künstlerinnen und Künstler selbst als erster Schritt zum Kunstverständnis ist bei dieser Vermittlungsform das Herzstück und prägt die nachwachsende Generation: Sie wird für zeitgenössische Kunst sensibilisiert, indem ihr individuelle Ausdrucksformen und Freude an der intensiven Beschäftigung mit Kunst vermittelt werden.

Halle, 15. September 2019

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THINK BAUHAUS

Anlässlich des Bauhausjubiläums lobte die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Schmuck2 Anfang diesen Jahres zwei Wettbewerbe unter dem Titel THINK BAUHAUS aus – einen für Kinder und Jugendliche für den Wasserturm Süd, den anderen für KünstlerInnen, ArchitektInnen und DesignerInnen für die Großgarage in Halle-Süd. Beide Bauten, der Wasserturm und die Großgarage, sind Beispiele für das vom Bauhaus inspirierte Neue Bauen. Die Siegerarbeiten aus dem Wettbewerb THINK BAUHAUS sind bis zum 13. Oktober 2019 in der Großgarage Süd und  am Wasserturm Süd zu sehen.

Großgarage Süd
“CarChandelier100“
von Birgit Bublak und Thomas Purgand
01.09.-13.10.2019
Pfännerhöhe 70, 06110 Halle
Di 15–17 Uhr
Mi, Do, Fr, So sowie feiertags 14–18 Uhr
Sa 10–18 Uhr

Die Finissage findet am 13. Oktober 2019 um 15 Uhr statt. In diesem Rahmen wird die Installation „CarChandelier100“ abgebaut und die BobbyCars an Kindertageseinrichtungen abgegeben. Kindereinrichtungen aus Sachsen-Anhalt können sich via Email gern unter bobbycar100@dreimb.de bei der Künstlerin Birgit Bublak melden, wenn sie ein BobbyCar haben möchten. Abgeholt werden muss das BobbyCar dann zur Finissage.

Wasserturm Halle Süd
„Schmetterlingstänzerin“ und den „Panzergolem Rafael“

Die Siegerarbeiten der 6. Klassen des Paul-Gerhardt-Gymnasiums in Gräfenhainichensind vom 1. September bis 13. Oktober 2019 von außen über dem Eingang des Wasserturm Süd zu sehen.
Lutherplatz
06110 Halle

Alle eingereichten Entwürfe sind im Historischen Technikzentrum der Stadtwerke Halle, Lauchstädter Straße 14 c/d, 06110 Halle: 31.08., 8.09., 14.09., 21.09., 28.09., 6.10.2019, jeweils von 14–18 Uhr zu sehen.

Historisches Technikzentrum der Stadtwerke Halle, Lauchstädter Straße 14 c/d, 06110 Halle: 31.08., 8.09., 14.09., 21.09., 28.09., 6.10.2019, jeweils von 14–18 Uhr

Tagebuchschreiben für alle : Stipendiaten der Kunststiftung bloggen über ihren Aufenthalt in Indien und Brasilien

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt jährlich internationale Arbeitsstipendien, um den Künstlern aus Sachsen-Anhalt die Begegnung mit der Kunst und Kultur anderer Länder zu ermöglichen. Ihre künstlerische Entwicklung soll gefördert und ihre Etablierung in weltweite Kunstnetzwerke erleichtert werden. Dabei kooperiert die Stiftung mit renommierten Institutionen und Gastkuratoren.

So werden die Stipendiaten Jana Reinhardt und Friedrich Hanisch im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Salavador-Bahia und der Kunststiftung Sachsen-Anhalt zwei Monate in Salvador-Bahia künstlerisch arbeiten. „Die erste Residenz der Kunststiftung Sachsen-Anhalt erhielt der Künstler Gunther Schumann. Bis heute ist uns diese Zeit in sehr guter Erinnerung. Sprichwörtlich hat Gunther Schumann das größte Kunstwerk aller bisherigen Residentinnen hinterlassen und zwar eine riesige Wand im öffentlichen Raum, die er gemeinsam mit Graffiteiros aus Bahia zu seinem Universum gestaltet hat. Außerdem erstellte er ein Comic Video in dem er eine Figur durch Salvador wandern lässt. Besser und nachhaltiger kann ein internationaler Austausch kaum laufen. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Gast aus Sachsen-Anhalt.“, so Manfred Stoffl, Direktor des Goethe-Instituts Salvador-Bahia.

Jana Reinhardt und Friedrich Hanisch werden während ihres Aufenthalts regelmäßig auf ihrem BrasilienBlog berichten und kleine Podcasts starten.

Fast zeitgleich werden sich die Künstlerin Christine Bergmann und der Künstler Stefan Schwarzer aufgrund einer Förderung durch die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt nach Indien begeben und von dort auf ihrem IndienBlog berichten. Es ist das erste Mal, dass die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen in Halle und dem Ziegenbalghaus Tharangambadi ein internationales Arbeitsstipendium nach Indien vergibt. Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt über das Stipendium: „Im atemberaubenden Tempo entstand in Indien während der letzten beiden Jahrzehnte eine neue Struktur der zeitgenössischen Kunst aus Galerien, Stiftungen, Privatmuseen und Künstler-Gemeinschaften oder -Dörfern. Hauptaugenmerk dieses Stipendiums liegt auf dem Aufenthalt im ländlichen Raum von Tharangambadi und dem Einblick in die südindische Kunstszene in eine Künstler-Gemeinschaft in der tamilischen Landeshauptstadt Chennai. Der Kontrast zwischen dem ländlichen und urbanen Raum sowie das Verhältnis von Tradition und Umbruch bietet großen künstlerischen Stoff.“

Das internationale Stipendiaten-Programm ist eines der wichtigsten Fördersäulen der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt. Bisher wurden Arbeitsstipendien für Aufenthalte in Istanbul, Paris, Tokio, Bangkok, Shanghai, Salvador Bahia, Kaliningrad, Jerewan, Tel Aviv, Los Angeles, St. Petersburg und New York vergeben. Im Herbst wird das internationale Stipendium für einen Aufenthalt im Sommer 2020 in Los Angeles ausgeschrieben.

Halle, 10. September 2019

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Heimat auf Reisen: Museen aus Sachsen-Anhalt und Heimat-Stipendiat*innen der Kunststiftung auf der POSITIONS Berlin Art Fair

Das HEIMATSTIPENDIUM ist seit 2017 ein Förderprogramm der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., das die Öffentlichkeit für einzigartige, oft viel zu unbekannte Sammlungen der Museen in Sachsen-Anhalt sensibilisiert hat. Dazu wurden Künstler*innen dabei unterstützt, sich mit dem seit Jahrhunderten Aufbewahrten zu befassen, um dann – davon inspiriert – neue Arbeiten zu entwickeln und ihre spezielle Sicht mit der Bevölkerung vor Ort und Interessierten zu diskutieren und diese aktiv einzubinden. Vom August bis September 2018 gab es für die neun künstlerischen Positionen an den acht Museen feierliche Eröffnungen und Einweihungen.

Erstmals wird außerhalb der Grenzen Sachsen-Anhalts auf der POSITIONS Berlin Art Fair eine Auswahl der künstlerischen Arbeiten gemeinsam mit Objekten aus den Sammlungen der Museen gezeigt. Präsentiert werden Werke von Christine Bergmann (Malerei), Xenia Fink (Handzeichnung), Friederike von Hellermann (Grafik), Margit Jäschke (Objekt), Matthias Ritzmann (Fotografie) und Luzia Werner (Skulptur) sowie Inspirierendes aus dem Harzmuseum Wernigerode, dem Museum Haldensleben, dem Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen Halle, dem Museum Aschersleben, dem Spengler-Museum Sangerhausen und dem Museum Schloss Bernburg.

Wer einmal im Spengler-Haus in Sangerhausen war, weiß, was Sammelleidenschaft heißt. Die Passion Spenglers faszinierte den Fotografen Matthias Ritzmann und so stellte er Menschen der Region die Frage: Wie viel Spengler steckt in Jedem? und besuchte Sammler*innen, interviewte sie über ihr Jagdfieber nach immer neuen Objekten und fotografierte sie. In der Ausstellung im Spengler-Museum waren neben den Interviewtexten und Schwarzweißfotografien auch Teile der jeweiligen Kollektionen der Sammler*innen zu sehen.  Auf der POSITIONS Berlin Art Fair werden 12 Fotos der künstlerischen Arbeit gezeigt.
Mit der Entdeckung der Totenkronen im Archiv des Museums Schloss Bernburg fand die Holzbildhauerin Luzia Werner ihr persönliches Herzensthema. Von den Kränzen angeregt, setzte sie sich intensiv mit dem Thema Tod auseinander und schuf, korrespondierend zu diesen, unter dem Titel „In der Blüte Deiner Jahre. Vom Leben und Sterben“ sechs Abbilder junger Menschen, die Empfänger einer solchen Beigabe verkörpern. Mit dem Werk „Christa“ entstand das Porträt einer jungen Frau, deren Blick in die Ferne und durch den Betrachter hindurch geht. Zur POSITIONS Berlin Art Fair wird „Christa“ zusammen mit einer Totenkrone auf Reisen nach Berlin gehen, um dort vor einem überregionalen Publikum präsentiert zu werden.

Ziel des HEIMATSTIPENDIUMS ist die Sensibilisierung einer Öffentlichkeit, die sich auf eine spannende Reise durch Sachsen-Anhalt begeben kann.

In diesem Jahr wird das HEIMATSTIPENDIUM neu ausgeschrieben und ab 2021 gibt es dann wieder zehn neue Orte zu entdecken, an denen sich Heimatgeschichte mit zeitgenössischer Kunst verbindet.

Zur Eröffnung des Messestandes zum HEIMATSTIPENDIUM am 12. September 2019, um 17 Uhr begrüßen Sie dort Manon Bursian (Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt) und Holger Stahlknecht (Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt).

HEIMATSTIPENDIUM
zu Gast auf der
POSITIONS Berlin Art Fair
12.—15. September 2019
Do, 12. September, 17 — 21 Uhr, Eröffnung
Fr, 13. September, 11 — 19 Uhr
Sa, 14. September, 11 — 19 Uhr
So, 15. September, 11 — 18 Uhr
Flughafen Tempelhof / Hangar 4 / Messestand D03
Columbiadamm 10
10965 Berlin
positions.de
www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

Einladung zum Presserundgang anlässlich der Übergabe der Kunstwerke aus den THINK BAUHAUS – Wettbewerben

Am 29. August 2019 um 11 Uhr sind Medienvertreterinnen und -vertreter herzlich zum Presserundgang anlässlich der Übergabe der Siegerarbeiten aus den THINK BAUHAUS-Wettbewerben eingeladen.

Ablauf:

11 Uhr
Start in der Großgarage Süd
Begrüßung durch Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und Vorstellung der Arbeit von Birgit Bublak und Thomas Purgand.
Das Künstlerduo ist ebenso anwesend wie Herr Wolfgang Möller, Prokurist des Bauvereins Halle & Leuna eG.

Kleiner gemeinsamer Imbiss.

11:30 Uhr
Gemeinsame/r Fahrt bzw. Spaziergang zum Wasserturm Süd.

11:40 Uhr
Vorstellung des umgesetzten Siegerentwurfs aus dem Kinderkunstwettbewerb sowie der eingereichten Entwürfe im Historischen Technikzentrum.
Anwesend sind neben Manon Bursian, Vertreter der Stadtwerke GmbH sowie der Künstler Michael Krenz, der die Arbeit der Kinder umsetzte sowie die Lehrerin der Schüler und Schülerinnen Romy Kraft.

Ende vorraussichtlich 12:30 Uhr.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Bitte bestätigen Sie uns aus organisatorischen Gründen gern Ihr Kommen per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de. Vielen Dank.

Hintergrund: Anlässlich des 100. Bauhausjubiläums lobte die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Schmuck2 Anfang diesen Jahres zwei Wettbewerbe unter dem Titel THINK BAUHAUS aus – einen für Kinder und Jugendliche für den Wasserturm Süd, den anderen für KünstlerInnen, ArchitektInnen und DesignerInnen für die Großgarage in Halle-Süd.
Die umgesetzten Siegerentwürfe sind ab 31. August 2019 zu sehen.

Beide Bauten, der Wasserturm und die Großgarage, sind Beispiele für das vom Bauhaus inspirierte Neue Bauen.

Ein imposantes Beispiel ist der Wasserturm Süd. Errichtet wurde er zwischen 1927 und 1928, als das Bauhaus in Dessau in seiner Blüte stand. Die funktional-expressive Backsteinarchitektur der vom Werkbund beeinflussten Architekten Wilhelm Jost und Oskar Muy steht in der großen Tradition von Industriebauten der Zwanzigerjahre. Der Hallenser Wasserturm verdeutlicht, wie stark die Architekten der damaligen Zeit darum rangen, mit technischen Bauwerken Zeichen zu setzen, die bis heute als Denkmäler unsere Umwelt prägen. Den für den Wasserturm Süd von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Schmuck2 und den Stadtwerken Halle ausgeschriebenen Gestaltungswettbewerb gewannen zwei Gruppen aus den 6. Klassen des Paul-Gerhardt-Gymnasiums in Gräfenhainichen. Die Entwürfe sollten vom Bauhausgedanken inspiriert sein, was diesen Schülerinnen und Schülern wunderbar gelang. Sie erhielten den 1. Preis für den „Panzergolem Rafael“ und die „Schmetterlingstänzerin“. Beide Entwürfe lehnen sich an das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer an. Das 1922 in Stuttgart uraufgeführte Stück ist dessen berühmteste Bühnenproduktion. Die insgesamt 18 Kostüme, bedeuten für darin Tanzende durch Form, Material und Gewicht massive Beweglichkeitseinschränkungen. Sie erzwingen und inspirieren gleichermaßen eine neuartige und ungewöhnliche Art eines minimalistischen, raumplastischen Tanzens.
Der Hallesche Künstler Michael Krenz hat die Schülerinnen und Schüler bei der Umsetzung ihrer Entwürfe unterstützt, die den Eingang des Wasserturmes flankieren. Sämtliche eingereichten Entwürfe sind im benachbarten Historischen Technikzentrum der Stadtwerke Halle zu sehen.

Die Architektur mit anderen Künsten im Sinne des Gesamtkunstwerks zu verbinden war Ziel des zweiten Wettbewerbs. In der Großgarage ist der „CarChandelier100“ des Künstlerduos Birgit Bublak und Thomas Purgand zu sehen. 99 BobbyCars sind dort zu einem abstrakten Kronleuchter vereint. Die Installation nimmt das Thema Auto auf und arbeitet mit dem großen, leeren Raum. Durch die Überhöhung von 99 BobbyCars wird augenzwinkernd das Automobil selbst zum Schmuckstück. Zu ihrer Entstehungszeit wurden in dem Parkhaus nur wenige vorbehaltene Luxusartikel untergestellt. Und auch heute noch ist das Auto für nicht Wenige ein Statussymbol – sei es ein SUV, ein teurer Sportwagen oder ein in langen Tuningsessions gestyltes Mobil. Fetische sind es allesamt. Ironisch nimmt dies der Entwurf von Bublak&Purgand auf: Die identischen Kopien der Kinderautos werden zu einem Chandelier, der ebenso lange Zeit nur ein exklusives Luxusgut war wie das Auto. Heute jedoch sind beide in schlichter Ausführung ein für viele erschwinglicher Gegenstand und haben ihren exklusiven Wert – zumindest in der westlichen Welt – verloren. Die Bobbycars stehen in ihrer Gleichartigkeit in Farbe und Form auch für das Serielle, das einst Thema am Bauhaus war und sich nun überall findet.
Ein BobbyCar, das 100., wird in einer Parkzelle seinen Platz finden. Hier erklären Birgit Bublak und Thomas Purgand ihr künstlerisches Konzept und nennen außerdem die hundert Orte der „Grand Tour der Moderne“, die unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Prof. Monika Grütters stehen. Eines davon ist eben die Großgarage, eines der ältesten Parkhäuser Deutschlands und ein bedeutender Sachzeuge der Technikgeschichte. Errichtet wurde das straßenbildprägende Parkhaus nach amerikanischem Vorbild in Stil und Funktion des Neuen Bauens. Die eindrucksvolle Eisen-Glas-Konstruktion von neun Metern Breite und 15 Metern Höhe erstreckt sich über vier Geschosse. Das fast vollständig verglaste Dach belichtet die Halle zusätzlich. Beidseitig befinden sich in vier Ebenen die Parkboxen. Die Garage bot seit ihrer Eröffnung im Februar 1929 neben der Möglichkeit, Kraftfahrzeuge äußerst platzsparend auf vier Ebenen zu parken, zudem Dienstleistungen wie Autowäsche, Reparatur sowie Kurier- und Lotsendienste für die automobile Kundschaft an. Es befanden sich außerdem ein Frisiersalon, eine Tankstelle und ein Aufenthaltsraum mit Schlafgelegenheiten für die Chauffeure auf dem Gelände. Um die Wünsche der Kundschaft bemühten sich 28 Angestellte.
In den Jahren 2007 bis 2011 sanierte die Bauverein Denkmal GmbH das Objekt denkmalgerecht.

Die Übergabe der Siegerarbeiten aus den THINK BAUHAUS-Wettbewerben findet feierlich am 31. August 2019 statt. Am Wasserturm ab 15 Uhr und in der Großgarage ab 18:30 Uhr.

15 Uhr
Wasserturm Halle Süd
Lutherplatz
06110 Halle
THINK BAUHAUS – Wettbewerb für Kinder und Jugendliche in Kooperation mit schmuck2, der Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH und der Stadtwerke Halle GmbH:  Enthüllung der Siegerarbeiten „Schmetterlingstänzerin“ und den „Panzergolem Rafael“ und Überreichung der Preise durch René Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Halle GmbH sowie Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Im benachbarten Historischen Technikzentrum der Stadtwerke Halle werden alle eingereichten Entwürfe gezeigt.

18.30 Uhr
Großgarage Süd
Pfännerhöhe 70
06110 Halle
Übergabe des Siegerbeitrages “CarChandelier100“ von Birgit Bublak und Thomas Purgand aus dem Wettbewerb THINK BAUHAUS.
Es sprechen Rainer Robra, Staatsminister und Minister
für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt / Guido Schwarzendahl, Vorstand der Bauverein Halle & Leuna eG / Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.
Mit einer musikalischen Performance der WEBERKNECHTE – dem Percussion-Ensemble der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“, Finsterwalde unter Leitung von Lars Weber: Die Gymnastikstunde für jeden Gehörgang und Augapfel!
Anschließend gemeinsames Verweilen bei Musik, kleinen Snacks und Getränken.

Öffnungszeiten vom 1. September bis 13. Oktober 2019

Wasserturm Halle Süd, Lutherplatz, 06110 Halle
Die Siegerarbeiten der 6. Klassen des Paul-Gerhardt-Gymnasiums in Gräfenhainichen sind von außen über dem Eingang des Wasserturms zu sehen.

Historisches Technikzentrum der Stadtwerke Halle, Lauchstädter Straße 14 c/d, 06110 Halle: 31.08., 8.09., 14.09., 21.09., 28.09., 6.10.2019, jeweils von 14–18 Uhr

Großgarage Süd, Pfännerhöhe 70, 06110 Halle
Di 15–17 Uhr
Mi, Do, Fr, So sowie feiertags 14–18 Uhr
Sa 10–18 Uhr

Weiterer Termin: Die Finissage findet am 13. Oktober 2019 um 15 Uhr statt. In diesem Rahmen wird die Installation „CarChandelier100“ abgebaut und die BobbyCars an Kindertageseinrichtungen abgegeben. Kindereinrichtungen aus Sachsen-Anhalt können sich via Email gern unter bobbycar100@dreimb.de bei der Künstlerin Birgit Bublak melden, wenn sie ein BobbyCar haben möchten. Abgeholt werden muss das BobbyCar dann zur Finissage.

Vita von Birgit Bublak geboren 1965 | 1972 – 1982 POS in Eisenhüttenstadt | 1982 – 1988 Lehre zum Intarsienschneiderin in Eisenhüttenstadt und anschließende berufliche Tätigkeit als Intarsienschneiderin | 1986 – 1988 Abitur an der Volkshochschule Eisenhüttenstadt | 1988 – 1989 Elternzeit | 1989 – 1995 Studium im FB Innenarchitektur an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle | 1995 – 2000 diverse Praktika und Tätigkeiten in verschiedenen Berufen | 2000 – 2001 Elternzeit | 2001 – 2003 Existenzgründerlehrgang in Halle | 2002 – 2014 freiberuflich tätig in den Bereichen Grafikdesign, Möbel- und Ausstellungsdesign, baubezogene Gestaltung | 2014 – 2016 Anstellung als Assistentin der Geschäftsführung in der Metallwerkstatt Otto in Halle | 2017 Assistenz in der „Zeitkunstgalerie“ Halle/Born | 2018 Veranstaltungsmanagement im Diakoniewerk Halle freiberuflich tätig in den Bereichen Grafikdesign, Möbel- und Ausstellungsdesign, baubezogene Gestaltung | lebt in Halle

Vita von Thomas Purgand geboren 1968 in Halle | 1974 – 1984 POS | 1984 bis 1986 Lehre als Druckformenhersteller | 1986 – 1995 tätig in diversen Berufen | 1995 Studium der Malerei an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle | 1996 – 1999 Student bei Prof. Otto Möhwald und Anette Schröder | 1999 Wechsel in das Fachgebiet Kunst und Medien zu Prof. Ute Hörner und Mathias Antlfinger | 2002 Abschluss Diplom Kunst/Malerei | 2002 – 2004 Aufbaustudium „Digitale Entwurfsmodellierung“ bei Prof. Bernd Hanisch | seit 2004 freiberuflich tätig in den Bereichen 3D Visualisierung / Gestaltung | seit 2006 Werkstattleiter, FG Zeitbasierte Künste, Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein | lebt in Halle

16. August 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Neuwerk 11
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Bauhaus-Picknick in Löbau

Mit einem Bauhaus-Picknick wird am 11. August 2019 der 100. Geburtstag der berühmten Gestaltungsschule im Haus Schminke in Löbau gefeiert. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Initiativen eingeladen, die sich um die Architekturmoderne in Sachsen verdient gemacht haben. Aus dem Bauhausland Sachsen-Anhalt kommt Staat- und Kulturminister Rainer Robra in die Lausitz.

Vorstellen wird sich die „Kulturinitiative Zwenkau e.V.“, die sich gründete, um das Kino im Ort von Johannes Harnisch & Curt Germer aus dem Jahr 1927 nicht nur zu retten, sondern nach 13 Jahren und tausenden Stunden ehrenamtlicher Arbeit als Kulturkino auch neu zu betreiben.

Dabeisein werden außerdem das Konrad-Wachsmann-Haus aus Niesky und der Verein Neufert-Bau Weißwasser, der sich für den Erhalt eines ehemaligen Lagerhauses der Vereinigten Lausitzer Glaswerke einsetzt, das vom Bauhäusler Ernst Neufert stammt.  Außerdem geht der Blick nach Döbeln, wo Rechtsanwalt Axel Buschmann die Rotunda erworben hat und den auffälligen Turmbau von Werner Retzlaff/Karl & Richard Gessner nun bewahren will.

Zudem wird erstmals das neue Kinderbuch „Alles Bauhaus? Eine fantastische Zeitreise mit Mia und Lucas“ präsentiert. Das Buch erscheint am 23. September im Hanser Verlag und entstand in Zusammenarbeit mit der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar gGmbH.

Das Bauhaus-Picknick ist eine Initiative der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Haus Schminke und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum Bauhausjubiläum. Unterstützt wird sie von „So geht Sächsisch“. Vorangegangen waren die sogenannten Bauhaus-Dinner in Halle und Berlin, die jeweils Bauhäuslern gewidmet waren, die noch zu entdecken sind: Marguerite Friedlaender und Erich Dieckmann.

7. August 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Kunststiftung Sachsen-Anhalt schreibt Klinger-Stipendium aus

Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt schreibt für die Jahre 2019/2020 zum ersten Mal zwei Arbeitsstipendien für KünstlerInnen aller Sparten aus Sachsen-Anhalt aus, die sich mit dem Werk und Leben des Künstlers Max Klinger in Naumburg auseinandersetzen und darauf mit zeitgenössischen Mitteln reagieren möchten. Die KünstlerInnen erhalten die Möglichkeit, sich intensiv mit dem umfangreichen Werk Max Klingers auseinanderzusetzen. Anlass hierfür ist der Todestag Max Klingers, welcher sich am 4. Juli 2020 zum 100. Mal jährt.

Max Klinger gehört zu den wohl prominentesten Vertretern des Symbolismus in Deutschland. Geboren wurde Klinger am 18. Februar 1857 in Leipzig als Sohn des Seifensieders Heinrich Louis Klinger und dessen Ehefrau Auguste Friederike Eleonore Klinger. Da der Vater selbst gern Maler geworden wäre, unterstützte er die künstlerische Ausbildung seines Sohnes. Nach seinem Realschulabschluss 1873 in Leipzig, begann Max Klinger 1874 sein Studium an der Kunstschule in Karlsruhe bei Ludwig des Coudres und Karl Gussow. Klinger folgte Gussow an die Akademie der Künste nach Berlin, wo er zwei Jahre später seinen Abschluss mit „außerordentlich“ absolvierte. 1878 entsteht sein erster Radierzyklus mit dem Titel „Opus“, welcher Themen behandelt, die sich immer wieder durch sein Gesamtwerk ziehen: Liebe, Tod und Kunst. In den darauffolgenden Jahren folgen weitere Radierzyklen, die einen großen Teil seiner Popularität ausmachen werden. Klinger suchte an vielen Orten nach Inspirationen – auf Reisen sowie längeren Aufenthalten, in Paris, Berlin und Rom, Griechenland, England und Holland. Auch ließ er sich und sein Werk von vielen internationalen Meistern beflügeln, darunter Rembrandt, Goya und Rodin, aber auch von der Literatur oder Musikern wie Johannes Brahms und Beethoven. Später zog es Klinger jedoch zurück in die Heimat Leipzig, wo er auch zum Professor an der Akademie der graphischen Künste ernannt wurde. 1905 bekam er den Auftrag vom Künstlerbund, in Florenz ein Atelierhaus für junge StipendiatInnen einzurichten – die Villa Romana. Am 4. Juli 1920 stirbt er in seinem Weinberghaus in Großjena bei Naumburg, in dem er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Elsa Asenjeff seit 1903 lebte. Das Weinberghaus ist heute ein Museum.

