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Mareen Alburg Duncker

Schmuckkünstlerin

Arbeitsstipendium
Februar – Juli 2017

Oasen

Die Schmuckgestalterin hat während ihres Stipendiums an einer Serie von Schmuckstücken gearbeitet. Grundlage der ersten Entwürfe und Materialstudien bildeten ihre Lieblingsorte - ihre Oasen: Also bestimmte Orte, mit denen die Künstlerin Orten Stimmungen, Erfahrungen, Gefühle und auch Menschen verbindet. Die Wahrnehmungen dazu ließ sie in ihre Arbeit einfließen. Die Intention war dabei nicht, ein Abbild der gesehenen Umgebung zu schaffen, sondern vielmehr aus den gespeicherten Gedankenbildern und Empfindungen eigene Formen zu entwickeln und in dem ihr vertrauten Material (Hartwachs, Ebenholz und andere Hölzer) umzusetzen. Während der intensiven Arbeitsphase beschäftigte sich Mareen Alburg Duncker u. a. auch mit folgenden Fragen: Wir dünn dürfen Holzsegmente sein, wenn sie eine tragende Funktion haben? Wann verstärkt ein Farbauftrag die grafische Wirkung? Welche Strukturen kann man mit welchen Mitteln schaffen? Die entstandenen Werke bewegen sich zwischen Objekt und Schmuck - kleine Inseln, Orte der Erholung, die sicher in einer Behausung verwahrt und bei Bedarf mit sich getragen werden können.

Arbeitsstipendium
Februar – Juli 2012

Neuland

Wie nähert man sich einem entfernten und fremden Material an, wie gelingt es, dessen Beschaffenheit und Befindlichkeiten zu ergründen und eigene Vorstellungen und Visionen mit ihr in Einklang zu bringen?    Mareen Alburg Duncker ging diesen Fragen während ihres Arbeitsstipendium in ihrer künstlerischen Arbeit nach und wagte das Experiment, dem Wesen des Kunststoffes auf den Grund zu gehen. Nachdem sie Recherchen und Überlegungen zu verschiedenen Kunststoffen angestellt hatte, entschied sie sich für Gießharz als Ausgangsmaterial, um ihre Objekte zu realisieren. In einem langwierigen und sorgfältig angelegten Arbeitsprozess erforschte und erprobte sie den ihr unbekannten Werkstoff, untersuchte dessen Form- und Belastbarkeit und wendete unterschiedliche Gussverfahren an. Sie betrat das Neuland mit besonderem Augenmerk auf das Zusammenspiel zwischen Innen und Außen - beide Bereiche sollten gleichzeitig ansichtig und einsehbar sein, um den Blick auf sonst Verborgenes zu gewähren. Verborgenes kam auch zum Vorschein, als die Schmuckgestalterin sich mit der Oberflächengestaltung ihrer Stücke beschäftigte, die sie mit Raspel, Säge und Schleifpapier behandelte und wodurch sich eine fast natürlich anmutende Ausstrahlung des bearbeiteten Materials unnatürlichen Ursprungs eröffnete. Aus der Quelle ihres beträchtlichen Fundus‘ an Form- und Materialstudien schöpfend, stellte  Mareen Alburg Duncker im nächsten Schritt kleinplastische semitransparente Hohlkörper in verschiedenen Formen und Größen her, welche schließlich die Grundlage für die Gestaltung eines größeren Halsschmuckes bildeten. Leichtere und kleinere Körper vereinen sich nun zu einer Werkgruppe.

Vita
1975 in Hennigsdorf bei Berlin geboren | 2000 – 2001 Praktikum  Schmuckgestaltung bei Silvia Schneider in Berlin | 2001 – 2008 Studium an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle, Studienrichtung Schmuck | 2008 Mitbegründerin der Schmuckkantine | seit 2011 Dozentin in der Kreativwerkstatt Aschersleben | lebt und arbeitet als freischaffende Schmuckkünstlerin in Halle (Saale)