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Abrahams Frauen

Der erfahrene Theaterautor Dirk Heidicke gehört zu denjenigen, die sich an die deutsche
Geschichte heranwagen. Mit „Abrahams Frauen“ rekonstruiert er Leben und Werk
des heute fast vergessenen jüdischen Komponisten Paul Abraham. Heidicke erstellte
in seinem Theaterstück eine bewegende Szenefolge, eingerahmt durch das Wiedersehen Abrahams mit seiner
Frau Sarolta im Jahr 1959. Dieser ist geistig verwirrt und zerrüttet mit anderen
jüdischen Emigranten in die Bundesrepublik eingereist. Über das Erleben von
Musik versucht Sarolta, ihrem Mann seine verdrängten Erinnerungen nahezubringen:
nach seiner Flucht aus Deutschland wurden Abraham 200 Kompositionen gestohlen,
welche später „arische“ Komponisten als ihre eigenen ausgaben. Die Erben dieser
Komponisten sollen bis heute Tantiemen für die gestohlenen Werke kassieren. Kann
unrechtmäßig Erworbenes geistiges Eigentum jemals rechtmäßig sein? Das Stück
von Heidicke über deutsche Vergangenheit knüpft damit an ein hochaktuelles Thema
der Gegenwart an.

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