Zwei KünstlerInnen bekommen die Möglichkeit ab November 2019 in Naumburg und Umgebung zu arbeiten und zeitweise zu wohnen. Die Stipendien werden jeweils für die Dauer von acht Monaten vergeben und beinhalten neben einem monatlichen Stipendium in Höhe von 1.000,00 €, die Übernahme der Kosten für eine zeitweise Unterbringung der KünstlerInnen in der Akademie Sonneck in Naumburg.

Bewerbungen können bis zum 19. August 2019 (es gilt der Poststempel) in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11 in 06108 Halle (Saale) eingereicht werden.

21. Juni 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Kunststiftung Sachsen-Anhalt schreibt Klinger-Stipendium aus

Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt schreibt für die Jahre 2019/2020 zum ersten Mal zwei Arbeitsstipendien für KünstlerInnen aller Sparten aus Sachsen-Anhalt aus, die sich mit dem Werk und Leben des Künstlers Max Klinger in Naumburg auseinandersetzen und darauf mit zeitgenössischen Mitteln reagieren möchten. Die KünstlerInnen erhalten die Möglichkeit, sich intensiv mit dem umfangreichen Werk Max Klingers auseinanderzusetzen. Anlass hierfür ist der Todestag Max Klingers, welcher sich am 4. Juli 2020 zum 100. Mal jährt.

Max Klinger gehört zu den wohl prominentesten Vertretern des Symbolismus in Deutschland. Geboren wurde Klinger am 18. Februar 1857 in Leipzig als Sohn des Seifensieders Heinrich Louis Klinger und dessen Ehefrau Auguste Friederike Eleonore Klinger. Da der Vater selbst gern Maler geworden wäre, unterstützte er die künstlerische Ausbildung seines Sohnes. Nach seinem Realschulabschluss 1873 in Leipzig, begann Max Klinger 1874 sein Studium an der Kunstschule in Karlsruhe bei Ludwig des Coudres und Karl Gussow. Klinger folgte Gussow an die Akademie der Künste nach Berlin, wo er zwei Jahre später seinen Abschluss mit „außerordentlich“ absolvierte. 1878 entsteht sein erster Radierzyklus mit dem Titel „Opus“, welcher Themen behandelt, die sich immer wieder durch sein Gesamtwerk ziehen: Liebe, Tod und Kunst. In den darauffolgenden Jahren folgen weitere Radierzyklen, die einen großen Teil seiner Popularität ausmachen werden. Klinger suchte an vielen Orten nach Inspirationen – auf Reisen sowie längeren Aufenthalten, in Paris, Berlin und Rom, Griechenland, England und Holland. Auch ließ er sich und sein Werk von vielen internationalen Meistern beflügeln, darunter Rembrandt, Goya und Rodin, aber auch von der Literatur oder Musikern wie Johannes Brahms und Beethoven. Später zog es Klinger jedoch zurück in die Heimat Leipzig, wo er auch zum Professor an der Akademie der graphischen Künste ernannt wurde. 1905 bekam er den Auftrag vom Künstlerbund, in Florenz ein Atelierhaus für junge StipendiatInnen einzurichten – die Villa Romana. Am 4. Juli 1920 stirbt er in seinem Weinberghaus in Großjena bei Naumburg, in dem er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Elsa Asenjeff seit 1903 lebte. Das Weinberghaus ist heute ein Museum.

Zwei KünstlerInnen bekommen die Möglichkeit ab November 2019 in Naumburg und Umgebung zu arbeiten und zeitweise zu wohnen. Die Stipendien werden jeweils für die Dauer von acht Monaten vergeben und beinhalten neben einem monatlichen Stipendium in Höhe von 1.000,00 €, die Übernahme der Kosten für eine zeitweise Unterbringung der KünstlerInnen in der Akademie Sonneck in Naumburg.

Bewerbungen können bis zum 19. August 2019 (es gilt der Poststempel) in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11 in 06108 Halle (Saale) eingereicht werden.

 

THINK BAUHAUS: Schülerinnen und Schüler aus Gräfenhainichen gestalten Wasserturm Süd mit Schlemmer-Motiven

Zwei Gruppen aus dem Paul-Gerhardt-Gymnasium in Gräfenhainichen gewinnen den Gestaltungswettbewerb „THINK BAUHAUS“, den die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Schmuck2 und den Stadtwerken Halle zum Bauhausjubiläum ausgeschrieben hatte.

Gefragt waren Ideen und Entwürfe für Kunst am Bau für den Wasserturm Süd in Halle, der ein signifikantes Wahrzeichen der Moderne ist. Die Gräfenhainicher Kinder, die in die 6. Klasse gehen, erhalten den mit 500 Euro dotierten ersten Preis für ihre Entwürfe „Panzergolem“ und „Schmetterlingstänzerin“, die sich an das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer anlehnen. Das 1922 in Stuttgart uraufgeführte Stück ist Schlemmers berühmteste Bühnenproduktion. Die insgesamt 18 Kostüme, bedeuten für darin Tanzende durch Form, Material und Gewicht massive Beweglichkeitseinschränkungen. Sie erzwingen und inspirieren gleichermaßen eine neuartige und ungewöhnliche Art eines minimalistischen, raumplastischen Tanzens.

Der Künstler Michael Krenz wird die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre Siegerentwürfe „Panzergolem“ und „Schmetterlingstänzerin“ vor Ort umzusetzen.

Weitere Preise wie Überraschungspakete aus Japan oder Badespaß im Maya Mare gehen an Kinder aus dem Hort der Martin-Luther-Grundschule Oppin (2. Platz), an Schülerinnen und Schüler der Grundschule Ottersleben in Magdeburg (3. Platz) sowie des Neuen Städtischen Gymnasiums Halle (4. + 5. Platz).

„Panzergolem“ und „Schmetterlingstänzerin“ werden als bis zu drei Meter hohen Figuren ab 31. August 2019 für sechs Wochen am Wasserturm Süd zu sehen sein.

Am gleichen Tag wird die Kunststiftung in Kooperation mit Schmuck2 dort auch ein Werk des Japaners Ryuji Nakamura präsentieren.

Parallel eröffnet in der Großgarage Halle-Süd eine Ausstellung mit der Installation „CarChandelier100“ von Birgit Bublak und Thomas Purgand, die den Künstlerwettbewerb THINK BAUHAUS für sich entschieden hatten.

Der Wasserturm Süd, zwischen 1927 und 1928 errichtet, als das Bauhaus in Dessau in seiner Blüte stand, ist ein imposantes Beispiel für das Neue Bauen. Die funktional-expressive Backsteinarchitektur der vom Werkbund beeinflussten Architekten Wilhelm Jost und Oskar Muy steht in der großen Tradition von Industriebauten der Zwanzigerjahre. Der Hallenser Wasserturm verdeutlicht, wie stark die Architekten der damaligen Zeit darum rangen, mit technischen Bauwerken Zeichen zu setzen, die bis heute als Denkmäler unsere Umwelt prägen.

14. Juni 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Die Zeiten vergehen – eine StipendiatInennausstellung in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Die Ereignisse der Gegenwart überschlagen sich, sind geprägt von Unruhe, sozialen Spannungen und Ängsten allerorten. Kämpfe um Macht, die Angst vor dem Fremden, die Unsicherheit im Umgang miteinander sind Themen, die das Leben der Menschen von Anbeginn begleiten. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf Ursachen und Auswirkungen. Gezeigt werden Arbeiten in verschiedenen Medien – Malerei, Grafik, Papierschnitt, Buchkunst, Fotografie, Plastik, Porzellan, Video und Installation.
Lisa Kohl zum Beispiel, die im Dezember 2018 mit einem Stipendium der Kunststiftung in der Villa Aurora in Los Angeles weilte, betrieb während ihres Stipendiums in Amerika direkte Feldforschung und suchte die Nähe zu Randgruppen, zu prekären Lebensbedingungen. Dies führte sie in das US-mexikanische Grenzgebiet. Ihr in der Ausstellung zu sehendes Werk THE LINE ist eine Videoinstallation, die eine Drohnenaufnahme vom Grenzzaun in Tijuana zeigt, begleitet von einer Stimme aus dem Off. Ein Mann erzählt von seiner Abschiebung aus den USA, von seiner Verzweiflung, seiner Hoffnung. Im gleichen Raum zeigt Lisa Kohl ihre Fotoserie SHUT DOWN DREAMS / ANGELS IN FALL oder SHELTER. Lebendige Skulpturen in verschiedenen Landschaften Kaliforniens werden symbolisch zu Stellvertretern der Ungesehenen. Reale Dokumentation und performative Inszenierung stehen nebeneinander. Die Begriffe Sichtbar- und Unsichtbarkeit, Innen- und Außenraum, Intimität und Fremdheit sowie Identität und Anonymität werden auf widersprüchliche Weise hinterfragt.
Auch Dana Meyer widmet sich in ihrer Stahlplastikserie Das Phlegma einem Phänomen unserer Zeit, die geprägt ist durch Lethargie und Selbstdarstellung. Das Sammeln und Werten von Informationen und Hintergründen gilt als zu umständlich. Der Phlegmatiker ist nicht länger nur ein Temperament, sondern Normalzustand geworden. Formal orientierte sich Dana Meyer bei der Umsetzung der Thematik an Teppichvorlegern und Jagdtrophäen. Sie sind Sinnbild für Resignation, dem Streben nach Luxus und Sicherheit.

Eine StipendiatInnenausstellung mit: Anne Deuter, Annette Funke, Tobias Gellscheid, Sven Großkreutz, Murat Haschu, Ulrike Jänichen, Lisa Kohl, Dana Meyer, Yvonne Most, Christin Müller und Friederike Nottrott.

Zur Ausstellung erscheint ein Mitmachheft für Kinder, mit dem sie kreativ die Ausstellung entdecken können.

Eröffnung: Dienstag, 28. Mai 2019, 19 Uhr

Zur Begrüßung sprechen:

Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen- Anhalt,
Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur im Land Sachsen-Anhalt, Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin der Ausstellung

Musik von Hannes Lingens. Er stellt seine LP „Pieces for Percussion“ (Umlaut Records 2019) mit dem Percussions- Solo „Flut“ vor.

Begleitprogramm

Sa, 15. Juni 2019, um 15 Uhr
Kinderkunstnachmittag
BUCHbar – Entdecken, Experimentieren & Kombinieren mit Anne Deuter
Anmeldungen bis zum 7. Juni 2019 unter:
oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de
Für Kinder ab 8 Jahren / Teilnahmebeitrag 5 €
Kuratorenführung mit Dr. Ines Janet Engelmann
Die Teilnahme ist beim Kauf einer Eintrittskarte inbegriffen.

Di, 18. Juni 2019, um 19 Uhr
Künstlergespräch
Yvonne Most im Gespräch mit Ben Garit Hernandez, freier Journalist beim MDR Kultur, über ihr Fotobuch „Die Erinnerungen der Anderen“.
Auf der Suche nach Verortung, Heimat, Identität spürt die Fotografin Yvonne Most in ihrem Buch nicht nur der Geschichte ihrer sudetendeutschen Großmutter nach. Mit analog aufgenommenen Porträts, Stillleben und Landschaften baut sie eine Brücke in die Gegenwart und zeigt, wie allgegenwärtig das Thema Flucht ist – unabhängig von der eigenen Herkunft. / Eintritt frei

DIE ZEITEN VERGEHEN
29. Mai – 30. Juni 2019
Mi – So und feiertags 14 – 18 Uhr
Eintritt: 3 €, ermäßigt 1 €
Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11

Die Zeiten vergehen – eine StipendiatInennausstellung in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Die Ereignisse der Gegenwart überschlagen sich, sind geprägt von Unruhe, sozialen Spannungen und Ängsten allerorten. Kämpfe um Macht, die Angst vor dem Fremden, die Unsicherheit im Umgang miteinander sind Themen, die das Leben der Menschen von Anbeginn begleiten. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf Ursachen und Auswirkungen. Gezeigt werden Arbeiten in verschiedenen Medien – Malerei, Grafik, Papierschnitt, Buchkunst, Fotografie, Plastik, Porzellan, Video und Installation.
Lisa Kohl zum Beispiel, die im Dezember 2018 mit einem Stipendium der Kunststiftung in der Villa Aurora in Los Angeles weilte, betrieb während ihres Stipendiums in Amerika direkte Feldforschung und suchte die Nähe zu Randgruppen, zu prekären Lebensbedingungen. Dies führte sie in das US-mexikanische Grenzgebiet. Ihr in der Ausstellung zu sehendes Werk THE LINE ist eine Videoinstallation, die eine Drohnenaufnahme vom Grenzzaun in Tijuana zeigt, begleitet von einer Stimme aus dem Off. Ein Mann erzählt von seiner Abschiebung aus den USA, von seiner Verzweiflung, seiner Hoffnung. Im gleichen Raum zeigt Lisa Kohl ihre Fotoserie SHUT DOWN DREAMS / ANGELS IN FALL oder SHELTER. Lebendige Skulpturen in verschiedenen Landschaften Kaliforniens werden symbolisch zu Stellvertretern der Ungesehenen. Reale Dokumentation und performative Inszenierung stehen nebeneinander. Die Begriffe Sichtbar- und Unsichtbarkeit, Innen- und Außenraum, Intimität und Fremdheit sowie Identität und Anonymität werden auf widersprüchliche Weise hinterfragt.
Auch Dana Meyer widmet sich in ihrer Stahlplastikserie Das Phlegma einem Phänomen unserer Zeit, die geprägt ist durch Lethargie und Selbstdarstellung. Das Sammeln und Werten von Informationen und Hintergründen gilt als zu umständlich. Der Phlegmatiker ist nicht länger nur ein Temperament, sondern Normalzustand geworden. Formal orientierte sich Dana Meyer bei der Umsetzung der Thematik an Teppichvorlegern und Jagdtrophäen. Sie sind Sinnbild für Resignation, dem Streben nach Luxus und Sicherheit.

Eine StipendiatInnenausstellung mit: Anne Deuter, Annette Funke, Tobias Gellscheid, Sven Großkreutz, Murat Haschu, Ulrike Jänichen, Lisa Kohl, Dana Meyer, Yvonne Most, Christin Müller und Friederike Nottrott.

Zur Ausstellung erscheint ein Mitmachheft für Kinder, mit dem sie kreativ die Ausstellung entdecken können.

Eröffnung: Dienstag, 28. Mai 2019, 19 Uhr

Zur Begrüßung sprechen:

Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen- Anhalt,
Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur im Land Sachsen-Anhalt, Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin der Ausstellung

Musik von Hannes Lingens. Er stellt seine LP „Pieces for Percussion“ (Umlaut Records 2019) mit dem Percussions- Solo „Flut“ vor.

Begleitprogramm

Sa, 15. Juni 2019, um 15 Uhr
Kinderkunstnachmittag
BUCHbar – Entdecken, Experimentieren & Kombinieren mit Anne Deuter
Anmeldungen bis zum 7. Juni 2019 unter:
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Für Kinder ab 8 Jahren / Teilnahmebeitrag 5 €
Kuratorenführung mit Dr. Ines Janet Engelmann
Die Teilnahme ist beim Kauf einer Eintrittskarte inbegriffen.

Di, 18. Juni 2019, um 19 Uhr
Künstlergespräch
Yvonne Most im Gespräch mit Ben Garit Hernandez, freier Journalist beim MDR Kultur, über ihr Fotobuch „Die Erinnerungen der Anderen“.
Auf der Suche nach Verortung, Heimat, Identität spürt die Fotografin Yvonne Most in ihrem Buch nicht nur der Geschichte ihrer sudetendeutschen Großmutter nach. Mit analog aufgenommenen Porträts, Stillleben und Landschaften baut sie eine Brücke in die Gegenwart und zeigt, wie allgegenwärtig das Thema Flucht ist – unabhängig von der eigenen Herkunft. / Eintritt frei

DIE ZEITEN VERGEHEN
29. Mai – 30. Juni 2019
Mi – So und feiertags 14 – 18 Uhr
Eintritt: 3 €, ermäßigt 1 €
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24. Mai 2019

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Stiftungsrat beschloss Förderungen in Höhe von ca. 390.000 Euro für künstlerische Vorhaben in Sachsen-Anhalt

Der Stiftungsrat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt hat am 20. Mai 2019 die Förderung von 26 Künstler*innen und Kunstprojekten aus Sachsen-Anhalt beschlossen. Zudem haben die Mitglieder des Stiftungsrates entschieden, das Kunstvermittlungsprogramm kinder-leicht weiterzuführen. Das Programm geht mit 20 weiteren Stipendien jeweils in Höhe von 1.000 Euro in die dritte Runde. Das landesweite Programm kinder-leicht erweitert die künstlerische Arbeit der Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung um eine pädagogische Dimension: Sie vermitteln ihren künstlerischen Ansatz, die spezifischen Techniken und dem Genre entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen an die jüngere Generation. Die Genres reichen von Bildhauerei über Film, Malerei, Medienkunst, Design bis hin zu Tanz und Theater. Der direkte Zugang zu Kunst über die Künstlerinnen und Künstler selbst als erster Schritt zum Kunstverständnis ist bei dieser Vermittlungsform das Herzstück. kinder-leicht startete im Jahr 2017 und wurde speziell für Bildungseinrichtungen, Kindergruppen und Initiativen als ein landesweites Angebot entwickelt – vor allem im ländlichen Raum. Damit setzt die Stiftung ein wichtiges Signal hinsichtlich der Bedeutung von Vermittlung zeitgenössischer Kunst an die jüngere Generation.

Des Weiteren wird die Kunststiftung die Arbeitsergebnisse des HEIMATSTIPENDIUMS im September 2019 auf der diesjährigen Kunstmesse POSITIONS Art Fair in Berlin vorstellen. In dem deutschlandweit einmaligen HEIMATSTIPENDIUM, das die Kunststiftung in Kooperation mit dem Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. realisierte, befassten sich neun Künstlerinnen und Künstler für ein Jahr mit den Beständen und Sammlungen von acht Museen in Sachsen-Anhalt. Zum Abschluss des Förderprogramms wurde zeitgenössische Kunst aus Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur mit den Schätzen der verschieden ausgerichteten Sammlungen zusammengebracht. So gibt es in den Präsentationen nicht nur den „Blick zurück“, sondern auch Positionen aus der Gegenwart. Das HEIMATSTIPENDIUM hat für Aufsehen gesorgt und wurde u.a. im Mai 2018 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Rahmen des Wettbewerbs „Ausgezeichnet Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Auf der Kunstmesse POSITIONS in Berlin werden erstmals alle entstandenen künstlerischen Positionen gemeinsam mit den historischen Objekten aus den jeweiligen Sammlungen präsentiert.

Anlässlich des 100. Todestags Max Klingers wird die Kunststiftung zum ersten Mal vier Sonderstipendien in Kooperation mit der Villa Romana in Florenz und Stadt Naumburg vergeben, die sich mit dem Werk Max Klingers und dessen Stellung in der Kunst- und Rezensionsgeschichte auseinandersetzen.  Die Ergebnisse der Stipendien werden 2020 in Naumburg im Rahmen von Ausstellungen und partizipatorischen Kunstaktionen zu sehen sein. Max Klinger ist einer der bedeutendsten Vertreter des Symbolismus in Deutschland. In Sachsen-Anhalt befindet sich das Max-Klinger-Haus in Großjena, in dem Künstler von 1903 und 1920 lebte und arbeitete.

Die Kunststiftung vergibt regelmäßig internationale Stipendien. In diesem Jahr gehen diese an Stefan Schwarzer und Christine Bergmann für einen Aufenthalt in Tharangambadi (Indien) in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle. Jana Reinhardt und Friedrich Hanisch erhalten ein Stipendium für den Aufenthalt in Salvador de Bahia (Brasilien) in Kooperation mit dem Goethe-Institut.

Die Förderung für ein Aufenthaltsstipendium in Ahrenshoop erhält Luise de Villiers.

Der Stiftungsrat beruft zudem mit Julius Weiland ein neues Mitglied in den Künstlerischen Beirat. Julius Weiland studierte an der HfbK in Hamburg Industrie Design und lebt seit 2000 in Berlin. Er ist einer der bekanntesten Glaskünstler Deutschlands. Seine Arbeiten befinden sich in vielen bedeutenden nationalen und internationalen Sammlungen wie dem Victoria & Albert Museum und der Sammlung Würth. 2011 erhielt er den Jutta Cuny-Franz Preis für Glasskulptur vom Museum Kunstpalast in Düsseldorf. 2009 war er Gastdozent am Institut für Künstlerisches Glas und Keramik in Höhr-Grenzhausen und seit 2016 unterrichtet er Studenten der Kunsthochschule Weißensee und der UdK Berlin in Berlins erster Glashütte Berlin Art Glas. Dort ist er auch freier Mitarbeiter im Bereich Workshops und Auftragsarbeiten. Für das Mies van der Rohe Haus in Berlin entwickelte und kuratierte er eine dreiteilige Ausstellungsreihe zum Thema Glas, die dort 2017 gezeigt wurde. 2018 war im Europäischen Museum für Modernes Glas seine erste Retrospektive mit Arbeiten aus den letzten 15 Jahren zu sehen.

Für die Umsetzung der Förderung und der Vorhaben wird eine Geldsumme in Höhe von rund 390.000 Euro zur Verfügung gestellt. Bei der Finanzierung wird die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Fördermittelvereinbarung unter anderem von der Kloster Bergesche Stiftung unterstützt. Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt schreibt jährlich Stipendien und Förderungen aus, um Kunst und Kultur in Sachsen-Anhalt gezielt und nachhaltig zu unterstützen. Der nächste Termin für die Abgabe von Anträgen ist der 13. Juni 2019.

Folgende Künstlerinnen und Künstler werden mit einem Arbeitsstipendium gefördert:

  • Nicole Bauer (Schmuckdesign)
  • Aurelia Becker (Modedesign)
  • Julia Eichler (Bildhauerei)
  • Özer Hüseyin (Modedesign)
  • Hanna Sass (Grafik/ Fotografie)
  • Mila Teshaieva (Fotografie)
  • Valentin Moritz (Literatur)
  • Cara Venzke (Malerei)
  • Sylvie Viain (Installation)
  • Anja Warzecha (Malerei/ Objektkunst)

Folgende Projekte werden gefördert:

  • Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Kunstankauf von „The Most Perfect Thing“ von Friederike von Hellermann
  • Kulturhistorisches Museum Magdeburg: Ausstellungsförderung „Künstlerische Interventionen zu Stoffen und Kordeln des KHM – Juliane Laitzsch, Bärbel Schlüter (AT)“
  • Warmuth, Marco: Förderung der Fotoausstellung „Gottgewollt“
  • hug films GbR: Produktionsförderung für den Film „Hotel Astoria“ – Falk Schuster und Alina Cyranek
  • Kulturrevier Harz e. V.: Förderung der Theateraufführung „Die Legende vom Katzenmann (UA). Ein dramatisches Auftragswerk zur Aufarbeitung lokaler Vergangenheit“
  • Magdeburger Musikverein e. V.: Förderung der Auftragskomposition „Die unendliche Feinheit des Raumes – Theatrum sonorum nach Otto von Guerickes Experimenta nova“
  • Hallenser Madrigalisten e. V.: Föderung der Auftragskomposition von Jens Margraf und deren Uraufführung „Spirit of Natur“
  • Hannes Lingens: Förderung der Konzertreihe „The Flop, The Turn and the River“
  • Verein Kulturprojekt Stadtinsel Havelberg e. V.: Förderung des Ausstellungsprojektes „Kunstcampus Havelberg“
  • Franckesche Stiftungen zu Halle: Förderung des Ausstellungsprojektes „Der Deutschlandschrank – Medium und Kulturgut des 21. Jahrhunderts“
  • Yves Paradis, Drehbuchförderung für den Film: „Conversation from another world (AT)“
  • Ralf Schmidt, Produktionsförderung für das Musikvideo: „Brot und Beton“
  • Felix Heklau, Produktionsförderung für das Musikvideo: „Blinded By Life“

22. Mai 2019

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Zurück in Jerewan: Künstler aus Sachsen-Anhalt in Armenien

Wiebke Wilms, Stipendiatin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, und der Künstler Thomas Kirchner waren bereits im Sommer 2018 in Armenien. Wiebke Wilms Aufenthalt wurde mit einem Stipendium der Kunststiftung und der Unterstützung des Auswärtigen Amtes gefördert. Die Ergebnisse aus ihrem Stipendium und die in Zusammenarbeit mit Thomas Kirchner entstandenen Arbeiten werden in der Ausstellung aspects of impacts im Mai 2019 in der Deutschen Botschaft in Armenien umfassend präsentiert. „Armenien erleben wir als ein Land mit beeindruckender Natur und offener Herzlichkeit der Menschen, denen wir begegnen. Die Auseinandersetzung mit den außergewöhnlichen Drachensteinen – Vishaps – lässt uns hier eine Verbindung suchen zwischen jenen jahrtausendealten kulturellen Hinterlassenschaften und dem Armenien, wie wir es heute erleben. Hierin verbirgt sich eine leise Ahnung was Zeit bedeutet und lässt uns fragen, was bei allem Wandel bestand hat.“ Wiebke Wilms und Thomas Kirchner. Die Arbeiten lassen Verbindungen zu Armeniens reicher Kultur und Momenten des Wandels anklingen. Ein zentrales Motiv stellt dabei der Umgang mit der Ressource Wasser und ihren Wert innerhalb der Gesellschaft dar. Die Ausstellungseröffnung findet am Tag der offenen Tür der Deutschen Botschaft am 24. Mai 2019 statt. Beide Künstler werden anwesend sein. Ebenso wird ein Impulsworkshop Einblicke in die Arbeitsweise der Künstler geben und die Besucher zum Mitmachen einladen. https://eriwan.diplo.de/

Im Rahmen der ART Week geben Wiebke Wilms und Thomas Kirchner am 26. Mai 2019 einen Artist Talk im Goethezentrum Eriwan zu ihrer künstlerischen Arbeit und den Ergebnissen des Armenienstipendiums 2018. http://goethe-zentrum.am

Die Reise geht danach nach Sisian. Dort werden beide am 28. Mai 2019 in der Malschule einen besonderen Workshop zur Methode der erweiterten Collage mit Interessierten durchführen. Die Collage als Mittel einer künstlerischen Ausdrucksform, nutzen die Teilnehmenden des Workshops, um Fotografien und Zeichnungen sowie gebastelte Modelle für die Erstellung ungewöhnlicher Bildwelten nutzen. Auf diese Weise entstehen visuelle Verknüpfungen der Geschichten ferner Vergangenheit, als auch Erzählungen über die Familien oder relevante persönliche Erlebnisse.

