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BILINGUALes ANIMALisches ALPHABET

Die Idee, ein zweisprachiges Buch zu machen, begleitete die Künstlerin schon lange und das Arbeitsstipendium gab ihr die Gelegenheit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Das Konzept klang zunächst simpel: ein Bilinguales Animalisches Alphabet-Buch. Friederike von Hellermann ist zweisprachig aufgewachsen und erzieht ihre Kinder, denen das Buch gewidmet ist, ebenfalls zweisprachig. Im Prozess der Umsetzung stieß sie auf manche Herausforderungen, von denen wiederum einige selbstverschuldet waren. Zum Beispiel hatte sie es sich zum Ziel gesetzt, dass sie nicht nur 26 Tiere finden und darstellen wollte, deren Namen in deutscher und englischer Sprache mit demselben Buchstaben beginnen, sie sollten auch im Mitteleuropäischen Raum zu finden sein. So schied beispielsweise der Löwe für den Buchstaben L aus und wurde durch den Luchs ersetzt. Um die Tiere darzustellen, entwickelte die Künstlerin eine Formsprache, die im Grunde genommen aus einem Baukasten von einfachen geometrischen Formen besteht; dem Quadrat, dem Kreis und dem Dreieck. Aus diesen Formen schuf sie, sich immer an einem Raster orientierend, 26 individuelle Porträts. Wichtig war ihr hierbei, dass jedes Porträt einen eigenen Charakter hat, die Bilder im Ganzen aber zusammen funktionieren und das Buch, trotz der Vorhersehbarkeiten, die ein Alphabet mit sich bringt, viele Überraschungen birgt. Ganz entscheidend ist für sie, dass jede Seite, jedes Bild, einzeln für sich funktioniert und wirkungsvoll ist, sie aber im Gegenüber auf einer Doppelseite wieder eine neue Geschichte erzählt, die im Umblättern noch vertieft oder durchbrochen wird. Ein wichtiger Aspekt in der Gestaltung des Buches ist die Typografie, die die Bilder begleiten wird. Sie sollte gut lesbar sein, aber auch grafisch interessant sein. Im Prozess des Zeichnens wurde für die Künstlerin immer ersichtlicher, dass sie nicht nur ein original-grafisches Buch für ein eher kleines Publikum kreieren möchte, sondern vielmehr ein Verlagsbuch in großer Auflage, um eine Großzahl an Menschen, sowohl Kinder als auch Erwachsene, erreichen zu können. Der Charakter ihrer original-grafischen Technik sollte aber unbedingt erhalten bleiben.

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