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Das ganze Dings

Veronika Schneider arbeitete
während ihres Stipendiums an der Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft. Aus
ihrem an der bildenden Kunst geschulten Interesse an der Entstehung von Körpern
und Körperbildern war der Wunsch entstanden, die im unsichtbaren Bereich
stattfindenden Vorgänge des menschlichen Körpers zu visualisieren. Während
Ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema arbeitete sie eng mit dem Institut für
physiologische Chemie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zusammen und
erhielt Einblicke in Labore und Arbeitsweisen der wissenschaftlichen
Grundlagenforschung. Über die theoretische Konzeption hinaus faszinierte sie
die Ästhetik des Labors, der Geräte, der Arbeitsabläufe, die sie bei ausgiebigen
Erkundungen durch das Institut – vom Froschkeller bis zum Glasboden – kennen
lernte. Aus der Begegnung des menschlichen Körpers mit molekularbiologischer
Sequenzierung entstanden Bilder sinnlich-assoziativer Fragmente. Im Mittelpunkt
stand immer die Begegnung zweier unterschiedlich ausgerichteter Disziplinen,
die beide mit ihren Mitteln das Leben und das Lebendige erforschen:
„Künstler als auch Wissenschaftler imaginieren Erkennbares in dem, was sie
sehen. Der Schritt vom Unsichtbaren ins Sichtbare treibt beide an. Das Ganze Dings ist nicht zu fasssen, meine Arbeit bestand darin, es trotzdem zu wagen und Bilder dafür zu schaffen“, so die Künstlerin. Bei ihrer Präsentation waren Plastiken,
Collagen und Filme zu sehen.

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