 

14. Mai 2019

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Bobbycars in der Großgarage: Die Gewinner des Wettbewerbs THINK BAUHAUS stehen fest.

Anlässlich des 100. Bauhausjubiläums lobte die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Schmuck2 den Wettbewerb THINK BAUHAUS. BUILDING JEWELLERY IN ARCHITECTURE an der Großgarage Halle-Süd aus.

An dem Wettbewerb beteiligten sich 19 Künstlerinnen, Künstler sowie Künstlerduos. Nach langen, intensiven Diskussionen kürte die Jury den Siegerentwurf: „CarChandelier100“ des Künstlerduos Birgit Bublak und Thomas Purgand. Ihr Entwurf, bei dem 99 Bobby-Cars in der Großgarage zu einem abstrakten Kronleuchter vereint werden, überzeugte am meisten. Dieser nimmt das Thema Auto auf und arbeitet mit dem großen, leeren Raum, ohne dessen Erlebbarkeit zu stören. Durch die Überhöhung von 99 Bobbycars in der Installation propagieren sie damit letztendlich das Automobil als Schmuckstück selbst und nutzen die Ironie der kinderleichten Serienkopie für ihre zweideutige Aussage: Die Automobile werden zu einem Chandelier, der lange Zeit nur ein exklusives Luxusgut war wie auch das Auto. Die Arbeit lässt sich ebenso humorvoll wie sozialkritisch lesen: Zu ihrer Entstehungszeit war die Großraumgarage eine Unterbringungsmöglichkeit für einen nur wenigen vorbehaltenen Luxusartikel. Heute ist das Auto ein für viele erschwinglicher Gegenstand und hat seinen exklusiven Wert – zumindest in der westlichen Welt – verloren. Vom Objekt großbürgerlicher, herrschaftlicher Fahrer wurde es zum (kindlichen) Allerweltsartikel. Sie stehen in ihrer Gleichartigkeit in Farbe und Form für das Serielle, das einst Thema am Bauhaus war. Lobend gewertet wurde auch das partizipatorische Moment der Installation: Am Ende werden die Bobbycars an Kindereinrichtungen in Halle übergeben. Ein Bobby-Car, das 100., wird in einer Parkzelle seinen Platz finden. Hier erklären Birgit Bublak und Thomas Purgand ihr künstlerisches Konzept und nennen außerdem die hundert Orte der „Grand Tour der Moderne“, die unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Prof. Monika Grütters stehen.

Die öffentliche Einweihung von „CarChandelier100“ findet am 31. August 2019 um 18.30 Uhr statt.

Die Großgarage ist eines der ältesten Parkhäuser Deutschlands und ein bedeutender Sachzeuge der Technikgeschichte. Errichtet wurde das straßenbildprägende Parkhaus nach amerikanischem Vorbild auf Initiative des halleschen Bauingenieurs und Bauunternehmers Walter Tutenberg am Rand der Luthersiedlung im Süden Halles. Das Gebäude, in Stil und Funktion des Neuen Bauens errichtet, war seinerzeit der Architektur weit voraus. Die eindrucksvolle Eisen-Glas-Konstruktion von neun Metern Breite und 15 Metern Höhe erstreckt sich über vier Geschosse. Das fast vollständig verglaste Dach belichtet die Halle zusätzlich. Beidseitig befinden sich in vier Ebenen die Parkboxen, die durch eiserne Rolltore geschlossen werden konnten. Die Garage bot seit ihrer Eröffnung im Februar 1929 neben der Möglichkeit, Kraftfahrzeuge äußerst platzsparend auf vier Ebenen zu parken, zudem Dienstleistungen wie Autowäsche, Reparatur sowie Kurier- und Lotsendienste für die automobile Kundschaft an. Es befanden sich außerdem ein Frisiersalon, eine Tankstelle und ein Aufenthaltsraum mit Schlafgelegenheiten für die Chauffeure auf dem Gelände. Um die Wünsche der Kundschaft bemühten sich 28 Angestellte. Im Jahr 2009 sanierte der Bauverein Denkmal GmbH das Objekt.

Vita von Birgit Bublak geboren 1965 | 1972 – 1982 POS in Eisenhüttenstadt | 1982 – 1988 Lehre zum Intarsienschneiderin in Eisenhüttenstadt und anschließende berufliche Tätigkeit als Intarsienschneiderin | 1986 – 1988 Abitur an der Volkshochschule Eisenhüttenstadt | 1988 – 1989 Elternzeit | 1989 – 1995 Studium im FB Innenarchitektur an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle | 1995 – 2000 diverse Praktika und Tätigkeiten in verschiedenen Berufen | 2000 – 2001 Elternzeit | 2001 – 2003 Existenzgründerlehrgang in Halle | 2002 – 2014 freiberuflich tätig in den Bereichen Grafikdesign, Möbel- und Ausstellungsdesign, baubezogene Gestaltung | 2014 – 2016 Anstellung als Assistentin der Geschäftsführung in der Metallwerkstatt Otto in Halle | 2017 Assistenz in der „Zeitkunstgalerie“ Halle/Born | 2018 Veranstaltungsmanagment im Diakoniewerk Halle freiberuflich tätig in den Bereichen Grafikdesign, Möbel- und Ausstellungsdesign, baubezogene Gestaltung | lebt in Halle

Vita von Thomas Purgand geboren 1968 in Halle | 1974 – 1984 POS | 1984 bis 1986 Lehre als Druckformenhersteller | 1986 – 1995 tätig in diversen Berufen | 1995 Studium der Malerei an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle | 1996 – 1999 Student bei Prof. Otto Möhwald und Anette Schröder | 1999 Wechsel in das Fachgebiet Kunst und Medien zu Prof. Ute Hörner und Mathias Antlfinger | 2002 Abschluss Diplom Kunst/Malerei | 2002 – 2004 Aufbaustudium „Digitale Entwurfsmodellierung“ bei Prof. Bernd Hanisch | seit 2004 freiberuflich tätig in den Bereichen 3D Visualisierung / Gestaltung | seit 2006 Werkstattleiter, FG Zeitbasierte Künste, Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein | lebt in Halle

13. Mai 2019

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Museumsnacht Halle-Leipzig 2019: In der Kunststiftung mit dem BAUHAUS um die Welt.

Zur Museumsnacht am Samstag, 11. Mai 2019 ist die Ausstellung „Tasting Tomorrow – Porzellan, Bauhaus und Kulinarik“ geöffnet und der Künstler Stefan Schwarzer lädt Kinder auf eine Reise mit dem BAUHAUS um die Welt ein. Die Bar Czech hat einen Satelliten in der Kunststiftung und der Garten ist geöffnet.

Die Ausstellung / bis 23 Uhr: Der Grundsatz, wonach alles Lernen, Experimentieren, Erfinden und Arbeiten gemeinschaftlich sein muss, war am Bauhaus Programm. In diesem Kontext sind nicht nur die legendären Feste zu sehen, sondern auch die verschiedenen Formen gemeinsamen Essens. Das Zukunftslabor »Tasting Tomorrow« folgt diesem Bauhausgedanken und untersucht die wechselseitigen Relationen zwischen der Zubereitung von Speisen und dem darauf abgestimmtem Geschirr. In einer Sonderausstellung zeigt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zum einen die Ergebnisse des 7. Internationalen Porzellanworkshops KAHLA kreativ und zum anderen sind Besucher*innen eingeladen im Zukunftslabor mitzuwirken.

Beteiligte Künstler und Künstlerinnen: Auréline Caltagirone (Frankreich), Mieke Cuppen (Niederlande), Carmen Dehning (Deutschland), Laura Görs (Deutschland), Anna Kantanen (Finnland), Raili Keiv (Estland), Aneta Koutná (Tschechische Republik), Xin Zhe Luo (China), Antje Pesel (Deutschland), Jonathan Radetz (Deutschland), Birgit Severin (Deutschland) und Maurice E. Zacher (Deutschland).

Familienkunstabend / 18:30 – 21:00 Uhr: MIT DEM BAUHAUS UM DIE WELT! mit Stefan Schwarzer: Per Google-Street-View geht’s auf Exkursion zu Bauhausgebäuden auf der ganzen Welt! Gemeinsam erforschen wir die Architektur und dokumentieren unsere Wahrnehmungen in spielerischen Zeichnungen.

Infos zur  Museumsnacht: 80 Museen sowie Ausstellungsräume und über 400 Veranstaltungen sind im Zuge der diesjährigen Museumsnacht in den beiden Städten Halle und Leipzig zu erleben. Tickets sind an Vorverkaufsstellen sowie während der Museumsnacht auch in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt erhältlich.
Eintritt: 10 Euro, 8 bzw. 5 Euro ermäßigt, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren kostenfrei /

Weitere Informationen: www.museumsnacht-halle-leipzig.de

6. Mai 2019

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Was haben das Bauhaus und die japanische Teezeremonie gemeinsam?

Die japanische Bauhäuslerin Michiko Yamawaki steht im Mittelpunkt eines Vortrags am Sonntag, den 12. Mai 2019 in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Halle. Die deutsch-japanische Künstlerin, Designerin und Wissenschaftlerin Prof. Mariko Takagi, die aus Kyoto stammt, wird im Rahmen der Ausstellung „Tasting Tomorrow – Porzellan, Bauhaus und Kulinarik“ ihr neues Buch über die außergewöhnliche Künstlerin um 15 Uhr in einem bebilderten Vortrag vorstellen.

Die damals 20 Jahre alte Michiko Yamawaki begleitete  ihren Mann, Iwao Yamawaki, 1930 ans Bauhaus nach Dessau. Obwohl sie keinerlei Vorbildung in Kunst oder Design hatte, besuchte sie den Vorkurs bei Josef Albers und Wassily Kandinsky und ging dann in Webereiwerkstatt, wo sie  von Gunta Stölzl und Anni Albers ausgebildet wurde. Ihr Mann Iwao, bereits ein ausgebildeter Architekt, schrieb sich bei Ludwig Mies van der Rohe und Ludwig Hilberseimer sowie der Fotoklasse von Walter Peterhans ein.

Michiko Yamawaki stammte aus einer Familie in der die Tradition und Kultur des Tees noch gelebt wurde. Die junge Frau suchte und fand Parallelen zwischen dem Bauhaus und der Teezeremonie. „(…) Das Bauhaus und die japanische Tee-Zeremonie haben viele Gemeinsamkeiten. (…) In beiden Welten wird das Minimalistische und Funktionale als positiv empfunden. Es ist die Haltung, möglichst die Eigenschaften des Materials zu bewahren. Als ich dies bemerkte, sah ich zum ersten Mal meinen Platz am Bauhaus.“ (Michiko Yamawaki, 1995) Als das Bauhaus in Dessau 1932 geschlossen worden, kehrten die Yamawakis zurück nach Japan und verbreiteten dort den Geist des Bauhauses. Mehr noch: Sie etablierten in Tokio ein erstes Bauhaus-Archiv. Mit im Gepäck hatten sie zahlreiche am Bauhaus entstandene Arbeiten und Möbel, aber auch Bücher sowie zwei Webstühle, an denen Michiko später in ihrem Tokioter Studio als erfolgreiche Textil- und Modedesignerin arbeiten sollte. Iwao gründete sein eigenes Architekturbüro und vereinte in seinen Projekten wie dem Ateliergebäude für den Maler Kotaro Migishi oder der eigenen Villa der Yamawakis moderne Formen mit einer traditionellen japanischen Innenraumgestaltung.

Eine Japanerin am Bauhaus – Michiko Yamawaki
bebilderter Vortrag von Prof. Mariko Takagi
am 12. Mai 2019 um 15 Uhr
Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11 | 06108 Halle
Eintritt frei

2. Mai 2019

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Presseeinladung zur Verkündung der Juryentscheidung aus dem Wettbewerb THINK BAUHAUS

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich zur öffentlichen Bekanntgabe der Juryentscheidung aus dem Wettbewerb THINK BAUHAUS. BUILDING JEWELLERY IN ARCHITECTURE am 13. Mai 2019 um 11 Uhr in die Großgarage Süd eingeladen.

Ablauf:

  • 11 Uhr – Begrüßung / Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
  • 11:10 Uhr – zur Entscheidung der Jury sprechen Guido Schwarzendahl M. A., Vorstand des Bauvereins Halle & Leuna eG und Jurymitglied sowie die Kuratorin Dr. Ines Engelmann
  • 11:30 Uhr – Vorstellung des Vorhabens durch die/den Künstler/in

Anschließend kleiner gemeinsamer Imbiss.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Bitte bestätigen Sie uns Ihr Kommen per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

Anlässlich des 100. Bauhausjubiläums lobte die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt einen Wettbewerb für Bauschmuck an der Großgarage Halle-Süd aus. Die Architektur mit anderen Künsten im Sinne des Gesamtkunstwerks zu verbinden ist Ziel des Wettbewerbs.

Die Großgarage wurde als ein Ort von hundert für die „Grand Tour der Moderne“ auserkoren, die unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Prof. Monika Grütters steht. Sie ist eines der ältesten Parkhäuser Deutschlands und ein bedeutender Sachzeuge der Technikgeschichte. Errichtet wurde das straßenbildprägende Parkhaus nach amerikanischem Vorbild auf Initiative des halleschen Bauingenieurs und Bauunternehmers Walter Tutenberg am Rand der Luthersiedlung im Süden Halles. Das Gebäude, in Stil und Funktion des Neuen Bauens errichtet, war seinerzeit der Architektur weit voraus. Die eindrucksvolle Eisen-Glas-Konstruktion von neun Metern Breite und 15 Metern Höhe erstreckt sich über vier Geschosse. Das fast vollständig verglaste Dach belichtet die Halle zusätzlich. Beidseitig befinden sich in vier Ebenen die Parkboxen, die durch eiserne Rolltore geschlossen werden konnten. Die Garage bot seit ihrer Eröffnung im Februar 1929 neben der Möglichkeit, Kraftfahrzeuge äußerst platzsparend auf vier Ebenen zu parken, zudem Dienstleistungen wie Autowäsche, Reparatur sowie Kurier- und Lotsendienste für die automobile Kundschaft an. Es befanden sich außerdem ein Frisiersalon, eine Tankstelle und ein Aufenthaltsraum mit Schlafgelegenheiten für die Chauffeure auf dem Gelände. Um die Wünsche der Kundschaft bemühten sich 28 Angestellte. Im Jahr 2009 sanierte der Bauverein Denkmal GmbH das Objekt.

30. April 2019

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Stipendiatin der Kunststiftung Ulrike Jänichen mit Hamburger Bilderbuchpreis gewürdigt

Der 2019 vom Verein „Neues Bilderbuch e.V.“ ins Leben gerufene „Hamburger Bilderbuchpreis“ wurde am vergangenen Freitag erstmals verliehen. Die ehemalige Stipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt Ulrike Jänichen wurde für ihr Illustrationsprojekt zum Werk „Zug der Fische“ von der Autorin Yaroslawa Black mit dem 12.000 € dotierten Preis gewürdigt. Der deutsche Illustrationspreis schließt die Veröffentlichung des Werkes durch den Hamburger Carlsen Verlag ein. Um den Preis bewarben sich 176 Einsenderinnen und Einsender mit einem unveröffentlichten Illustrationsprojekt. 72 davon ausgewählte Beiträge zum Wettbewerb sind noch bis zum 14. April 2019 in der Hamburger Fabrik der Künste zu sehen.

Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, und Manon Bursian, Vorstand der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt gratulieren der Künstlerin Ulrike Jänichen zu dieser herausragenden Würdigung. „Die zahlreichen nationalen und internationalen Preise, die die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung erhalten, sind auch eine Anerkennung der kontinuierlichen Förderpolitik der Stiftung.“, so Rainer Robra.

Ulrike Jänichen, 1976 in Dresden geboren, absolvierte in der Otto-Dorfner-Werkstatt in Weimar eine Buchbinderlehre. 2000- 2007 studierte sie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle im Fachgebiet Konzeptkunst Buch bei Prof. Mechthild Lobisch. Sie war zudem Stipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, veröffentlichte bislang zwei Kinderbücher und mehrere Künstlerbücher im Eigenverlag. Sie leitet die Druckwerkstatt einer Grundschule in Halle und begründete die Künstlergruppe club mantell. Ulrike Jänichen lebt und arbeitet freiberuflich in Halle.

Ausgewählte Arbeiten aus ihrem Stipendium werden in der kommenden Stipendiatenausstellung „Times go by“ ab dem 28. Mai 2019 in den Ausstellungsräumen der Kunststiftung zu sehen sein. Während ihres Stipendiums der Kunststiftung Sachsen-Anhalt entwarf Ulrike Jänichen „Schutzkleidung“, die vor Risiken, die im Prinzip nicht mehr einschätzbar sind, bewahren soll. Die Künstlerin hat dazu Einweg-Schutzkleidung aus Tyvek bestickt und sie so in spirituell „schützende Hüllen“ verwandelt. Die Ausstellung „Times go by“ wirft Schlaglichter auf Ursachen, Auswirkungen von Machtkämpfen und zeigt die Bearbeitung des Themas in verschiedenen Medien – Malerei, Grafik, Papierschnitt, Buchkunst, Fotografie, Plastik, Porzellan, Video und Installation.

3. April 2019

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Einladung zum Presserundgang am 12. April 2019: Wie schmeckt das Bauhaus, wie schmeckt die Zukunft?

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich zu einem Presserundgang anlässlich des Auftaktes zum Bauhausjubiläums am 12. April 2019 um 10 Uhr in die Ausstellung „Tasting Tomorrow – Porzellan, Bauhaus und Kulinarik“ eingeladen.
Barbara Schmidt, Chefdesignerin der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH und Jurymitglied des 7. Internationalen Porzellan Workshops KAHLA kreativ unter dem Motto „Tasting Tomorrow“, wird eine Einführung in die Ausstellung geben. Antje Pesel und Aneta Koutná, Designerinnen und Teilnehmerinnen des 7. Internationalen Porzellan Workshops KAHLA kreativ werden über ihre Arbeiten sprechen, die in dieser Ausstellung präsentiert werden.
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, gibt einen Ausblick zu den Vorhaben der Stiftung anlässlich des Bauhausjubiläums.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Bitte bestätigen Sie uns Ihr Kommen per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

Bauhausauftakt  in der Kunststiftung mit Tasting Tomorrow

Auf dem Programm der Kunststiftung des Landes Sachsen Anhalt im Jahr des Bauhausjubiläums stehen vier Positionen, die mit zwei Ausstellungen und zwei ausgelobten Wettbewerben neue Beiträge aus den Genres Porzellandesign, Typografie mit einer verbundenen Hommage an die Ideen der Bauhauskünstler*innen sowie Architektur und Schmuck vorstellen.

Den Auftakt gibt die Ausstellung „Tasting Tomorrow – Porzellan, Bauhaus und Kulinarik“. Die Show folgt einem prägnanten Grundsatz des Bauhauses, wonach alles Leben, Lernen, Experimentieren, Erfinden und Arbeiten gemeinschaftlich organisiert war. In diesem Kontext sind übrigens nicht nur die legendären Feste zu sehen, sondern auch die verschiedenen Formen gemeinsamen Essens wie im historischen Speisesaal des Dessauer Bauhausgebäudes. In den Etagenküchen des Ateliergebäudes roch es verführerisch – hier wurde ungarisch, polnisch, deutsch, russisch, jüdisch, orientalisch, japanisch, italienisch gekocht. »Tasting Tomorrow« folgt der Bauhausgeschichte und untersucht die wechselseitigen Relationen zwischen der Zubereitung von Speisen und dem darauf abgestimmten Geschirr.

So setzten sich zwölf von einer internationalen Jury ausgewählte Teilnehmer*innen aus den Bereichen Design, Kunst und Handwerk anlässlich des 7. Internationalen Porzellanworkshop KAHLA kreativ einen Monat lang in den Werkhallen der KAHLA Thüringen Porzellan GmbH mit dem Verhältnis von Kulinarik, Bauhaus und Porzellan auseinander: Auréline Caltagirone (Frankreich), Mieke Cuppen (Niederlande), Carmen Dehning (Deutschland), Laura Görs (Deutschland), Anna Kantanen (Finnland), Raili Keiv (Estland), Aneta Koutná (Tschechische Republik), Xin Zhe Luo (China), Antje Pesel (Deutschland), Jonathan Radetz (Deutschland), Birgit Severin (Deutschland) und Maurice E. Zacher (Deutschland). Sie versuchten, die Frage nach dem Geschmack und dem Porzellan der Zukunft zu ergründen. Dazu wurde mit Porzellan gearbeitet, mit der Art der Nahrungszubereitung experimentiert und gemeinsam gekocht. Die Arbeiten der Teilnehmer*innen entstanden in regem Austausch miteinander und materialisierten die Ergebnisse einer lebhaften Diskussion um Nahrungsherstellung, Sinneswahrnehmungen und Genuss der Zukunft. Essenshandlungen wurden ebenso simuliert wie das soziale Miteinander. Welche Objekte, Geschirrteile oder Trägermaterialien künftig welche Funktionen übernehmen und wie aussehen könnten, wurde erforscht und erarbeitet.

Die Besucher*innen können sich in der Ausstellung auf die Spurensuche begeben und das symbiotische Verhältnis von Porzellan und Nahrung in der Ausstellung „Tasting Tomorrow“ betrachten. Ganz im Sinne des Gemeinschaftsgedanken des Bauhauses ist zur Ausstellung ein feines Begleitprogramm kuratiert und lädt die Besucher*innen zu einer Zeitreise oder eine Reise um die Welt ein. Ein Nachmittag ist der Japanerin Michiko Yamawaki gewidmet, die als 20-jährige ihren Mann, Iwao Yamawaki, 1930 ans Bauhaus in Dessau begleitete. Prof. Mariko Takagi wird davon in Bildern erzählen. Für die Kinder haben die beiden Designerinnen Annette Koutná und Antje Pesel ein kleines Zukunftslabor entwickelt, in dem Ideen für das Darreichen eines Geschmacks der Zukunft gezeigt und weiterentwickelt werden. Und mit dem Künstler Stefan Schwarzer kann die ganze Familie zur Langen Nacht der Museen per Google-Street-View auf Exkursion zu Gebäuden auf der ganzen Welt reisen, die vom Bauhaus beeinflusst sind!

Begleitprogramm

Kinderkunstnachmittag am 4. Mai 2019 um 15 Uhr:
„Es ist angerichtet“ – Teller und Essen gemeinsam produziert mit Aneta Koutná und Antje Pesel| Anmeldungen bis zum 26. April 2019 an Kathrin Westphal per Mail: oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de
Für Kinder ab 8 Jahre | Teilnahmebeitrag 5 €

Lange Nacht der Museen am 11. Mai 2019:
Die Ausstellung ist bis 23 Uhr geöffnet.
18:30 – 20:00 Familienkunstabend mit Stefan Schwarzer
MIT DEM BAUHAUS UM DIE WELT! Per Google-Street-View geht’s auf Exkursion zu Bauhausgebäuden auf der ganzen Welt! Gemeinsam erforschen wir die Architektur und dokumentieren unsere Wahrnehmungen in spielerischen Zeichnungen.

Bebilderter Vortrag von Prof. Mariko Takagi am 12. Mai 2019 um 15 Uhr mit freundlicher Unterstützung des Mies van der Rohe Haus:
Eine Japanerin am Bauhaus: Die 20-jährige Michiko Yamawaki begleitete ihren Mann, Iwao Yamawaki 1930 ans Bauhaus in Dessau. Im Anschluss gemeinsames Teetrinken.

Ausstellungseröffnung: Samstag, 13. April 2019, um 15 Uhr im Neuwerk 11, Halle (Saale)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Zur Begrüßung sprechen:
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Günther Raithel, Stifter der Günther Raithel Stiftung – Bildungsinitiative KAHLA kreativ und Neugründer der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH

Tomorrow – Porzellan, Bauhaus und Kulinarik
Ein Projekt der Günther Raithel Stiftung Bildungsinitiative KAHLA kreativ und der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt mit Unterstützung von der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH
Eröffnung: 13. April 2019 um 15 Uhr
Laufzeit: 14. April – 19. Mai 2019
Öffnungszeiten: Mi-So sowie feiertags 14-18 Uhr
und zur Langen Nacht der Museen am 11. Mai 2019 bis 23 Uhr
Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
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28. März 2019

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THINK BAUHAUS: Schmückt den Wasserturm Süd in Halle! Ein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche aus Sachsen-Anhalt.

Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt lobt in Kooperation mit Schmuck2 und der Stadtwerke Halle GmbH anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus einen Gestaltungswettbewerb für Kinder und Jugendliche aus. Gefragt sind Ideen und Entwürfe für Kunst am Bau an der Mauer des Wasserturms Süd in Halle (Saale). Der Künstler Michael Krenz wird die Sieger dabei unterstützen, ihren Entwurf vor Ort umzusetzen. Die Stadtwerke Halle vergeben einen Hauptpreis und sechs weitere Preise.

„Wir als Stadtwerke Halle unterstützen den Wettbewerb gern und freuen uns auf spannende Einsendungen. Gerade auch, weil der Siegerentwurf einmal unseren Wasserturm Süd schmücken wird. Übrigens werden alle Entwürfe in unserem Historischen Technikzentrum am Lutherplatz ausgestellt und können dort nach Ende des Wettbewerbes begutachtet werden“, so Bärbel Uhlenhaut, Referentin Schulkommunikation der Stadtwerke Halle.

