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Sara Möbius

Grafikerin

Arbeitsstipendium
Juli – Dezember 2015

Leise Versprechen

Sara Möbius hat sich den Bruch mit gewohnten Zeichenmedien und das Austarieren neuer Zeichenuntergründe zur Aufgabe gemacht. Ein Großteil der Stipendienzeit widmete sie dem Erproben neuer Zeichenuntergründe. Im Anschluss an die Materialerkundung wurden auf dem neuen Grund neue Zeichenmedien erprobt, und so ein Aufbrechen gewohnheitsmäßiger Arbeitsweisen ermöglicht. Während des Stipendiums entstanden mehrere Arbeiten, die die Rückeroberung des Raumes, den der Mensch eingeengt und für sich beansprucht hat, durch die Natur thematisieren: Drei schwarz-weiß Linolschnitte mit Landschaftsmotiven. Die Installation „Flüsterndes Gefecht“ und die zeichnerische Öl-Malerei „Elixier“. Die Bildideen dazu fand die Künstlerin im Wienerwald und im Rax-Gebirge, in Ahrenshoop sowie im Botanischen Garten München.
Arbeitsstipendium
Oktober 2012 – März 2013

Entschlafene Pfade

Das Blühen, Gedeihen, Vergehen - die zyklische Bewegung des Lebens ist es, die Sara Möbius für ihre Arbeit bewegt und inspiriert. In ihren großformatigen Kohlezeichnungen und Druckgrafiken führt sie in entlegene Landschaften, die in kontrastreichem Schwarz-Weiß auf das Wesentliche reduziert sind. Es geht nicht um formale Richtigkeit eines naturgetreuen Abbildes – vielmehr versucht die Künstlerin Erinnertes und Gefühltes in Ausschnitten einzufrieren und Raum für eigene Projektionen zu lassen. Während der Zeit ihres Stipendiums stellte sich die Grafikerin erstmals der Herausforderung des dreidimensionalen Arbeitens. Die entstandenen Kreidezeichnungen sollten zusammen mit kleineren Objekten zu einer Installation synergieren. Welche Ästhetik will ich erzeugen? Welche Botschaft vermitteln Art und Material der Objekte? Um den Antworten näher zu kommen, experimentiert sie mit verschiedenen Materialien. Die poröse, sandige oder holzige Oberfläche von Zapfen, Borkenresten und verwelktem Blattwerk stellt sie der weißen, glatten und kühlen Oberfläche von Porzellan entgegen. Wunderbare Gegensätze, die Spannung erzeugen. Als gefälligeres, doch nicht weniger reizvolles Material erweist sich Gips, um Momente des Waldbodens aufzunehmen. Die kleinteiligen Gipsplatten wirken wie Fundstücke einer vergessenen Zeit: Spuren des Lebens im Wald, wenn Früchte, Blätter und Baumrinden fallen, verwesen und vergehen, um neues Leben zu schaffen.
Vita
1985 in Halle (Saale) geboren│2006 freiberufliche Agenturarbeit | 2006 – 2012 Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Fachgebiet Grafik bei Prof. Thomas Rug │2012 Diplom ebenda │ 2012 Preview Berlin Focus Academy Preis | 2014 Förderpreis Junge Kunst Stadtlohn | Ausstellungsbeteiligungen seit 2008 u. a. in Halle, Havelland, Warschau, Syrien, Leipzig, Dresden und Berlin | lebt und arbeitet in Halle (Saale)