Der Wasserturm Süd, zwischen 1927 und 1928 errichtet, als das Bauhaus in Dessau in seiner Blüte stand, ist ein imposantes Beispiel für das Neue Bauen. Die funktional-expressive Backsteinarchitektur der vom Werkbund beeinflussten Architekten Wilhelm Jost und Oskar Muy steht in der großen Tradition von Industriebauten der Zwanzigerjahre.

Das Bauhaus war zwischen 1919 und 1933 die wichtigste Schule für Gestaltung des 20. Jahrhunderts in Deutschland mit weltweiter Ausstrahlung. Die Bauhäuslerinnen und Bauhäusler haben sich überlegt, wie man das Leben mit Dingen und Häusern moderner machen kann. Kunst, Handwerk und Technik sollten eine Einheit bilden.

Das Bauhaus war nicht nur ein Gebäude und eine Schule in Dessau, sondern eine Idee, ein Experiment, eine späte Grundschule für Erwachsene. Jeder konnte sich ausprobieren und mit anderen im Spiel herausfinden, was der Mensch braucht, um modern zu sein. Vor allem ging es darum, die eigenen Fähigkeiten in der gemeinsamen Arbeit mit anderen zu entdecken.

Der Hallenser Wasserturm verdeutlicht, wie stark die Architekten der damaligen Zeit darum rangen, mit technischen Bauwerken Zeichen zu setzen, die bis heute als Denkmäler unsere Umwelt prägen.

„Die Kunststiftung fördert seit über einem Jahrzehnt zeitgenössische Kunst. Das Bauhaus war nie ein Produkt, sondern immer eine Idee, ein Bildungsprogramm. Auch die Bildung von Kindern spielte eine große Rolle. Man denke nur an das Spielzeug von Alma Siedhoff-Buscher oder Friedl Dicker. Für die heutige Zeit ist es wichtig, dass Mut zum Experiment wieder zum Stundenplan gehört. Modern denken will gelernt und erprobt sein – damals wie heute. Ein Wettbewerb in diesem Sinne ist im Jubiläumsjahr eine besondere Chance auch für die Kunststiftung einen Beitrag im Bereich der Kunstvermittlung für Kinder und Jugendliche zu leisten.“, so Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Schmuck2 und die Stadtwerke Halle GmbH möchten das 100. Jubiläum feiern und laden dazu Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre zur Teilnahme an diesem Wettbewerb ein. Die Entwürfe können bis zum 24. Mai 2019 eingereicht werden. Näheres zum Wettbewerb THINK BAUHAUS steht unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

12. März 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Das BAUHAUS DINNER aus Sachsen-Anhalt macht in Berlin Station

Bei der zweiten Ausgabe im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin geht es um den Möbelgestalter Erich Dieckmann – Gemeinsame Initiative der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbh, KPM – Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin und der Thonet GmbH Berlin.

Das sogenannte BAUHAUS DINNER aus Sachsen-Anhalt will im Jubiläumsjahr für die Ideen der weltberühmten Gestaltungsschule werben. Nach der Premiere in Halle im Dezember 2018 wurde die „rollende Festtafel“ nun im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin aufgebaut.  Gekommen war auch der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff.

Haseloff begrüßte die Wiederaufnahme des traditionellen Bauhausdinners und betonte: „Die Moderne ist für unser Land identitätsstiftend. Dafür steht beispielhaft das  Bauhaus. In einem kurzen Zeitraum von nur 14 Jahren veränderte das Bauhaus das Gesicht der Moderne. Mit visionären Idealen für die Zukunft entstand eine bahnbrechende Fusion aus Kunst, Handwerk und Technik. Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums wollen wir Sachsen-Anhalt als Land der Klassischen Moderne weiter profilieren und noch bekannter machen.“

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt hatte gemeinsam mit der IMG- Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH sowie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und den Firmen KPM und Thonet, die das Dinner mit Bauhaus-Produkten ausstatten, die Idee, an mehreren signifikanten Bauhaus-Orten in ganz Deutschland Station zu machen. An einer festlichen wie kreativen Geburtstagstafel treffen sich Eingeweihte und Interessierte, Wissende und Neugierige, Liebhaber und Experten, um über das Bauhaus zu hören und zu sprechen.

„Das Bauhausdinner ist den klugen Köpfen des Bauhauses und den außergewöhnlichen Ideen dieser Schule gewidmet. Wenn man sich anschaut, in welcher Weise das Bauhaus  immer wieder anregt seine historischen Fragestellungen auf ihre heutige Tauglichkeit hin zu untersuchen, dann ist dies auch der Abend für Gespräche, über die Inspirationsquelle Bauhaus, die so voller Vielfalt und Widersprüchlichkeit ist. Entdeckungen sind beim Bauhausdinner übrigens garantiert.  So wird in Berlin zum ersten mal die Personalakte Erich Dieckmanns, die so viel über sein Leben, die Zeit und den Kampf um die Umsetzungen von außergewöhnlichen Ideen erzählt, und die über Jahrzehnte unberührt im Archiv der Stadt Halle lag, öffentlich vorgestellt.“ so Manon Bursian, die Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Gero Dimter, designierter Vizepräsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Das Bauhaus-Dinner, das die SPK inhaltlich unterstützt, ist eine Erfindung aus Sachsen-Anhalt und eine der ungewöhnlichsten Ideen im Jubiläumsjahr. Diese ‚rollende Festtafel‘ will das Bauhaus nicht nur feiern, sondern gute Tischgespräch über Persönlichkeiten animieren will, die diese wichtige Gestaltungsschule zwar geprägt haben, die aber nicht unbedingt im Fokus der Öffentlichkeit stehen.“

Gewidmet war das zweite BAUHAUS DINNER am Berliner Kulturforum dem Möbelgestalter Erich Dieckmann. Nach einem Architekturstudium in Danzig und einem Mal- und Zeichenstudium in Dresden kam Dieckmann 1921 ans Bauhaus Weimar, um dort eine Tischlerlehre zu absolvieren. Nachdem das Bauhaus 1925 nach Dessau weitergezogen war, blieb Dieckmann an der Nachfolgeeinrichtung, der Staatlichen Bauhochschule Weimar, und wurde dort im selben Jahr  Leiter der Tischlereiwerkstatt. 1931 folgte er vielen ehemaligen Bauhäuslern wie Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein nach Halle. Dort leitete er von 1931 bis zur Entlassung durch die Nationalsozialisten 1933 die Tischlereiwerkstatt. Danach schlug er sich schwer krank mit Sachbearbeiter- und Referentenjobs durch, bis er im November 1944 mit nur 48 Jahren starb. Erich Dieckmann gehört neben Marcel Breuer zu den prägenden Möbelgestaltern des Bauhauses.

Die Direktorin des Kunstgewerbemuseums, Sabine Thümmler, und Elke Blauert von der Architektursammlung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin hielten die Dinner Speech, die Schauspielerin Bibiana Beglau las Texten von und über Erich Dieckmann. Ralf Jacob vom Stadtarchiv Halle stellt einzigartige Archivalien über das Leben Erich Dieckmanns aus dem Stadtarchiv Halle vor. Für das Menü war erneut der Dessauer Koch und ehemalige Restaurantleiter Ulrich Heilmann zuständig.

5. März 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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coming off the wall

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt präsentiert Arbeiten der Stipendiaten Ingo Albrecht, Christian August und Mike Okay in einer Ausstellung.

Ingo Albrecht, Christian August und Mike Okay zeigen malerische Arbeiten, die ihre Künstler-Identität, ihr Werk, dessen Motive und Techniken hinterfragen. Ihr gemeinsamer persönlicher und professioneller Hintergrund ist der Ausgangspunkt: Sie alle stammen aus Halle (Saale), haben dort in den 1990er-Jahren Graffiti-Jugend gelebt und das Künstlerkollektiv KLUB7 (www.klub7.de) mitbegründet. Die drei begannen etwa 2015, die eigenen Biografien künstlerisch zu verarbeiten. Dabei legen sie Ursprünge, Inspirationen und Prozesse ihrer Arbeit offen. Durch die formale Offenheit und die enge biografische Verbindung, entstehen intime Werke, die eine wendespezifische Erinnerungskultur und einen zukunftsgewandten Diskurs anregen.

„Ich begab mich auf die Spurensuche nach meinem eigenen »goldenen Zeitalter«“, beschreibt Mike Okay seinen Arbeitsansatz. Er erinnerte sich an „das Treiben in der Großwohnsiedlung, aber auch [an] ganz einfache und prägnante Ikonen einer Kindheit und Jugend in den 1980er und 1990er Jahren“.

Ingo Albrecht lebte die ersten beiden Jahrzehnte seines Lebens in Halle-Neustadt. Mit dem Stipendium erfüllte er sich den Wunsch, wieder an den Ort seiner Jugend zurückzukehren und mietete ein Atelier in Halle-Neustadt. „Das Bewusstsein für den Charme dieser rauen Stadtarchitektur, das atemlose Miteinander in den Wohnzellen und der Wunsch nach einem besseren Zusammenleben stecken tief in den unzähligen Schichten, Rastern und Formen der neuen Bilder.“, so Ingo Albrecht.

Christian August gab seinen Arbeiten Titel, die an die Pseudonyme seiner Graffiti-Zeit erinnern: „Ich hatte viele Pseudonyme im Laufe dieser Zeit. Pseudonyme, die mir in den 90er Jahren Anonymität in einer Szene gaben und eine Motivation, diese immer und immer wieder in unzähligen Variationen zu malen.“

Die raue, dreckige, besprühte Wand im öffentlichen Raum diente allen drei Künstlern als Inspiration. Diesen unmittelbaren Ausdruck auf Leinwand zu bringen, wirkte sich auf ihr Denken und Arbeiten aus. Entstanden sind drei eigenständige serielle Positionen aus großformatigen Leinwänden.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am 7. März 2019 um 19 Uhr. Es spricht Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

COMING OFF THE WALL
8. – 24. März 2019
Christian August, Ingo Albrecht,Mike Okay
Vernissage:  7. März 2019, 19 Uhr
Öffnungszeiten: immer Mi-So von 14 bis 18 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
Halle (Saale)

4. März 2019

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THINK BAUHAUS! – Wettbewerb für Kinder und Jugendliche in Kooperation mit schmuck2 und der Stadtwerke Halle GmbH

Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt lobt in Kooperation mit Schmuck2 und der Stadtwerke Halle GmbH anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus einen Gestaltungswettbewerb für Kinder und Jugendliche aus. Gefragt sind Ideen und Entwürfe für Kunst am Bau an der Mauer des Wasserturms Süd in Halle (Saale). Der Künstler Michael Krenz wird die Sieger dabei unterstützen, ihren Entwurf vor Ort umzusetzen. Die Stadtwerke Halle vergeben einen Hauptpreis und sechs weitere Preise.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Schmuck2 und die Stadtwerke Halle GmbH möchten das 100. Jubiläum feiern und laden dazu Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre zur Teilnahme an diesem Wettbewerb ein. Die Entwürfe können bis zum 24. Mai 2019 eingereicht werden. Näheres zum Wettbewerb THINK BAUHAUS steht unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

Kunststiftung sendet Glückwünsche an die Gewinner des Goldenen Bären Johannes Krell und Florian Fischer

Die beiden Filmemacher Florian Fischer und Johannes Krell (Rosenpictures Filmproduktion GbR aus Halle) wurden bei der 69. Berlinale in der Sektion „Berlinale Shorts“ mit dem Goldenen Bären für den Kurzfilm UMBRA gewürdigt. Wir senden die herzlichsten Glückwünsche an beide Filmemacher und an das Team von Rosenpictures sowie allen Beteiligten!

Florian Fischer war als Stipendiat der Kunststiftung 2017 in Los Angeles. Sein dort entstandener experimenteller Dokumentarfilm „Séance at Aurora“ war zur 8. Langen Filmnacht im November 2018 zu sehen sowie zum Kurzfilmtag im LuchsKino in Halle. Zudem förderte die Kunststiftung im Kurzfilmförderprogramm wage-mutig Produktionen von Rosenpictures wie beispielsweise „Kaltes Tal“.

Der experimentelle Dokumentarfilm  UMBRA lief in der Reihe Berlinale Shorts und widmet sich sowohl gewöhnlichen als auch seltenen optischen Naturerscheinungen. Neben UMBRA konkurrierten 23 weitere Filme aus 17 Ländern um den Goldenen und den Silbernen Bären sowie um den mit 20.000€ dotierten Audi Short Film Award und die Nominierung als „Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards 2019“. Thema des diesjährigen Wettbewerbs waren unterschiedliche Dimensionen von Macht, Sichtbarkeit und Wissen, als integrale Elemente der Frage nach Teilhabe.

18. Februar 2019

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Kunststiftung schreibt Stipendium für Brasilien aus

Mit ihrem  internationalen Stipendiatenprogramm fördert die Kunststiftung jährlich weltweit Arbeitsaufenthalte für Künstlerinnen und Künstler aus Sachsen-Anhalt , um deren Landes- und Kunstprofil bekannt zu machen und die Begegnung mit der Kunst und Kultur anderer Länder zu ermöglichen. Bisher wurden Stipendien für Arbeitsaufenthalte u.a. in Istanbul, Tokio, Jerewan, Tel Aviv und New York vergeben. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Goethe-Institut Salavador-Bahia schreibt die Kunststiftung zum zweiten Mal für das Residenzprogramm Vila Sul des Goethe-Instituts ein zweimonatiges Arbeitsstipendium für Künstlerinnen und Künstler aller Sparten in Salvador-Bahia aus. Die Residenz  Vila Sul bietet mit einem Studiotheater, zwei Galerien, einem Innenhof und einer Bibliothek ideale Bedingungen für Begegnungen in unterschiedlichen Formaten an, die die Reflexionen befördern und das kulturelle Schaffen vorantreiben sollen.

Das Residenzprogramm der Vila Sul gibt einer Künstlerin oder einem Künstler aus Sachsen-Anhalt die Gelegenheit in die vielfältigen Szenen von Salvador einzutauchen. Unser Team vom Goethe-Institut Salvador wird die ausgewählte Person eng betreuen und tatkräftig an der Umsetzung von Projekten mithelfen. Die erste Residenz der Kunststiftung Sachsen-Anhalt erhielt der Künstler Gunther Schumann. Bis heute ist uns diese Zeit in sehr guter Erinnerung. Sprichwörtlich hat Gunther Schumann das größte Kunstwerk aller bisherigen Residentinnen hinterlassen und zwar eine riesige Wand im öffentlichen Raum, die er gemeinsam mit Graffiteiros aus Bahia zu seinem Universum gestaltet hat. Außerdem erstellte er ein Comic Video in dem er eine Figur durch Salvador wandern lässt. Besser und nachhaltiger kann ein internationaler Austausch kaum laufen. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Gast aus Sachsen-Anhalt.“, so Manfred Stoffl, Direktor des Goethe-Instituts Salvador-Bahia.

Die Küstenstadt Salvador ist mit rund 3,5 Millionen Einwohnern nach São Paulo und Rio de Janeiro die drittgrößte Stadt Brasiliens und die Hauptstadt des nordöstlichen Bundesstaates Bahia. Die Stadt war bis 1763 Hauptstadt Brasiliens. Der afrikanische Einfluss auf Salvador ist nach wie vor sichtbar, in kaum einer anderen Region Brasiliens ist die Stellung der Afrobrasilianer so stark. Dies zeigt sich vor allem in der Küche, der Musik und der Religion. Der Candomblé, ist die am weitesten verbreitete afrobrasilianische Religion und hat ihren Ursprung in Bahia. Auch der Capoeira ist ein Erbe der Sklavenzeit, und Salvador gilt als das Zentrum dieses Kampf(tanz)sports. Heute ist die Stadt nicht nur kulturelles Zentrum des Nordostens, sondern auch ein international anerkanntes Handels- und Wirtschaftszentrum mit einer Erdöl- und Zuckerraffinerie sowie Baumwoll-, Tabak- und Kakaoverarbeitung.

Bewerbungen können bis zum 13. März 2019 (Poststempel) bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale), eingereicht werden. Über die Bewerbungen entscheidet der Stiftungsrat der Kunststiftung mit Unterstützung des künstlerischen Beirates. Maßstab für eine Beurteilung ist die künstlerische Qualität des

Vorhabens und ein aussagekräftiges Motivationsschreiben. Nähere Informationen zur Ausschreibung erfahren Sie unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

23. Januar 2019

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Kunststiftung lobt Wettbewerb zum Bauhausjubiläum aus

Anlässlich des 100. Bauhausjubiläums lobt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt einen Wettbewerb für Bauschmuck an der Großgarage Halle-Süd aus.

Die Großgarage wurde als ein Ort von hundert für die „Grand Tour der Moderne“ auserkoren, die unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Prof. Monika Grütters steht. Anliegen des Wettbewerbes ist es, ein temporäres Kunstwerk im Geist des Bauhaus-Manifestes von Walter Gropius zu schaffen. So schrieb Gropius im Jahr 1919: „Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau! Ihn zu schmücken war einst die vornehmste Aufgabe der bildenden Künste, sie waren unablösliche Bestandteile der großen Baukunst. Heute stehen sie in selbstgenügsamer Eigenheit, aus der sie erst wieder erlöst werden können durch bewusstes Mit- und Ineinanderwirken aller Werkleute untereinander.“
In diesem Sinne fragt das von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und Schmuck2 initiierte und konzipierte Projekt THINK BAUHAUS.BUILDING JEWELLERY IN ARCHITECTURE nach dem aktuellen Verhältnis zwischen Schmuck und Architektur.

Die Großgarage Halle-Süd ist eines der ältesten Parkhäuser Deutschlands und ein bedeutender Sachzeuge der Technikgeschichte. Errichtet wurde das straßenbildprägende Parkhaus nach amerikanischem Vorbild auf Initiative des halleschen Bauingenieurs und Bauunternehmers Walter Tutenberg am Rand der Luthersiedlung im Süden Halles. Das Gebäude, in Stil und Funktion des Neuen Bauens errichtet, war seinerzeit der Architektur weit voraus. Die eindrucksvolle Eisen-Glas-Konstruktion von neun Metern Breite und 15 Metern Höhe erstreckt sich über vier Geschosse. Das fast vollständig verglaste Dach belichtet die Halle zusätzlich. Beidseitig befinden sich in vier Ebenen die Parkboxen, die durch eiserne Rolltore geschlossen werden konnten.  Die Garage bot seit ihrer Eröffnung im Februar 1929 neben der Möglichkeit, Kraftfahrzeuge äußerst platzsparend auf vier Ebenen zu parken, zudem Dienstleistungen wie Autowäsche, Reparatur sowie Kurier- und Lotsendienste für die automobile Kundschaft an. Es befanden sich außerdem ein Frisiersalon, eine Tankstelle und ein Aufenthaltsraum mit Schlafgelegenheiten für die Chauffeure auf dem Gelände. Um die Wünsche der Kundschaft bemühten sich 28 Angestellte. Im Jahr 2009 sanierte der Bauverein Denkmal GmbH das Objekt.

THINK BAUHAUS.BUILDING JEWELLERY IN ARCHITECTURE soll Architektur mit anderen Künsten im Sinne des Gesamtkunstwerks verbinden und auf das großartige wie spannende Bauwerk der Großgarage verstärkt zum 100. Jubiläum des Bauhauses aufmerksam machen und einen neuen Blick auf dieses Gebäude eröffnen.

Für die Realisierung des Kunstwerks einschließlich der Honorare stehen insgesamt 15.000 Euro zur Verfügung. Bis zum 3. Mai 2019 (Poststempel) können bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Bewerberinnen und Bewerber ihre Unterlagen einreichen. Zur Teilnahme berechtigt sind Architektinnen/Architekten und Künstlerinnen/Künstler aus allen bildkünstlerischen Genres, die ihren Wohnsitz in Sachsen-Anhalt haben. Die Wettbewerbsunterlagen zur Auslobung unter: www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

Vergessene Schicksalsjahre. Simone Trieder liest in der Kunststiftung.

Die Autorin Simone Trieder liest am 28. Januar 2019 um 19 Uhr im Neuwerk 11 in Halle aus ihrem aktuellen Werk „Unsere russischen Jahre – Die verschleppten Spezialistenfamilien“.

Vor mehr als 70 Jahren, in der Nacht des 22. Oktobers 1946, wurde das Leben von ca.  zweieinhalbtausend Familien abrupt verändert. Russische Soldaten und Offiziere weckten sie aus ihrem Schlaf. Man sagte ihnen, sie müssen von nun an in der Sowjetunion leben. Als „intellektuelle Reparation“ wurden Techniker,  Ingenieure und Wissenschaftler gemeinsam mit ihren Familien in die neue Heimat verschleppt.

Eines dieser verschleppten Russlandkinder war das junge Mädchen Ida, die Mutter von Simone Trieder, welches anfangs sehr optimistisch gegenüber der neuen Heimat war: „Ja, warum denn nicht Moskau. Weg von diesem miesen Deutschland. Was Unbekanntes, Reizvolles. Keine Kabelschächte ausheben.“ Basierend auf Idas Tagebuch wagt sich Simone Trieder erstmalig an dieses sensible Thema: „Ich selbst freue mich sehr über das Interesse am Buch, das sich sowohl im Verkauf zeigt, als auch in den bisherigen Veranstaltungen, die ich teils mit Zeitzeugen durchführte. Die Verschleppung der deutschen Fachleute und ihrer Familien ist ein historisches Ereignis, das relativ unbekannt ist, auch weil es in der DDR unter Geheimhaltung stand. Es ist ja auch ein Stück Familiengeschichte, meine Mutter schrieb in Russland verbotenerweise ein Tagebuch, das mir den  Stoff für das Buch bot. Komplettiert wird die Erzählung durch Stimmen von  Zeitzeugen, sie zeigen die Bandbreite der Erlebnisse und auch die unterschiedliche Bewertung nach 70 Jahren. Gemeinsam ist allen das Prägende der fünf bis acht Jahre Kindheit in Russland für ihr weiteres Leben; für nicht wenige war es auch ein Bruch in der Biografie.“, so Simone Trieder. Durch Befragung von Zeitzeugen entstand ein Werk, welches vom Zwangsaufenthalt der verschleppten Familien in Russland erzählt.

Die Kunststiftung Sachsen Anhalt lädt zur Lesung mit anschließendem Verweilen bei einem kleinen Imbiss und Tee ein. Zudem gibt es für die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich die aktuell laufende Stipendiatenausstellung „field trips“ in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt anzuschauen.

Der Eintritt ist frei.

„Unsere russischen Jahre – Die verschleppten Spezialistenfamilien“
von Simone Trieder
Veröffentlicht im September 2018 durch den Mitteldeutschen Verlag und
gefördert durch die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.
28. Januar 2019 um 19 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)

21. Januar 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Auftakt der Kunststiftung mit FIELD TRIPS

Unter dem Titel FIELD TRIPS gibt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt den Auftakt für 2019 und präsentiert die Werke von zehn Stipendiatinnen und Stipendiaten. So sind es Exkursionen und Feldforschungen, die manches Mal in die Ferne, manches Mal in die Nähe führen. Stets aber werden ausgetretene Pfade verlassen, um Neues zu erkunden oder Bekanntes aus neuen Perspektiven zu vertiefen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kunststiftung schweiften in die Ferne, erforschten bereits bekannte Städte und Landschaften, entdeckten befremdend-erhellende Kombinationen, vertieften sich in den Zusammenhang von äußerer und innerer Welt, testeten neue handwerkliche Verfahren oder verräumlichten Collagen.

Sebastian Gerstengarbe verschmilzt Assoziationen in seinen detailfreudigen, großformatigen Zeichnungen, um so Gegensätze, Analogien und Beziehungen zu suggerieren. Ein Gedanke ruft den anderen, vielleicht zunächst völlig unzusammenhängend scheinenden hervor. Er beschäftigte sich mit der visuellen Rhetorik von Bildredakteuren. Was, wenn nach den neonfarbenen Arbeitsnotizen der Waldarbeiter Sprayer am Baumstapel vorbeikommen und ihre straßenköterhaften Marken hinterlassen, der sich drehende Dönerspieß an einen Plattenspieler erinnert, das gestapelte, abrasierte Dönerfleisch an das Elbsandsteingebirge? Was, wenn ein „Handy-Affe“ in die zoologische Sammlung geht? Dass all das in Zeichnungen passt, zeigen seine Arbeiten – slapstickartig, voller Witz.

Jana Mertens roh wirkende, starke Plastiken verschmelzen Tiere wie Reh, Fuchs, Mauersegler mit Fragmenten aus der Architektur des Brutalismus. Die Arbeiten sind im zentralen Material des Brutalismus, Beton, gegossen. Architektur wird zum tragenden Element von Lebewesen, die eigentlich in einem anderen Umraum beheimatet sind, zeigen Anpassung und Fremdsein. Bei einigen Arbeiten ist das Tier der Architektur bereits einverleibt, in anderen ist es über ihr erhaben.
Wie aber ein Relief entsteht, das erfahren die Kinder zum Kinderkunstnachmittag am 2. Februar 2019 um 15 Uhr von Jana Mertens. Eine Anmeldung ist wegen der begrenzten Plätze erforderlich.

Ilko Koestler war mit einem internationalen Stipendium der Kunststiftung in New York und Christoph Liedtke in Tokio. Die Serie von Ilko Koestler „dark days“ ist in heimische Obsthölzer – Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume geschnitten. Das Rohe, Ungeschliffene steht für die raue Lebendigkeit der Stadt. In den Motiven werden Konstruktionen gestapelt, Nahaufnahmen wechseln mit Panoramen, Perspektiven werden collagiert, Bewegung und Stillstand überlagern sich. In der Ausstellung FIELD TRIPS werden sowohl die Druckstöcke als auch die Papierarbeiten gezeigt. Christoph Liedtke begann neben den kulturellen Streifzügen durch die Galerien- und Museenlandschaft Tokios die Soundaufnahmen der Großstadtkulisse und Videomaterial zu sammeln, um sie dann zu einer Installation zusammenzubringen.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Andrey Bobb (Malerei/Grafik), Lisa Elze (Porzellan), Sebastian Gerstengarbe (Grafik), Jens Günther (Malerei), Sebastian Harwardt (Grafik), Ilko Koestler (Holzschnitt), Christoph Liedtke (Installation), Jana Mertens (Plastik), Sara Möbius (Grafik/Installation) und Wiebke Wilms (Objektkunst).

Die Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, dem 24. Januar 2019, um 19 Uhr im Neuwerk 11 in Halle (Saale).
Axel Kores (Drum), Mark Hornbogen (Sampler, Violine) und Christoph Liedtke (Bass/ Gitarre) geben eine Soundperformance.

Im Rahmen der Ausstellung liest Simone Trieder  am 28. Januar 2019 um 19 Uhr aus ihrem Roman „Unsere russischen Jahre“.

FIELD TRIPS
25. Januar–24. Februar 2019
Eröffnung: 24. Januar 19 Uhr
Mi–So 14–18 Uhr

17. Januar 2019

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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2018

Projektförderungen:

Bildende und Angewandte Kunst:

  • Nina Viktoria Naußed: „Eine Recherche über Jiddisch und Architektur in Israel – Einzelausstellung im Beit Benyamini Contemporary Ceramics Center Tel Aviv: building connections – research about architecture and language“
  • Forum Gestaltung e. V.: Zuschuss zur Ausstellung „ELGNER die rote blume MALEREI“
  • Tomasz Lewandowski: „Künstlerische Publikation: Auschwitz – fall of modern age“
  • Künstlerhaus 188 e. V.: Förderung der Überarbeitung des Internetauftrittes des Künstlerhauses
  • Sebastian Gerstengarbe: Förderung der Ausstellung „DIE ZUKUNFT IST DAS NEUE DING“
  • Nina Viktoria Naußed: Druckkostenzuschuss zum Künstlerkatalog „building connections“
  • Wiebke Kirchner: Förderung der Ausstellung und des Workshops „Zurück in Jerewan“

Darstellende Kunst und Film:

  • Eigenbetrieb Puppentheater der Stadt Magdeburg: „AUFBRUCH“
  • Kulturrevier Harz e. V.: „DER STURM von William Shakespear – ein spartenübergreifendes Generationenprojekt auf der Waldbühne Benneckenstein“
  • Bürgerstiftung Halle: „Das Fest – Eine Stadt tanzt“
  • YMUSIC GmbH: „ENDLESS PLEASURES – zweiteiliges deutsch-chinesisches Musiktheater“

Musik:

  • Kammerakademie Halle e. V.: Förderung des Akademiekonzerts „Romatisches Erbe“

Interdisziplinäre Vorhaben und Medienkunst:

  • Kulturstiftung Dessau-Wörlitz: „Amor sucht Psyche – eine temporäre Intervention im Gartenreich Dessau-Wörlitz“
  • Corax e. V.: „Radiokunststipendium“
  • Evangelisch-reformierte Domgemeinde Halle : Förderung der Ausstellung  „Domus. Eine Befragung“
  • science2public® – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e .V.: Förderung von Künstlerworkshops und Präsentationen im Rahmen der Reihe „Künstlerische Intelligenz oder art.make.science“

wage-mutig Kurzfilmförderung:

  • Dagmar Hotze: Drehbuchstipendium „Vernetzt statt abhängig: Leben in der Altmark 2030“
  • Frauke Rahr: Produktionskostenzuschuss:“Spy za woglekanje – Ankleidezimmer“
  • Jantje Almstedt und Florian Schurz: Drehbuchstipendien für den Film „APATHIA – Insel der Glückseligkeit“
  • Mirjam Pedersen: Präsentationsförderung für den Film „NEMOPHELIA“
  • Wendländische Filmcooperative GbR: Produktionskostenzuschuss „Glücklich (AT)“

frei-raum Ausstellungs- und Galerieförderung:

  • Kunstverein Röderhof e. V. : „GlasWerk“
  • Philipp Baumgarten: „Kunsthaus Zeitz – Offspace als Interventionsraum“

Stipendien:

Arbeitsstipendien:

  • Sawa Aso (Schmuckkunst)
  • Alexandra Börner (Design)
  • Steffen Braumann (Grafik)
  • Josefine Cyranka (Grafik)
  • Sarah Deibele (Grafik)
  • Simone Distler (Malerei)
  • Bernhard Elsässer (Schmuckkunst)
  • Frauke Freese (Installation)
  • Annette Funke (Grafik)
  • Hermann Grüneberg (Plastik)
  • Danilo Halle (Streetart)
  • Elise Sophie Herrmann (Schmuckkunst)
  • Lew Hohmann (Film)
  • Simon Horn (Plastik)
  • Hyewon Jang (Buchkunst)
  • Matthias Jügler (Literatur)
  • Michael Krenz (Plastik/ Installation)
  • Frank Krüger (Malerei)
  • Juliane Laitzsch (Grafik)
  • Samira Manthey (Installation)
  • Dana Meyer (Plastik)
  • Thi Binh Minh Nguyen/ Herbst (Multimedia-Design)
  • Friederike Nottrott (Keramik)
  • Martin Patze (Design)
  • Jenny Rempel (Plastik)
  • Renée Reichenbach (Keramik)
  • Judith Runge (Keramik)
  • Daniela Schönemann (Plastik)
  • Stefan Schwarzer (Grafik)
  • Marie Lynn Speckert aka DURA (Plastik)
  • Ulrike Uschmann (Keramik)
  • Corinna Wagner (Fotografie)
  • Michael Wernitz (Malerei)
  • Susanne Wiermann (Literatur)

Aufenthaltsstipendium Ahrenshoop 2018:

  • Luise von Rohden

Internationale Stipendien:

  • Armenien: Wiebke Kirchner und Ralph Hinterkeuser
  • Los Angeles: Lisa Kohl
  • Tokio: Christoph Liedke

Sonderstipendium zum Winckelmannjubiläum:

  • Andreas Köppe

 

Pressemitteilung 44- 2018

Die Kunststiftung vergibt ein Aufenthaltsstipendium für Ahrenshoop. Bis zum 31. Januar 2019 (Poststempel) können sich Künstlerinnen und Künstler aller Sparten für einen Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas bewerben.

Mit ihren Aufenthaltsstipendien ermöglicht die Kunststiftung Künstlern aus Sachsen-Anhalt in besonderer Atmosphäre zu wohnen und zu arbeiten. Eingebunden in das Künstlerhhaus erhalten Kunstschaffende die Möglichkeit, die aktuelle Kunstszene kennenzulernen, Ideen mit anderen Stipendiaten vor Ort auszutauschen und eigene Projekte zu realisieren. Die Kunststiftung trägt die Unterbringungs- und Reisekosten sowie ein Stipendium von 1.000 Euro pro Monat.

Ahrenshoop gehört zu den wenigen Künstlerkolonien, in denen neben zahlreichen ganzjährig aktiven Ausstellungs- und Veranstaltungshäusern auch ein Stipendiatenhaus zu finden ist. Das Künstlerhaus Lukas nahm im Januar 2006 seine Tätigkeit als spartenübergreifende und international arbeitende Stätte am traditionsreichen Ort wieder auf. Im Künstlerhaus Lukas können Künstler und Künstlerinnen aus allen Bereichen zeitweise leben und arbeiten. Das von der Kunststiftung ausgeschriebene Stipendium in Ahrenshoop umfasst einen Aufenthalt im Oktober 2019.

„Den häufig etwas atemlos geschäftigen Alltag unterbrechend, lässt der Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas eine konzentrierte Ruhe zu. Eine Ruhe, die nicht ablenkt oder träge macht. Eine, die der ähnelt, die ich in meinen Bildern suche.“ Luise von Rohden, 2018

Bewerbungen für das Aufenthaltsstipendium können bis zum 31. Januar 2019 (Poststempel) bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale), eingereicht werden. Über die Bewerbungen entscheidet der Stiftungsrat der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Mai 2019, Maßstab für eine Beurteilung ist die künstlerische Qualität des Vorhabens und ein aussagekräftiges Motivationsschreiben. Nähere Informationen zum aktuellen Bewerbungsverfahren erfahren Sie unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

13. Dezember 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 43- 2018

Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse eines zweimonatigen Aufenthaltsstipendium Nina Viktoria Naußeds im Beit Benyamini Contemporary Ceramics Center in Tel Aviv im Sommer 2017 und die daran anknüpfenden Arbeiten.

„Tel Aviv – die weiße Stadt. Der kubistische Charakter vieler Gebäude faszinierte mich sehr. Mit anderen Plänen angereist, wurde mir schnell klar, dass ich die Architektur Tel Avivs in meine Arbeit integrieren muss. So wurde, was als zielloses Entdecken der Stadt begann, zu einer gezielten Suche nach Bauhaus-Gebäuden und auffälligen Bauformen. Der Verbund von Ideen kollektiven Wohnens mit avantgardistischen Architekturkonzepten, „form follows function“, gekurvte Balkone, runde Ecken, Flachdächer, vertikale Lichtleisten, die Errichtung des Baukörpers auf Stützpfeilern, all das inspirierte mich sehr.“ so Nina Viktoria Naußed

Die Ausstellung vereint den Blick der Künstlerin auf die Orte Halle/Sachsen Anhalt und Tel Aviv, zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede und macht die Wirkung der Umgebung auf ihre künstlerische Arbeit sichtbar. In diesem Zusammenhang stehen die gezeigten keramischen Plastiken und Fotografien. Nina Viktoria Naußed möchte jedoch nicht nur über die Architektur der Orte Zusammenhänge und Verknüpfungen darstellen, sondern auch durch die Beschäftigung mit der Sprache Jiddisch. Jiddisch scheint dem Deutschen sehr nahe und oft verständlich. Gebrochen wird diese Verwandtschaft durch die für deutsche Muttersprachler vollkommen unbekannten hebräischen Schriftzeichen. Lernt man diese zu lesen, klingt das gesprochene Wort sehr vertraut. Der gegenteilige Effekt lässt sich bei vielen Menschen in Israel beobachten, welche die Schriftzeichen perfekt lesen, den Inhalt aber nicht verstehen können. Entstanden ist eine plastische Arbeit welche sich mit der Sprache Jiddisch befasst und eine Soundarbeit die vor allem Eindrücke der jiddischen Sprache und Musik und deren Nähe zur deutschen Sprache vermittelt.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am 13. Dezember 2018, um 20 Uhr.

Zur Eröffnung sprechen:
Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Marcelle Klein, Benyamini Contemporary Ceramics Center
special guest: Performer Mendy CAHAN, YUNG YiDiSH TLV

building connections – research about architecture and language
Nina Viktoria Naußed
13.12.2018 – 05.01.2019
Artspace Tel Aviv
Shvil ha-Merets 6
Tel Aviv-Yafo
Israel
Öffnungszeiten: Mo-Do 11-18 Uhr, Fr-Sa 10-14 Uhr

Nina Viktoria Naußed war Stipendiatin im Internationalen Stipendiatenprogramm der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt. Mit dem Stipendiatenprogramm entsendet die Kunststiftung Künstler Sachsen-Anhalts in die Welt, um das eigene Landes- und Kunstprofil weltweit bekannt zu machen und zu vertiefen. Das Programm hat sich zu einem der wichtigsten Stipendienprogramme der Stiftung entwickelt. Bisher wurden Arbeitsstipendien für folgende Städte vergeben: Istanbul, Paris, Tokio, Bangkok, Shanghai, Kaliningrad, Jerewan, Tel Aviv, Los Angeles, St. Petersburg, Salvador-Bahia, Armenien und New York. 2019 wird die Kunststiftung Künstlerinnen und Künstlern einen Aufenthalt in Dakar (Senegal), Tharangambadi (Indien) und Salvador-Bahia (Brasilien) ermöglichen.

Die Ausschreibungsfrist für Indien endet am 20. Januar 2019. Am 18. Dezember um 14.00 Uhr laden die Kunststiftung und die Franckeschen Stiftungen zu einer Informationsveranstaltung zum Stipendium in Indien in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen ein. Um Rückmeldung zur Teilnahme an diesem Gespräch wird bis zum 10. Dezember 2018 an oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de gebeten.

Die Informationen zur Ausschreibung für Brasilien folgen in Kürze.

 

7. Dezember 2018

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Pressemitteilung 42- 2018

Das „fliegende Speisezimmer“ aus Sachsen-Anhalt soll im Jubiläumsjahr an verschiedenen Bauhausorten Station machen – Gemeinsame Initiative von Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, IMG – Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, KPM – Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin, Thonet GmbH und Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Halle. Mit einem sogenannten BAUHAUS DINNER will die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Jubiläumsjahr für die Ideen der weltberühmten Gestaltungsschule werben. Gemeinsam mit der IMG- Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH sowie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und den Firmen KPM und Thonet, die das Dinner mit Bauhaus-Produkten ausstatten, entstand die Idee, an mehreren signifikanten Bauhaus-Orten in ganz Deutschland Station zu machen. An einer festlichen wie kreativen Geburtstagstafel treffen sich Eingeweihte und Interessierte, Wissende und Neugierige, Liebhaber und Experten, um über das Bauhaus zu hören und zu sprechen. „Ursprünglich fand das Bauhaus-Dinner im historischen Dessauer Speisesaal statt, wir aber wollen dieses wunderbar geistreiche Format der Abendgesellschaft mit Vorträgen, Lesungen und Musik gern touren lassen und wir wollen diese Abende gern dem Werk von Bauhäuslerinnen und Bauhäuslern widmen, die nicht ganz so bekannt sind. Außerdem war uns wichtig, zu verdeutlichen, dass das Bauhaus nur mit Unterstützung der Industrie in der Lage war, Kunst und Technik wirklich miteinander zu verbinden“, sagt Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt. Auch Thomas Einsfelder, Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft mbH (IMG), erklärte: „Das Bauhaus in Dessau hat in seiner langen Geschichte und mit seinen innovativen Köpfen stets bewiesen, dass hier Kunst und Wirtschaft zusammenfließen, dass von diesem Standort richtungsweisende Ideen ihren Weg nehmen.“ Philipp Thonet untermauert dies und sagte: „Wir fühlen uns unserem Erbe verpflichtet und pflegen die Kollektion der Stahlrohr-Möbel aus der Bauhaus-Zeit.“

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Das BAUHAUS DINNER, das die Stiftung Preußischer Kulturbesitz inhaltlich unterstützt, ist ein ungewöhnliches Format, um an den wirkmächtigsten und erfolgreichsten kulturellen Exportartikel aus Deutschland im 20. Jahrhundert zu erinnern. Wer in der Welt unterwegs ist, wird, wenn es um das Kulturland Deutschland geht, meist mit den zwei großen B konfrontiert: Bach und Bauhaus. Für beides steht Sachsen-Anhalt.“ Für das Menü zur Premiere des BAUHAUS DINNERS war der Dessauer Koch und ehemalige Restaurantleiter Ulrich Heilmann zuständig, der schon die Reihe im Bauhausgebäude betreut hatte.

Der Auftakt in Halle war der Keramikerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain gewidmet, die im Oktober 1919 ins Bauhaus Weimar eingetreten war und ein Jahr später einen Lehrvertrag für die Dornburger Töpferei erhielt. 1925 wechselte sie mit Gerhard Marcks an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein nach Halle, wo sie die keramische Werkstatt leitete. Seit 1929 arbeitete sie für die Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin (heute KPM). Von den Nazis entlasse, emigrierte sie mit ihrem Mann Franz Rudolf Wildenhain erst in die Niederlande und dann in die Vereinigten Staaten, wo sie mit Jane und Gordon Herr die Künstlerkolonie Pond Farm im kalifornischen Guerneville gründete. Mit Gerhard Marcks blieb sie bis zu ihrem Tod 1985 befreundet, die Bauhauszeit und Halle vergaß sie nie. Ihre Vase nach Hallescher Form gehört noch heute zu den Klassikern der KPM.

Die Kunsthistorikerin Katja Schneider hielt die Dinner Speech, die Schauspieler Jennifer Krannich und Florian Stauch lasen aus Marguerite Friedlaender`s Aufzeichnungen, die die Zeit in Weimar und in Halle beschreiben sowie aus dem Briefwechsel mit Gerhard Marcks und aus weiteren beachtenswerten Briefen. Die Pianistin Anja Kleinmichel gab eine musikalische Einführung und spielte verschiedene Klavierstücke, beispielsweise von Igor Stravinsky und Arnold Schönberg.

Das zweite Bauhaus-Dinner wird im Frühjahr 2019 im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin stattfinden.

5. Dezember 2018

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Internationales Stipendium in Indien

Es ist das erste Mal, dass die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen in Halle und dem Ziegenbalghaus Tharangambadi ein internationales Arbeitsstipendium nach Indien vergibt. Anlässlich dieser gemeinsamen Ausschreibung in Tharangambadi sind Interessierte am 18. Dezember um 14.00 Uhr in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen zu einem Gespräch eingeladen. Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Manon Bursian und Jasmin Eppert (live aus Indien dazu geschaltet) werden gemeinsam in das Stipendiatenprogramm und den Ort einführen.

Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt über das Stipendium: „Im atemberaubenden Tempo entstand in Indien während der letzten beiden Jahrzehnte eine neue Struktur der zeitgenössischen Kunst aus Galerien, Stiftungen, Privatmuseen und Künstler-Gemeinschaften oder -Dörfern. Hauptaugenmerk dieses Stipendiums liegt auf dem Aufenthalt im ländlichen Raum von Tharangambadi und dem Einblick in die südindische Kunstszene in eine Künstler-Gemeinschaft in der tamilischen Landeshauptstadt Chennai. Der Kontrast zwischen dem ländlichen und urbanen Raum sowie das Verhältnis von Tradition und Umbruch bietet großen künstlerischen Stoff.“

Das verbindende Element zwischen den Kooperationspartnern ist Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719). Als Student hatte er August Hermann Franckes (1663–1727) Bildungsreformen am Halleschen Waisenhaus kennengelernt. In Tranquebar gründete er nach genau diesem Halleschen Vorbild Schulen für Jungen und Mädchen. Ziegenbalg war fasziniert von der Vielfalt und Historizität der tamilischen Kultur und ist mit der detaillierten Erforschung der tamilischen Sprache auch heute noch als Kulturvermittler und Initiator eines interkulturellen Dialogs anerkannt. Seine Erkenntnisse sind detailreich in Form von Briefen, Palmblättern und Sammlungsobjekten dokumentiert. Ein beachtlicher Teil dieser Originalzeugnisse ist in den Archiven der Franckeschen Stiftungen zu Halle erhalten und systematisch verfügbar gemacht. Gemeinsam mit seinem Kollegen Heinrich Plütschau (1667–1752) erreichte Bartholomäus Ziegenbalg die Küste von Tranquebar (die heutige Bezeichnung: Tharangambadi) am 9. Juli 1706. Die Stadt der singenden Wellen, vor den Ufern des Bengalischen Golfes, an der Ostküste Südindiens war seit dem frühen 17. Jahrhundert ein Handelsstützpunkt, der bis 1845 unter dänischer, und bis zu Indiens Unabhängigkeit, 1947, unter britischer Verwaltung stand. Heute liegt das 3.000 Einwohner Dorf im Bundesstaat Tamil Nadu. In dem originalen Wohnhaus Ziegenbalgs ist in Tharangambadi ein Museum für den interkulturellen Dialog zwischen Indien und Europa entstanden, welches seit dem 15. Juli 2017 für eine breite Besucherschaft geöffnet ist.

Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen, lädt zur Teilnahme an dem Projekt ein: „Das Museum in Tranquebar hat einen echten interkulturellen Dialog entstehen lassen. Zwischen den Franckeschen Stiftungen und den vielen an dem Projekt beteiligten indischen Partnern findet wieder wie vor 300 Jahren ein lebendiger und offener kultureller und wissenschaftlicher Austausch statt, der ein breites Interesse weckt.“

Aufgerufen sind Künstler und Künstlerinnen, die sich für Tradition und Moderne Indiens interessieren und ihre Kenntnisse über die v.a. südindische Kunst sowie über Trends in der zeitgenössischen Kunst erweitern möchten. Der Aufenthalt soll Anreiz und Inspiration sein und die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen und ein Projekt zu realisieren. Bewerben können sich Künstler und Künstlerinnen aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben und ausgewiesene künstlerische Erfahrung besitzen. Bewerbungen können bis zum 21. Januar 2019 (Poststempel) eingereicht werden.

14. November 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 41- 2018

Es ist das erste Mal, dass die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen in Halle und dem Ziegenbalghaus Tharangambadi ein internationales Arbeitsstipendium nach Indien vergibt. Anlässlich dieser gemeinsamen Ausschreibung in Tharangambadi sind Interessierte am 18. Dezember um 14.00 Uhr in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen zu einem Gespräch eingeladen. Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Manon Bursian und Jasmin Eppert (live aus Indien dazu geschaltet) werden gemeinsam in das Stipendiatenprogramm und den Ort einführen.

Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt über das Stipendium: „Im atemberaubenden Tempo entstand in Indien während der letzten beiden Jahrzehnte eine neue Struktur der zeitgenössischen Kunst aus Galerien, Stiftungen, Privatmuseen und Künstler-Gemeinschaften oder -Dörfern. Hauptaugenmerk dieses Stipendiums liegt auf dem Aufenthalt im ländlichen Raum von Tharangambadi und dem Einblick in die südindische Kunstszene in eine Künstler-Gemeinschaft in der tamilischen Landeshauptstadt Chennai. Der Kontrast zwischen dem ländlichen und urbanen Raum sowie das Verhältnis von Tradition und Umbruch bietet großen künstlerischen Stoff.“

Das verbindende Element zwischen den Kooperationspartnern ist Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719). Als Student hatte er August Hermann Franckes (1663–1727) Bildungsreformen am Halleschen Waisenhaus kennengelernt. In Tranquebar gründete er nach genau diesem Halleschen Vorbild Schulen für Jungen und Mädchen. Ziegenbalg war fasziniert von der Vielfalt und Historizität der tamilischen Kultur und ist mit der detaillierten Erforschung der tamilischen Sprache auch heute noch als Kulturvermittler und Initiator eines interkulturellen Dialogs anerkannt. Seine Erkenntnisse sind detailreich in Form von Briefen, Palmblättern und Sammlungsobjekten dokumentiert. Ein beachtlicher Teil dieser Originalzeugnisse ist in den Archiven der Franckeschen Stiftungen zu Halle erhalten und systematisch verfügbar gemacht. Gemeinsam mit seinem Kollegen Heinrich Plütschau (1667–1752) erreichte Bartholomäus Ziegenbalg die Küste von Tranquebar (die heutige Bezeichnung: Tharangambadi) am 9. Juli 1706. Die Stadt der singenden Wellen, vor den Ufern des Bengalischen Golfes, an der Ostküste Südindiens war seit dem frühen 17. Jahrhundert ein Handelsstützpunkt, der bis 1845 unter dänischer, und bis zu Indiens Unabhängigkeit, 1947, unter britischer Verwaltung stand. Heute liegt das 3.000 Einwohner Dorf im Bundesstaat Tamil Nadu. In dem originalen Wohnhaus Ziegenbalgs ist in Tharangambadi ein Museum für den interkulturellen Dialog zwischen Indien und Europa entstanden, welches seit dem 15. Juli 2017 für eine breite Besucherschaft geöffnet ist.

Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen, lädt zur Teilnahme an dem Projekt ein: „Das Museum in Tranquebar hat einen echten interkulturellen Dialog entstehen lassen. Zwischen den Franckeschen Stiftungen und den vielen an dem Projekt beteiligten indischen Partnern findet wieder wie vor 300 Jahren ein lebendiger und offener kultureller und wissenschaftlicher Austausch statt, der ein breites Interesse weckt.“

Aufgerufen sind Künstler und Künstlerinnen, die sich für Tradition und Moderne Indiens interessieren und ihre Kenntnisse über die v.a. südindische Kunst sowie über Trends in der zeitgenössischen Kunst erweitern möchten. Der Aufenthalt soll Anreiz und Inspiration sein und die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen und ein Projekt zu realisieren. Bewerben können sich Künstler und Künstlerinnen aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben und ausgewiesene künstlerische Erfahrung besitzen. Bewerbungen können bis zum 20. Januar 2019 (Poststempel) eingereicht werden.

14. November 2018

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Pressemitteilung 40- 2018

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt Arbeitsstipendien und Projektmittel für sämtliche Kunstsparten: für angewandte und bildende Kunst, Film, Fotografie, Literatur, Musik, Tanz, Theater und interdisziplinäre Projekte, sowie Kunstvermittlung. Darüber hinaus gibt es folgende Sonderförderprogramme: Film – wage-mutig, Messe – Art Affairs und Ausstellungen – frei-raum. Außerdem vergibt die Kunststiftung für das Jahr 2019 ein internationales Arbeitsstipendium für Dakar.

Arbeitsstipendien, die mit 1000 Euro monatlich bedacht sind, können für drei oder sechs Monate beantragt werden und  dienen der Förderung künstlerischer Einzelleistungen. Durch die Vergabe von Arbeitsstipendien soll insbesondere das konzentrierte Arbeiten an einem neuen Vorhaben ermöglicht werden. Das Stipendium kann auch für Arbeitsaufenthalte außerhalb des Wohnsitzes (In- und Ausland) genutzt werden.

Förderanträge für Projekte können von einzelnen Personen, Institutionen und Vereinen eingereicht werden. Gefragt sind Originalität, Qualität und Realisierbarkeit des Projekts. Gefördert werden Vorhaben, die in Sachsen-Anhalt initiiert werden und innerhalb des Bundeslandes sowie überregional oder international wirksam sind.

 Mit dem Programm wage-mutig  werden Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme sowie experimentelle Formen des dokumentarischen und fiktionalen Films unterstützt. Antragsberechtigt sind Produzenten und Filmemacher, die ihren ersten Wohnsitz in Sachsen–Anhalt haben oder deren Filmthema sich auf Sachsen-Anhalt bezieht. Gefördert werden die Drehbuch- und Projektentwicklung mit einem Stipendium von bis zu 3.000 Euro, die Filmproduktion mit einem Zuschuss von bis zu 10.000 Euro sowie die Präsentation auf nationalen oder internationalen Festivals mit bis zu 2.000 Euro.

Die Kunststiftung vergibt 2019 erstmals ein internationales Arbeitsstipendium in Dakar. Die internationalen Arbeitsstipendien sind mit dem Ziel verbunden, KünstlerInnen aus Sachsen-Anhalt die Begegnung mit der Kunst und Kultur anderer Länder zu ermöglichen, um das eigene Landes- und Kunstprofil weltweit bekannt zu machen und zu vertiefen. Mit diesen Auslandsstipendien fördert die Kunststiftung KünstlerInnen in ihrer Entwicklung und erleichtert ihnen die Etablierung in Netzwerken der internationalen Kunstwelt.

Abgabeschluss für allgemeine Stipendienanträge und Projektvorhaben ist am 22. November 2018 | für das internationale Arbeitsstipendium in Dakar ist am 5. November 2018

Mehr zu den einzelnen Fördermöglichkeiten sowie Antragsunterlagen hier

 

30. Oktober 2018

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Pressemitteilung 39- 2018

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt lädt am 5. November 2018 um 19 Uhr zur achten langen Kurzfilmnacht ins Studio Halle ein. Wie bereits bei den vergangenen Filmnächten, werden Filmproduktionen gezeigt, die mit Unterstützung der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Kurzfilmförderprogramms »wage-mutig« produziert wurden. Die Kunststiftung fördert mit diesem dreistufigen Programm die Drehbuchentwicklung, die Produktion und die Teilnahme an Festivals. In diesem Jahr werden zudem zwei Filme vertreten sein, die außerhalb dieses Programms entstanden sind: „Tokyo Diamonds Vehicle“ von Christoph Liedke und „Séance at Aurora (AT)“ von Florian Fischer. Die Künstler waren mit einem Internationalen Stipendium in Tokio und in Los Angeles.

Zur langen Filmnacht am 29. November 2016, um 18.30 Uhr im Studio Halle werden folgende Produktionen gezeigt:

  • Séance at Aurora (AT) Experimenteller Dokumentarfilm, 2018, 15 Minuten von Florian Fischer
  • NEMOPHELIA Experimentalfilm, 2018, 15 Minuten von Mirjam Dahl Pedersen
  • Jehn & John Spielfilm, 2018, 25 Minuten von Timo Hastenpflug
  • Bei Nacht erwacht Animationsfilm, 2018, 5 Minuten von Falk Schuster
  • Was?! Musikvideo der Band Schöne Jugend, 2018, 5 Minuten produziert von Maik Schuntermann
  • Tokyo Diamonds Vehicle Experimentelles Musikvideo, 2018, 6 Minuten von Christoph Liedtke
  • SPIN Experimenteller Dokumentarfilm, 2017, 80 Minuten von Ginan Seidl, produziert von Rosenpictures Filmproduktion GbR und Ginan Seidl

 Mehr Informationen zu den Filmen hier

Gemeinsam eröffnen der Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt Rainer Robra, die Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Manon Bursian sowie der Geschäftsführer der MotionWorks GmbH und Stiftungsratsmitglied Tony Loeser die diesjährige Filmnacht. Die FilmemacherInnen und weitere Beteiligte werden persönlich anwesend sein. Durch den Abend moderiert die Autorin Saskia Trebing und Musik gibt es von der Band Eta Swami. Der Eintritt ist kostenfrei.

wage-mutig – lange Kurzfilmnacht
05. November 2018, 19 Uhr
Studio Halle
Waisenhausring 8 / Ecke kleine Bauhausstraße
06108 Halle (Saale)

 

29. Oktober 2018

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Pressemitteilung 38- 2018

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergab in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Sonderpreis im Rahmen des GiebichenStein Designpreises. Der Sonderpreis wird an Nominierte vergeben, deren Projekte sich origineller Formen der Teilhabe im öffentlichen Raum und/oder des bürgerlichen Engagements, das weit in die Gesellschaft hineinreicht, widmen. Der Preis ist Ausdruck der Verbundenheit des Landes Sachsen-Anhalt mit den Absolventen des Fachbereichs Design der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und zollt das Format des Preises mit Anerkennung.

Die Verleihung dieses Sonderpreises ging in diesem Jahr mit großer Freude an das studentische Projektteam aus dem Spiel- und Lerndesign »rotieren, wirbeln, kreiseln … Phänomenologische Studien eines Spielklassikers«. Cleo Dölling (Piruetto), Caroline Donner (Funkel), 
Mascha Katrych (Wiwuwusch), Laura Klingele (Karelu), 
Pauline Knoll (PamPam), Nele Meier (Moirá), 
Hannah Neuß (Behütet), Fritz Rahne (Spielraum), 
Lilli Reindke (Dudeldopp) und Susanne Schlenther (Wirbelwald) untersuchten das Phänomen der Attraktivität des Kreiselns und Rotierens mit all seinen Aspekten. Sie fanden Assoziationen, experimentierten mit Materialien und Herstellungstechniken die Rotation zulassen und entwickelten eigene Interpretationen des Klassikers. Dazu gehörten das Drechseln in der Holzwerkstatt und das Drucken in der 3D-Werkstatt für die Einzelherstellung genauso, wie der Negativformbau in der Gipswerkstatt für die Kleinserie in Porzellan.

„Derartiges wie das Spiel ist wohl die häufigste Erscheinung, mit der der Mensch im Leben zu tun hat. Es begegnet uns dabei in der Rolle der absoluten Nutzlosigkeit bis hin zum elementaren Lebensbedürfnis. Spielend etwas bewältigen als ewig währender gesellschaftlicher Trend ist sowohl in der Entdeckung und Entwickeln brauchbarer Dinge wie auch im Finden von auszulotenden Grenzen eine Basis für die Gemeinschaft. Das Bedürfnis nach Spiel, die Bereicherung durch dieses, ist weitläufig und in seinem Ausmaß für Gesellschaft nicht auf eine Funktion hin zu definieren. Es ist vielmehr und das alte Spiel mit dem Kreisel, der die Faszination des Rotierens in den Fokus rückt, ist dafür beispielgebend. Die Suche und das Spiel mit Formen, Farben und Materialien, um die Attraktivität des Kreisels und sein Phänomen zu erkunden, zeichnet das Projekt aus. Aber auch die Rotation als Lebensthema und der Fokus auf sie mit all den Facetten der Veränderungen, des Glücks beim Gelingen und des Scheiterns spielen hier eine bedeutende Rolle.“, so Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, zur Begründung der Verleihung.

Die Ausstellung »GiebichenStein Designpreis 2018« ist noch bis 31. Oktober 2018 im Neuwerk 11 in Halle (Saale) zu sehen. Die Ausstellung zeigt 20 Arbeiten der nominierten Studenten aus dem Fachbereich Design in den Kategorien Beste Kommunikation, Beste Idee/Bestes Konzept, Engagiertes Anliegen und Interessantestes Experiment. Mit ihren neuartigen Designkonzepten, den innovativen Materialien und ihren experimentellen Projekten geben die Studierenden faszinierende Einblicke und zeigen neue Herangehensweisen im Bereich Design. Dabei sind ihre Projekte oftmals unter gesellschaftlichen Fragestellungen entstanden.

 

18. Oktober 2018

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Filmnacht 2018

Alle zwei Jahre findet die lange Kurzfilmnacht statt. Dieses Jahr ist es wieder soweit- die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt präsentiert am 5. November 2018 um 19 Uhr im Studio Halle die 8. lange Kurzflimnacht.

Gezeigt werden:

  • Séance at Aurora (AT)
    Experimenteller Dokumentarfilm, 2018, 15 Minuten
    von Florian Fischer
  • NEMOPHELIA
    Experimentalfilm, 2018, 15 Minuten
    von Mirjam Dahl Pedersen
  • Jehn & John
    Spielfilm, 2018, 25 Minuten
    von Timo Hastenpflug
  • Bei Nacht erwacht
    Animationsfilm, 2018, 5 Minuten
    von Falk Schuster
  • Was?!
    Musikvideo der Band Schöne Jugend, 2018, 5 Minuten
    produziert von Maik Schuntermann
  • Tokyo Diamonds Vehicle
    Experimentelles Musikvideo, 2018, 6 Minuten
    von Christoph Liedtke
  • SPIN
    Experimenteller Dokumentarfilm, 2017, 80 Minuten
    von Ginan Seidl, produziert von Rosenpictures Filmproduktion GbR und Ginan Seidl

Der Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra und die Direktiorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt sowie der Geschäftsführer von MotionWorks und Stiftungsratmitglied Tony Loeser werden zur Begrüßung sprechen. Saskia Trebing, Autorin, wird durch den Abend moderieren.
Das Programm wird durch einen musikalischen Beitrag von Eta Swami eröffnet. Alle Filmemacher und Filmemacherinnen werden außerdem vor Ort sein.

wage-mutig – lange Kurzfilmnacht
05. November 2018, 19 Uhr
Studio Halle
Waisenhausring 8 / Ecke kleine Bauhausstraße
06108 Halle (Saale)

Der Eintritt ist kostenfrei.

Pressemitteilung 37- 2018

Ist es die Revolution der Schale, welche die Ausstellung „Von A nach O“ scheinbar beherrscht?  Eine großartige Tafel, eine Reise in die Vergangenheit und die Empore der Zukunft sind Inseln im Meer von Porzellan. Dieser Umstand inkludiert ebenso das Thema Essen wie auch die Diskussion darüber.

Barbara Schmidt erhielt 2017 den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt und ist eine Designerin deren Anspruch es ist „Porzellan so zu gestalten, dass es zu unterschiedlichen Lebensentwürfen passt und zum freien Kombinieren einlädt.“

Noch bis zum 30. September 2018 präsentiert eine umfassende Ausstellung die lebens- und werkbiografischen Zusammenhänge der Porzellandesignerin Barbara Schmidt. Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 14 – 18 Uhr geöffnet.

Von „Aronda“ bis „O“. Von Barbara Schmidts allererstem Service „Aronda“ bis hin zum zuletzt gestalteten Geschirr „O“ können die BesucherInnen herausragende Einzelstücke aus allen Kollektionen bestaunen.

Eine Reise in die Vergangenheit. Ergänzend zu den zeitgenössischen Objekten werden von Barbara Schmidt ausgewählte prähistorische Keramikfunde von Schüsseln und Schalen aus dem Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg gezeigt. Das Gestalten von Aufbewahrungs-, Koch- und Essgeschirr aus keramischen Werkstoffen hat eine lange kulturgeschichtliche Entwicklung, die sich in einer bis ca. 6000 Jahre v. Chr. zurückreichenden Geschichte in Vorderasien und Europa belegten Tradition ausdrückt.

Auf der Empore in die Zukunft. Barbara Schmidt ist seit 2013 Professorin für Entwurf mit dem Schwerpunkt Experimentelles Design im Fachgebiet Produkt-Design an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Ein Ausstellungsteil ist der Zukunft gewidmet: gezeigt werden die experimentellen Projekte Carte Blanche – Porzellan und Code sowie House of Glass von Studierenden der Weißensee Kunsthochschule Berlin.

Kulinarische Begleitung für die Sinne. Begleitend zur Ausstellung ist ein KunstKochbuch entstanden, welches die Entwürfe anhand von Kochrezepten vorstellt.

Von A nach O
Eine Ausstellung der Landeskunstpreisträgerin Barbara Schmidt mit kulinarischen Experimenten zum Mitmachen.
1. – 30. September 2018
geöffnet Mi-So 14-18 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11, 06108 Halle/Saale
Eintritt 3€ | ermäßigt 1 €

Mit freundlicher Unterstützung der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH und des Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg

25. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
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Kathrin Westphal
Tel.: 0345 29897297
Fax: 0345 29897295
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Pressemitteilung 36- 2018

Es gibt sie vielerorts: Galionsfiguren aus der Geschichte, Religion, Politik, Popkultur und den Medien. Unabhängig davon, ob sie real oder fiktiv sind, eint sie oftmals die Tatsache, dass deren jeweiliges Konterfei in einer Vielzahl von plastischen und bildhaften Umsetzungen mit mehr oder weniger hoher Wiedererkennbarkeit und Qualität reproduziert ist. Eine solche regionale Galionsfigur ist es, die das Interesse der Künstlerin Marie-Luise Meyer (* 1970) auf sich gezogen hat: der Kamerad Martin. Ein kniender Bergmann in einer Tracht mit markanter Halskrause. In der rechten Hand hält er eine Keilhaue. Mit der linken Hand stützt er sich auf das Wappen des Mansfelder Grafenhauses. Den Kameraden Martin gibt es als mannshohe Plastiken und Skulpturen, als Drucke, Prägung auf Münzen, auf Reliefplatten zur Auszeichnung von Arbeitern, auf Wappen, Siegeln und Kartenspielen. Anhand dieser Figur – einem Sinnbild des Bergbaus – und ihrer künstlerischen Veränderung durch Museumsbesucher*innen erforschte Meyer, was an identitätsstiftenden Momenten bei den Hettstedter*innen vorhanden ist. Gemeinsam mit Oliver Scharfbier (* 1967) arbeitete sie im Mansfeld-Museum im barocken Humboldt-Schloss in Hettstedt, einem Ort, wo 1199 der Mansfelder Kupferschieferbergbau begründet, Kupfer gefördert, verhüttet und weiterverarbeitet wurde. Eine führende Rolle nahm die Stadt während der Frühindustrialisierung ein. Der Bergbau wurde im Mansfelder Revier in den 1960er Jahren eingestellt, die Verhüttung ab 1990. Das Museum wurde noch im Jahr 1989 als Betriebsmuseum des VEB Mansfeld Kombinats gegründet und befasst sich heute mit Industriekultur, der Humboldt’schen Familie und der Stadtgeschichte. Auf dem Gutsgelände befinden sich weitläufige Parkanlagen mit Sachzeugen der Industriegeschichte. Meyer und Scharfbier setzten sich mit der vom Bergbau geprägten Sammlung und dem geschichtsträchtigen Haus auseinander. Marie-Luise Meyer lud Museumsbesucher*innen zum Modellieren der Symbolfigur des Mansfelder Kupferschieferbergbaus ein. An einem kleinen Kameraden Martin aus Ton konnte jeder seine Gedanken zur eigenen Herkunft, Prägung, Zugehörigkeit oder auch über zukünftige Visionen ausdrücken. Oliver Scharfbier befasste sich dokumentarisch mit der fulminanten Schlosstreppe im Humboldt’schen Haus und erstellte ein Konzept für eine Plastik, die – für das Museumsgelände entwickelt – die Treppe thematisiert und später realisiert werden soll. Außerdem schuf er eine Arbeit zum Hauptexponat des Mansfeld-Museums: dem Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Watt’scher Bauart im Maßstab 1:1. Er realisierte ein Video, das in Schwarz-Weiß-Aufnahmen die rhythmischen Elemente der Dampfmaschine mit seinem Schlagzeugspiel vereint.

Eröffnung ist am Tag der Regionen 2018,
Sonntag, den 30. September 2018, um 15 Uhr.

Zur Begrüßung sprechen:
Christina Kosiol, stellvertretende Bürgermeisterin Stadt Hettstedt
Sebastian Görtz, Geschäftsführer Erlebniswelt Museen e. V.
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen, Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt, Mitglied des Stiftungsrats der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Björn Hermann, Kurator
Marie-Luise Meyer & Oliver Scharfbier, Künstler

Bei Kaffee und Kuchen laden wir Sie im Anschluss zu Gesprächen und zum Verweilen ein.

ORTUNG UND IDENTITÄT
MARIE-LUISE MEYER & OLIVER SCHARFBIER

01.–28. Oktober 2018
51° 37’ 33’’ N – 11° 30’ 46’’ O
Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss
Schloßstraße 7, 06333 Hettstedt
Mi bis So 11–17 Uhr

Museum:      www.mansfeld-museum.hettstedt.de
Künstler:      www.marieluisemeyer.de | www.scharfbier.de
Programm:  www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

25. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Ein neuer Kontinent im Förderprogramm der Kunststiftung: internationales Stipendium im Senegal

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt 2019 zum ersten Mal ein internationales Arbeitsstipendium nach Afrika, welches einem Künstler aus Sachsen-Anhalt einen sechswöchigen Arbeitsaufenthalt in Dakar (Senegal) ermöglicht.

Das Programm richtet sich an bildende und angewandte Künstler sowie Designer, die sich für Tradition und Moderne des afrikanischen Kontinents, insbesondere Senegals, interessieren und ihre Kenntnisse über die senegalesische Kunst sowie über die zeitgenössischen Trends in den Bereichen Design und Kunsthandwerk erweitern möchten.

Die Künstler sind eingeladen, die verschiedenen Aspekte der senegalesischen Kultur und Gesellschaft zu erleben. Der Aufenthalt soll Anreiz und Inspiration sein und die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu erarbeiten, Kontakte zu knüpfen und ein Projekt sowie eine Ausstellung zu realisieren.

Dakar ist heute durch die Dak’Art – La Biennale de l’Art africain contemporain einer der bedeutendsten Orte für zeitgenössische Kunst in ganz Afrika geworden.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt seit ihrer Gründung im Jahr 2004 Stipendien für Künstleraufenthalte im Ausland. Das internationale Stipendiatenprogramm sieht langfristig vor, Künstler aus Sachsen-Anhalt in die Welt zu entsenden, um das eigene Landes- und Kunstprofil dort bekannt zu machen und Künstlern aus aller Welt in langfristige Verbindung mit Sachsen-Anhalt zu bringen. Die Auslandsstipendien sind dazu bestimmt, Künstler in ihrer weiteren Entwicklung zu fördern und ihnen die Schaffung von Netzwerken zur internationalen Kunstwelt zu erleichtern.

Das sechswöchige Arbeitsstipendium wird für die Zeit vom 1. Mai bis zum 15. Juni 2019 ausgeschrieben. Bewerbungen können bis zum 5. November 2018 (Poststempel) eingereicht werden.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen unter www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de oder direkt bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle oder telefonisch unter 0345-29897294.

Pressemitteilung 34- 2018

Wer einmal im Spengler-Haus war, weiß, was Sammelleidenschaft heißt. In der jetzigen Außenstelle des Museums lebte dessen Namensgeber, Gustav Adolf Spengler (1865–1961), und füllte es bis unter die Decke mit den unterschiedlichsten Objekten. Ihn interessierte eigentlich alles: merkwürdig gewachsene Hölzer, aus denen der Tischlermeister interessante Gegenstände schnitzte, Mineralien, Uniformen, Knochen … Seine Sammlung ist der Grundstock des heutigen Spengler-Museums, darunter auch das von ihm geborgene Skelett des Steppenelefanten von Edersleben – Deutschlands einziges vollständig montiertes Skelett eines Altmammuts. Heute ist das Spengler-Museum das Regionalmuseum für Sangerhausen und Umgebung mit Objekten zu Geologie, Naturkunde, Ur-, Früh- und Stadtgeschichte. Auch das Einar-Schleef-Zentrum ist hier beheimatet.

Die Sammelwut des Begründers hat es Matthias Ritzmann, Fotograf (* 1981), angetan. Er stellte sich die Frage: Wie viel Spengler steckt in Jedem? und richtete sie an Menschen der Region Sangerhausen, z. B. während des wöchentlichen Markttags. Über das Projekt wurde in den lokalen Zeitungen berichtet und der mehrfach ausgezeichnete Fotograf lud zu einem Casting ein. Dazu fanden sich im März 2018 viele Menschen im Spengler-Museum ein und präsentierten ihre sonst verborgenen Schätze. Es zeigte sich, dass Sammeln eine Passion ist, die Jung und Alt verbindet. Matthias Ritzmann wählte die ihn am meisten Interessierenden aus, besuchte die Sammler, interviewte sie über ihr Jagdfieber nach immer neuen Objekten und fotografierte sie. In der Ausstellung im Spengler-Museum sind neben den Texten und Schwarzweißfotografien auch Teile der jeweiligen Kollektionen zu sehen. Diese drei Aspekte vereinen sich zu faszinierenden Porträts der Sammler, die oft mit großem Zeitaufwand ihr Hobby betreiben. Wie bereits in einem früheren Projekt, in dem Matthias Ritzmann sich unterschiedlichsten Vereinen und deren Mitgliedern widmete, entdeckt er auch hier eine leidenschaftlich betriebene Freizeitbeschäftigung. Die Sammler berichteten mit leuchtenden Augen und Kennerschaft von ihren Kollektionen, die auch Dinge umfassen, auf die die meisten gar nicht achten – seien es Kugelschreiber oder Kaffeesahneortionsdeckel, alte Radiotechnik oder Postkarten. Matthias Ritzmann hat mit seinem Projekt, ein Stück zeitgenössischer Alltagskultur sichtbar gemacht: Das Glück des Sammelns.

Eröffnung am Samstag, den 22. September 2018, um 14 Uhr

Zur Begrüßung sprechen:
Sven Strauß, Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen
Monika Frohriep, M. A., Museumsleiterin
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
André Schröder, Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, Mitglied des Stiftungsrats der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin
Matthias Ritzmann, Künstler

Anschließend laden wir zu gemeinsamen Gesprächen über Sammelleidenschaften und anderes ein. Die Bar Czech aus Halle wird am mobilen Tresen Kaffee und Getränke ausschenken. Und Kuchen gibt’s auch.

SPENGLER UND DU. ZEIG DEINE SAMMLUNG DER WELT
von Matthias Ritzmann

23. September 2018–20. Januar 2019
Di bis So 13–17 Uhr
51° 28’ 42’’ N – 11° 17’ 39’’ O
Spengler-Museum Sangerhausen
Bahnhofstr. 33, 06526 Sangerhausen

Museum:        www.spenglermuseum.de
Künstler:        www.matthiasritzmann.de
Programm:    www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

18. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 33- 2018

Als die Zeichnerin und Installationskünstlerin Xenia Fink (* 1979) nach Haldensleben aufbrach, interessierte sie der Teilnachlass der Sprachwissenschaftler und Volkskundler Jacob und Wilhelm Grimm. Wie viele andere war auch sie überrascht, dass sich dieser in Haldensleben befindet, dort, wo die beiden nie gelebt haben. Das Museum der Kreisstadt konzentriert sich in Teilen der Ausstellung auf diesen Teilnachlass, ergänzt um verschiedene Schätze der Biedermeierzeit bis ca. 1875. Auch Zimmerpflanzen, die in dieser Epoche Mode waren, werden dort liebevoll gehegt und gepflegt, es gibt einen Garten im Stil der Zeit, Seidenraupen werden hingebungsvoll von den (wenigen) Museumsmitarbeitern gezüchtet, vom Aussterben bedrohte Handwerke den Besuchern nahegebracht. Außerdem zeigt das Museum die Stadtgeschichte Haldenslebens sowie Objekte zur Ur- und Frühgeschichte der Region.

Bei ihrer Arbeit im Archiv der Grimms, verlagerte sich schließlich das Interesse Xenia Finks. Mehr und mehr zogen sie die Schriften, die Bücher- und Grafiksammlung von Herman Grimm, ältester Sohn Wilhelm Grimms, in ihren Bann. Aufgewachsen in einer Familie von Sprachforschern und im Kreis der Familie von Arnim wollte er eigentlich Dramatiker werden, schrieb einige Novellen und Gedichte, war jedoch vor allem Essayist. Unter anderem wegen seiner Michelangelo-Biografie wurde er zum Professor für Neue Kunstgeschichte berufen. Dennoch widmen sich seine Forschungen ausschließlich der Vergangenheit, nicht den damals rasanten Entwicklungen in der bildenden Kunst. Seine Texte sowie weitere aus seiner Bibliothek führten Xenia Fink zu Fragen wie: Was las man früher aus einem Bild, was heute? Wie hat sich das Bild vom Künstler gewandelt? Sind Genies ausschließlich männlich? Gibt es überhaupt Genies?

Ihre Zeichnungen für „Grimm – ein Archiv“ zitieren Fragmente alter Meisterwerke aus der Stichsammlung Grimms, z. B. Faltenwürfe und Körperfragmente. Sie werden kombiniert mit Motiven aus Finks eigener Bilderwelt und -sammlung. Außerdem kontrastieren in ihren Arbeiten feine Linienführung mit Leerstellen und schwarzen Silhouetten. Sie werfen die Frage auf, ob sie Zensur oder Hervorhebung sind. Xenia Fink verschmilzt in ihren Zeichnungen ihr Archiv mit dem Grimmschen.

Mit Zeichnungen und Objekten greift die Künstlerin subtil in die Dauerausstellung des Museums zur Familie Grimm ein. In einem eigenen Raum vereint sie außerdem Zeichnungen, eigens Gesammeltes und Objekte aus Herman Grimms Besitz zu einer großen Installation, die scheinbar immer wiederkehrende Bilder und Posen neu lesen lassen.

Eröffnung am Freitag, den 21. September 2018, um 19 Uhr

Zur Begrüßung sprechen:
Judith Vater, Museumsleiterin
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin
Xenia Fink, Künstlerin

Anschließend mixt für Sie Oli Czech, Chef der gleichnamigen Bar in Halle, an seinem mobilen Tresen – bei schönem Wetter im Biedermeiergärtchen! Und ein paar Häppchen gibt’s dazu.

GRIMM – EIN ARCHIV
Xenia Fink

22. September–18. November 2018
Di bis Fr 9–12 und 14–17 Uhr
So 10–12 und 14–17 Uhr
52° 17’ 22’’ N – 11° 24’ 40’’
Museum Haldensleben
Breiter Gang, 39340 Haldensleben

Museum:         www.museumhaldensleben.de
Künstlerin:      www.xeniafink.de
Programm:      www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

20. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 32- 2018

2017 bereisten die beiden Künstlerinnen Annette Funke und Josefine Cyranka im Rahmen eines internationalen Stipendiums der Landeskunststiftung Armenien. Über Wochen sammelten sie Impressionen und erforschten die Reichtümer des Landes. Entstanden sind vielfältige Kunstwerke wie Zeichnungen, Installationen und Bilder. Die Textilkünstlerin Josefine Cyranka legte den Fokus ihrer Reise auf die Suche nach der Herstellung von handgeschöpften Papier und dessen Umsetzung ins Zeitgenössische. Annette Funke suchte als Grafikerin nach der Produktion von Scherenschnitten im Spannungsverhältnis zwischen Ornamentik und modernen Strukturen.

Im September 2018 reisten beide Künstlerinnen noch einmal nach Armenien, um den zweiten Teil ihres Stipendiums umzusetzen. Hier stand die Kunstvermittlung im Zentrum: Annette Funke und Josefine Cyranka hatten dafür bereits in der Vorbereitung mit Kindern aus Halle gearbeitet und nahmen diese Ergebnisse mit nach Armenien zu den Kindern dort vor Ort. „Wir schlagen sieben Fliegen auf einen Streich!  Mit Grimms Märchen vom tapferen Schneiderlein, Pflaumenmus und Graubrot im Gepäck werden wir in ein armenisches Dorf reisen. Dort erwartet uns schon der Künstler Hakob Hovhannisyan mit seinen Schülern die uns bereits aus einer Kunstaktion kennen und die wie viele Armenier Grimms Märchen lieben. Wir freuen uns auf die Kinder, die Begegnungen und die Landschaft, die uns wieder für eine lange Zeit künstlerisch in Bann ziehen werden!“ so Josefine Cyranka.

Das Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ ist ein Teil unseres tradierten Kulturgutes. In Armenien ist dieses Märchen allseits bekannt und steht als verbindendes Element für die Basis der Kunstvermittlung sagen beide Künstlerinnen. Alles in allem bietet dieses Märchen Stoff für eine vielseitige sinnliche Kunstaktion. Beide Künstlerinnen ließen die armenische Übersetzung des Märchens „Das tapfere Schneiderlein“ von den Kindern vorlesen, um dann gemeinsam eine Kochperformances in Verbindung mit einer freien Zeichenaktion zu inszenieren. Es entstanden Scherenschnitte von Fliegen und Insekten. Alle entstandenen Werke der armenischen und deutschen Kinder werden in einer gemeinsamen Ausstellung mit den Arbeiten von Annette Funke und Josefine Cyranka im Arthotel Gjumri gezeigt.

Die Partnerin für die Ausstellung und den Workshop in Armenien ist die Kunstklasse von Hakob Hovhannisyan in Gjumri. Der deutsche Botschafter in Armenien, Matthias Kiesler, hat die Ausstellung am 14. September 2018 eröffnet und sprach ein Grußwort.

Das Projekt wird durch das Auswärtige Amt gefördert.

Die Künstlerinnen Annette Funke und Josefine Cyranka stehen den Medienvertretern für Interviews gern zur Verfügung.

Fotos in der Galerie: Workshop unter Leitung von Annette Funke und Josefine Cyranka sowie Ausstellungseröffnung mit dem deutschen Botschafter Matthias Kiesler in Gjumri mit der Kunstklasse von Hakob Hovhannisyan.
© Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

Fotomaterial gern auf Anfrage.

 

17. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 31- 2018

Betritt man die historischen Schaumagazine im Ambiente des späten 19. Jahrhunderts des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen, fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Im konservatorisch notwendigen Dämmerlicht lagern in alten Schränken Schätze aus der Natur – Tierpräparate, Skelette, Eier. Insgesamt beherbergt die Mitte des 18. Jahrhunderts begonnene Sammlung ca. 5,3 Millionen naturwissenschaftliche Objekte an sechs Standorten der Universität, darunter auch in modernen Magazinen. Fünf der Sammlungen werden als national wertvolles Kulturgut geführt, viele der Objekte sind Unikate.

Die Buchkünstlerin und Grafikerin Friederike von Hellermann (* 1984) faszinierte besonders die meist unzugängliche Sammlung von Vogeleiern des Max Schönwetter. Geordnet nach Vogelart und Herkunft liegen sie in zahlreichen Schachteln und diese wiederum in Schubladen. Ein Eldorado für die Künstlerin, die stundenlang in ihnen stöberte und immer wieder beeindruckt war von der Vielfältigkeit, Einzigartigkeit und Vollkommenheit. Viele Eier sehen aus, als wären sie mit Aquarellfarben bemalt, andere wie mit Bleistiftlinien übersät, wieder andere erinnern an die Malerei von Jackson Pollock. Naturobjekte, die Kunstobjekten ähneln, obgleich ihr Aussehen niemals unter ästhetischen Gesichtspunkten geplant war.

Wie in jeder naturwissenschaftlichen Sammlung sind im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen die Eier nach einer bestimmten Systematik geordnet – z. B. nach Vogelarten und Herkunft, um wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu machen. Sie sind Informations- und Datenträger. Ein Sammler ohne dieses spezifische Interesse würde sie anders sortieren – nach Farben oder Mustern, um die ästhetische Anmutung in den Vordergrund zu stellen und neue assoziative Verbindungen zu schaffen. So auch Friederike von Hellermann, die u. a. bereits Gedichte der Romantiker mit Pflanzen, Blättern, Vögel und Insekten illustrierte. Ihre von den Eiern inspirierten Arbeiten entstanden in der Pochoir-Technik, dem Schablonendruck, und ehren jedes der Naturobjekte als Unikat. Jeweils ein Ei ist im Großformat auf den insgesamt 25 Blättern der Grafikserie zu sehen. Die einzelnen Arbeiten werden in einer großen Installation im Hörsaal des Zentralmagazins gezeigt, angeordnet nach ästhetischen Gesichtspunkten. Entstanden sind noch weitere Grafiken und Bücher.

Die Eröffnung ist am Dienstag, den 18. September 2018, um 18 Uhr.

Zur Begrüßung sprechen:
Dr. Frank D. Steinheimer, Sammlungsleiter
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Nathalie Wappler Hagen, Programmdirektorin des MDR in Halle und Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission, Mitglied des Stiftungsrats der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Tony Loeser, Geschäftsführer und Produzent bei MotionWorks GmbH, Mitglied des Stiftungsrats der Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Dr. Ines Janet Engelmann, Kuratorin
Friederike von Hellermann, Künstlerin

Die Bar Czech aus Halle wird Getränke ausschenken.

Angebot für Kinder ab 6 Jahren am Montag, den 24. September 2018 um 15.30 Uhr: Ein Kinderkunstnachmittag im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther Universität

Auf der Suche nach Allerlei mit Friederike von Hellermann
Ausgestopfte und präparierte Tiere verschiedenster Arten im Dämmerlicht – die können die Kinder auf einem Rundgang durch das Zentralmagazin entdecken. Ein jedes scheint seine eigene Persönlichkeit zu haben – da sind der bunte Paradiesvogel, der aufmerksame Falke, der skeptisch dreinschauende Papagei, der entrüstet schauende Frankolin und noch viele andere Vögel und Tiere zu entdecken. Einige von ihnen hat Friederike von Hellermann, die mit den Kindern durch die Sammlung gehen wird und ganz viel erzählen kann, in einem Malbuch zusammengestellt. Wo sie in der Sammlung sind? Das müssen die Kinder selbst erforschen. Denn dann wissen sie, wie sie im Malheft ausmalen können– falls sie es naturgetreu machen wollen. Der Eintritt ist frei.

Um eine Anmeldung zum Kinderkunstnachmittag wird wegen der begrenzten Plätze unter mitarbeiter@kunststiftung-sachsen-anhalt.de oder 0345 – 29897297 gebeten.

ALLERLEI
Friederike von Hellermann
19.–23. September 2018
täglich 10–18 Uhr
51° 29’ 04’’ N – 11° 57’ 54’’ O
Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Domplatz 4, 06108 Halle (Saale)

Museum:       www.naturkundemuseum.uni-halle.de
Künstlerin:   http://friederike-von-hellermann.com/
Programm:    www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

13. September 2018

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Pressemitteilung 30- 2018

Tick, Tick, Tock. Ein helles, metallisch klingendes Klackern mischte sich im Sommer 2018 unter das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Blätter im Freilichtmuseum Diesdorf. Im nördlichsten der acht teilnehmenden Museen des HEIMATSTIPENDIUMs hatte sich Rebekka Rauschhardt (* 1978) einen Fleck auf dem sechs Hektar großen Gelände gesucht, um sich dort einen Arbeitsplatz im Freien einzurichten. In ihrem Freiluftatelier mit Blick auf ein Feld, die Bockwindmühle und eines der dort vorhandenen, über 20 historischen Wohn- und Wirtschaftsgebäude, schuf sie mit Hammer und Meißel Steinskulpturen. Gestört fühlte sich hier niemand durch das klopfende Geräusch, denn das „Dorf“ in dem sie wirkte, ist unbewohnt und in Wirklichkeit gab es die Siedlung nie in dieser Form! Die Häuser des Freilichtmuseums sind allesamt andernorts abgebaut und an dieser Stelle wiedererrichtet worden – hier werden Häuser aufbewahrt. Mit seinen regionaltypischen Fachwerkbauten, die mit historischen Einrichtungs- und Arbeitsgegenständen ausgestattet sind, zeigt es die Kultur und Lebensweise der Menschen in der Altmark zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert. Die Vielfältigkeit der altmärkischen Haus- und Hoflandschaft wird repräsentiert durch Bauernhäuser, Speicher, Schmiede, Bockwindmühle, Taubenturm, Backhaus und Dorfschule.

In diesem Ambiente lud Rebekka Rauschhardt im Namen der Kunst zum Verstecken spielen ein. Das Museumsgelände erwies sich als bestens geeignet für das Spiel, das ohne Hilfsmittel, ohne viele Regeln und Erklärungen weltweit funktioniert und die Zeiten überdauert hat. Gemeinsam mit den Hort-Kindern der Grundschule „Dr. Georg Schulze“ wurden beim Versteckspiel die Haltungen, Gestik und Mimik untersucht, um diese in die künstlerische Arbeit einzubringen.

Die Erkenntnisse wurden bildhauerisch umgesetzt in fünf Tonnen sächsischem Sandstein – er wurde  eigens dafür in die Altmark gebracht. Rebekka Rauschhardt schuf fünf steinerne Figuren, bei denen sie ihre Beobachtungen während des Versteckspiels einfließen ließ. Jede der Skulpturen von Kindern trägt ein Objekt mit sich, welches im Freilichtmuseum zu finden ist und eine Zeitreise hinter sich hat. So wird aus dem Reisigbesen von 1753 ein Staubsauger als Zeichen der Moderne. Die fertigen Figuren „verstecken“ sich nun auf dem Museumsgelände und werden dort verbleiben. Das Freilichtmuseum Diesdorf wird so zu einem Spielfeld für Entdecker und die Gäste werden als Sucher zu Mitspielern.

„Eins, zwei, drei, vier Eckstein,
alles muss versteckt sein.
Hinter mir und vor mir gilt es nicht
und an beiden Seiten nicht!
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn – ich komme!“

Die Einweihung der Werke von Rebekka Rauschhardt ist am 9. September 2018 um 14 Uhr. Der Festakt findet in der Hilmsener Scheune statt.

Zur Begrüßung sprechen:

Michael Ziche, Landrat des Altmarkkreises Salzwedel/
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt/
Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt/
Björn Hermann, Kurator/
Rebekka Rauschhardt, Künstlerin

Die Band „Schöne Jugend“ wird den Festakt musikalisch umrahmen.

Im Anschluss an den Festakt wird zur Begehung des Museums und zur Besichtigung der Skulpturen geladen, um sich dann gemeinsam zu Musik und Kuchen in der Scheune wiederzufinden.

 

REBEKKA RAUSCHHARDT | FREILICHTMUSEUM DIESDORF
1 2 3 4 ECKSTEIN … WIR KOMMEN!
dauerhaft ab 10. September 2018
52° 44’ 40’’ N – 10° 53’ 05’’ O
Freilichtmuseum Diesdorf
Molmker Straße 23, 29413 Diesdorf

Museum:  www.museen-altmarkkreis.de/freilichtmuseum-diesdorf

Künstlerin: www.rebekkarauschhardtkunst.blogspot.com

Programm:   www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

 

6. September 2018

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Pressemitteilung 29- 2018

Bei der Arbeit an den Museen stöberte Christine Bergmann in den Archiven und erforschte die Depots. Die Sichtung von Beständen in Kellerräumen, auf Dachböden und in Kammern ist mit mehr oder weniger Staub und oftmals dem Ausschluss von Tageslicht verbunden. Bevor es jedoch in das Depot des Harzmuseums ging, hieß es bei Christine Bergmann: Raus in die Natur und auf zum Wandern! Diese Erfahrung gemacht zu haben, gilt als Grundvoraussetzung, Notwendigkeit und auch Selbstverständlichkeit, wenn man als HEIMAT-Stipendiatin am Harzmuseum in Wernigerode forscht und arbeitet. Unabhängig davon, ob sie die Wanderlust auch nach ihrer Zeit am Harzmuseum begleiten wird, hat Christine Bergmann so auf alle Fälle ein Gefühl für die Bildwelt der regionalen Maler früherer Zeiten bekommen, deren Werke zum Schwerpunkt ihrer Auseinandersetzung am Museum wurden.

Das Harzmuseum Wernigerode befindet sich auf dem Gründungshügel der Stadt, dem „Klint“. Hier bilden die historischen Gebäude von Harzmuseum, Stadtbibliothek und Harzbücherei, Kinderbibliothek und Stadtarchiv in unmittelbarer Nähe der mittelalterlichen St. Sylvestrikirche ein einzigartiges architektonisches Ensemble. Das Museum bietet einen naturkundlichen, geschichtlichen und kunsthistorischen Einblick in die Region Harz und verfügt über einen umfangreichen Bestand an Heimat- und Landschaftsmalerei. Vertreten sind regionale, deutsche Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts, für die der Harz eine besondere Rolle als Inspiration, Motiv aber auch Zufluchtsort gespielt hat. Letzteres insbesondere für Akteure innerhalb der sogenannten Wernigeröder Künstlerkolonie zwischen 1945 und 1949.

Die Kunst der „Harzmaler“ – vor allem der Nachlass des Künstlers Hanns Beatus Pürschel (1899 – 1946) sowie die Arbeiten des Künstlers Otto Illies – und viele Gespräche mit Menschen vor Ort bildeten die Grundlage für die Arbeit von Christine Bergmann. „Das Heimatstipendium war für mich ein sehr fruchtbares Jahr. Neben der wirklich interessanten Zusammenarbeit mit dem Harzmuseum und seinen angegliederten Bereichen, wie dem Stadtarchiv, der Harzbibliothek etc.  habe ich viele neue Menschen und Orte kennen gelernt. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen sich rund um ihre Heimat in Vereinen oder privaten Klein- und Kleinst-Initiativen herzlichst engagieren. Ich habe während des Heimatstipendiums Stoff gesammelt für Jahre und dabei ganz neue Themen gefunden.“so Christine Bergmann. Angeregt durch die Harzmaler und deren Werke, Biografien sowie von Dokumenten wie Fotos, Vorlagen und Skizzenbüchern schuf sie Bilder, die das Leben und Werk der Harzmaler thematisieren und im 21. Jahrhundert reflektieren. Ihre Arbeiten – Malereien mit einem Duktus aus lockeren Tupfen und tanzenden Strichen – sind geprägt von leuchtenden Farben und in Bezug auf die Motive manches Mal in Fehlfarbigkeit gesetzt.

Erstmals wird 2018 im Rahmen einer Kooperation des Harzmuseums und dem Wernigeröder Kunst- & Kulturverein die zu großen Teilen im Museumsdepot befindliche Gemäldesammlung in einem großen Umfang öffentlich gezeigt. Zum Abschluss des HEIMATSTIPENDIUMs knüpft die Ausstellung von Christine Bergmanns Bildern unweit des Harzmuseums, im Schiefen Haus,  als zeitgenössische Position an zwei Präsentationen des 19. und 20. Jahrhunderts an. So gibt es zeitgleich im Harzmuseum die Schau über die Harzmaler im 19. Jahrhundert und in der Galerie 1530 die Präsentation der Harzmaler des 20. Jahrhunderts.

CHRISTINE BERGMANN | MUSEUM SCHIEFES HAUS WERNIGERODE
DIE HARZMALER – IM 21. JAHRHUNDERT NEU GESEHEN
08. September–24. November 2018
51° 49’ 57’’ N – 10° 47’ 04’’ O
Museum Schiefes Haus
Klintgasse 5, 38855 Wernigerode

Museum:          www.museum-schiefes-haus.de | www.harzmuseum.de
Künstlerin:      www.christinebergmann.com
Programm:      www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

parallel finden korrespondierende Ausstellungen statt:
Harzmuseum Wernigerode, Klint 10, 38855 Wernigerode | www.harzmuseum.de  Galerie 1530, Marktstraße 1, 38855 Wernigerode | www.galerie1530.de

5. September 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
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Kathrin Westphal
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Fax: 0345 29897295
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Pressemitteilung 28- 2018

Ist es die Revolution der Schale, welche die Ausstellung „Von A nach O“ scheinbar beherrscht?  Eine großartige Tafel, eine Reise in die Vergangenheit und die Empore der Zukunft sind Inseln im Meer von Porzellan. Dieser Umstand inkludiert ebenso das Thema Essen wie auch die Diskussion darüber.

Barbara Schmidt erhielt 2017 den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt und ist eine Designerin deren Anspruch es ist „Porzellan so zu gestalten, dass es zu unterschiedlichen Lebensentwürfen passt und zum freien Kombinieren einlädt.“ Ab dem 1. September 2018 präsentiert eine umfassende Ausstellung die lebens- und werkbiografischen Zusammenhänge der Porzellandesignerin Barbara Schmidt.

Aus diesem Anlass lädt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt alle interessierten Medienvertreterinnen und Medienvertreter herzlich zu einem Presserundgang durch die Ausstellung „Von A nach O“

am Freitag, den 31. August 2018
um 11 Uhr
ins Neuwerk 11
06108 Halle

ein. Der Presserundgang findet in Anwesenheit von Barbara Schmidt statt.

Schwindelerregende 25 Millionen Tassen sind weltweit unterwegs. Mit ihren in über zwei Jahrzehnten entstandenen Arbeiten, die heutige Lebens- und Essgewohnheiten respektieren und einen vielfältigen, zeitgemäßen Umgang mit Porzellan ermöglichen, hat sie das Gesicht der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH neu geprägt und Denkanstöße für eine ganze Branche geliefert. Barbara Schmidt hat im Bereich Porzellan und Keramik Werke geschaffen, die in der Designgeschichte Weichen gestellt haben und gehört zur mittleren Generation heute erfolgreicher DesignerInnen, die ihre ethische und gestalterisch-künstlerische Prägung an der Burg Giebichenstein erfahren haben. Ihre Arbeit als Porzellan-Designerin -vor allem für die Firma Kahla – wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Designpreisen ausgezeichnet. Auch als Professorin an den Kunsthochschulen in Halle, Berlin und Hamburg ist sie seit Jahren erfolgreich. In einem Interview erzählte sie einmal, dass eine schwindelerregende Anzahl ihrer Tassen weltweit unterwegs sind: 25 Millionen.

Von „Aronda“ bis „O“. Von Barbara Schmidts allererstem Service „Aronda“ bis hin zum zuletzt gestalteten Geschirr „O“ können die BesucherInnen herausragende Einzelstücke aus allen Kollektionen bestaunen. Das Thema der Ausstellung basiert auf verschiedenen Fragestellungen: Wie entsteht eine Form? Wie verhält sie sich zum Material? Wie kann das Verhalten eines Materials in ein anderes übersetzt werden? In welcher Beziehung stehen Porzellan und essbares Material zueinander? Wie nehmen wir beides wahr? Im Mittelpunkt steht die Serie „O“. Namensgebend für diese Porzellanserie ist die Origami-Technik (Origami – Oru = Falte). Das Prinzip der Faltung – wie es auch vielfach in der Natur vorkommt- ermöglicht es, die für Geschirr optimale runde Form spannungsvoll zu gliedern. Auf den beiden so entstandenen Flächen entfaltet sich ein Spiel von Licht und Schatten und ein großer Freiraum für das Anrichten der Speisen. Die Serie „O“ ist sowohl für den Haushalts- als auch für den Gastronomie-Gebrauch gedacht. Die Porzellanserie „O“ wird sowohl mit ihrem Entwicklungsprozess und ihrer Verwendung gezeigt werden. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Papier und mit dem Anrichten von Speisen.

Eine Reise in die Vergangenheit. Ergänzend zu den zeitgenössischen Objekten werden von Barbara Schmidt ausgewählte prähistorische Keramikfunde von Schüsseln und Schalen aus dem Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg gezeigt. Das Gestalten von Aufbewahrungs-, Koch- und Essgeschirr aus keramischen Werkstoffen hat eine lange kulturgeschichtliche Entwicklung, die sich in einer bis ca. 6000 Jahre v. Chr. zurückreichenden Geschichte in Vorderasien und Europa belegten Tradition ausdrückt. Und auch wenn die Formgebung von keramischen Objekten immer freier wird, so sind es DesignerInnen wie Barbara Schmidt, die den schöpferischen Gedanken der Vergangenheit aufspüren und im Fokus ihres geistigen Schaffens tragen.

Auf der Empore in die Zukunft. Barbara Schmidt ist seit 2013 Professorin für Entwurf mit dem Schwerpunkt Experimentelles Design im Fachgebiet Produkt-Design an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Ergänzend zu den im Zentrum der Ausstellung stehenden zeitgenössischen Arbeiten der Designerin und des prähistorischen Exkurses, wird ein Ausstellungsteil der Zukunft gewidmet sein: gezeigt werden die experimentellen Projekte Carte Blanche – Porzellan und Code sowie House of Glass von Studierenden der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Sie befassten sich mit Keramik als Wahrnehmungswerkzeug für Essen. So geht es in der Arbeit „Sensorium“ von Laura Görs um die Verkostung von fermentierter Nahrung, bei „Fume“ von May Kukula um das Räuchern und Qianyu Zhu hat Objekte zum Probieren von Schokolade entwickelt.

Kulinarische Begleitung für die Sinne. Begleitend zur Ausstellung ist ein KunstKochbuch entstanden, welches die Entwürfe anhand von Kochrezepten vorstellt. Ein Eintauchen mit allen Sinnen eröffnet die Welt des Genusses, in den auch Schulklassen kommen können. So besteht die Möglichkeit für Schulklassen an Workshops inklusive einer Einführung in die Ausstellung teilzunehmen. Es gibt noch freie Termine. Anmelden kann man sich unter 0345-29897297 oder per Mail oeffentlichkeitsarbeit@kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

Die Landeskunststiftung hatte bereits in den vergangenen Jahren die KunstpreisträgerInnen des Landes Sachsen-Anhalt Thomas Rug (2012), Franca Bartholomäi (2014) und Marc Fromm (2016) in Einzelausstellungen präsentiert.

Die Eröffnung ist am Samstag, den 1. September 2018 um 15.00 Uhr. Zur Begrüßung sprechen: Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur, Dieter Hofmann, Rektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Ursula Kollritsch, Autorin.

Von A nach O
Eine Ausstellung der Landeskunstpreisträgerin Barbara Schmidt mit kulinarischen Experimenten zum Mitmachen.
1. – 30. September 2018
geöffnet Mi-So 14-18 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11, 06108 Halle/Saale
Eintritt 3€ | ermäßigt 1 €

Mit freundlicher Unterstützung der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH und des Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg

23. August 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Fax: 0345 29897295
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„Von A nach O“: Ausstellung zur Landeskunstpreisträgerin 2017 Barbara Schmidt eröffnet am 1. September 2018

Nach den Landeskunstpreisträgern Thomas Rug (2012), Franca Bartholomäi (2014) und Marc Fromm (2016) präsentiert die Landeskunststiftung vom 1.- 30 September 2018 in einer umfassenden Werkschau das Lebenswerk der Porzellandesignerin Barbara Schmidt.

Barbara Schmidt hat im Bereich Porzellan und Keramik Werke geschaffen, die in der Designgeschichte Weichen gestellt haben. Sie gehört zur mittleren Generation heute erfolgreicher Designer, die ihre ethische und gestalterisch-künstlerische Prägung an der Burg Giebichenstein erfahren haben. Ihre Arbeit als Porzellan-Designerin vor allem für die Firma Kahla wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Designpreisen ausgezeichnet. Auch als Professorin an den Kunsthochschulen in Halle, Berlin und Hamburg ist sie seit Jahren erfolgreich.

Beginnend von ihrem allerersten Service „Aronda“ zeigt die Ausstellung den Weg bis zu ihrem letzten Geschirr „O“ mit herausragenden Einzelstücken aus allen Kollektionen.

Die Ausstellung wird den Fragen nachgehen: Wie entsteht eine Form? Wie verhält sie sich zum Material? Wie kann das Verhalten eines Materials in ein anderes übersetzt werden? In welcher Beziehung stehen Porzellan und essbares Material zueinander? Wie nehmen wir beides wahr?

Im Mittelpunkt der Ausstellung wird die Serie „O“ stehen. Namensgebend für die Porzellanserie „O“ war die Technik des Origami – Oru = Falte. Das Prinzip Faltung, wie es auch vielfach in der Natur vorkommt, ermöglicht es, die für Geschirr optimale runde Form spannungsvoll zu gliedern. Auf den beiden so entstandenen Flächen entfaltet sich ein Spiel von Licht und Schatten und ein großer Freiraum für das Anrichten der Speisen. Die Serie „O“ ist sowohl für den Haushalts- als auch für den Gastronomie-Gebrauch gedacht. Die Porzellanserie „O“ wird sowohl mit ihrem Entwicklungsprozess und ihrer Verwendung gezeigt werden. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Papier und mit dem Anrichten von Speisen.

Ergänzend zu den zeitgenössischen Objekten werden von Barbara Schmidt ausgewählte prähistorische Keramikfunde von Schüsseln und Schalen aus dem Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg gezeigt. Die Ausstellung präsentiert zudem Abschlussarbeiten von Studenten der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, die sich mit Keramik als Wahrnehmungswerkzeug für Essen befassten. In der Arbeit „Sensorium“ von Laura Görs geht es beispielsweise um die Verkostung von fermentierter Nahrung, bei „Fume“ von May Kukula um das Räuchern und Qianyu Zhu hat Objekte zum Probieren von Schokolade entwickelt.

Begleitend zur Ausstellung ist ein KunstKochbuch entstanden, welches die Entwürfe anhand von Kochrezepten vorstellt. Im Begleitprogramm zur Ausstellung werden vormittags Workshops für Schulklassen angeboten.

Eröffnung ist am Samstag, dem 1. September 2018, um 15.00 Uhr.

Zur Begrüßung sprechen:
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt,
Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur,
Dieter Hofmann, Rektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und
Ursula Kollritsch, Autorin.

Von A nach O
Eine Ausstellung der Landeskunstpreisträgerin Barbara Schmidt mit kulinarischen Experimenten zum Mitmachen.
1. – 30. September 2018
geöffnet Mi-So 14-18 Uhr
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11, 06108 Halle/Saale
Eintritt 3€ | ermäßigt 1 €

Mit freundlicher Unterstützung der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH und des Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg

Pressemitteilung 27- 2018

Mit dem HEIMATSTIPENDIUM gab die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Künstlerinnen und Künstlern die Gelegenheit, sich mit acht ausgewählten musealen Sammlungen des Bundeslandes auseinanderzusetzen und ermöglichte ihnen dort umfassenden Zugang und künstlerische Arbeit. Sie befassten sich für die Dauer eines Jahres mit den Sammlungen und Schätzen der Häuser und entwickelten, davon inspiriert, neue Arbeiten, die das kulturelle Erbe reflektieren. Die Kunststiftung gab mit diesem Programm auch den Museen die Möglichkeit, sich der zeitgenössischen Kunst zu öffnen, um ein neues Publikum an diese spannenden Orte zu locken und öffentliches Interesse zu wecken.

In der Zeit vom 31. August bis 30. September 2018 wird es für die neun künstlerischen Positionen an den acht Museen feierliche Eröffnungen und Einweihungen geben. Ab diesem Zeitpunkt präsentieren die Museen nicht nur den „Blick zurück“, sondern auch Positionen aus der Gegenwart. Aus diesem Anlass lädt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt alle interessierten Medienvertreterinnen und Medienvertreter herzlich zu einem Pressegespräch

am Mittwoch, den 29. August 2018
um 11 Uhr
im Großen Hörsaal des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen
der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, 

Domplatz 4
06108 Halle (Saale)

ein. Das Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg ist einer der Orte des Förderprogramms HEIMATSTIPENDIUM.

Das Pressegespräch findet in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler, Museumsleiterinnen und Museumsleiter sowie der Kuratorin Dr. Ines Engelmann und des Kurators Björn Herrmann statt.

Der Stiftungsratsvorsitzende Rainer Robra (Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und Chef der Staatskanzlei) und Susanne Kopp-Sievers (Geschäftsführerin Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.) sprechen jeweils ein Grußwort zum Heimatstipendium.

Manon Bursian (Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt) erläutert die Idee und den Weg zum neuen Förderprogramm.

Ablauf
11.00 Uhr – 12.00 Uhr

Begrüßung durch die Kuratoren Dr. Ines Janet Engelmann und Björn Hermann

Grußwort: Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und Chef der Staatskanzlei

Einführung in das Förderprogramm: Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Grußwort: Susanne Kopp-Sievers, Geschäftsführerin Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.

acht Orte, neun Künstler/innen und acht Museumsleiter/innen: Präsentation der Museen und der künstlerischen Werke

Es besteht die Möglichkeit zur Aufnahme eines Gruppenfotos sowie für Interviews. Im Anschluss lädt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zum Heimatfrühstück ein.

10. August 2018

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilung 26- 2018

Mit dem Projekt HEIMATSTIPENDIUM zählt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt zu den vier innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2018 aus Sachsen-Anhalt. Anlässlich eines Empfangs in der Staatskanzlei in Magdeburg begrüßte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff am 09.08.2018 die vier Preisträger und sprach ihnen für das beispielhafte Engagement und die vorbildlichen Leistungen seine Glückwünsche aus: „Auch in diesem Jahr zeigen die Preisträger aus Sachsen-Anhalt, dass unser Heimatland für die Zukunft gut aufgestellt ist. Ob es um die Nutzung der Digitalisierung, die Gestaltung der demografischen Entwicklung oder um kulturelle Herausforderungen geht, wir haben ideenreiche Lösungen parat. Ich gratuliere unseren Preisträgern und hoffe, dass die Auszeichnung Ansporn ist, die Anstrengungen fortzusetzen.“

Eine hochkarätig besetzte Jury wählte das HEIMATSTIPENDIUM aus knapp 1.500 eingereichten Bewerbungen als eines von 100 herausragenden Projekten zum Jahresmotto „Welten verbinden – Zusammenhalt stärken“ in Deutschland aus. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten den Innovationswettbewerb seit 13 Jahren gemeinsam aus.

Ein Jahr lang erhielten neun Kunstschaffende durch das neue Förderprojekt HEIMATSTIPENDIUM der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt den Zugang zu Museen und deren Archiven, befassten sich mit den Sammlungen, erkundeten die Bestände, um schließlich das kulturelle Erbe in ihrer eigenen künstlerischen Arbeiten zu reflektieren. Die Stipendiat*innen entdeckten nicht nur so manche Kostbarkeit in den Depots, sondern lernten auch Land und Leute kennen. Sie luden zu Gesprächen, Führungen und zum Mitmachen ein. Im Kontakt mit den Menschen vor Ort und vor allem bei der Arbeit in den Museen wurden die Künstler*innen zu „Heimatforschern“. Heimat meint hierbei nicht nur die Herkunft oder den Ort des Zuhauses, sondern eben auch die verborgenen Schätze in den Sammlungen – ein kulturelles Erbe, das oftmals in den Archiven schlummert. Zum Abschluss des Förderprogramms wird zeitgenössische Kunst aus Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur mit den Schätzen der verschieden ausgerichteten Sammlungen zusammengebracht. So gibt es in den Präsentationen nicht nur den „Blick zurück“, sondern auch Positionen aus der Gegenwart.

Die Stiftungsdirektorin Manon Bursian, die das HEIMATSTIPENDIUM ins Leben rief freut sich über die besondere Würdigung: Altes, Verborgenes, zu Unrecht Vergessenes aufzudecken war ein nicht unerheblicher Teil für die künstlerische Produktion während dieser Arbeitsstipendien. In den acht Stipendiatenausstellungen, die von Ende August bis Ende September 2018 feierlich eröffnet werden, werden nun Erinnerungen und neue Kunst gezeigt. Ich freue mich, dass das HEIMATSTIPENDIUM durch den Preis eine überregionale Beachtung und damit Anerkennung erhält. Damit verbunden bleibt der Wunsch, dass die Besucherinnen und Besucher nunmehr viel Freude bei einer Entdeckungsreise durch das Land Sachsen-Anhalt erleben werden.“

Engagierte Partner: „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Die Deutsche Bank ist seit 2006 Partner und Nationaler Förderer des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken.

Foto: Deutschland – Land der Ideen / Andreas Lander

09. August 2018

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Pressemitteilung 25- 2018

Das Sonderförderprogramm frei-raum unterstützt Ausstellungsprojekte und die Idee, Orte mit zeitgenössischer Kunst – sei es temporär oder langfristig – zu besetzen. Mit dem von der Kunststiftung geförderten Projekt Black Horses – Association for Speculative Architecture schaffen die Künstler Charlotte Erckrath und Maik Ronz einen identitätsstiftenden Kunstraum in der Triftstraße 19A in Halle (Saale), der zugleich eine verbindende Kraft über die Stadt Halle hinaus entwickelt. Der ursprünglich als Wächterhaus mit einer Vielzahl von Künstlerateliers etablierte Ort hat in Halles Kunstszene bereits eine Position als Off-Space. Ziel des Projektes Black Horses – Association for Speculative Architecture ist es, darauf aufzubauen und mit einem anspruchsvollen und reichhaltigen kuratorischen Konzept eine neue Facette in Halles lebhafter Kunst- und Kulturlandschaft aufzuschlagen. Schwerpunkt der aktuellen Ausstellungsreihe ist es – ausgehend vom Hintergrund der Initiatoren – Bereiche aus der Architektur zu beleuchten, die in künstlerische Disziplinen übergreifen und dabei Raum und Raumproduktion sowie den Dialog mit Produktionsprozessen in den Vordergrund rücken.

Der Künstler Edouard Cabay (ES) bildet den Abschluss der Ausstellungsreihe des Projektes Black Horses – Association for Speculative Architecture mit

WHILE I DRAW
am Samstag, den 11. August 2018
um 18 Uhr in der Triftstraße 19A.

Edouard Cabay (ES) arbeitet mit den sich ändernden Lichtverhältnissen in der Triftstraße 19A. Seine Zeichnung nimmt eine ganze Wandfläche ein, welche gleichzeitig auch das Subjekt der Lichtbeobachtung ist. Im Verlauf des Tages wandeln sich die Schattierungen auf der Wand in nicht vorherzusehender Weise während das Licht durch die Fenster einfällt und von verschiedenen Materialien und Flächen des Raumes gegen die Wand reflektiert wird. Die Zeichnung ist eine Verwebung von vielen Momenten, welche in einen numerischen Code aus Grauwerten transformiert wird. Edouard Cabay interessiert sich dabei nicht nur für den meditativen Prozess der Ausführung einer Zeichnung als gegebene Reihe von Parametern – jeder Bildpunkt ist in eine Zeitspanne zwischen 0 für Weiß und 30 Sekunden für den dunkelsten Ton übersetzt – sondern auch für die Idee, menschlicher Ausführender eines maschinellen Codes zu sein oder ungeschönt, zu einem der Drucker zu werden, welcher von präziser Zeittaktung gesteuert repetitive Bewegungen des Bleistiftes auf der Zeichenfläche ausführt. Sobald der Algorithmus ausgeführt ist, führt die Zeichnung den Dialog mit ihren generierenden Parametern weiter – den täglichen Licht- und Schattenverläufen auf ihrer Oberfläche.

Edouard Cabay ist Architekt und Absolvent der Architectural Association School of Architecture in London. Er gründete 2011das Büro Appareil in Barcelona, welches die Entwicklung vielseitiger Architektur- und Forschungsprojekte zum Programm hat. Parallel dazu unterrichtet er am Institute for Advanced Architecture of Catalonia und leitet das AA Visiting Program in Barcelona. Seine experimentellen Zeichnungsprojekte wurden bereits in Kunstmuseen, bei Architekturbiennalen und anderen Kulturveranstaltung europaweit ausgestellt. www.appareil.org

WHILE I DRAW von Edouard Cabay
Eröffnung: Samstag, 11.8.2018, 18 Uhr
12.8. – 9.9. 2018 – Ausstellung offen nach Voranmeldung
BLACK HORSES
Triftstraße 19A
D-06114 Halle
www.facebook.com/blackhorseshalle

 

08. August 2018

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Pressemitteilung 24 – 2018

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergab 2018 zum dritten Mal mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes internationale Arbeitsstipendien nach Armenien, die den zwei Künstlern Wibke Wilm und Ralph Hinterkeuser eine Expedition vom 16. Juli bis 12. August 2018 zum Thema „Vischaps (Drachensteine)“ in Armenien ermöglicht. Jenseits der üblichen Grenzziehungen zwischen Archäologie und Kunst können die Künstler auf Spurensuche der Vischaps, steinerne Stelen mit zoomorphen Reliefdarstellungen, gehen. Die Vischaps sind bedeutende Vertreter der frühen Monumentalplastik im Hochland von Armenien auf großen Höhenlagen (bis 3200 m ü. d. M.) und stehen mit dem Wasser- bzw. Tierfellkult im Zusammenhang. Sie kommen an den Hochgebirgsseen und Quellen vor. Seit 2012 untersucht ein deutsch-armenisches Archäologenteam diese Steine.

Zentrale Fragestellung des Aufenthaltes ist, wie jene Steine und ihre Schauplätze heute auf Künstler wirken. In der Auseinandersetzung mit diesen einzigartigen historischen Artefakten sollen neue Kunstwerke entstehen. Eine Ausstellung in Jerewan und in Halle wird die entstanden Arbeiten präsentieren.

Zudem wurde ein Künstlerworkshop zum Thema „Erinnerung“ umgesetzt, in dem sich die Teilnehmenden selbst zur Geschichte in Bezug setzten. Geschichte bedeutet dabei sowohl die ferne Vergangenheit, als auch Erzählungen über die Familiengeschichte, oder relevante persönliche Ereignisse der jüngsten Zeit. Wiebke Wilms und Thomas Kirchner – ein weiterer Künstler aus Sachsen-Anhalt, der zur sich derzeit ebenfalls in Armenien aufhält – gaben den teilnehmenden Menschen die Möglichkeit, einen Ausdruck für ihre individuelle Geschichte zu finden. So baten sie die Teilnehmenden, ihre Ereignisse in Modelle von Denkmälern zu überführen. Diese wurden dann beispielsweise als Papierstück, Geste, oder Zeichnung durch einfache Inszenierungen vor Ort per Foto mit dem eigenen Smartphone sichtbar. Die jeweils entstandenen Bilder waren dann Ausgangspunkt für weitere Gespräche innerhalb des Workshops sein.

„Armenien erleben wir als ein Land mit beeindruckender Natur und offener Herzlichkeit der Menschen, denen wir begegnen. Die Auseinandersetzung mit den außergewöhnlichen Drachensteinen – Vishaps – lässt uns hier eine Verbindung suchen zwischen jenen jahrtausendealten kulturellen Hinterlassenschaften und dem Armenien, wie wir es heute erleben. Hierin verbirgt sich eine leise Ahnung was Zeit bedeutet und lässt uns fragen, was bei allem Wandel bestand hat. Dieses Stipendium ist ein inspirierendes und befreiendes Erlebnis, welches wir weiterhin mit allen Sinnen aufnehmen möchten.“ Wiebke Wilm, Stipendiatin in Armenien und Thomas Kirchner, reisender Künstler aus Sachsen-Anhalt.

Die Stipendiaten Wiebke Wilms und Ralph Hinterkeuser sowie Thomas Kirchner stehen für Interviews zur Verfügung.

02. August 2018

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Anja Warzecha: Raue Rinde, spitzer Stein

Was macht einen spannungsvollen Bildaufbau aus? Spannungsvolle Kontraste und eine interessante Bildkomposition. Der Workshop wird die Sinne dafür schärfen. Nach einleitendem Probieren verschiedener Schwarz-Weiß-Techniken (in Ölpastellkreise, Kohle, Graphit etc.) lernen die Teilnehmer*innen die Frottage kennen. Für ihre Abriebe können sie aus verschiedenen Strukturen (spitz, hart, körnig, grob) die für sie Interessanten auswählen. Die Sammlung abgeriebener Strukturen wird anschließend zu einer Landschaft collagiert, diese Bilder werden gescannt, ausgedruckt und mit der bedruckten Fläche auf geleimte Sperrholzplatten fixiert. Nach Trocknung wird das Papier vom Holz abgerieben. Wie von Zauberhand bleibt das schwarz-weiße Motiv auf der Holzplatte sichtbar, das mit Acrylfarben koloriert wird.

Duška Roth: Hör_Geschichten

Jeder hat eine Geschichte zu erzählen! Unsere eigenen Lebensgeschichten sind erzählenswert – nicht nur, wenn wir etwas Krasses erlebt oder ein verrücktes Hobby haben. Jede kleine Hürde, die wir gemeistert, jeder Rückschlag, den wir überwunden haben, aber auch die Dinge, die uns noch nicht gelungen und Probleme, die immer noch da sind, all das bildet einen Fundus an Geschichten. Durch Erzählen können wir verarbeiten, aber auch anderen helfen, Solidargemeinschaften bilden.

In dem Projekt sollen die Teilnehmer*innen einen Punkt aus ihrem Leben, ihrem Alltag unter die Lupe nehmen und mit journalistischen Mitteln eine kleine Sendung darüber machen. Im ersten Teil sollen die Methode und die Technik erklärt und die Themen generiert werden. Im zweiten sollen die Teilnehmer*innen Aufnahmen machen: Interviews, Geräusche und auch mögliche Musiken aussuchen. Im finalen Teil des Projektes wird das Material bearbeitet und eine Sendung erstellt.

Yvonne Most: Dein wandelbares Porträt

Wir knipsen immer und überall – es ist technisch kinderleicht. Mit der digitalen Kompaktkamera dem Smartphone halten wir Momente im Alltag fest, in den Ferien nehmen wir in der Kamera schöne Erinnerungen mit nach Hause. Über WhatsApp verschicken wir Selfies – einfach so.

Was passiert, wenn wir uns mehr Zeit nehmen und schauen, wie früher Porträts entstanden sind? Uns fragen: Wie sieht ein gutes Porträt aus? Wie schauen wir auf Fotos aus, wie liegen unsere Hände, was sagt unsere Körperhaltung?

Mit kreativen Methoden und Utensilien erschaffen wir ein wandelbares Porträt, machen eigentlich Unsichtbares sichtbar.

Ziel des Projektes ist es, dass sich die Kinder und Jugendlichen Gedanken über ihr eigenes Abbild machen und es spielerisch verändern können. Beim gegenseitigen Fotografieren mit digitaler Kompaktkamera werden sie für das Gegenüber sensibilisiert.

 

 

 

 

Jana Mertens: FORMEN UND ABFORMEN – wir gestalten ein fantastisches Tierrelief

Wie entsteht ein Relief? Das erfahren die Teilnehmer*innen in dem Kurs mit Jana Mertens. Es entstehen Wesen – bei denen alles erlaubt ist! Dazu werden zum einen Abdrücke von Formen in einer mit Ton gefüllten Schalung kombiniert: So können in das weiche Material eingedrückte Strohhalme zu Tierbeinen werden, Schlüssel zu Hörnern. Diese negativen Formen werden zum anderen ergänzt durch in Ton modellierte Teile (positive Formen). Das entstandene Bild wird dann mit Gips abgegossen. Es entsteht ein Relief, bei dem sich negative Formen in positive verwandeln und umgekehrt. Ist der Abguss getrocknet, wird er patiniert – mit etwas Glück sieht es dann so aus, als wäre er aus Metall.

 

10 Teilnehmer*innen

8–11 Jahre

3 Module à 4 Stunden

landesweites Angebot

 

Hjördis Hoffmann: Performing your city

Eine aktive Erkundungstour verleitet Schulgruppen dazu, ihr gewohntes Umfeld anders zu erleben. Auf dem Weg erforschen die Schüler*innen mit Methoden zeitgenössischer Performance ihre Stadt. Sie begeben sich auf einen Streifzug, um ihr direktes Umfeld der Schule (neu) zu entdecken. Er führt sie an unterschiedliche Orte, an denen sie mit Elementen der Performance und des zeitgenössischen Tanzes die Parameter ihrer Umgebung erforschen (Architektur, Natur, Geräusche, Atmosphäre etc.). Indem die Schüler*innen mit dem eigenen Körper aktiv mit dem Raum interagieren (durch Erfühlen, Ertasten, den Körper in verschiedene Positionen zum Raum bringen), setzen sie sich auf einer sinnlich-haptischen Ebene in Bezug zu den Elementen der Stadt.

Ausgestattet mit ihren (Handy-)Kameras erarbeiten die Teilnehmer*innen mit Selfies, Fotografien und kurzen Videosequenzen in Kleingruppen ihre künstlerischen Positionen und dokumentieren sie (z. B. nach Absprache per Instagram).

Am Beginn des Projektes wird in die bewusste Wahl von Selbst-Positionierung, Fokus und Bildausschnitt in die künstlerische Fotografie eingeführt sowie mit Beispielen und Bewegungsübungen in die Performancekunst.

Sebastian Harwardt: Wir machen Druck!

Der Hochdruck bietet vielerlei Ansätze und Gestaltungsmöglichkeiten: vom Schablonieren mit Pappen oder Laubblättern, über das Stempeln mit Spachteln, Kork, Wattestäbchen, Zahnbürsten, Naturmaterialien, Gardinen, bis hin zum Holz- bzw. Linolschnitt. Die verschiedenen Formen werden vorgestellt und erprobt. Am Ende des Kurses steht der (mehr)farbige Linolschnitt von mehreren Platten.

Die entstandenen Bilder werden am Ende jeder Kurseinheit gemeinsam angeschaut und besprochen. Außerdem stellt Sebastian Harwardt Druckgrafiken von Künstlern wie Felix Vallotton, Emil Orlik, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, HAP Grieshaber u. a. vor.

Theresa Bastek: Re source

Mit Theresa Bastek werden die Kinder als Junior-Wissenschaftler auf Entdeckungsreise gehen. Bekleidet mit einem Laborkittel soll herausgefunden werden, was sich hinter Alltagsgegenständen verbirgt. Ausrangierte kleine Gerätschaften (wie alte Handys, kaputtes Spielzeug, ausgediente Küchengeräte – Mitgebrachtes willkommen!) werden in Einzelteile zerlegt, diese untersucht, nach Materialeigenschaften sortiert und fotografiert. Anschließend entstehen daraus neue kleine Objekte, deren Fotografien den Ausgangsmaterialien gegenübergestellt werden. Ziel ist, das alltäglich uns Umgebende mit anderen Augen zu betrachten und Verständnis für komplexe Systeme zu schaffen. Vielleicht gehen die Kinder sogar mit dem Wissen nach Hause, welche Materialien wie verarbeitet wurden und wie dies den Lebenszyklus der Produkte beeinflusst.

Wiebke Juschuäleja Wilms: Jeder Schnipsel zählt

Mit der Frage „Was macht mich einzigartig?“ sammeln die Kinder zunächst Ausschnitte aus verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften, Büchern usw. Diese Schnipsel werden zu Collagen zusammengefügt, wobei die Papierstücke nicht – wie gewohnt – auf ein leeres Blatt geklebt, sondern direkt miteinander verbunden werden. Dadurch entstehen freie Formen, die nicht durch eine DIN-Norm reglementiert sind. Diese individuellen Collagen werden in einer großen, gemeinschaftlich beschlossenen Form – einer Großcollage mit WOW-Effekt – zusammengebracht. Besondere Spannung entsteht durch die bunte Vielfalt an kleinen Geschichten, die es zu entdecken gilt, innerhalb einer großen, alle vereinenden Arbeit. „Jeder Schnipsel zählt“ bedeutet, dass jede*r in einer Gruppe wertvoll ist und in die Gemeinschaft hineinwirkt.

Das fertige Werk wird von der Künstlerin professionell abfotografiert und für einen großformatigen Digitaldruck aufbereitet. Auf eine PVC-Plane gedruckt kann das Abbild fortan dauerhaft im Innen- oder Außenraum präsentiert werden.

Stefan Schwarzer: Straßenspielchen

Während des zweiwöchigen Workshops bietet Stefan Schwarzer den Kindern und Jugendlichen einen umfassenden Einblick in zahlreiche Techniken und Methoden, um experimentelle Zeichnungen im öffentlichen Raum anzufertigen. Gemeinsam streifen der Künstler und die Teilnehmer*innen durch die Stadt und dokumentieren ihre individuellen Wahrnehmungen im urbanen Raum.

Es werden umfangreiche Serien von Zeichnungen entstehen, Architektur-Collagen und Inschriften-Frottagen angefertigt. Am Ende jedes Exkursionstages werden in einer gemeinsamen Abschlussrunde die Ergebnisse des Tages gesichtet und besprochen. Am Ende des Projekts soll eine gemeinsame temporäre „Pop-up“-Ausstellung in der Innenstadt organisiert werden, um die Arbeiten öffentlich zu präsentieren.

Marija Skoko: Ornament, Muster, Arabeske in der Keramik

In dem Workshop gestalten die Teilnehmer*innen ein geometrisches Puzzle aus Keramik, mit dem sie immer wieder neue Muster gestalten können.

Zunächst wird mittels Schablonen ein geometrisches Muster auf Papier entworfen, anschließend eine Tonplatte ausgerollt, das Muster übertragen und das Ganze in einzelne kleine Kacheln geschnitten. Diese werden durch Stempel mit einem Relief versehen. Die Kacheln werden von Marija Skoko gebrannt und von den Teilnehmer*innen beim nächsten Treffen mit farbigen Glasuren dekoriert. Nach einem nochmaligen Brand durch die Künstlerin können die Puzzles abgeholt werden.

 

6 Teilnehmer*innen

9–15 Jahre

2 Module: 1. Modul 4 Stunden, 2. Modul 2 Stunden

kein landesweites Angebot

 

 

Bettina Jungrichter: Scherben bringen Glück

Die Idee ist das Suchen, Entdecken und Spielen mit Scherben unterschiedlichster Art, mit deren Dekoren und Mustern. Aus Bruchstücken ehemaligen Geschirrs mit seinen festgefügten Formen und Mustern, aber auch von Fliesen oder Steinen entsteht etwas ganz Neues: ein abstraktes, buntes Muster oder ein gegenständliches Bild.

Die Teilnehmer*innen können selbst Geschirrteile und Scherben aller Art sammeln und mitbringen. Zusätzlich ist ein Fundus an verschiedenen Scherben vorhanden. Nach dem Aussuchen der Scherben wird ein Bild oder Muster gelegt, das auf einen keramischen Träger mit Fliesenkleber aufgebracht wird. Es können auch plastische Dinge beklebt werden wie offenporige Ziegel oder Tontöpfe. Nach dem Trocknen werden die Fugen mit Fugenmasse verfüllt, so dass eine einheitliche Fläche entsteht.

Annette Funke: Selbstporträt mit Skalpell

Gerade in der Pubertät setzt sich das Individuum mit sich selbst in Bezug auf die Welt auseinander. Die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen und Abgrenzung von anderen wird wichtiger Bestandteil der Selbstfindung. Kleidung wird dabei zu einem großen Thema, weil sie etwas über Werte und Haltung des Trägers nach außen transportiert. Sie kann schützen und provozieren, Erinnerungsstück sein oder Zugehörigkeit symbolisieren. Darum möchte Annette Funke die Gestaltung von Selbstporträts anregen, bei der Kleidung oder Schmuckstücke zum wichtigsten Teil der Selbstinszenierung werden. Jeder Teilnehmer inszeniert sich mit dem zuvor vorgestellten Objekt, ein Bildausschnitt wird gewählt und fotografisch festgehalten. Ausgedruckt dienen die Motive als Vorlage für die Selbstporträts. Mit Durchschlagpapier werden die wesentlichen Linien auf die weiße Rückseite von Scherenschnittpapier übertragen. Abschließend folgt nach Anleitung und intensiver Begleitung das Ausschneiden des Motivs mit dem Skalpell.